MotoGP Sachsenring: Marc Marquez' Dominanz und Statistiken

Der "König des Sachsenrings" ist zurück auf seinem Thron! Marc Marquez feierte beim Grand Prix von Deutschland 2025 einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Bei seinem 200. MotoGP-Start war es sein 69. Triumph in der Königsklasse.

Damit ist Marc Marquez nun der zweiterfolgreichste Fahrer. Nur Valentino Rossi ist in dieser Statistik mit 89 Siegen noch vor ihm.

"Natürlich war der Sachsenring auch in diesem Jahr wieder etwas ganz Besonderes", strahlt Marc Marquez. "Von Anfang an habe ich mich gut gefühlt, das Vertrauen war von Beginn an sehr hoch, weil wir mit drei Siegen in Folge hierher gekommen sind. Das ist jetzt der vierte."

"Wir erleben gerade einen unglaublichen Moment. Jetzt können wir sagen, dass die Hälfte der Saison vorbei ist, aber wir müssen weiter voll konzentriert bleiben. Abgesehen davon: Danke, danke Sachsenring - ich liebe dich, Sachsenring!"

Für den Grand Prix am Sonntag hatten sich 98.500 Fans rund um den Sachsenring versammelt. Es war bewölkt, aber im Vergleich zum Sprint trocken. Alle 18 Fahrer hatten sich für die 30 Runden für den harten Vorder- und den Medium-Hinterreifen entschieden.

Von der Poleposition gewann Marc Marquez den Holeshot und verpasste diesmal nicht den Scheitelpunkt in Kurve 1. Marco Bezzecchi (Aprilia) sortierte sich als Zweiter vor Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati) und Alex Marquez (Gresini-Ducati) ein.

In der ersten Runde attackierte "Diggia" die Aprilia, aber Bezzecchi behielt die Oberhand und Platz zwei. Alex Marquez folgte hinter den beiden Italienern als Vierter. Di Giannantonio griff in Runde zwei erneut an. Der Aprilia-Fahrer musste sich anschließend gegen Alex Marquez und Pedro Acosta (KTM) verteidigen.

Aber in der vierten Runde schied der KTM-Fahrer in Kurve 2 durch Sturz aus. Bezzecchi stand weiterhin unter Druck von Alex Marquez. Es war das Duell um Platz drei.

Nach zehn Runden hatte sich Marc Marquez an der Spitze einen Vorsprung von rund zwei Sekunden auf Di Giannantonio herausgefahren. Dahinter konnte Bezzecchi seine Verfolger Alex Marquez und Francesco Bagnaia (Ducati) knapp auf Distanz halten.

In der 18. Runde stürzte Di Giannantonio in Kurve 1 auf Platz zwei liegend. Damit rückten Bezzecchi und Alex Marquez auf die Podestplätze nach vorne. Momente nach "Diggia" stürzte auch Johann Zarco (LCR-Honda) in Kurve 1. Er war bei gelben Flaggen gestürzt.

In der 21. Runde war das Rennen für Bezzecchi vorbei. Auch der Aprilia-Fahrer stürzte in Kurve 1. Diese Ecke blieb die kritische Stelle. Eine Runde später kam es dort zum nächsten Unfall. Ai Ogura (Trackhouse-Aprilia) stürzte und riss Joan Mir (Honda) mit zu Boden.

Während die Sportwarte die beiden Motorräder aus dem Kiesbett bargen, flog dahinter Lorenzo Savadori (Aprilia) in Kurve 1 ab. Der Italiener hatte schon zu Beginn des Rennens einen Sturz. Somit waren im letzten Renndrittel nur noch zehn Fahrer im Rennen!

Die Schlussphase verlief dann weniger turbulent. Marc Marquez triumphierte sieben Sekunden vor seinem Bruder Alex. Bagnaia sorgte als Dritter für ein reines Ducati-Podium.

