In der Welt des Motorsports, insbesondere in der MotoGP und verwandten Rennserien, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und schweren Unfällen. Die jüngsten Ereignisse haben die Risiken, denen die Fahrer ausgesetzt sind, erneut in den Fokus gerückt.
Tödlicher Unfall von Borja Gómez
Im Alter von 20 Jahren ist Borja Gómez tödlich verunglückt. Der Spanier, 2022 und 2023 in der Moto2-WM unterwegs, starb am Donnerstag nach einem Unfall mit seiner Honda im ersten freien Training zur Stock-EM auf der Rennstrecke im französischen Magny-Cours. Das teilte sein Team (Laglisse) bei Instagram mit. "Mit tiefer Trauer müssen wir bekannt geben, dass Borja Gómez verstorben ist", hieß es.
"Neben seinem außergewöhnlichen Talent als Fahrer werden wir Borja als den großartigen Menschen in Erinnerung behalten", schrieben sie im Posting weiter: "Seine Freundlichkeit und sein Lächeln werden uns ewig begleiten. Wir werden ihn immer in unseren Herzen tragen. Wir lieben dich, Borja. Ruhe in Frieden."
Gómez, geboren in San Javier nahe Murcia, hat 15 Rennen in der Moto2 bestritten und schaffte es dabei einmal in die Punkte. In der Stock-EM lag er im Klassement nach einem zweiten Platz in Estoril/Portugal und einem Sieg in Jerez/Spanien an der Spitze. 2021 und 2024 war Gómez in der Supersport-WM an den Start gegangen.
Jorge Martín's schwerer Sturz beim Grand Prix von Katar
MotoGP-Weltmeister Jorge Martín hat am Morgen nach seinem heftigen Sturz beim Grand Prix von Katar trotz schwerer Verletzungen vorsichtig Entwarnung gegeben. »Gott sei Dank, das hätte so viel schlimmer sein können«, schrieb der Titelverteidiger aus Spanien bei Instagram unter ein Foto, auf dem er im Krankenhaus zu sehen ist.
Beim Rennen am Sonntag war Martín neun Runden vor Schluss auf der Strecke weggerutscht und wurde von Ducati-Pilot Fabio Di Giannantonio erfasst, der direkt hinter ihm fuhr. »Ich hatte keine Chance, ihm auszuweichen«, berichtete der 26-Jährige: »Das war die schlimmste Szene meines Lebens.« Martín wurde sofort in ein nahe gelegenes Krankenhaus in Doha gebracht, das Rennen wurde fortgesetzt.
Wie sein Team noch am Abend bekannt gab, erlitt der 27-Jährige Verletzungen am Brustkorb mit mehreren Rippenfrakturen. Martín muss vorerst im Krankenhaus bleiben, bis der Pneumothorax abgeheilt ist.
Dass er bis zu seinem Heim-Grand-Prix in Spanien am 27. April wieder auf dem Motorrad sitzen kann, erscheint unwahrscheinlich, Aprilia schrieb von elf Frakturen. Martín werde noch ein paar Tage in Doha beobachtet, ehe er seine Genesung in der Heimat fortsetzen werde. Der Titelverteidiger hatte erst in Katar nach einer längeren Verletzung sein Comeback gegeben.
Dr. Angel Charte hat bei DAZN über Jorge Martins Zustand gesprochen: "Jorge hatte einen heftigen Sturz, bei dem er auf die Außenseite der Strecke geschleudert wurde. Er ist bei Bewusstsein und orientiert. Die radiologische Untersuchung, die wir durchgeführt haben, deutet auf einen traumatischen Pneumothorax hin."
