Seit 1949 hat die Motorrad-Weltmeisterschaft viele herausragende Fahrer gesehen. Diese Fahrer haben in der Geschichte der Motorrad-WM seit 1949 die meisten Rennsiege in der Königsklasse gefeiert. Wer sind die erfolgreichsten MotoGP-Fahrer aller Zeiten?
Die "Hall of Fame" der Motorrad-Weltmeisterschaft besteht aus der Creme de la Creme des Motorrad-Rennsports. Die Größten ihrer Zunft sind nach ihrem Karriereende oder tragischen Tod zur MotoGP-Legende ernannt worden - Von Agostini bis Uncini
Hier ist eine Liste der zehn Fahrer mit den meisten Siegen in der Königsklasse:
- Valentino Rossi (89 Siege): 13 Siege in der 500er- und 76 in der MotoGP-Klasse machen den "Doctor" zum erfolgreichsten Fahrer der Königsklasse. Zudem gewinnt er 2001 den letzten 500er-Titel und wird anschließend noch sechsmal in der MotoGP-Ära Weltmeister. Unglaubliche 22 Jahre lang war Rossi in der Königsklasse aktiv und krönte sich am Ende der Saison sieben Mal zum Weltmeister. Damit hält er aktuell auch den Rekord für die meisten Starts: Zu unglaublichen 374 Rennen trat Rossi im Rahmen seiner MotoGP-Karriere an. 89 davon konnte der Italiener gewinnen - und landete 199 Mal auf dem Podium. Mittlerweile hat sich Rossi aus dem aktiven Sport zurückgezogen und fungiert als Chef seines eigenen Rennstalls und versuchte sich in seiner Karriere auch als Testfahrer für Ferrari in der Formel 1 und trat mehrmals in der WRC an, sollte dann aber doch in der MotoGP bleiben.
- Giacomo Agostini (68 Siege): Mit klassenübergreifend 122 Siegen und 15 WM-Titeln ist der Italiener der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten. Bei der Anzahl der Rennsiege belegt Agostini "nur" den zweiten Platz. Nicht nur, dass der Italiener mit acht WM-Titeln in der höchsten Klasse Rekordweltmeister ist, er hält auch den Rekord für die meisten Siege bei demselben Grand Prix (insgesamt zehn Siege auf dem Tampere Circuit). Insgesamt 68 Mal stand Agostini am Ende des Rennens als Sieger fest, zumindest in der 500-ccm-Klasse.
- Marc Marquez (64 Siege): Sechs WM-Titel in nur sieben Jahren. Der Spanier hat sich im Rekordtempo seinen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Er wird bereits in seiner ersten MotoGP-Saison 2013 Weltmeister und ist auch der jüngste Weltmeister aller Zeiten. Seit 2013 ist Márquez in der MotoGP aktiv und startete seither zu 199 Rennen. Ganze 68 davon konnte der bislang gewinnen, landete 119 Mal auf dem Podium und krönte sich unglaubliche sechs Mal zum Fahrerweltmeister (2013, 2014, 2016, 2017, 2018 und 2019). Nach einem Jahr bei Gresini Racing (2024) wechselte Marquez für die Saison 2025 zu Ducati, wo er zu alter Form zurückfand: Aktuell (Stand: 01.07.2025) führt MM #93 die Fahrerwertung der MotoGP mit 307 Punkten an. Yuasa feiert mit Marc Marquez und dem HRC Repsol Honda MotoGP-Team, nachdem der sensationelle Spanier seine sechste MotoGP-Weltmeisterschaft in sieben Jahren gewonnen hat. Yuasa ist Teamsponsor des HRC Repsol Honda seit dem MotoGP-Debüt von Marquez 2013. Zuvor hatte er bereits die 125ccm- und Moto2-Weltmeisterschaften gewonnen. Die Zusammenarbeit mit GS YUASA, einem der größten Batterie-Hersteller weltweit, hat ihm seitdem geholfen, 55 MotoGP-Rennsiege und 91 Podestplätze zu holen - und diese Serie ist noch nicht zu Ende! In einer seiner bisher konstantesten Saisons sicherte sich Marquez die MotoGP-Weltmeisterschaft 2019 mit 325 Punkten und vier verbleibenden Rennen. Mit 325 Punkten, neun Siegen, 14 Podestplätzen, neun Polen und 10 schnellsten Runden wird Marc Marquez zum sechsten Mal mit dem Repsol Honda Team MotoGP-Weltmeister und fährt die achte Weltmeisterschaft seiner Karriere.