Mit 20 Sekunden Rückstand wurde Fabio Quartararo (Yamaha) Vierter (zum Ergebnis). Im Schlepptau des Ex-Weltmeisters fuhr Rookie Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati). Weitere fünf Sekunden dahinter folgte die größere Verfolgergruppe.

Luca Marini setzte sich durch und eroberte mit Platz sechs sein bestes Honda-Ergebnis. Brad Binder wurde Siebter, gefolgt von Jack Miller (Pramac-Yamaha) und Raul Fernandez (Trackhouse-Aprilia). Als Zehnter und Letzter fuhr Alex Rins (Yamaha) ins Ziel. Mehr Fahrer überstanden die Renndistanz nicht.

Mit diesem Ergebnis vergrößerte Marc Marquez seinen WM-Vorsprung auf seinen Bruder Alex auf 83 Punkte (zur WM-Wertung).

Statistische Besonderheiten des Sachsenrings

  • Die MotoGP beeindruckt mit Top-Speed von über 300 km/h.
  • Der einzige deutsche WM-Stopp der MotoGP liefert einige interessante Zahlen und Fakten.
  • Der geringste Abstand zwischen Sieger und Zweitplatziertem betrug auf dem neuen Sachsenring 0,060 Sekunden.
  • Mit diesem knappen Vorsprung schlug Honda-Pilot Sete Gibernau seinen damaligen Markenkollegen Valentino Rossi im Jahr 2003 in einem legendären Fotofinish.
  • Ähnlich knapp verlief der Grand Prix im vergangenen Jahr: Jorge Martín aus Spanien fuhr 0,064 Sekunden vor Weltmeister Francesco Bagnaia ins Ziel.
  • Neben Honda und Yamaha aus Japan fahren auch die italienischen Fabrikate von Ducati und Aprilia sowie die Maschinen des österreichischen Herstellers KTM um die WM.
  • Der Sachsenring ist die Strecke mit der "längsten Linkskurve der Welt".
  • Sieben Mal davon von der Pole-Position aus.
  • Klassenübergreifend kommt der Spanier sogar auf elf Siege.

In den vergangenen 26 Jahren standen deutsche Fahrer insgesamt 9-mal auf dem Podium:

  • Ralf Waldmann (3. in 1999)
  • Steve Jenkner (3. in 2002)
  • Stefan Bradl (2. in 2008 und 2011)
  • Sandro Cortese (3. in 2010 und 1. in 2012)
  • Jonas Folger (2. in 2016 und 2017)
  • Marcel Schrötter (3. in 2019)
  • 10 Kilometer Bauzaun begrenzen das Veranstaltungsgelände.
  • 11 Videoleinwände sorgen übers komplette Wochenende für beste Übersicht.
  • Eine maximale Steigung von 10 Prozent und ein maximales Gefälle von 12,8 Prozent machen den Sachsenring zu einer der fahrerisch anspruchsvollsten Strecken im MotoGP-Kalender.
  • In 26 Jahren MotoGP auf dem neuen Sachsenring siegten 11 verschiedene Fahrer.
  • Der Italiener gewann insgesamt 13 Rennen in der 350ccm- und 500ccm-Klasse.
  • Beim Großen Preis der DDR auf dem alten Sachsenring triumphierte Agostini elf Mal.
  • 14 LED-Panels werden als digitale Flaggensignale rund um den Sachsenring eingesetzt und erhöhen die Sicherheit für die Fahrer.
  • Der größte Vorsprung eines MotoGP-Siegers auf den Zweiten am Sachsenring betrug in den vergangenen 26 Jahren 14,996 Sekunden.
  • Das war der Abstand zwischen Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo im Jahr 2012.
  • 15 zusätzliche Kilometer Stromkabel und 20 Stromaggregate sorgen für eine ausreichende Stromversorgung auf dem gesamten Veranstaltungsgelände.
  • Mit 17 Siegen ist Honda der erfolgreichste Hersteller seit 1998 am Sachsenring.
  • Honda-Piloten qualifizierten sich in diesem Zeitraum außerdem 14-mal für die Pole-Position.
  • 22 Fahrer aus 11 Teams starten in der MotoGP 2024.
  • Von den Piloten stammen insgesamt zehn aus Spanien und sechs aus Italien.
  • 25 Kilometer Infokabel werden für Telefonie, Internet und den Funk verlegt.
  • Vor 26 Jahren wurde der Motorrad Grand Prix Deutschland zum ersten Mal auf dem neuen Sachsenring ausgetragen und hat seitdem seine Heimat in Sachsen gefunden.
  • Da die Ausgabe 2020 wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, findet „erst“ in diesem Jahr die 26. Ausgabe statt.
  • 30 Baufahrzeuge, Lastwagen, Radlader, Stapler und Kräne werden unter anderem für Bergungsarbeiten benötigt.
  • 30 Kilometer von Chemnitz entfernt liegt der Sachsenring. Er verfügt über zehn Links- und nur drei Rechtskurven.
  • Aprilia-Werksfahrer Aleix Espargaro ist mit 34 Jahren der älteste Fahrer im MotoGP-Starterfeld, als jüngster Pilot ist Pedro Acosta vom Team Red Bull Gasgas Tech3 mit 20 Jahren dabei.
  • Die Motorrad-WM trägt dieses Jahr den 41. Grand Prix in Hohenstein-Ernstthal.
  • Von 1958 bis 1972 fand bereits der Große Preis der DDR statt.
  • Die Rennen von 1958 bis 1960 hatten jedoch keinen WM-Status.
  • 50 Fahrzeuge garantieren in unterschiedlichen Bereichen einen reibungslosen Ablauf.
  • Sie kommen als Fast Intervention Cars, Media Shuttle, Safety-Cars und Bergungsfahrzeuge zum Einsatz.
  • 80 Klimageräte bieten bei sommerlichen Temperaturen ausreichend Kühlung im TV Compound, im Pressezentrum und in den Zelten der Teams.
  • Der Liqui Moly Motorrad Grand Prix 2024 ist der 85. Grand Prix auf deutschem Boden.
  • 135 Container beherbergen unter anderem Materiallager, TV-Arbeitsräume sowie zusätzlich sanitäre Anlagen.
  • 150 Alpina Airfence-Module rund um den Sachsenring erhöhen die Sicherheit für die Rennfahrer der MotoGP und ihrer Rahmenrennserien beträchtlich.

Im Vorjahr erzielte Johann Zarco einen neuen Rundenrekord im Rennen. Der routinierte Franzose umrundete den Sachsenring in 1:21,225 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 162,7 km/h entspricht.

Der Streckenrekord hingegen stammt noch aus dem Jahr 2022, als die MotoGP auf dem Sachsenring erstmals die Schallmauer von 80 Sekunden für eine Runde knackte. Weltmeister Francesco Bagnaia brauchte auf seiner Ducati 1:19,765 Minuten für die knapp 3,7 Kilometer. Das entspricht einem Durchschnitt von 165,6 km/h.

305,0 km/h ist der gemessene Top-Speed auf dem sehr technischen Sachsenring. Der Rekord stammt von Marco Bezzecchi auf seiner Ducati im Jahr 2023.

Sie verstärken zudem die Rennleitung und die Fahrerlager-Crew und kümmern sich um Streckenarbeiten.

Fast 1.000 Verkehrsschilder werden rund um den Sachsenring sowie die angrenzenden Bundesstraßen und Autobahnen aufgestellt, um eine reibungslose An- und Abreise für alle Fans und Offiziellen zu gewährleisten. Damit ist das Verkehrskonzept am Sachsenring Maßstab für viele internationale Großveranstaltungen.