"Es gibt ein Bild, das auf eine möglicherweise betroffene Rippe hindeutet, aber es ist schwer zu beurteilen, da die Pneumothorax-Schicht die Sicht erschwert. Wir werden ihn ins Hamad General Hospital verlegen, eine CT durchführen und das Ausmaß des Pneumothorax feststellen. Sollte dieser zu groß sein, müssen wir ihn punktieren. Wir haben ihn mit Schmerzmitteln stabilisiert. Jorge Martin wurde nach einem Sturz im Rennen ins Krankenhaus gebracht. Der amtierende Weltmeister zog sich bei dem Unfall eine Rippenprellung sowie einen Pneumothorax im rechten Brustbereich zu. Weitere Verletzungen an Armen oder Beinen wurden bislang nicht festgestellt. Eine CT-Untersuchung soll genauere Aufschlüsse geben.
Bei der CT-Untersuchung von Jorge Martin wurde eine Zunahme des Pneumothorax festgestellt, was das Einlegen einer Saugdrainage erforderlich macht. Der Aprilia-Pilot muss zur Beobachtung für einige Tage im Krankenhaus bleiben, bis sich der Pneumothorax zurückgebildet hat.
Valentino Rossi's Glück bei einem Horrorcrash
Italiens MotoGP-Superstar Valentino Rossi ist in Spielberg bei einem Horrorcrash mit dem Schrecken davon gekommen. Nach einer folgenschweren Kollision folgen die Maschinen von Franco Morbidelli (Italien) und Johann Zarco (Frankreich) nur Zentimeter an Rossi vorbei, der neunmalige Weltmeister hatte großes Glück. "Superbeängstigender Moment. Auch Maverick Vinales (Spanien), zweiter Fahrer der Japaner, hätte es beim Crash erwischen können.
Zarco war auf der Geraden in Morbidelli hineingefahren, die Maschinen flogen geradeaus durch die Kurve 1 und dort knapp an Rossi vorbei. In der Box schlug der 41-Jährige die Hände vor das Gesicht, als er die Szenen auf einem Bildschirm sah. Zarco bleib unverletzt, Morbidelli wurde im Krankenwagen abtransportiert.
Zweiter schwerer Unfall beim Moto2-GP
Beim Moto2-GP zuvor kam es ebenfalls zu einem Unfall, diesmal mit schweren Folgen. In der vierten Runde verlor der Italiener Enea Bastianini die Kontrolle über sein Motorrad, Hafizh Syahrin (Malaysia) konnte nicht mehr ausweichen, krachte in die Maschine und wurde durch die Luft geschleudert.
Syahrin war beim Abtransport bei Bewusstsein, Informationen zum Gesundheitszustand gab es zunächst nicht. Der frühere MotoGP-Fahrer soll zahlreiche Prellungen, aber keinen schwerwiegenden Bruch erlitten haben.
Marcel Schrötter's Top-Ergebnis
Marcel Schrötter holte in dem Rennen sein erstes Top-Ergebnis seit dem Restart. Er wurde Dritter, der Spanier Jorge Martin gewann den Lauf vor dem neuen Gesamtführenden Luca Marini aus Italien. Der Halbbruder von MotoGP-Superstar Valentino Rossi übernahm die Spitze im Klassement mit jetzt 78 Punkten von seinem Landsmann Bastianini (73), der den folgenschweren Unfall auslöste.
"Ich muss nur das Gleiche machen wie gestern", sagte Schrötter noch vor dem Start bei ServusTV, und das gelang ihm. Der Dritte des Qualifyings arbeitete sich nach dem Neustart auf Rang zwei vor, verlor diesen aber wieder.
Weitere Vorfälle und Ergebnisse
Mit der erneuten Verletzung von Jorge Martin und der Strafe für Maverick Vinales endet das MotoGP-Wochenende in Katar zwar wenig erfreulich. Aber immerhin bleiben uns ein paar Tage, um die schlechten Nachrichten zu verdauen. Dann richtet sich der Blick auch schon wieder auf den nächsten Grand Prix, der in zwei Wochen in Spanien auf uns wartet.
Jerez markiert auch den offiziellen Europa-Auftakt der MotoGP-Saison 2025. Und nach dem Grand Prix steht ein Montagstest ins Haus, bei dem die Teams an den nächsten Updates arbeiten können.