- Mick Doohan (54 Siege): Zwischen 1994 und 1998 gewinnt der Australier fünfmal hintereinander die 500er-Klasse. Doohan zählt zu den besten Rennfahrern aller Zeiten. Er bestreitet zwischen 1989 und 1999 alle Rennen für Honda. In den Jahren 1994, 1995, 1996, 1997 und 1998 führe kein Weg an dem Piloten vorbei, der in seiner gesamten MotoGP-Karriere im Sattel einer Honda NSR500 Platz nahm - wenn auch für verschiedene Teams. Die erfolgreichste Saison für Doohan war das Jahr 1997, in dem er 12 der 15 Saisonrennen für sich entscheiden konnte. Insgesamt gilt Doohan als Nationalheld Australiens.
- Jorge Lorenzo (47 Siege): Dreimal wird der Spanier MotoGP-Weltmeister. Diese Erfolge feiert er mit Yamaha. Eine Saison bei Honda wird zur Enttäuschung. Zwischen 2008 und 2019 bestreitet Lorenzo 203 Rennen in der Königsklasse. 47 Mal stand er dann am Ende ganz oben auf dem Podium, was ihm sogar drei Titel als Fahrer-Weltmeister (2010, 2012 und 2015) einbrachte. Eine zweifelhaften Rekord sicherte sich Lorenzo dabei ebenfalls: In der MotoGP-Saison 2013 kam der Spanier auf insgesamt acht Saisonsiege (in 17 Rennen). Kein anderer Fahrer gewann in dem Jahr mehr Grand Prix‘ - am Ende hieß der Sieger der Fahrer-WM allerdings Marc Márquez. Bis heute Rekord für die meisten Saisonsiege, ohne am Ende Weltmeister zu werden. 2022 wurde Lorenzo in die MotoGP Hall of Fame aufgenommen. Der Spanier trat auch immer wieder mit Helmdesigns an, die von Videospielen inspiriert waren.
- Casey Stoner (38 Siege): Der einzige Ducati-Weltmeister der MotoGP-Geschichte schafft es auf Rang sechs der erfolgreichsten Fahrer. Zwischen 2007 und 2012 holt er für die Italiener und Honda insgesamt 38 Siege und jeweils einen WM-Titel (2007 und 2011). Ende 2012 zieht sich der Australier aus der MotoGP zurück. Besonders beeindruckend war Stoners Triumpf auf dem unterlegenen Bike von Ducati im Jahr 2007, bevor der Australier in den Saisons 2011 und 2012 an die Seite von Dani Pedrosa zum Repsol Honda Team wechselte. Von 2001 bis 2012 versetzte der Pilot aus Down Under die MotoGP in Staunen. Sowohl auf Ducati wie auch auf Honda triumphierte Stoner in der Königsklasse. Insgesamt holte er zwei WM-Titel (2007 und 2011) und 45 Siege.
- Mike Hailwood (37 Siege): "Mike The Bike" zählt zu den besten Rennfahrern aller Zeiten. Zwischen 1962 und 1965 wird der Brite mit MV Agusta viermal Weltmeister der 500er-Klasse. Er holt auch 14 TT-Siege. Nach seiner Motorrad-Karriere ist Hailwood auch in der Formel 1 unterwegs. Zwischen 1958 und 1967 war der Engländer in der Königsklasse aktiv und krönte sich in den Jahren 1962, 1963, 1964 und 1965 ganze vier Mal in Folge zum Weltmeister der 500-ccm-Klasse. Insgesamt konnte Hailwood 37 Rennen für sich entscheiden. Besonders beeindruckend: Stanley Michael Bailey Hailwood, so der volle Name des bereits 1981 verstorbenen Fahrers, war ein echter Tausendsassa. Neben seiner aktiven Motorrad-Karriere ging er zeitgleich auch in der Königsklasse auf vier Rädern - der Formel 1 - an den Start.
