Die Saison 2024 ist mit dem Rennen in Barcelona und der Titelentscheidung in der MotoGP abgeschlossen. Bei der offiziellen FIM-Gala wurden die Preise an die Sieger übergeben. In Barcelona wird getestet, dann geht für viele Fahrer in neuen Teams und auf neuen Bikes das nächste Kapitel los.
Die wichtigsten Zahlen zum MotoGP-Titel von Jorge Martin
Jorge Martin wird der 30. verschiedene Weltmeister in der Königsklasse und erst der fünfte spanische Fahrer, der einen Weltmeistertitel in der Königsklasse erringt, nach Alex Criville (1), Joan Mir (1), Jorge Lorenzo (3) und Marc Marquez (6). Er ist neben Francesco Bagnaia (2022, 2023) und Casey Stoner (2007) der dritte Ducati-Fahrer, der den MotoGP-Titel gewinnt.
In der MotoGP-Ära ist es das fünfte Mal, dass der Champion nicht der Fahrer mit den meisten Siegen ist, nach Nicky Hayden (2006), Jorge Lorenzo (2012), Marc Marquez (2013 und 2017, Gleichstand mit Andrea Dovizioso) und Joan Mir (2020). Martin hat in diesem Jahr 16 Grand-Prix-Podestplätze, gleichauf mit Bagnaia, was einen neuen Rekord für einen Ducati-Fahrer darstellt. Bisher hatte Bagnaia in der vergangenen Saison 15 Podiumsplätze erreicht. Und Martin ist der erste Fahrer, der den Meilenstein von 500 Punkten in einer einzigen Saison der Königsklasse erreicht hat, nämlich 508, allerdings auch bedingt durch die Einführung der Sprintrennen seit 2023.
MotoGP Ergebnis
Bagnaia hat getan, was er konnte. Er gewinnt das letzte Rennen und feiert seinen elften Grand-Prix-Sieg in dieser Saison, doch der Titel geht an Martin, der hinter Marc Marquez als Dritter ins Ziel kommt. Es ist der erste Titel für Martin und das erste Mal in der modernen MotoGP-Ära, dass der Fahrer eines Satellitenteams Weltmeister wird. Am Ende trennen ihn und Bagnaia in der Gesamtwertung nur zehn Punkte.
Die Top-Platzierungen
Alex Marquez beendet das letzte Saisonrennen auf einem starken vierten Platz und setzt sich nach langem Duell gegen Espargaro durch, der die Top 5 komplettiert. Binder wird Sechster. Dahinter kommt Bastianini als Siebter ins Ziel. Den Kampf um WM-Platz drei hat er gegen Marc Marquez verloren. Morbidelli, Bezzecchi und Acosta runden die Top 10 ab. Die restlichen Punkteränge gehen an Quartararo, Oliveira, Miller, Zarco und Vinales.
Bagnaias Vorsprung ist auf über eine Sekunde angewachsen. Marc Marquez hält sich wiederum zwei Sekunden vor Martin. Bagnaia hält sich gut acht Zehntel vor Marc Marquez in Führung. Martin fährt zwei Sekunden dahinter auf Rang drei. Alex Marquez hat den Kampf um Platz vier noch nicht aufgegeben und macht Druck auf Espargaro. Es bleiben aber nur noch drei Runden.
Weiter hinten im Feld hat sich Bastianini auf Platz sechs vorgekämpft und führt eine Gruppe mit Acosta, Binder und Morbidelli an, die aber weit hinter der nächsten Gruppe mit Alex Marquez und Espargaro zurückliegt. Bagnaia ist der einzige Fahrer, der in dieser Phase des Rennens noch 1:40er-Zeiten markiert. Jetzt muss auch Marc Marquez abreißen lassen. Es ist eine souveräne Vorstellung des Weltmeisters, der den Titel aber trotzdem verlieren wird, sollte Martin auf dem dritten Platz fehlerfrei bleiben.
Reaktionen der Fahrer
Francesco Bagnaia (Ducati/1.): "Er hat sich das verdient. Dieser Tag gehört ihm. Danke an mein Team, sie haben unglaublich gearbeitet. Alles andere ist eine andere Geschichte. Gratulation an Jorge!"