Maverick Vinales ist seinen Podestplatz gut anderthalb Stunden nach dem Zieleinlauf wieder los! Der Tech3-Pilot wurde mit einer Zeitstrafe von 16 Sekunden belegt. Laut dem FIM-Stewards-Panel unterschritt er am während des Rennens den vorgeschriebenen Mindestluftdruck der Reifen, was gegen Artikel 2.4.4.9 des technischen Reglements verstößt.
Die Strafe wurde gemäß dem offiziellen Reifendruck-Protokoll verhängt und nach Artikel 3.2.1 der FIM-Regularien zu den Rennergebnissen addiert. Damit fällt er auf den 14.
Marc Marquez (Ducati/1.): "Ich habe es vor dem Rennen gesagt: Ich muss den Vorderreifen managen. Aus diesem Grund war ich im ersten Rennabschnitt ruhig. Morbidelli fuhr vorne, aber ich hatte gestern anhand der Rennpace vorausgesehen oder verstanden, dass er in der zweiten Rennhälfte nicht mehr so schnell sein würde."
"Als mich Pecco überholt hat, sagte ich mir: Jetzt beginnt das Rennen - und dann begann ich zu pushen. Eine große Überraschung war es, als mich Maverick überholte. Kurz dachte ich, es sei Acosta, denn normalerweise ist er der schnellste KTM-Fahrer. Aber als ich dann sah, dass es Maverick war, war ich wirklich überrascht.
Maverick Vinales (Tech3-KTM/2.): "Das bedeutet sehr viel. Es zeigt, dass wir einen großartigen Job machen. Es ist offensichtlich, dass es nicht einfach ist, sich an ein neues Motorrad zu gewöhnen, aber wir müssen dieses Ergebnis genießen."
"Ich habe versucht, an der Spitze zu bleiben, mich dort zu halten. Vielleicht hat dieses Rennen tatsächlich etwas ausgelöst, ein ‘Klick-Moment’. Es ist unglaublich, wir müssen einfach sehr glücklich sein. Danke an KTM, danke an Tech3, danke an Red Bull für diese Chance - es war fantastisch. Und erneut sind wir nah an der Spitze dran.
Francesco Bagnaia (Ducati/3.): "Es ist schön, auf dem Podium zu stehen, aber ich bin sehr verärgert über den gestrigen Tag. Wenn ich es heute, am Sonntag, schaffen kann, dann muss ich das auch am Samstag hinbekommen. Es ist mehr oder weniger immer die gleiche Geschichte. Aber wir müssen mit dem heutigen Tag zufrieden sein."
"Von Startplatz 11 zu starten, ist immer schwierig, auch strategisch. In den letzten Runden habe ich stark gepusht. Ich hatte keinen Grip mehr am Hinterreifen, aber trotzdem bin ich glücklich für das Team.
In der Gesamtwertung hat Marc Marquez seinen Vorsprung auf 18 Punkte ausgebaut, nachdem Alex Marquez seine Serie von zweiten Plätzen nicht fortsetzen konnte. In der WM hält er sich aber auf Rang zwei. Noch ist der zweite Platz für Vinales nicht in trockenen Tüchern.
Morbidelli kann sich am Ende auf Platz vier vor Zarco behaupten. Im Ziel trennen die beiden nur 0,173 Sekunden. Aldeguer beendet das Rennen nach Platz vier im gestrigen Sprint auf einem nicht minder starken sechsten Rang.
Alex Marquez, Quartararo, Acosta und Bezzecchi komplettieren die Top 10.
Die restlichen Punkteränge belegen Marini, Bastianini, Rins, Binder und Ogura.
Marc Marquez gewinnt sein erstes Rennen in Katar seit 2014 und baut seine WM-Führung wieder aus. Auch die kleine Startkollision konnte den Spanier nicht aufhalten. Für die Sensation des Tages sorgt aber Vinales mit seinem zweiten Platz.