- Eddie Lawson (31 Siege): Der US-Amerikaner zählt zu den bestimmenden Fahrern der 1980er-Jahre. Dreimal wird Lawson mit Yamaha Weltmeister, bevor er für 1989 völlig überraschend zu Honda geht. Der Wechsel zahlt sich aus, weil er gleich seinen vierten WM-Titel gewinnt. Darunter Schwantz‘ Landsmann Eddie Lawson, der zwischen 1983 und 1992 in der 500-ccm-Klasse aktiv war. 31 Mal landete Lawson ganz oben auf dem Siegerpodest, nur sechs Mal mehr als Schwantz. Von 1983 bis 1992 war der US-Amerikaner an der Spitze der 500er-Klasse zu finden. Er schaffte es als erster Fahrer, mit zwei Herstellern den WM-Titel zu gewinnen: 1984, 1986 und 1988 auf Yamaha, 1989 auf Honda. Insgesamt gewann er 31 Rennen.
- Dani Pedrosa (31 Siege): Der Spanier ist der einzige Fahrer in den Top 10, der nicht Weltmeister der Königsklasse wird. Er fährt zwischen 2006 und 2018 in der MotoGP. Dreimal ist Pedrosa Vizeweltmeister, dreimal wird es WM-Rang drei. Zwischen 2006 und 2018 war Pedrosa für das Repsol Honda Team in der MotoGP aktiv und krönte sich ganz drei Mal zum Vize-Weltmeister (2007, 2010 und 2012). Für einen Meistertitel hat es für einen der talentiertesten Fahrer seiner Generation dabei allerdings nie gereicht. 2007 war Pedrosa jedoch nah dran - mit sieben Siegen seine erfolgreichste Saison. Er ist der erfolgreichste Fahrer ohne MotoGP-Titel und beendete 2018 seine Karriere. Der "kleine Samurai" war ab 2001 mit dabei. Drei WM-Titel (zwei in der 250er- und einer in der 125er-Klasse) und 54 Siege gehen auf sein Konto.
- Francesco Bagnaia (29 Siege): Zweimal wird der Italiener mit Ducati Weltmeister und ist damit erfolgreicher als Casey Stoner und damit der beste Ducati-Fahrer in der MotoGP-Geschichte. Damit fuhr der Ducati-Pilot aber in die Top-10 der erfolgreichsten MotoGP-Piloten. Und das, obwohl Bagnaia mit elf Siegen in 20 Rennen öfter ganz oben auf dem Siegertreppchen landete als alle anderen Piloten.
Diese Fahrer haben die MotoGP-Geschichte geprägt und werden für immer in Erinnerung bleiben.
Die Motorrad-Weltmeisterschaft feiert am Wochenende ihr erstes Tausender-Jubiläum. Der Grand Prix von Frankreich auf dem Bugatti Circuit in Le Mans ist der 1000. Grand Prix seitdem am 17. Seit der Premiere hat es zwar in der Königsklasse noch keine 999 Rennen gegeben, sondern "nur" 951. Die Motorrad-WM als Ganzes feiert trotzdem an diesem Wochenende ihr Tausender-Jubiläum.
Die MotoGP setzt sich aus drei Klassen zusammen, die im Laufe der Zeit neu benannt und technisch definiert wurden. Lange Jahre gab es die 500 ccm²-Klasse als höchste Klasse, dann die 250er und 125er (noch früher sogar 80er) Klasse. Heute ist die Einstiegsklasse die Moto3 gefolgt von der Moto2 und der höchsten Rennserie mit der MotoGP.
Bis 2002 war die Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft jene der 500 cm³-Maschinen. Ab der Weltmeisterschaft von 2002 gab es die MotoGP und damit die Maschinen bis zu 990 cm³.