Als einziger Deutscher schaffte es Jonas Folger 2017 am Sachsenring aufs MotoGP-Podium. Zwei Jahre später gelang Marcel Schrötter in der Moto2-Klasse der Sprung auf das Podest.

Auch der diesjährige Motorrad Grand Prix von Deutschland endet mit einem Bestwert. Diesmal kommen 256.441 Fans an den drei tollen Tagen zum Sachsenring.

Marc Márquez macht seinem Namen als „King of the Ring“ alle Ehre: Der Ducati-Werkspilot holte sich am Samstag den Sieg im Sprint zum Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland. Der sechsfache MotoGP-Weltmeister aus Spanien erlebte dabei ein turbulentes Regenrennen auf dem Sachsenring.

Nach dem Start verlor der Pole-Setter mehrere Positionen, kämpfte sich aber Schritt für Schritt weiter nach vorn und setzte in der letzten Runde das entscheidende Überholmanöver zum Sieg.

Wegen eines Verbremsers ging es für Márquez nach dem Start bis auf Rang sechs zurück. Nach einigen Minuten drehte der 32-Jährige aber auf und startete seine Aufholjagd.

In der letzten Runde kam es zum Showdown zwischen Márquez und dem Italiener Marco Bezzecchi (Aprilia Racing). Márquez zog in Kurve eins neben seinen Kontrahenten, übernahm die Führung und fuhr kurz darauf zum Sieg.

Bezzecchi, der das Rennen nach Márquez’ Verbremser über 14 der 15 Runden anführte, wurde Zweiter. Das Podium komplettierte Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha MotoGP Team) aus Frankreich auf Position drei.

„Am Anfang des Rennens hatte ich Schwierigkeiten, da ist mir leider ein Fehler unterlaufen. Dann habe ich aber immer besser meinen Rhythmus gefunden. Im Duell mit Fabio Quartararo ist mir mein Hinterrad plötzlich weggerutscht, das war ein kurzer Schreckmoment für mich. Sollte es am Sonntag wieder regnen, muss ich beim Überholen einfach ein bisschen ruhiger bleiben. Ich freue mich über die zwölf Punkte für die Meisterschaft“, sagte Márquez.

Schon im verregneten Qualifying am Vormittag setzte sich der WM-Führende durch. Er umrundete den Sachsenring in 1:27,811 Minuten und wehrte damit die Schlussattacke von Johann Zarco (Castrol Honda LCR) ab. Dem Franzosen fehlten nur 0,151 Sekunden auf den Spitzenplatz. Für Márquez war es die 101. Pole-Position seiner Laufbahn in der Weltmeisterschaft, davon die 73. in der Königsklasse MotoGP.

Bezzecchi fuhr als Drittplatzierter in die erste Startreihe.

Marc Marquez verabschiedete sich mit fünf Doppelsiegen in Serie - jeweils im Sprint und im Sonntagsrennen von Aragon, Mugello, Assen, Sachsenring und Brünn - in die Sommerpause. Der Ducati-Fahrer hat bislang acht der zwölf Grands Prix gewonnen und in elf Sprints triumphiert. Lediglich in Silverstone entging ihm ein Sieg. Insgesamt entschied er 79,1 Prozent der 24 bislang ausgetragenen Rennen für sich.

Die Dominanz von Marc Marquez schlägt sich auch in einer weiteren Statistik nieder. Er führte bislang 243 Runden an.

Angesichts dieser Bilanz zweifelt niemand daran, dass Marc Marquez längst kalkuliert, wo und wann er sich zum MotoGP-Weltmeister 2025 krönen wird.

"Ich werde nicht darüber sprechen, wo oder wann ich die WM entscheiden möchte", hält der Spanier fest. "Ehrlich gesagt gehe ich nach der Sommerpause in die letzten zehn Rennen der Saison mit der Einstellung, dass nur ich selbst den Titel verlieren kann."