Die letzte Runde läuft und wenn jetzt nichts Ungewöhnliches passiert, sind die Positionen auf dem Podest bezogen. Marc Marquez führt souverän vor Vinales. Bagnaia fährt mit Rückstand an dritter Stelle.
Dahinter liegen Morbidelli, Zarco und Aldeguer noch recht eng beisammen.
Die Top 3 ziehen sich jetzt langsam auseinander. Marc Marquez hat in dieser Phase die beste Pace und kann rasch einen Vorsprung von knapp einer Sekunde aufbauen. Vinales hält sich auf Platz zwei und muss wohl doch keinen Angriff von Bagnaia fürchten, denn er muss abreißen lassen.
Bei noch sechseinhalb Runden profitiert Marc Marquez von einem kleinen Fehler seitens Vinales in Kurve 6 und geht in Führung. Kann der Tech3-Pilot noch einmal angreifen?
Wir haben zwei weitere Stürze zu vermelden. Nach Augusto Fernandez hat es auch Martin erwischt, der in Kurve 11 etwas zu weit auf den Randstein kommt und böse ausrutscht.
Wie stark Vinales unterwegs ist, zeigt ein Blick auf die anderen KTMs. Schafft Vinales hier wirklich die Sensation und schlägt den dominanten Ducatis ein Schnippchen?
Noch sind zehn Runden zu fahren. Der Tech3-Pilot fährt nur zwei Zehntel vor Marc Marquez. Bagnaia ist als Dritter auch nicht zu weit weg.
Morbidelli wird jetzt durchgereicht. Bagnaia hat ihn bereits kassiert.
Aus dem Windschatten ist Morbidelli leichte Beute für Vinales und Marquez, die am Ende der Geraden beide vorbeiziehen. Und auch Bagnaia klopft schon an.
Wir schreiben Runde zehn und am Ende der langen Gerade bremst Vinales Marc Marquez in Kurve 1 doch tatsächlich aus und übernimmt Platz zwei!
Weiter hinten im Feld sorgt Miller für den ersten Sturz des Rennens.
Vinales ist stark unterwegs. Er legt sich Bagnaia zurecht und klebt jetzt Marc Marquez am Hinterrad. Hat der Tech3-KTM-Pilot hier etwa Chancen auf den Sieg? Das wäre eine echte Überraschung.
Zu Beginn der siebten Runden startet Marc Marquez den Gegenangriff und holt sich Platz zwei von Bagnaia zurück. Vinales hat an dritter Stelle den Logenplatz. Er hält sich in Schlagdistanz der Werksducatis wacker.
Alex Marquez reiht sich nach seiner Long Lap auf Platz zwölf im Sandwich zwischen Bezzecchi und Binder wieder ein. Was kann der aktuelle WM-Leader noch ausrichten?
Bagnaia ist durch den Vorfall neuer Dritter und greift Runde fünf seinen Teamkollegen Marc Marquez an, um Platz zwei zu übernehmen. Kann er jetzt die Lücke zu Morbidelli schließen?
Alex Marquez wird derweil für die Kollision mit Di Giannantonio bestraft.
Gerade hat sich Diggia Alex Marquez geschnappt. Beim Gegenangriff kommt es zum nächsten Kontakt. Beide gehen weit und fallen zurück. Alex Marquez reiht sich als Achter wieder ein, Diggia ist nur noch Vorletzter.
Morbidelli kann für den Moment eine kleine Lücke aufreißen. Hinter Marc Marquez staut es sich derweil. Alle liegen eng beisammen.
Bagnaia hat Quartararo überholt und ist Sechster. Marc Marquez hat bei der Berührung einen seiner kleineren Flügel an seiner Ducati verloren. Er hält sich auf Rang zwei vor Bruder Alex.
Di Giannantonio hat Vinales überholt und ist Vierter.
