Der A1 Motorradführerschein: Kosten und alles, was du wissen musst

Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland besitzen im Jahr 2024 einen Motorradführerschein. Tendenz steigend. Für die Fahrerlaubnis fallen hohe Kosten an: Infos und eine Beispielrechnung.

Was ist der A1-Führerschein?

Der 125 ccm Führerschein, auch bekannt als A1 Führerschein, ist Ihr Ticket in die Welt der leichtkraftbetriebenen Motorräder. Mit diesem Führerschein erlangen Sie die Fahrerlaubnis für Motorräder mit einem Hubraum von bis zu 125 ccm und einer Motorleistung von maximal 11 kW (ca. 15 PS).

In der Klasse A1 bezeichnet der Führerschein eine Fahrerlaubnis für Motorradfahrer unter 18 Jahren, wobei das Mindestalter bei 16 Jahren liegt. Mit einem A1-Führerschein geht die Berechtigung einher, Krafträder - auch Krads genannt - mit einem Hubraum bis zu 125 Kubikzentimetern zu führen.

Da es sich bei diesen Fahrzeugen um Vorstufen schwerer, größerer Motorräder handelt, wird der Führerschein A1 umgangssprachlich auch oft „kleine“ Motorraderlaubnis genannt.

Welche Fahrzeuge darf ich mit dem A1-Führerschein fahren?

Der A1 Führerschein berechtigt Sie dazu, Leichtkrafträder zu fahren, die einen Hubraum von bis zu 125 ccm haben und eine Motorleistung von maximal 11 kW (ca. 15 PS) aufweisen, was einer Leistungsgewichtung von höchstens 0,1 kW/kg entspricht.

Prinzipiell untergliedert der Führerschein der Klasse A1 zwei Fahrzeugtypen, die mit dem Erhalt der Fahrerlaubnis gefahren werden dürfen. Die Krafträder, die in die Klasse vom A1-Führerschein fallen, müssen bestimmte bauliche Bedingungen erfüllen. So darf das Hubvolumen maximal 125 Kubikzentimeter betragen.

Die zweite Fahrzeugklasse, die vom 125-ccm-Führerschein abgedeckt wird, sind dreirädrige Kraftfahrzeuge. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie über Räder verfügen, welche symmetrisch angeordnete sind und einen Hubraum aufweisen, der 50 Kubikzentimeter umfasst. Außerdem ist hier die Leistung auf 15 kW begrenzt.

Mit dem Führerschein der Klasse A1 dürfen sämtliche Fahrzeuge gefahren werden, die in der Klasse AM eingeschlossen sind.

A1-Motorrad mit B-Führerschein fahren?

Sie besitzen bereits den PKW Führerschein und fragen sich, ob Sie damit auch ein A1-Motorrad fahren dürfen? Die Antwort ist: Ja, das geht! Dank der Schlüsselzahl 196 können Sie mit Ihrem vorhandenen B-Führerschein auch Motorräder der Klasse A1 fahren.

Die Schlüsselzahl 196 ist eine besondere Erweiterung Ihres Führerscheins, die es Ihnen erlaubt, zusätzlich zu den Fahrzeugen der Klasse B auch Krafträder der Klasse A1 zu führen. Hierbei werden Ihre Fähigkeiten im Umgang mit Motorrädern auf die Probe gestellt, um sicherzustellen, dass Sie sicher und verantwortungsbewusst fahren können.

Vorteil der B196-Erweiterung gegenüber dem A1-Führerschein sind geringere Kosten, weil keine Prüfungen und weniger Fahrstunden erforderlich sind. Es ist allerdings nicht möglich, einen B196-Führerschein auf die Fahrerlaubnisklassen A2 oder A zu erweitern, wie das mit dem A1-Führerschein möglich.

Notwendig ist dafür eine Fahrerschulung mit mindestens 9 Unterrichtseinheiten mit je 90 Minuten, von denen 4 theoretisch und 5 praktisch sein müssen.

Voraussetzungen für den A1-Führerschein

Das Mindestalter für die Klasse A1 in Deutschland beträgt 16 Jahre. Das bedeutet, dass Sie bereits mit 16 Jahren Ihren Traum vom Motorradfahren verwirklichen können!