"Also, wenn es ums Verwalten geht, werden wir verwalten. Anstatt den sicheren zweiten Platz mitzunehmen, startete er in der letzten Runde einen Angriff und überholte noch Aprilia-Fahrer Marco Bezzecchi.

Die Rivalen scheinen bereits geschlagen in die Rennen zu gehen.

"Als Sportler strebst du danach, dass dein Rivale zunehmend - ich würde nicht sagen Angst, sondern - Respekt vor dir hat. Bislang betonte Marquez, dass er sich darauf konzentrieren muss, keine Fehler zu machen.

Als Beispiele nannte er die Stürze in Austin und in Jerez. In Assen hatte er am Trainingstag bei zwei Stürzen in sehr schnellen Kurven ebenfalls Glück, sich keine Verletzungen zugezogen zu haben.

"Heute bin ich ruhiger, ich denke ein bisschen mehr nach - nur ein bisschen", lacht Marquez. "Natürlich verändert man sich, wenn man nicht mehr 20, sondern bereits 30 ist.

Wieder volles Haus am Sachsenring. Marc Marquez sprengte etliche Rekorde ... ... und jubelte anschließend dementsprechend.

Der diesjährige LIQUI MOLY Motorrad Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring ist Geschichte und wurde nach offiziellen Angaben an den drei tollen Tagen von Freitag bis Sonntag von 256.441 Fans live vor Ort besucht. Damit vermeldete man zum vierten Mal in Folge einen Rekordzahl für den neuen Sachsenring.

Und das, obwohl man ein wenig mit suboptimalen Begleitumständen, wie dem Termin inmitten der Schulferien in Sachsen, dem besonders am Samstag sehr durchwachsenen Wetter inklusive wenig optimistischer Prognosen für den Rennsonntag und dem Comeback des direkten Mitbewerbers Motorrad Grand Prix von Tschechien in Brno am kommenden Wochenende, zu kämpfen hatte.

Klar, dass auch beim 38. Motorrad-WM-Lauf auf dem Sachsenring (alter und neuer) bzw. dem elften von 22 Läufen zur Motorrad-Weltmeisterschaft 2025 die Top-Klasse MotoGP der weltbesten Motorrad-Straßenrennfahrer im Mittelpunkt des Interesses stand.

Und hierbei richteten sich die meisten Augen auf den Spanier Marc Marquez. Der achtfache Weltmeister hätte bei seinem 200. MotoGP-Rennen den 69. Triumph in der Premium-Klasse feiern und damit den Rekord-Weltmeister und -Grand-Prix-Sieger Giacomo Agostini überholen können. Zuvor stand er zusammen mit dem Italiener auf der zweiten Stufe. Ebenso stand sein klassenübergreifender zwölfter Sieg am Sachsenring im Raum. Auch in dieser Statistik lag er mit „Ago“ gleichauf. Allein vorn lag der (noch) erfolgreichste Fahrer aller Zeiten in Sachen meiste Siege in der Königsklasse auf einer Rennstrecke.

Nachdem sich der siebenfache Saisonsieger Marc Marquez die Pole Position des Trainingsschnellsten sowie seinen zehnten von elf möglichen Siegen im Samstag-Sprintrennen gesichert hatte, zweifelte kaum noch jemand im weiten Rund daran, dass der 13. Und so kam es dann auch. Beim Start zum (Haupt-)Rennen übernahm der Ducati-Werkspilot umgehend die Führung, baute sie rasch ein wenig aus und verpasste schließlich per Solo-Fahrt allen vorher genannten Rekorden ein „Upgrade“.

Das Rennen verkam dabei zu einer Sturz-Orgie, denn acht der 18 gestarteten Fahrer schieden mit Boden-Kontakt bzw. Kies-Bekanntschaft aus. Hinter Marc Marquez auf Platz zwei liegend, stürzte zunächst der Italiener Fabio di Giannantonio in der 18. von 30 Runden. Drei Umläufe später ereilte den neuen Zweiten, den weiteren Italiener Marco Bezzecchi auf ähnliche Art und Weise das gleiche Schicksal.