Das Herzstück der MotoGP welcher Klasse auch immer ist das Rennwochenende mit dem eigentlichen Grand Prix am Sonntag. Aber damit dies möglich ist, braucht es die Rennstrecke, die zum Teil die gleiche ist wie in der Formel 1 oder in anderen Rennserien und einige zusätzliche Einrichtungen und Regeln. Natürlich braucht es auch die Fahrer mit der entsprechenden Fahrberechtigung sowie die Teams, damit es Motorräder geben kann und damit die Finanzierung gesichert ist.
Das Rennwochenende selbst beginnt mit dem Training, wird mit Qualifying fortgesetzt und am Renntag gibt es das Warm-up und schließlich das Rennen selbst.
Die MotoGP ist nicht nur die Königsklasse, sie ist auch sehr berechenbar. Während der Ausgang von Rennen in der Moto3 schwierig ist, weil es verschiedene Sieganwärter gibt, reduziert sich das Favoritenfeld in der höchsten Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft meist auf drei bis fünf Fahrer. Selbst auf den Rängen fünf bis zehn finden sich fast immer die gleichen Fahrer.
Weitere Legenden der MotoGP
- Giacomo Agostini (Italien): Der Rekordweltmeister war von 1964 bis 1977 im Rennsport aktiv und gewann insgesamt 15 WM-Titel (acht in der 500er-Klasse, sieben in der 350er-Klasse) und 122 Rennen.
- Hugh Anderson (Neuseeland): In den 1960ern gelang es Anderson, in nur sechs Jahren beeindruckende 25 Grand-Prix-Siege und vier Titel einzufahren. Er verhalf Suzukis noch jungem GP-Projekt zu ersten großen Erfolgen.
- Hans-Georg Anscheidt (Deutschland): Von 1962 bis 1968 zählte er zu den besten Fahrern in der damals neuen Klasse bis 50 Kubikzentimeter Hubraum. 1966, 1967 und 1986 wird Anscheidt mit Suzuki Weltmeister. Als amtierender Champion tritt er nach 14 Grand-Prix-Siegen zurück.
- Kork Ballington (Südafrika): Von 1976 bis 1982 war der Südafrikaner in den Klassen 250er, 350er und 500er unterwegs. Insgesamt schaffte er vier WM-Titel (zwei in der 350er und zwei in der 250er) und 31 Siege.
- Max Biaggi (Italien): Nach vier aufeinanderfolgenden WM-Siegen in der 250er-Klasse ging Biaggi nach seinem Aufstieg vor allem als Herausforderer von Valentino Rossi in die Geschichte ein. Ein Titel in der Königsklasse war ihm nicht vergönnt, er wurde dreimal Zweiter.
- Alex Criville (Spanien): Der 500er-Weltmeister des Jahres 1999 war von 1987 bis 2001 aktiv. Er brachte es auf insgesamt zwei Weltmeistertitel (1989 in der 125er-Klasse) und 20 Siege.
- Stefan Dörflinger (Schweiz): Der in Deutschland geborene Schweizer dominierte Mitte der 1980er-Jahre die kleinen Motorrad-Klassen. Von 1982 bis 1985 gewann er je zwei Titel in der 50er- und der 80er-Klasse. Insgesamt triumphierte er in 18 Grands Prix.
- Mick Doohan (Australien): Mit fünf WM-Erfolgen in Serie (von 1994 bis 1998) überstrahlte der Honda-Fahrer die 1990er-Jahre. Er fuhr insgesamt 54 Grand-Prix-Erfolge ein.
- Andrea Dovizioso (Italien): "Dovi" war Weltmeister der 125er-Klasse, bei den 250ern zweimal Vizeweltmeister und in der Königsklasse MotoGP mit Ducati sogar dreimal Vizeweltmeister. Nach einer Karriere, die allein in der Königsklasse 250 Grands Prix umfasste (nur Valentino Rossi hat mehr) trat Dovizioso im September 2022 zurück.
- Geoff Duke (Großbritannien): Der Brite war von 1950 bis 1959 aktiv und prägte als "The Duke" die Anfangsjahre mit insgesamt sechs WM-Titeln (vier in der 500er- und zwei in der 350er-Klasse) und 33 Siegen.
- Wayne Gardner (Australien): 1987 entschied der Honda-Pilot die 500er-Krone erstmals für einen Australier. Er war von 1983 bis 1992 am Start und holte insgesamt 18 Rennsiege.