Marc Marquez gewinnt den Start vor Alex, doch in Kurve 1 kommt es zum Kontakt. Bis auf Miguel Oliveira ist das Starterfeld in Katar komplett. 22 Runden sind für das Rennen der Königsklasse unter Flutlicht angesetzt.
Mittlerweile hat es sich auf 28 Grad in der Luft und 33 Grad auf dem Asphalt abgekühlt.
Marc Marquez startet vor Bruder Alex und Fabio Quartararo von der Poleposition. Franco Morbidelli, Fabio Di Giannantonio und Maverick Vinales gehen aus der zweiten Reihe ins Rennen.
Die letzten sechs Sieger in Lusail: Dovizioso, Vinales, Quartararo, Bastianini, Di Giannantonio, Bagnaia. Gibt es heute die Nummer sieben in Folge?
Für Ducati wird es gleich in mehrfacher Hinsicht eine Rekordjagd: Der Hersteller steht bei 69 Podestplätzen in Serie - einer fehlt noch zur magischen 70! Bei einem Ducati-Sieg wären es 21 Siege in Folge. Nur Honda schaffte je mehr (22).
Marc Marquez geht als der große Favorit ins Rennen. Das war allerdings auch in Austin der Fall, und dort stürzte er. Also abwarten. Der Spanier kann heute mit Jorge Lorenzo gleichziehen, wenn er es aufs Treppchen schafft.
Aron Canet's beeindruckender Sieg
Aron Canet (Fantic-Kalex/1.): "Nun, es war schwierig, das Rennen nach einem wirklich schlechten Start zu managen. Aber ich war in jeder Runde vollkommen auf mein Comeback fokussiert, auf die Positionen - und darauf, auch die Reifen zu managen. Aber es ist schwierig - es ist schwierig, das während des Rennens wirklich zu verstehen. Im Rennen hat es sich für mich angefühlt wie im vergangenen Jahr. Aron Canet ist zurück."
Deniz Öncü (Ajo-Kalex/2.): "Ein Podium ist immer schön, aber ehrlich gesagt - als Canet mich überholt hat, wurde ich wütend, weil ich ein gutes Tempo hatte und das Rennen gewinnen wollte. Aber als sich die rechte Vorderseite meines Reifens abnutzte, begann ich zu verlieren. Trotzdem ist es ein sehr gutes Ergebnis nach drei katastrophalen Rennen. Ich musste mir selbst und auch allen anderen zeigen, dass ich gut bin. Die vergangenen Wochen waren ehrlich gesagt nicht einfach für mich. In meinem Leben lief vieles schwierig. Aber zum Glück standen meine Familie und auch mein Manager Kenan Sofuoglu hinter mir und haben mich unterstützt."
Manuel Gonzalez (IntactGP-Kalex/3.): "Das Rennen war etwas schwieriger als erwartet, weil ich zu langsam gestartet bin. Ich habe vorne nicht genug gepusht, und ich denke, das war nicht gut für meinen Reifen, weil ich nicht in meinem gewohnten Fahrstil unterwegs war - mit Druck auf den Reifen. Dadurch habe ich etwas das Gefühl fürs Motorrad verloren. Als ich dann versucht habe, das wieder aufzuholen, war es bereits zu spät. Und als ich dicht hinter anderen Fahrern war, verlor ich zusätzlich das Gefühl für das Vorderrad.
Mit einer beeindruckenden Aufholjagd feiert Canet seinen ersten Saisonsieg und übernimmt damit auch die Führung in der WM. Am Ende hat er eine Sekunde Vorsprung auf Öncü, der Platz zwei gegen Gonzalez verteidigen kann.
Rookie Holgado holt mit Rang vier sein bisher bestes Saisonergebnis. Moreira nimmt Baltus Platz fünf in der Schlussphase noch ab.
Trotz seiner Aufholjagd scheint Canet seine Reifen gut im Griff zu haben. Bei freier Fahrt kann er sich direkt absetzen und führt zu Beginn der vorletzten Runde mit sieben Zehnteln.