Neben Hubraumbegrenzung und Leistungsbestimmung legte die neue Richtlinie ein starres Verhältnis von Leistung (maximal 11 kW) und Leergewicht (mindestens 110 kg) fest. Demnach liegt die Obergrenze bei 0,1 kW/kg.

Das Mindestalter von 16 Jahren ist nicht die einzige Bedingung, um den A1-Führerschein erwerben zu können. Sie müssen außerdem nachweisen, dass Sie ein ausreichendes Sehvermögen besitzen. Dafür genügt der Nachweis über einen Sehtest beim Optiker.

Des Weiteren ist eine Teilnahmebescheinigung über eine Schulung in Erster Hilfe erforderlich.

Auch ein Sehtest beim Augenarzt oder -optiker ist erforderlich. Der Test darf maximal zwei Jahre alt sein, viele Optiker bieten ihn kostenlos an.

Sollten Zweifel an Ihrer körperlichen oder geistigen Eignung zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeugs bestehen, kann Ihnen die Fahrerlaubnisbehörde weitere Auflagen erteilen.

Die Ausbildung für den A1-Führerschein

Um einen Führerschein der Klasse A1 erwerben zu können, müssen Sie eine bestimmte Anzahl an theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten in einer Fahrschule absolvieren.

Die theoretische Ausbildung für den A1 Führerschein ist ein wichtiger Schritt auf Ihrem Weg zum motorisierten Abenteuer. Sie müssen sich mit den Verkehrsregeln, Verkehrsschildern, Vorfahrtsregeln und allen anderen wichtigen Aspekten vertraut machen, die für das sichere und verantwortungsbewusste Fahren auf den Straßen unerlässlich sind.

Theoretische Ausbildung

Haben Sie noch keine andere Fahrerlaubnis erworben, müssen Sie 12 Doppelstunden an Grundstoff über sich ergehen lassen. Hier erwerben Sie allgemeine Kenntnisse über die Teilnahme am Straßenverkehr, wie zum Beispiel über die Vorfahrtsregeln und die Bedeutung der verschiedenen Verkehrszeichen.

Hinzu kommen 4 Doppelstunden an klassenspezifischen Zusatzstoff.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung ist der spannende Teil Ihrer Reise zum A1 Führerschein, denn hier dürfen Sie endlich selbst auf das Motorrad steigen und Ihre Fahrkünste unter Beweis stellen.

Wie viele praktische Fahrstunden Sie für den A1-Führerschein benötigen, hängt von Ihrem individuellem Können ab. Im Durchschnitt sind etwa 20 Unterrichtseinheiten à 60 Minuten erforderlich.

Was nicht variabel ist, ist die Anzahl an besonderen Ausbildungsfahrten, die Sie im Rahmen der Fahrschulausbildung absolvieren müssen.

Der Führerschein der Klasse A1 setzt in der praktischen Ausbildung zwölf Sonderfahrten à 45 Minuten voraus.

Beachten Sie, dass Sie die verschiedenen Sonderfahrten nicht miteinander verrechnen können.

Die A1-Prüfung

Die A1-Prüfung ist der Moment der Wahrheit, der zeigt, ob Sie bereit sind, den A1 Führerschein in den Händen zu halten und Ihre motorisierte Freiheit zu erlangen. Doch keine Panik, Sie sind gut vorbereitet und haben alle nötigen Fähigkeiten erlernt, um diese Prüfung erfolgreich zu meistern.

Die A1-Prüfung besteht aus zwei Teilen - der theoretischen und der praktischen Prüfung.

Theoretische Prüfung

Haben Sie die nötigen Theoriestunden absolviert, müssen Sie Ihr Wissen in der theoretischen Prüfung unter Beweis stellen. Ist es Ihre erste Fahrerlaubnis, werden Ihnen 30 Fragen gestellt. Leisten Sie sich höchstens 10 Fehlerpunkte, gilt die Prüfung als bestanden. Beantworten Sie allerdings zwei Fragen mit Wertigkeit 5 falsch, sind Sie durchgefallen. Besitzen Sie bereits eine Fahrerlaubnis, verringert sich die Zahl der Fragen auf 20.

Praktische Prüfung

Die letzte Hürde zum A1-Führerschein ist schließlich die praktische Prüfung. Diese dauert mindestens 70 Minuten und umfasst u. a. Insgesamt müssen Sie also sechs Grundaufgaben absolvieren.