- Mike Hailwood (Großbritannien): Von 1958 bis 1967 war der Brite in der Motorrad-WM aktiv. Er konnte insgesamt neun WM-Titel (vier in der 500er-, zwei in der 350er- und drei in der 250er-Klasse) und 76 Siege einfahren. Außerdem trat er auch in der Formel 1 an und fuhr auf vier Rädern zwei Podestplätze ein.
- Nicky Hayden (USA): "Kentucky Kid" kam aus der AMA Superbike 2003 direkt in die MotoGP und absolvierte insgesamt 13 Saisons. Das Highlight gelang ihm 2006, der WM-Titel gegen Valentino Rossi. Er verstarb 2017 an den Folgen eines schweren Radunfalls.
- Daijiro Kato (Japan): 1996 stieg der Japaner in die 250er-Klasse ein und stieg nach 17 Siegen und dem WM-Titel (2001) 2002 in die MotoGP auf. Nur ein Jahr später folgte die Tragödie: Kato verlor bei einem Unfall in Suzuka sein Leben.
- Eddie Lawson (USA): Von 1983 bis 1992 war der US-Amerikaner an der Spitze der 500er-Klasse zu finden. Er schaffte es als erster Fahrer, mit zwei Herstellern den WM-Titel zu gewinnen: 1984, 1986 und 1988 auf Yamaha, 1989 auf Honda. Insgesamt gewann er 31 Rennen.
- Jorge Lorenzo (Spanien): Zweimal 250er-Weltmeister (2006, 2007) und dreimal MotoGP-Weltmeister (2010, 2012, 2015). Mit 68 Grand-Prix-Siegen ist Lorenzo einer der erfolgreichsten Fahrer der Geschichte. Er schaffte sechs Siege und war von 1975 bis 1986 aktiv.
- Randy Mamola (USA): Zwischen 1979 und 1992 war er in der 250er- und 500er-Klasse aktiv. Er konnte insgesamt 13 Rennsiege einfahren, ein Weltmeistertitel blieb ihm jedoch verwehrt. Viermal wurde er Vize-Weltmeister.
- Anton Mang (Deutschland): Der Deutsche absolvierte von 1975 bis 1988 Rennen in allen Weltmeisterschaftskategorien. Er triumphierte insgesamt 42 Mal und sicherte sich zweimal die 350er- und dreimal die 250er-Krone. Er ist der bis heute erfolgreichste deutsche Motorradpilot.
- Jorge Martinez (Spanien): "Aspar" war der dominierende Pilot Ende der 1980er-Jahre in der 80er-Klasse. Von 1986 bis 1988 holte er dreimal den Titel, im letzten Jahr außerdem auch in der 125er-Klasse. Er war bis 1997 aktiv und gründete danach seinen eigenen Rennstall.
- Angel Nieto (Spanien): Der 12+1 Weltmeister ist nach Agostini der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten. Er war von 1964 bis 1986 im Rennsport aktiv und gewann 90 Rennen. Sieben seiner Titel sicherte er sich in der 125er-Klasse, sechs davon in der 50er-Klasse. 2017 verunglückte er tödlich auf einem Quad.
- Dani Pedrosa (Spanien): Er ist der erfolgreichste Fahrer ohne MotoGP-Titel und beendete 2018 seine Karriere. Der "kleine Samurai" war ab 2001 mit dabei. Drei WM-Titel (zwei in der 250er- und einer in der 125er-Klasse) und 54 Siege gehen auf sein Konto.
- Wayne Rainey (USA): Er war einer der Topstars in den 90er-Jahren. Von 1988 bis 1993 war er in der Königsklasse aktiv und holte mit Yamaha drei WM-Titel in Folge (1990-1992). Seit einem tragischen Unfall in Misano 1993 ist er querschnittsgelähmt.
- Phil Read (Großbritannien): Seit 1961 mischte der Brite den Motorrad-Rennsport auf. Er war auch unter dem Nicknamen "The Prince of Speed" bekannt und schaffte es als erster Pilot WM-Titel in der 125er-, der 250er- und der 500er-Klasse zu erreichen. Insgesamt sieben Mal triumphierte er, 52 Siege gehen auf sein Konto.