Marc Marquez (Gresini-Ducati/2.): "Es war ein gutes Rennen, aber ich möchte zunächst dem Weltmeister Jorge Martin gratulieren. Heute ist sein Tag. Er ist eine unglaubliche Saison gefahren. Ich habe heute mein Bestes gegeben. Ich war super konzentriert, so als würde ich um den WM-Titel kämpfen. Voller Fokus und volle Präzision, um die Saison mit dem Gresini-Team gut zu beenden. Ein Podestplatz war die beste Art, um mich bei dieser unglaublichen Familie zu bedanken."
Jorge Martin (Pramac-Ducati/3./Weltmeister 2024): "Es hört sich unglaublich an! Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich bin komplett schockiert. Das ist für meine Leute, für meine Familie und für alle, die mich unterstützen. In den letzten Runden konnte ich kaum noch fahren und hätte fast zu weinen begonnen. Es war ein sehr emotionales Rennen. Es war eine lange Reise, viele Stürze und schwere Verletzungen. Jetzt habe ich es geschafft. Danke an alle Fans. Das ist auch für Valencia! Jetzt müssen wir den Moment genießen."
Moto2-Update
Wegen eines illegalen Reifendrucks (zu niedrig) ist Albert Arenas nachträglich vom Moto2-Rennen disqualifiziert worden. Er verliert damit Platz acht.
Ergebnisse MotoGP-Test in Barcelona
| Platz | Fahrer | Team | Zeit | Runden |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Alex Marquez | Gresini-Ducati | 1:38.803 Minuten | 61 |
| 2 | Fabio Quartararo | Yamaha | +0,396 Sekunden | 75 |
| 3 | Francesco Bagnaia | Ducati | +0,595 | 58 |
| 4 | Marc Marquez | Ducati | +0,651 | 49 |
| 5 | Raul Fernandez | Trackhouse-Aprilia | +0,668 | 82 |
| 6 | Brad Binder | KTM | +0,705 | 62 |
| 7 | Franco Morbidelli | VR46-Ducati | +0,762 | 52 |
| 8 | Alex Rins | Yamaha | +0,765 | 60 |
| 9 | Pedro Acosta | KTM | +0,768 | 72 |
| 10 | Johann Zarco | LCR-Honda | +0,813 | 65 |
| 11 | Jorge Martin | Aprilia | +1,056 | 77 |
| 12 | Maverick Vinales | Tech3-KTM | +1,084 | 74 |
| 13 | Marco Bezzecchi | Aprilia | +1,192 | 84 |
| 14 | Aleix Espargaro | Honda | +1,204 | 50 |
| 15 | Joan Mir | Honda | +1,267 | 67 |
| 16 | Enea Bastianini | Tech3-KTM | +1,279 | 55 |
| 17 | Miguel Oliveira | Pramac-Yamaha | +1,335 | 60 |
| 18 | Luca Marini | Honda | +1,429 | 57 |
| 19 | Michele Pirro | Ducati | +1,683 | 69 |
| 20 | Fermin Aldeguer | Gresini-Ducati | +1,761 | 58 |
| 21 | Ai Ogura | Trackhouse-Aprilia | +2,143 | 86 |
| 22 | Jack Miller | Pramac-Yamaha | +2,222 | 71 |
| 23 | Somkiat Chantra | LCR-Honda | +2,492 | 61 |
| 24 | Lorenzo Savadori | Aprilia | +8,793 | 13 |
Der Testtag in Barcelona
Zwei Tage nach dem Saisonfinale der MotoGP 2024 starteten die Fahrer und Hersteller offiziell in die Saison 2025. Beim Nachsaison-Test in Barcelona nahmen die Teams die Arbeit für die kommende Saison auf, begrüßten zum Teil ihre neuen Fahrer und testeten neue Entwicklungen. Im Fokus stand das Aprilia-Debüt von Weltmeister Jorge Martin. Nach vier Jahren als Pramac-Ducati-Pilot steht Martin vor einer neuen Herausforderung. Das Kennenlernen mit der Aprilia RS-GP verlief unterm Strich positiv, wurde aber durch einen Sturz in Kurve 5 leicht überschattet. Ebenfalls mit Spannung erwartet wurde Marc Marquez' erster Arbeitstag als Ducati-Werkspilot. Der achtmalige Weltmeister wechselte nach einem Jahr bei Gresini in die Werksmannschaft und drehte seine Runden mit einer strahlend rot lackierten Lackierung.
