Schaukeln mit richtig vielen Pferdestärken für coole Jungs und Mädels: Das Schaukelmotorrad ist eine tolle Alternative zum klassischen Schaukelpferd.
Nachdem es gerade einen kurzen Artikel zum Thema Baumhaus und Sandkasten für Kinder gab, habe ich heute ein tolles Selbermacher-Projekt gesehen. Der begeisterte Heimwerker, Motorradfan und Vater „wessix“ hat seinem Nachwuchs ein Schaukel-Motorrad aus Holz gebaut.
In liebevoller Feinarbeit wurde hier ein nahezu detailgetreues Modell der väterlichen Suzuki Bandit aus Leimholz gebaut. Neben einem beweglichen Lenker und einer echten Gabel aus Rundhölzern sind natürlich auch die Räder drehbar.
Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, welche kreativen Ideen wir Heimwerker zustande bringen, wenn Geduld, Liebe zum Detail und das Spaß am Selbermachen vorhanden sind.
Das Projekt von Community-Mitglied „wessix“ wurde nicht ohne Grund sowohl zum Projekt des Monats als auch zu Gewinnerprojekt des Miniatur-Wettbewerbs gekürt.
Bei unseren Bauanleitungen für Kinder finden Sie noch viel mehr tolle Selbermachideen.
Bastelanleitung Motorrad
Sie haben mit diesem Bausatz ein Qualitätsprodukt aus dem Erzgebirge erworben. Jeder Bausatz wird einzeln von uns gefertigt und kontrolliert. Wir sind ständig bemüht, unsere Bausätze weiter zu entwickeln und Tipps und Hinweise von Ihnen mit einfließen zu lassen.
Trotzdem kann es vorkommen, dass sich Fehler einschleichen oder die Weiterentwicklung der Bausätze Differenzen zu den Bauanleitungen entstehen lässt. Haben Sie Probleme oder Fragen bei der Arbeit, dann wenden Sie sich bitte an uns.
Wir wünschen Ihnen schon zu Beginn der Anleitung viel Spaß und Erfolg bei Ihrer Bastelarbeit und würden uns sehr freuen, wenn Sie uns und andere Bastler an Ihrem Erfolg teilhaben lassen würden.
Diese Anleitung kann alle möglichen Varianten und Zubehörteile Ihres Bausatzes umfassen. Nicht alles, was hier geschrieben steht und abgebildet ist, wird auf Ihren Bausatz zutreffen. Wir werden an gegebener Stelle auf Varianten hinweisen. Manche Bilder können auch farbliche oder anderweitige Ausgestaltungen der Bausätze abbilden, die so nicht zum Lieferumfang gehören.
Diese sollen Ihnen als Anregung für Ihre Bastelarbeit dienen oder bestimmte Arbeitsschritte verdeutlichen.
Alle Teile unserer Bausätze sind komplett ausgeschnitten und zum Teil farbig gestaltet. Einige Nacharbeiten sind dennoch erforderlich.
Benötigte Materialien und Werkzeuge
Die hier aufgeführten Arbeitsmittel umfassen alle möglichen Geräte für die anfallenden Tätigkeiten. Es muss nicht sein, dass Sie alle benötigen. Auch können Ihre Erfahrungen und Vorlieben andere Werkzeuge nötig machen.
- Leim (z.B.
- Spannwerkzeuge (Zwingen o.
Hinweise zum Bausatz
Der Bastelsatz enthält alle notwendigen Bauteile fertig ausgeschnitten und zum Teil farbig gestaltet. Wo auf den Trägerplatten noch Platz war, haben wir Teile zusätzlich mit ausgeschnitten, die nach unserer Erfahrung oft kaputt oder verloren gehen. Wundern Sie sich also nicht, wenn etwas übrig bleibt.
Der Bausatz kann ebenfalls notwendige Zusatzbauteile wie Pyramidennadel, Räucherhausblech oder Kerzentüllen enthalten.
Der besseren Übersichtlichkeit wegen belassen wir bei unseren Bastelsätzen alle Teile in der Trägerplatte. Die Teile sind mit ein oder mehreren kleinen Holzstegen in der Platte befestigt. In den meisten Fällen lassen sich die Teile leicht herausdrücken.
Sie können ein scharfes Messer zu Hilfe nehmen. Das Messer sollte eine möglichst scharfe und kurze Klinge haben. Empfehlenswert sind die handelsüblichen Teppichmesser. Achten Sie dabei auf Qualität. Die Klinge sollte festsitzen und der Griff rutschfest und solide sein.
Mit dem Messer können Sie an den Bruchstellen das Teil herausschneiden. Da Holz kein konstantes Material ist, kann es passieren, dass Sie auch die normalen Laserschnitte etwas nachschneiden müssen.
Achten Sie auf die Details der Holzteile. Bei den fertig ausgelösten Teilen ist die Bruchstelle als kleiner heller Punkt sichtbar. Wo es ging, haben wir die Bruchstelle so gelegt, dass sie bei der fertigen Bastelarbeit nicht mehr sichtbar ist. Wo das nicht der Fall ist, können Sie die Bruchstelle etwas nacharbeiten.