- Jim Redman (Großbritannien): Der Brite war von 1959 bis 1966 in der Weltmeisterschaft unterwegs, nachdem er die Liebe zum Rennsport in Südafrika entdeckte. Er gewann 45 Rennen und sechs Weltmeisterschaften (vier in der 350er-, zwei in der 250er-Klasse).
- Kenny Roberts (USA): Von 1974 bis 1983 dauerte die Karriere des US-Amerikaners, der die 500er-Klasse Ende der 1970er-Jahre dominierte. Er holte drei WM-Titel in Serie (1978-1980) und gewann insgesamt 24 Rennen.
- Kenny Roberts jun. (USA): Wie der Vater, so wurde auch der Sohn Rennfahrer - und Weltmeister. 2000 entschied er die 500er-Klasse auf der Suzuki für sich. Damit schrieb er Geschichte, noch keinem anderen Weltmeistersohn ist dieses Kunststück gelungen. Insgesamt gewann er acht Rennen.
- Valentino Rossi (Italien): Von 1996 bis 2021 prägte Rossi die Motorrad-WM wie kein anderer Fahrer und holte klassenübergreifend neun Titel, gewann 115 Rennen und stand 235 Mal auf dem Podium. Im Alter von 42 trat Rossi ab und fuhr beim Abschied noch einmal in die Top 10.
- Jarno Saarinen (Finnland): Von 1970 bis 1973 war die skandinavische Hoffnung aktiv. Er krönte sich 1972 zum 250er-Weltmeister, woraufhin der Aufstieg in die 500er-Klasse folgte. Allerdings wurde er nur wenig später am "schwarzen Wochenende von Monza" aus dem Leben gerissen. Insgesamt gewann er 15 Rennen.
- Kevin Schwantz (USA): Von 1986 bis 1995 prägte er die 500er-Klasse durch seine Rivalität mit Wayne Rainey. Nach dessen schweren Unfall in Misano holte Schwantz den Titel 1993. Insgesamt holte er 25 Grand-Prix-Siege.
- Barry Sheene (Großbritannien): Der Brite gilt als eine der Kultfiguren der 70er-Jahre. Er sicherte sich zwei WM-Titel in der 500er-Klasse auf Suzuki (1976 und 1977). Außerdem gewann er 23 Rennen und ist bis heute der letzte britische Motorrad-Weltmeister in der Königsklasse.
- Marco Simoncelli (Italien): Er wurde als möglicher Nachfolger von Valentino Rossi gesehen und startete ab 2002 in der WM. Nach seinem 250er-Titel 2008 wollte er es ab 2010 in der MotoGP wissen. Am 23. Oktober 2011 verlor der Italiener im Alter von 24 Jahren sein Leben im Malaysia-Grand-Prix.
- Freddie Spencer (USA): Der MotoGP-Kommissar beeindruckte in den 1980er-Jahren mit seinen Fahrkünsten. Von 1980 bis 1993 war er aktiv, er sicherte sich im Jahr 1985 sowohl den Titel in der mittleren wie auch in der 500er-Klasse. Seine Bilanz: Drei WM-Titel (zwei in der 500er, einer in der 250er) und 27 Siege.
- Casey Stoner (Australien): Von 2001 bis 2012 versetzte der Pilot aus Down Under die MotoGP in Staunen. Sowohl auf Ducati wie auch auf Honda triumphierte Stoner in der Königsklasse. Insgesamt holte er zwei WM-Titel (2007 und 2011) und 45 Siege.
- John Surtees (Großbritannien): In den 1950er-Jahren war der Brite das Maß aller Dinge. Er fuhr auf MV Agusta zu sieben WM-Titeln (vier in der 500er, drei in der 350er) und feierte 38 Siege. Außerdem ist er bis heute der einzige Fahrer, der auch eine Formel-1-Weltmeisterschaft (1964) gewinnen konnte.