Die Bestzeit ging am Dienstag an Alex Marquez (Gresini-Ducati). Der Spanier umrundete den Kurs in 1:38.803 Minuten und war damit schneller etwa eine halbe Sekunde als bei seiner schnellsten Runde im Qualifying am Samstag. Die Polezeit von Francesco Bagnaia (Ducati) wurde allerdings nicht unterboten. Am Samstag umrundete Bagnaia den Kurs in 1:38.641 Minuten.
Aprilia
Bei Aprilia stehen die Zeichen auf Neuanfang. Nach dem finalen Gran Prix der Saison 2024 führte Aleix Espargaros Weg ins Honda-Testteam. Maverick Vinales verabschiedete sich in Richtung Tech-3-KTM. Mit Weltmeister Jorge Martin und MotoGP-Laufsieger Marco Bezzecchi verfügt Aprilia in der MotoGP 2025 über eine der stärksten Fahrerpaarungen des Feldes. Zum ersten Mal testete Aprilia bei einem Nachsaison-Test die diesjährige und die neue Maschine.
Am Dienstag waren insgesamt vier Motorräder im Einsatz, zwei 2024er und zwei 2025er. Aprilia-Testpilot Lorenzo Savadori ging als erster Fahrer auf die Strecke und absolvierte Funktionschecks mit der neuen RS-GP25. Aprilia konzentrierte sich am Vormittag auf die Arbeit mit der 2024er-Maschine und wechselte am Nachmittag zur 2025er-Version. Da beide Fahrer von Ducati kommen, ging es zu Beginn darum, den Fahrern ein Gefühl zu vermitteln. Laut Aprilia ist die 2025er-Maschine eine signifikante Evolution zum diesjährigen Modell. Weltmeister Jorge Martin fuhr beim Test mit der Nummer 89, weil er sich noch nicht entschieden hat, ob er 2025 die Startnummer 1 verwendet oder bei seiner Stammnummer bleibt.
Fabiano Sterlacchini nahm die Arbeit als Technischer Direktor auf. Im Rahmen des Japan-Grand-Prix wurde der Sterlacchini bestätigt. Romano Albesiano verließ das Team und zog mit Aleix Espargaro in Richtung Honda weiter. Bei den Crews hat Aprilia die Wünsche der Fahrer berücksichtigt. Daniele Romagnoli wechselte mit Jorge Martin von Pramac-Ducati zu Aprilia. Francesco Venturato, der ehemalige Performance-Ingenieur von Maverick Vinales, wird Crewchief von Marco Bezzecchi.
Martin fuhr 10:55 Uhr das erste Mal auf die Strecke. Laut Sterlacchini verlief der Neustart erfolgreich. "Sowohl Jorge als auch 'Bez' hatte ein gutes Gefühl. Es war ein positiver Start, auch wenn es noch zu zeitig ist, um Schlüsse zu ziehen. Beide Fahrer starteten mit dem 2024er-Bike", bestätigt der neue Aprilia-Technikdirektor. Als der Weltmeister ans Gas ging, verlor der Vorderreifen die Haftung. Martin brachte die leicht beschädigte Aprilia zurück an die Box und kehrte später wieder auf die Strecke zurück. Martin erklärte seiner Crew, dass er zu langsam unterwegs war und deshalb zu Sturz kam. Der neue MotoGP-Champion beendete den ersten Tag als Aprilia-Pilot auf der elften Position und lag gut eine Sekunde zurück. Raul Fernandez vom Trackhouse-Aprilia-Team war als Fünfter der bestplatzierte Aprilia-Pilot. Marco Bezzecchi landete auf P13, Rookie Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) beendete seinen ersten Tag auf P21 mit 2,1 Sekunden Rückstand. Ogura kam wie die beiden anderen Rookies zu Sturz, blieb dabei aber unverletzt.
Ducati
Die Verpflichtung von Marc Marquez sorgt für eine neue Dynamik im Ducati-Werksteam. Das Teamduell mit Ex-Weltmeister Francesco Bagnaia wird mit Spannung erwartet. In den zurückliegenden Jahren herrschte bei Ducati große Harmonie. Das könnte sich mit Marquez' Wechsel ändern. Neben dem prominenten Neuzugang gibt es auch aus technischer Sicht einige Updates bei Ducati. "Es gibt einige neue Features, angefangen vom Motor bis zum Fahrwerk", kommentiert Teammanager Davide Tardozzi mit Blick auf die Desmosedici GP25. Mit dem Wechsel zu Ducati musste Marquez die langjährige Zusammenarbeit mit Red Bull beenden. Das markante Logo des österreichischen Energy-Drink-Herstellers fehlt ab sofort auf Marquez' Helm und der Kleidung des Spaniers.