Öncü klammert sich an Rang zwei. Noch findet Gonzalez keinen Weg vorbei.
Nach einem Fehler von Öncü in Kurve 14 kann Canet ohne große Mühe vorbeziehen und übernimmt die Führung.
Tödlicher Unfall von Shoya Tomizawa in San Marino
Der Japaner Shoya Tomizawa ist beim Großen Preis von San Marino in Misano tödlich verunglückt.
Das Hinterrad des 19-jährigen Moto2-Piloten brach plötzlich aus und er stürzte. Während er über den Asphalt rutschte, wurde er von Alex de Angelis und Scott Redding überfahren und blieb schließlich reglos liegen.
Die anderen Piloten fuhren an ihm vorbei.
Schnell kamen Helfer herbeigeeilt, um sich um den verletzten Tomizawa zu kümmern. Nach einem Herzstillstand wurde er an der Strecke zunächst wiederbelebt.
Marc Marquez' Siegesserie im Sprint in Ungarn
Marc Marquez setzte auch bei der Premiere auf dem neuen Balaton Park Circuit in Ungarn seine Siegesserie im Sprint fort. Von der Poleposition dominierte der Ducati-Werksfahrer einmal mehr am Samstag und holte sich ungefährdet den Sieg. Das VR46-Duo Fabio Di Giannantonio und Franco Morbidelli komplettierte das Podium.
Beim Start zum Sprint über 13 Runden beschleunigte Marc Marquez von der Poleposition optimal weg. Dahinter verbremste sich Fabio Quartararo (Yamaha) innen und er krachte in die Seite von Enea Bastianini (Tech3-KTM). Quartararo stürzte, Bastianini konnte weiterfahren. Marquez übernahm die Führung vor dem VR46-Duo und dem Honda-Werksduo.
Im Laufe der ersten Runde kam es weiter hinten im Feld zu einem weiteren Unfall. Verwickelt waren Johann Zarco (LCR-Honda), erneut Bastianini sowie Alex Rins (Yamaha). Die Wiederholung zeigte, dass diesmal Bastianini den Crash ausgelöst hatte. Der Italiener und Zarco kamen dabei zu Sturz, Rins konnte am Ende des Feldes weiterfahren. Alle gestürzten Fahrer blieben unverletzt und konnten aufstehen.
Am Ende der ersten Runde führte Marc Marquez schon mit einer Sekunde Vorsprung vor Di Giannantonio, Morbidelli, Luca Marini, Joan Mir und Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati).
Am Ende der dritten Runde bog Brad Binder an die Box ab. Vorne war die Verkleidung seiner KTM von einer Berührung mit einem Konkurrenten beschädigt. Sie wurde getauscht und Binder fuhr als Letzter wieder los.
Auch für seinen Teamkollegen Pedro Acosta lief es nicht gut. In der sechsten Runde griff Acosta im letzten Sektor Jorge Martin an und überholte die Aprilia, aber bei diesem Manöver in Kurve 11 verpasste Acosta den Scheitelpunkt und stürzte. Er konnte die Fahrt fortsetzen. Nur Binder lag überrundet noch hinter ihm.
Marc Marquez einmal mehr unantastbar
An der Spitze spulte Marc Marquez sein Pensum souverän ab und dominierte einmal mehr. Bei Halbzeit hatte er schon zwei Sekunden Vorsprung auf das VR46-Duo. Ungefährdet fuhr er im 14. Sprint des Jahres zu seinem 13. Sieg. Es war sein siebter Sprint-Sieg in Folge.
"Schon in der ersten Runde bin ich richtig gut gefahren, und dann habe ich einfach versucht, ein konstantes Tempo zu halten", sagt Marquez über seine Renntaktik. "Ich habe gesehen, dass es gereicht hat, um einen Vorsprung aufzubauen."