In der praktischen Prüfung müssen Sie verschiedene Fahraufgaben bewältigen, wie das korrekte Abbiegen, dass sichere Anhalten oder das Durchführen von Manövern.

Kosten für den A1-Führerschein

Die Kosten für den A1-Führerschein variieren stark und liegen zwischen 1.000 € und 3.000 €, je nach Region und eigenem Können.

Die Preise für die Führerscheinklasse A1 können je nach Fahrschule und individuellen Umständen variieren. Es gibt jedoch bestimmte Kostenposten, die in der Regel bei der Beantragung des A1 Führerscheins anfallen.

Im Durchschnitt sollten Sie etwa mit Kosten zwischen 1000 und 2000 Euro rechnen.

Beispielrechnung:

Kosten Betrag
Grundbetrag 540 Euro
Vorstellung zur theoretischen Prüfung 129 Euro
Vorstellung zur praktischen Prüfung 159 Euro
Ausbildungsfahrstunden (15 á 75) 1125 Euro
Sonderfahrten (12 á 85) 1020 Euro
Übungsmaterialien 59 Euro
Gebühren theoretische Prüfung 25 Euro
Gebühren praktische Prüfung 163 Euro
Erste-Hilfe-Kurs 0 Euro (vorhanden)
Sehtest 0 Euro (beim Optiker)
Gebühren für die Ausstellung des Führerscheins 45 Euro
biometrisches Passfoto 10 Euro
Gesamtkosten 3275 Euro

Es ist wichtig, sich frühzeitig über die genauen Kosten für die TÜV-Prüfungen zu informieren,...

Weitere Kostenfaktoren

  • Anmeldegebühren: Die Anmeldgebühren variieren von Fahrschule zu Fahrschule und können einen Teil der Gesamtkosten für Ihren Führerschein ausmachen. Die Anmeldgebühren für den A1 Führerschein können zwischen € 50 und € 150 liegen.
  • Übungsmaterialien: Diese können Ihnen dabei helfen, sich mit den Verkehrsregeln, Verkehrsschildern und anderen wichtigen Aspekten vertraut zu machen, die in der theoretischen Prüfung abgefragt werden. Diese können entweder kostenlos sein, oder ca.
  • Erste-Hilfe-Kurs: In der Regel müssen Sie mit Ausgaben von etwa € 20 bis € 50 rechnen.
  • Sehtest: Die Kosten für den Sehtest können zwischen € 6 und € 20 liegen, je nachdem, wo Sie den Test durchführen lassen.
  • TÜV-Gebühren: In der Regel können Sie mit Kosten von etwa € 20 bis € 30 rechnen. Die TÜV-Gebühren für die praktische Prüfung hängen ebenfalls vom Standort und dem Prüfungszentrum ab. Die Preise können zwischen € 150 und € 250 liegen.

Weitere Informationen

Der A1-Führerschein unterlag keiner Dauer oder Verjährung, er war unbefristet gültig. Aber durch die Etablierung der EU-Führerscheine wurde eine Befristung eingeführt. So muss ein nach dem 19. Januar 2013 erworbener Führerschein der Klasse A1 nach 15 Jahren erneuert werden.

Es gibt in Deutschland derzeit 4 Führerscheinklassen und die Mofa-Prüfbescheinigung, die zum Führen von motorisierten Krafträdern berechtigen. Grundsätzlich gilt: Je leistungsstärker das Kraftrad ist, desto höher ist auch das Mindestalter zum Erwerb des Führerscheins.

Man kann mit der Ausbildung für die Klasse A1 bereits mit 15 ½ Jahren beginnen. Die theoretische Prüfung darf frühestens drei Monate vor Deinem 16. Geburtstag abgelegt werden, die praktische Prüfung frühestens einen Monat vorher. Die Fahrerlaubnis wird Dir jedoch erst mit Vollendung des 16.

BMW CE 02 (11 kW Version): Dieses vollelektrische Modell bietet eine Leistung von 11 kW (15 PS) und eine Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h.

Ja, wie bei allen erstmalig erworbenen Führerscheinklassen gilt auch bei Klasse A1 eine Probezeit von zwei Jahren. Gerade als Fahranfänger ist eine hochwertige Schutzbekleidung unersetzlich.

Hier finden Sie alle Informationen, welche Bedingungen an die Motorradführerscheinklassen A, A1, A2 und AM geknüpft sind.

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