Wenngleich die in der WM auf den Plätzen zwei und drei liegenden Alex Marquez, der jüngere Bruder von Marc, und Francesco „Pecco“ Bagnaia jeweils in Schlagdistanz zu den bestplatzierten Sturzopfern lagen und sie sicherlich noch versucht hätten, denen das Leben in Sachen Podest schwer zu machen, kamen sie halt kampflos in den Genuss der Siegerzeremonie - Alex Marquez bei seinem 100.

Hinter den drei Ducati-Treibern wurde der Yamaha-Pilot Fabio Quartararo aus Frankreich Vierter und der weitere Spanier und weitere „Ducatisti“ Fermin Aldeguer Fünfter.

Deutlich spannender ging es im Rennen der „Mittelklasse“ Moto2 zu. Rundenlang lagen der Türke Deniz Öncü und der Belgier Barry Baltus an der Spitze und der Brite Jake Dixon mit marginalem Rückstand auf Platz drei. Auch dahinter war der Drops längst nicht gelutscht, doch nach einem weiteren, jedoch folgenreicheren Sturz (beschädigte Airfences) wurde das Rennen in der 21. von 25 geplanten Runden abgebrochen und mit dem Stand der 20. Runde gewertet.

Der WM-Spitzenreiter Manuel Gonzalez vom Team LIQUI MOLY Dynavolt IntactGP aus Memmingen landete bei seiner Aufholjagd von anfangs Platz 18 nach der Startrunde schlussendlich auf Platz vier. Damit war er sogar der große Gewinner gegenüber seinem schärfsten WM-Widersacher Aron Canet.

Einen semi-deutschen Sieg gab es im Rennen der Moto3 zu bejubeln. Im typischen Kampf einer mehrköpfigen Spitzengruppe setzte sich nach den planmäßigen 23 Rennrunden der Spanier David Munoz knapp durch und beglückte als Teil des Teams LIQUI MOLY Dynavolt IntactGP so die Allgäuer Truppe bei ihrem Heimrennen.

Mit ebenfalls einer breit gefächerten Spitzengruppe verlief das zweite Rennen des Wochenendes des Red Bull MotoGP Rookies Cup.

Während der Red Bull MotoGP Rookies Cup den Schluss-Punkt hinter das diesjährige MotoGP-Wochenende auf dem Sachsenring setzte, hatte die zweite Rahmenklasse im Programm, der Northern Talent Cup (NTC), den Schlusstag eröffnet.

Gestern gab es einen deutschen Dreifacherfolg durch Fynn Kratochwil, vor Robin Siegert aus (Pockau-)Lengefeld sowie Smilla Göttlich aus Eibau, die als Gaststarterin erstmals im NTC dabei war. Spielte am Samstagnachmittag wegen des Abbruchs noch Glück eine entscheidende Nebenrolle, war heute in der sechsköpfigen Spitzengruppe taktisches Geschick gefragt. Eingangs der letzten Rennrunde schnappte sich Robin Siegert vier Gegner auf einmal und übernahm mit diesem Geniestreich die Spitze, die er bis zur Ziellinie nicht mehr abgab. Da der Österreicher Tobias Kitzbichler vor Fynn Kratochwil Zweiter wurde, gab es zumindest ein rein deutschsprachiges Podest.

Im Zuge des diesjährigen GP konnte bereits der Termin fürs nächstjährige Fest bekanntgegeben werden. Dieses steigt am gleichen Wochenende, konkret vom 10. bis 12. Juli. 2026. Marc Marquez sprengte etliche Rekorde ... ... und jubelte anschließend dementsprechend.

Nach einem Sprint im Nassen fand das Hauptrennen des Großen Preises von Deutschland in MotoGP Das Rennen findet auf trockener Strecke statt.