Teamkollege Bagnaia, der frisch entthronte Weltmeister, startete mit der 2024er-Version der Ducati Desmosedici in den Testtag, um ein Gefühl für die Bedingungen aufzubauen. Am Nachmittag sollte Bagnaia zum Prototyp für 2025 wechseln, fuhr aber lange Zeit mit dem 2024er-Modell. Ducati spulte mit den beiden Werkspiloten unterschiedliche Programme ab. In der Schlussphase schob sich Marc Marquez auf die vierte Position der Wertung, direkt hinter Teamkollege Bagnaia, der erstmals seit 2022 wieder mit der Startnummer 63 fuhr.
Bei VR46 übernahm Ducati-Testpilot Michele Pirro das Motorrad von Stammpilot Fabio Di Giannantonio, der nach seiner Schulteroperation noch nicht einsatzbereit ist. "Diggia" beobachtete den Test als Zuschauer und bestätigte, dass seine Genesung nach Plan verläuft. Bei Gresini erhielt Alex Marquez die 2024er-Ducati und glänzte mit schnellen Rundenzeiten. Eineinhalb Stunden vor dem Ende des Tests landete Alex Marquez beim Anbremsen von Kurve 7 im Kiesbett. Zu diesem Zeitpunkt führte der Spanier die Wertung mit einer 1:38.803er-Runde an. Da Bruder Marc Marquez nach dem Saisonfinale am Sonntag ins Werksteam aufstieg, erhält Alex Marquez einen neuen Teamkollegen für die Saison 2025: Fermin Aldeguer steht bei Ducati unter Vertrag und pilotiert eine der beiden Gresini-Maschinen. Der spanische MotoGP-Rookie stürzte am Vormittag in Kurve 5, blieb dabei aber unverletzt.
KTM
An der KTM RC16 sah man eine neue Verkleidung, die im Bereich der Verkleidungsscheibe sehr kompakt geformt ist. Die Kanzel unterscheidet sich deutlich von der bisher verwendeten Version. Pedro Acosta wechselte nach dem Saisonfinale vom Tech-3-Team in die Werksmannschaft und fuhr in den bekannten Red-Bull-Farben, bevor er zu den unlackierten Prototypen wechselte. Pedro Acosta reihte sich auf P9 ein. Die beiden KTM-Werkspiloten lagen etwas mehr als sieben Zehntelsekunden zurück.
Das Satelliten-Team Tech 3 startete am Dienstag in ein komplett neues Kapitel der Teamgeschichte. Die Mannschaft von Herve Poncharal startet ab 2025 wieder unter dem Label KTM und beendet die GasGas-Ära. Mit Enea Bastianini und Maverick Vinales begrüßt Tech 3 gleich zwei Neuzugänge. Bereits am Eingang von Kurve 5 verlor Bastianini die Kontrolle über seine KTM RC16 und rutschte in die Auslaufzone. Die KTM überschlug sich mehrfach im Kiesbett und war schrottreif. Auf der Strecke lagen Carbon-Teile und Dreck, die Session wurde aber fortgesetzt, zum Ärger von Weltmeister Jorge Martin, der sich eine Reinigung der Strecke wünschte. Es dauerte viele Minuten, bis die Verantwortlichen reagierten und die Session unterbrachen, um den äußeren Bereich des Kurveneingangs zu säubern. Bastianini beendete den ersten Testtag als KTM-Pilot auf der 15. Position und lag gut 1,2 Sekunden zurück. Teamkollege Vinales war zwei Zehntelsekunden schneller und reihte sich auf P12 ein.
Yamaha
Yamaha war am Dienstag mit den beiden Werkspiloten Fabio Quartararo und Alex Rins sowie dem neu aufgestellten Satelliten-Team Pramac unterwegs. Der japanische Hersteller testete ein neues Chassis, eine neue Schwinge und einen neuem Motor. Die gesammelten Informationen sollen dann im Winter verwendet werden, um die finale Version der 2025er-M1 zu designen. Ex-Champion Fabio Quartararo verzichtete auf eine finale Zeitenjagd und beendete den Tag vor dem Ablaufen der Zeit. Zu diesem Zeitpunkt lag Quartararo auf der zweiten Position und sollte diese Position bis zum Ende halten. "Wir pushen, wissen aber natürlich nicht, wie hart die anderen Hersteller pushen", kommentiert der Italiener.
