MotoGP Motorrad Selber Fahren: Ein Unvergessliches Erlebnis

Highspeed erleben und unzählige Kurven inhalieren: Das ist es, was viele Motorradfahrer auf die Rennstrecke zieht. Auf der Rennstrecke gibt es keinen Gegenverkehr und niemanden, der die Vorfahrt nimmt. Bei einem Trackday gibt es feinsten Grip und freie Fahrt. Auf dem Ring kann man sein Motorrad endlich mal von der Leine lassen. Auf der Strecke herrschen perfekte Bedingungen, um sich mit möglichst geringem Risiko weiter entwickeln zu können. Aus diesen Gründen fahren auch Otto-Normalverbraucher mit ihrem Motorrad sehr gerne auf der Rennstrecke.

Die Faszination der Rennstrecke

Der große Moment - das erste Mal - gelingt bei vielen Events ganz leicht. Instruktoren nehmen dich quasi an der Hand und führen dich als Guide durch die ersten Runden. Es gibt verschiedene Rennstrecken, die für Anfänger und erfahrene Fahrer geeignet sind. Hier sind einige Optionen:

  • Pannoniaring: Von Ostösterreich aus auch für Tagesgäste problemlos mit dem Motorrad erreichbar. Die Rennstrecke ist für uns relativ günstig zu mieten und daher sind auch die Kosten für die einzelnen Teilnehmer attraktiv. Die Strecke wurde für Motorräder gestaltet und bietet abwechslungsreiche Passagen.
  • Wachauring: Eine relativ kompakte Rennstrecke. Am Wachauring kann man seiner Enduro endlich mal richtig die Sporen geben und Beschleunigung und Schräglage genießen. Der Ring beim Fahrtechnikzentrum in Melk ist geradezu perfekt für große Enduros dimensioniert.
  • Brünn: Die MotoGP Strecke in Brünn ist zwar relativ schnell aber auch sehr breit. Dadurch kann man bei Fahrfehlern am Kurveneingang noch sehr leicht korrigieren und eine weite Linie wählen. Wer mit hohen Geschwindigkeiten zurecht kommt und eine echte GP-Strecke fahren möchte muss Brünn buchen.
  • Red Bull Ring: Ab Juni können Zweirad-Freunde mit den 130 PS starken und bis zu 290 km/h schnellen Asphalt-Raketen auf die Jagd nach der Ideallinie gehen - direkt auf der österreichischen Grand Prix-Strecke.

Das Moto2-Fahrerlebnis am Spielberg

Am neuen Moto2-Fahrerlebnis am Spielberg werden die Teilnehmer natürlich von erfahrenen Instruktoren unterstützt. Den Fahrspaß und die Fahrsicherheit gleichermaßen zu steigern, lautet dabei stets die Devise. Dabei geht es um die richtige Kurventechnik, Blicktechnik, richtiges Bremsen, Einlenken, Beschleunigen und das richtige Einschätzen der Situation auf jedem Zentimeter der 4,318 Kilometer langen Rennstrecke.

Angeboten werden an ausgewählten Terminen vier Moto2-Pakete:

  • Das 15-Minuten-Erlebnis wird mit 190 Euro berechnet.
  • Wer sich volle 30 Minuten die Moto2-Kante geben möchte, wird mit 350 Euro zur Kasse gebeten.

Erfahrungen beim Moto GP in Mugello

Ein Besuch eines Moto GP Rennens in Mugello kann ein unvergessliches Erlebnis sein. Hier sind einige Tipps und Erfahrungen, die man beachten sollte:

Anreise

Die Anreise kann je nach Ausgangspunkt unterschiedlich sein. Falls man im Berufsverkehr durch Basel durch muss, umfahrt man es besser, indem man die A98 nimmt bis Rheinfelden und dann auf die Schweizer Autobahn wechselt. Dann führt euch die Route bis kurz vor Zürich, hier muss man nun eine schwierige Entscheidung treffen, kleine Wartezeit am Gotthard in Kauf nehmen oder die etwas längere Route über den San Bernandino Tunnel. Zwei Stunden vor dem Ziel, in Höhe Parma, empfiehlt es sich, in einem Hotel nahe der Autobahn zu übernachten.

Must-haves

Einige wichtige Dinge, die man mitnehmen sollte:

  • Tickets
  • Sonnenschutz (Hut und Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor mindestens 30)
  • Mindestens 1 Liter Wasser in einer Plastikflasche
  • Mini Handtuch
  • Zeitplan
  • Ohrenschützer
  • Kopfwehtabletten
  • Desinfektionslösung

Nice-to-haves

Zusätzliche Dinge, die das Erlebnis verbessern können:

  • Fernglas
  • Hochauflösende Kamera
  • Mini Vesper
  • Merchandising Artikel
  • Handy für Hintergrundinformationen
  • Italienisch Kenntnisse

Sitzplatzauswahl

Die Wahl der Tribüne ist entscheidend. Für die Karten haben wir stolze 180€ (Sa + So) ausgegeben pro Person (aber es war jeden Cent wert). Man sollte schauen, dass man mindestens in der Mitte von der Tribüne sitzt, so sitzt man zwar etwas weiter weg, aber man hat einen deutlich besseren Überblick und da oben weht auch mal ein Lüftchen.

Samstag und Sonntag

Am Samstag kann man die Trainings der Moto 3, Moto 2 und Moto GP anschauen. Am Sonntag ist das absolute Highlight. Man sollte rechtzeitig zum 1. Warmup der Moto 3 kommen. Die Stimmung ist absolute Sahne. Nach dem Rennen sollte man sich Zeit nehmen und die Siegerehrung auf der Leinwand genießen und hinterher noch ein bisschen die Strecke ablaufen.

Blickführung: Ein entscheidender Aspekt

Kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben! Unser instinktiver Blick beim Motorradfahren ist nah am Motorrad. Den Blick weit voraus zu richten, bedarf Training und Erfahrung. Wir müssen unsere Grenze überwinden lernen. Also Blick weit voraus! Der Eindruck: Ich bin schneller! Das stimmt aber nicht, dies ist nur unsere Wahrnehmung.

Fahre geradeaus mit dem Blick nur ein paar Meter vor das Motorrad gerichtet.

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