Auf dem Sachsenring hat Marc Marquez in einem 30-Runden-Rennen eine zweite Chance, seine Pole Position vor Johann Zarco zu verteidigen. Als die Ampeln erloschen, legte Marc Marquez einen hervorragenden Start hin und behauptete seine Führung in Kurve 1. Er zog Marco Bezzecchi und Fabio Di Giannantonio an sein Steuer. Johann Zarco hatte in der ersten Runde erneut Mühe, mitzuhalten und wurde auf den fünften Platz hinter Alex Marquez zurückversetzt.

In der ersten Rennhälfte blieben die Top 4, wie bereits erwähnt, unverändert. Marc Marquez baute langsam eine Lücke zum VR46 hinter ihm auf und startete mit 1,5 Sekunden Vorsprung in die zweite Rennhälfte.

Nach der Hälfte der Renndistanz erhöhte der Meisterschaftsführende sein Tempo. Er baute seinen Vorsprung auf Fabio Di Giannantonio auf über drei Sekunden aus.

In Runde 50 kam es zu zwei unglücklichen Unfällen an der Spitze. Fabio Di Giannantonio eröffnete das Rennen, gefolgt von Johann Zarco. Marc Marquez' Rivalen fallen wie die Fliegen, und als nächster auf der Liste steht niemand Geringeres als Marco Bezzecchi. Zehn Runden vor Schluss machte der Italiener in Kurve 10 einen Fehler und beraubte sich seiner Hoffnungen auf einen Podiumsplatz.

Diese Zwischenfälle ermöglichten es Alex Marquez, auf den vorläufigen zweiten Platz vorzurücken. Die Abstände zwischen den Führenden sind beträchtlich. Marc Marquez hat einen Vorsprung von 7 Sekunden auf seinen Teamkollegen, der wiederum 1,5 Sekunden Vorsprung auf Pecco Bagnaia hat.

Marc Márquez ließ sich während des 30-Runden-Rennens nicht aus der Ruhe bringen. Er gewann damit seinen 200. Grand Prix, seinen zwölften Sieg auf dem Sachsenring und seinen neunten in der Königsklasse. Damit baute er seinen Vorsprung vor seinem Bruder Alex in der Meisterschaft weiter aus.

Fabio Quartararo sicherte sich nach seinem Podiumsplatz im Sprint einen hervorragenden vierten Platz und rundete damit ein hervorragendes Wochenende mit Yamaha ab.

Zu Beginn des Rennens kam es zu einigen Stürzen. Besonders der Start in die vierte Runde erwies sich für zwei Fahrer als fatal. Miguel Oliveira und Pedro Acosta stürzten an zwei verschiedenen Stellen und mussten damit ihre Punktehoffnungen aufgeben.

In Runde 22 kam es zu drei Stürzen in derselben Kurve: Joan Mir, Ai Ogura und Lorenzo Savadori.

Statistiken zum MotoGP auf dem Sachsenring

Die folgende Tabelle fasst einige interessante Statistiken zum MotoGP auf dem Sachsenring zusammen:

Statistik Wert
Schnellste gemessene Geschwindigkeit 305,0 km/h (Marco Bezzecchi, Ducati, 2023)
Streckenrekord 1:19,765 Minuten (Francesco Bagnaia, Ducati, 2022)
Rundenrekord im Rennen 1:21,225 Minuten (Johann Zarco, 2023)
Größter Vorsprung des Siegers 14,996 Sekunden (Dani Pedrosa über Jorge Lorenzo, 2012)
Geringster Abstand zwischen Sieger und Zweitem 0,060 Sekunden (Sete Gibernau über Valentino Rossi, 2003)
Erfolgreichster Hersteller Honda (17 Siege seit 1998)

Bereits am kommenden Wochenende geht es in Tschechien weiter. Erstmals seit dem Jahr 2020 wird wieder in Brünn gefahren.

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0