Mit Platz zwei eroberte Di Giannantonio sein bestes Sprint-Ergebnis in diesem Jahr, es war sein zweites Podium am Samstag. Auch Morbidelli war im Sprint zum zweiten Mal bei der Siegerehrung dabei. Es war sein zweiter dritter Platz in dieser Saison.
Das Honda-Werksteam startete das kurze Rennen mit dem neuen Chassis. Mit Erfolg: Marini belegte Rang vier, nur knapp hinter Morbidelli. Der Honda-Fahrer behauptete sich gegen Rookie Aldeguer. Dahinter tobte bis zum Schluss ein Duell um den sechsten Platz. Aber Mir konnte Marco Bezzecchi (Aprilia) in Schach halten und sich diesen sechsten Platz sichern.
Mit den Plätzen acht und neun sammelten noch Alex Marquez (Gresini) und Martin WM-Punkte. Pol Espargaro (Tech3-KTM) wurde Zehnter und ging leer aus. Francesco Bagnaia konnte von Startplatz 15 keine Akzente setzen und kam als 13. ins Ziel. Nach dem Qualifying nahm Ducati eine große Änderung an der Abstimmung vor. Bagnaia startete ohne Referenzwerte ins Rennen.
18 von 21 Fahrern erreichten das Ziel. Der Grand Prix über 26 Runden wird am Sonntag um 14:00 Uhr gestartet. Es ist der erste in Ungarn seit 1992.
Franco Morbidelli's heftiger Sturz auf dem Sachsenring
Heftige Szene auf dem Sachsenring: MotoGP-Pilot Franco Morbidelli (30) fliegt bei über 200 km/h ab und überschlägt sich mehrfach. Sein Sturz ist so brutal, dass sogar seine Lederkombi nicht komplett standhält.
Was ist passiert? Morbidelli, Fahrer im VR46-Team von Motorrad-Legende Valentino Rossi (46), liegt auf einem starken zweiten Rang im Sprintrennen. Doch bei schwierigen, regnerischen Bedingungen verliert er in der 2. Runde die Kontrolle über seine Ducati.
Beim Anbremsen in Kurve 8 wird der Italiener über sein Motorrad geworfen und überschlägt sich mehrmals - erst auf dem Asphalt und danach im Kiesbett. Als Morbidelli schließlich endlich abstoppt, bleibt er schmerzverzerrt im Kiesbett liegen und braucht die Hilfe der Streckenposten, um sich in Sicherheit zu bringen.
Glück im Unglück: Zwar prellt Morbidelli sich bei dem Unfall das Schlüsselbein stark, kommt aber ohne Knochenbrüche oder schwerwiegende Verletzungen davon. Nach weiteren Untersuchungen im Klinikum in Chemnitz am Abend steht aber fest: Ein Start beim Grand Prix am Sonntag (14 Uhr/Sky und DF1 live) ist nicht möglich. Morbidelli kehrt stattdessen vorzeitig nach Italien zurück, wo er erneut gecheckt werden soll.
Maverick Viñales verletzt sich ebenfalls
Bereits Stunden vorher war das Deutschland-Wochenende für Maverick Viñales (30) gelaufen. In der Qualifikation am Vormittag knallte der Spanier nach einem Highsider in Kurve 4 heftig auf den Asphalt.
KTM-Pilot kugelt sich Schulter aus
Der KTM-Pilot kugelte sich dabei die linke Schulter aus. Bei der genaueren Untersuchung im Krankenhaus wurde dazu ein kleiner Bruch festgestellt. Bitter vor allem für sein Tech3-Team! Wegen einer Blinddarmentzündung trat Viñales-Kollege Enea Bastianini (27) erst gar nicht an.
Nach dem Morbidelli-Ausfall stehen beim Rennen am Sonntag jetzt nur noch 18 Fahrer am Start. Top-Favorit ist WM-Dominator Marc Marquez (32). Der Ducati-Pilot aus Spanien gewann bereits den Sprint - trotz eines verpatzten Starts.
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