Aus Yamaha-Sicht sehr interessant war der erste Arbeitstag von Jack Miller und Miguel Oliveira, die Erfahrungen von Ducati, KTM und Aprilia zu Yamaha bringen. Die beiden Pramac-Neuzugänge verschafften sich am Dienstag einen Überblick über die Stärken und Schwächen der aktuellen Yamaha M1 und fütterten die Ingenieure mit ihren Eindrücken. Oliveira war überrascht vom guten Handling der Yamaha. Miguel Oliveira reihte sich auf P17 ein, Jack Miller beendete seinen ersten Tag als Yamaha-Pilot auf der 22. Position.
Honda
Im Honda-Werksteam gibt es zumindest hinsichtlich der Werkspiloten keine Änderungen. Joan Mir und Luca Marini setzen die Zusammenarbeit mit dem größten Motorradhersteller der Welt fort. Bereits vor einigen Monaten sickerte durch, dass Langzeit-Sponsor Repsol im kommenden Jahr fehlen wird. Im Kundenteam LCR absolviert Johann Zarco seine zweite Saison und erhält mit Rookie Somkiat Chantra einen neuen Teamkollegen. Chantra ersetzt Takaaki Nakagami, der die Rolle des Testfahrers übernimmt, beim Test in Barcelona aber nicht zum Einsatz kam. Neuzugang Aleix Espargaro absolvierte seinen ersten Arbeitstag als Honda-Testpilot. Der Spanier schlüpfte in eine auffällige Lederkombi, die den japanischen Farben gewidmet war. Espargaro, der nach vielen Jahren bei Aprilia ins Lager von Honda wechselte, fuhr bereits zu Beginn des Tests auf dem Niveau der HRC-Werkspiloten.
Der Testtag der HRC-Piloten wurde durch zwei Stürze und technische Probleme überschattet. Luca Marini kam bereits bei seiner fünften Runde zu Sturz. Er verlor in Kurve 5 die Kontrolle über seine Honda. Zu diesem Zeitpunkt war Marini mit der diesjährigen Version der RC213V unterwegs. Auch Rookie Somkiat Chantra lotete am Dienstag das Limit aus und kam in Kurve 10 zu Sturz. Im Laufe des Testtags wurde Marini mehrfach an die HRC-Box zurückgeschoben. Offensichtlich gab es technische Probleme an der RC213V. Marini beendete den Tag nur auf P18. Teamkollege Joan Mir reihte sich auf P15 ein. Erneut bester Honda-Pilot war Johann Zarco. Bemerkenswert: Neuzugang Aleix Espargaro lag in der Wertung vor den beiden Werkspiloten.
Nach dem offiziellen Testende um 17:00 Uhr erhielten die Piloten die Chance, auf der Zielgeraden Startübungen durchzuführen. Zu diesem Zeitpunkt stand die Sonne bereits sehr tief. Der erste Vorsaison-Test startet Ende Januar in Sepang (Malaysia). Vom 31. Januar bis zum 2. Februar findet der Shakedown-Test statt, bevor vom 5. bis zum 7. Februar die Stammpiloten aller Hersteller auf die Strecke gehen. Am 12. und 13. Februar können die MotoGP-Piloten in Buriram (Thailand) testen, wo Anfang März das erste Rennwochenende der MotoGP 2025 stattfindet.
Das Sprintrennen am Samstag
Das Sprintrennen am Samstag in Barcelona hat Weltmeister Francesco Bagnaia gewonnen und damit fällt die Titelentscheidung erst beim Hauptrennen am Sonntag um 14 Uhr. Sein Ducati-Teamkollege Enea Bastianini ging in der letzten Runde am WM-Spitzenreiter Jorge Martin vorbei und wurde Zweiter. Jorge Martin fuhr als Dritter auf das Podium und hat vor dem Finale nun 19 Punkte Vorsprung auf Doppel-Weltmeister Bagnaia. Durch sein 7. Podium beim Sprintrennen in Folge ist Bastianini jetzt WM-Dritter mit fünf Zähler vor Marc Márquez (Ducati), der im Rennen Siebter wurde. Honda-Pilot Stefan Bradl belegte mit 24,604 Sekunden Rückstand als Letzter den 22.
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