Glätten Sie dazu die Stelle mit feinem Sandpapier (Körnung ca.
Wenn Sie sich die Teile genau anschauen, werden Sie sehen, dass die beiden Seiten eines Teiles unterschiedlich aussehen. Das hängt mit der Technologie des Laserschneidens zusammen. Es ist egal, welche der Seiten Sie als Außenseite nehmen möchten, aber Sie sollten sich für eine Seite entscheiden und dann bei allen Teilen die gleiche Seite nach außen zeigen lassen.
Vergewissern Sie sich vor dem Verleimen immer genau, wie die einzelnen Teile zusammengehören.
Wichtige Hinweise zur Holzverarbeitung
Holz ist ein Naturmaterial, welches nicht aufhört zu arbeiten. Die Faserstruktur des Holzes nimmt ständig Feuchtigkeit aus der Umgebung auf oder gibt diese an die Umgebung ab. Da dieser Prozess nicht gleichmäßig abläuft, kommt es zum Verziehen des Holzes. Diesen Prozess versucht man mit allerlei Tricks zu verhindern.
Dazu zählen Oberflächenvergütung durch Lacke oder Beschichtungen aber auch bestimmte Konstruktionsmerkmale bei der Holzverarbeitung oder bei der Verwendung des Holzes. Ein solches Konstruktionsmerkmal ist die Herstellung von Sperrholz. Dabei werden mindestens 3 Lagen dünnen Furnierholzes im rechten Winkel zu ihrer Maserung miteinander verklebt.
Durch diese Konstruktion versperren sich die einzelnen Holzlagen in ihrer bevorzugten Biegerichtung gegeneinander. Sie können verbogene Holzbauteile bei Bedarf etwas ausrichten. Dazu reicht es meist aus, wenn Sie das Teil mit leichtem Druck mehrmals durch die Finger ziehen.
Wir fertigen unsere Teile auf sehr präzisen Maschinen an. Die Teile passen in der Regel exakt zusammen. Trotzdem sollten Sie vor den einzelnen Montageschritten immer prüfen, ob die Teile so passen, wie Sie es erwartet haben.
Die Teile sind aus Holz. Besonders bei beweglichen Teilen sollten Sie auf Genauigkeit achten. Das trifft z. B. auf Pyramidenachsen zu. Auch die Pyramidennadeln oder Pyramidenachsen unterliegen Produktionstoleranzen. Bewegliche Achsdurchführungen sollten immer ein leichtes Spiel haben und solche Stellen wie die Ansatzstücke von Flügelrädern sollten ohne Kraft auf die Achse aufsteckbar sein.
Prüfen Sie solche Teile vor der Montage.
Die farblosen Naturholz-Bausätze können Sie selbst farbig gestalten. Verwenden können Sie alle handelsüblichen Farben, Beizen oder Lacke, die für Holz im Innenraum geeignet sind. Bedenken Sie dabei, dass die Teile noch verleimt werden müssen. Das ist besonders bei Wachs- oder Ölfarben wichtig. Sollten Sie Lacke verwendet haben, dann achten Sie in der weiteren Verarbeitung auf die richtige Auswahl des zu verwendenden Leims.
Es besteht die Gefahr, dass sich durch die Feuchtigkeit der Farben das Holz verzieht. Behandeln Sie das Holz immer von beiden Seiten, um ein einseitiges Aufquellen der Holzoberfläche zu vermeiden.
Der Bausatz wird in Schwarz oder in Natur geliefert. Die Bilder in der Anleitung zeigen das Motorrad in Hellbraun gebeizt. Diese Farbe haben wir gewählt, um die Arbeitsschritte besser darstellen zu können. Wenn Sie Ihr Motorrad mit weiteren Farben verfeinern möchten, dann sollten Sie das vor dem Zusammenbau tun.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Folgende Teile benötigen Sie für den Aufbau des Motorrades.
- Der Grundkörper des Motorrades wird aus mehreren Schichten zusammengeleimt. Das geschieht von innen nach außen.
- Zuerst werden die beiden Vorderradteile und die beiden Hinterradteile zusammengeleimt.
- Diese beiden Teile werden nun auf eines der Rahmenteile geleimt.
- Der Frontscheinwerfer wird mit zwei kleinen Zwischenteilen verstärkt.
- Danach kommt das zweite Rahmenteil auf die andere Seite.
- Der Tank und der Motorblock werden mit weiteren kleinen Teilen verstärkt. Leimen Sie diese von beiden Seiten an.
- Vorn wird der große Scheinwerfer angeleimt und auch hinten wird ein kleines Rücklicht angebracht.
- Am Hinterrad können Sie den Ständer einleimen. Je nachdem, ob Sie ein fahrendes oder stehendes Motorrad darstellen möchten, geben Sie dem Ständer eine andere Position.
- Zum Schluss leimen Sie auch noch den Sattel und den Lenker an.
- Die Kufen werden aus drei Teilen gefertigt. Zwischen die beiden Kufen die Rückenlehne montieren.
- Nach einem ersten Grobschliff der Kanten, die Bohrungen der Verdübelungen setzen.
- Blöcke verleimen: Zur genauen Zentrierung Rundhölzer in die Bohrungen stecken.
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