- Luigi Taveri (Schweiz): Der Eidgenosse wurde in den 60ern dreimal 125er-Weltmeister. Seine größte Errungenschaft aber: Er ist der einzige Fahrer in der Geschichte der Motorrad-WM, der es in sechs Klassen zu WM-Punkten gebracht hat (50er, 125er, 250er, 350er, 500er und Seitenwagen). Taveri starb 2018 im Alter von 88 Jahren.
- Mike Trimby (Großbritannien): Der im September 2023 verstorbene Gründer der Teamvereinigung IRTA wurde am Silverstone-Wochenende 2024 posthum zur MotoGP-Legende ernannt. Trimby ist der erste Nicht-Fahrer, dem diese Ehre zuteil wird. Die Medaille wurde von seiner Witwe Irene in Empfang genommen.
- Carlo Ubbiali (Italien): Der Italiener war von Anfang an mit dabei, er startete 1949 und fuhr bis 1960 in den kleineren Klassen. Mit insgesamt neun WM-Titeln (drei in der 250er-, sechs in der 125er-Klasse) steht er auf einer Stufe mit Hailwood und Rossi.
- Franco Uncini (Italien): Der 500er-Weltmeister von 1982 stieg 1976 in die WM ein. Er war bis 1985 aktiv und gewann insgesamt sieben Rennen. Er ist aktuell als Sicherheitsbeauftragter der IRTA an jedem Rennwochenende im Einsatz.
Erfolgreichste Hersteller in der MotoGP
Honda ist mit 72 WM-Titeln in der Fahrerwertung über alle Klassen hinweg der erfolgreichste Hersteller (ebenso wie in Bezug auf die Grand-Prix-Siege). Mit aktuell 817 Siegen über alle Klassen hinweg ist Honda der erfolgreichste Hersteller. Der bisher letzte Sieg gelang beim MotoGP-Rennen zum Grand Prix von Amerika 2023 in Austin mit Alex Rins.
Weitere interessante Fakten zur MotoGP
- 432 - Die Anzahl der Grand-Prix-Starts von Valentino Rossi. Mit 432 Rennen hat Rossi, dessen Karriere von 1996 bis 2021 dauerte, an mehr als 43 Prozent aller Motorrad-Grands-Prix der Geschichte teilgenommen.
- 393 - Die Anzahl der unterschiedlichen Rennsieger. Von der Isle of Man TT 1949 bis zum Grand Prix von Spanien 2023 in Jerez haben 393 Piloten mindestens einen Motorrad-Grand-Prix gewonnen. Der aktuell neueste Sieger?
- 235 - Die Anzahl der Podestplätze, die Valentino Rossi erzielt hat.
- 122 - Die Anzahl der Grand-Prix-Siege von Giacomo Agostini.
- 73 - Die Anzahl der unterschiedlichen Rennstrecken, die bisher mindestens einen Grand Prix ausgerichtet haben. Die aktuell neueste Strecke, auf der die Motorrad-WM fuhr oder fährt, ist der Mandalika International Street Circuit.
- 73 - Die Anzahl der Grands Prix, die bislang in Assen stattgefunden haben. Der Grand-Prix-Kurs in den Niederlanden ist damit diejenige Strecke mit den meisten Grand-Prix-Wochenenden. Los ging es in der Premierensaison 1949. Bis 2019 wurde Jahr für Jahr in Assen gefahren, seit 2021 wieder.
- 15 - Die Anzahl der WM-Titel von Giacomo Agostini. Mit 15 WM-Titeln über alle Klassen hinweg ist "Ago" auch in dieser Hinsicht der erfolgreichste Fahrer (ebenso wie in Bezug auf die Grand-Prix-Siege).
Verwandte Beiträge:
- MotoGP heute: Zusammenfassung, Ergebnisse & Highlights
- MotoGP Sachsenring T-Shirt: Offizielle Merchandise & Fanartikel
- MotoGP Rennen heute: Startzeiten & Live-Ticker
- Shimano Brems-/Schalthebel: Revolutionäre Hydraulik & Unsichtbarer Komfort für Perfekte Kontrolle
- Unwiderstehliche Custom Aufkleber für Dein Motorrad – So wird Dein Bike zum Hingucker!
Kommentar schreiben