Autobatterien und Motorradbatterien sollen eigentlich während der Fahrt über die Lichtmaschine wieder voll aufgeladen werden. Wenn mehr rausgeht als die Lichtmaschine nachlädt, kommt es zu einer schleichenden Entladung und zur vorzeitigen Alterung.
Warum ist das Laden einer Motorradbatterie wichtig?
Gerade bei Saisonfahrzeugen, Motorrädern, Wohnmobilen, Booten ist es nicht nur ärgerlich, wenn man das Fahrzeug nutzen will, aber die Batterie leer ist. In der Regel sind die Fahrzeughersteller bemüht, die Batterie so auszulegen, dass es gerade so reicht mit dem vorhandenen Equipment.
Zusätzliche Belastungen der Batterie
Zusätzliche Verbraucher sind allerdings an der Tagesordnung: Handy oder iPad für die Musikwiedergabe oder Kinder-Unterhaltung an der Kopfstütze, ein zusätzlich verbautes Navigationsgerät, eine manuelle Sitzheizung oder eine Sitzauflage, die ich über den Zigarettenanzünder anstecke. Kälte und Hitze spielen eine Rolle für die Leistung der Batterie. Man merkt es gut, wenn das Fahrzeug beginnt schleppend zu starten, zu eiern, zu orgeln.
Wie lange dauert das Laden einer Motorradbatterie?
Auch eine Motorrad Batterie soll nur so lange aufgeladen werden bis sie voll sind. Bei 12 V sind das ca. 14 V. Bleibatterien werden heute üblicherweise innerhalb von 10 Stunden voll geladen. Ladezeit ca. wie oft die Ladeamperzahl in den Amperstunden der Batterie bei leerer Batterie enthalten ist.
Die Ladezeit können Sie relativ einfach ausrechnen. Dazu benötigen Sie lediglich die passenden Angaben von Batterie und Ladegerät. Die Ladezeit berechnen Sie, indem Sie die Kapazität des Akkus in mAh durch den Ladestrom in mA teilen. Da beim Laden ein Wärmeverlust entsteht, muss das Ergebnis noch einmal mit 1,2 bis 1,5 multipliziert werden.
Motorradbatterie laden: Schritt für Schritt
Meist befindet sich die Motorrad-Batterie irgendwo unter der Sitzbank oder der Verkleidung und bekommt nur wenig Beachtung geschenkt. Anders sieht es aus, wenn die Batterie leer ist und Motorradfahrer die Motorrad-Batterie laden müssen.
Ausbau der Batterie
Bevor Sie die Motorrad-Batterie laden können, müssen Sie diese erst einmal ausbauen. Dazu schalten Sie die Zündung aus und öffnen das Batteriefach, das sich zumeist unter der Verkleidung, dem Tank oder der Sitzbank befindet. Danach schrauben Sie zuerst den Minuspol der Batterie ab, dann den Pluspol und können dann, nachdem Sie das Sicherungsband abgenommen haben, die Batterie herausnehmen.
Reinigung und Vorbereitung
In einem nächsten Schritt können Sie die Motorrad-Batterie laden. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Reinigen Sie die ausgebaute Motorrad-Batterie zunächst unter fließendem warmem Wasser. Eine Wurzelbürste erhöht den Effekt.
- Trocknen Sie die Batterie gut ab und putzen Sie die Polanschlüsse mit einer Messingbürste oder Schmirgelleinen.
Anschließen und Laden
- Schließen Sie dann die Motorrad-Batterie ans Ladegerät an, indem Sie zuerst den Pluspol anklemmen und dann den Minuspol.
- Schalten Sie dann das Ladegerät ein und laden Sie die Motorrad-Batterie mit kleiner Ladespannung.
Nach dem Laden
- Nach dem Laden klemmen Sie die Batterie vom Ladegerät ab, indem Sie zuerst den Minuspol abklemmen und dann den Pluspol.
- Bauen Sie die Batterie erst nach einer Ruhezeit von mindestens 30 Minuten ein. Achten Sie darauf, dass Sie vor dem Einbau eine Gummiunterlage in den Batteriekasten einbringen, da ansonsten Schäden aufgrund von Vibrationen drohen.
- Vermerken Sie dann das Ladedatum auf der Batterie und setzen Sie die Batterie wieder ein.
- Schmieren Sie die Schrauben mit etwas Kupferpaste ein, um einen guten elektrischen Kontakt zu sichern und einer Korrosion der Schrauben vorzubeugen.
- Im Anschluss schließen Sie zuerst das Pluskabel an die Batterie an und dann das Minuskabel. Achten Sie darauf, dass die Kabel nicht stark knicken oder scheuern.
- Stecken Sie dann die Schutzkappen auf die Anschlüsse auf und schließen Sie den Deckel des Batteriekastens.
Spezialfall: Gel-Batterien
Neu sind Motorrad-Gel-Batterien, bei denen die Säure als dickflüssiges Gelee in der Batterie eingelagert ist. Wer sein Motorrad auf diese Batterie umgebaut hat, benötigt spezielle elektronische Ladegeräte, um die Motorrad-Gel-Batterie laden zu können.
Motorradbatterie anschließen, laden, ausbauen, pflegen
Was muss alles beachtet werden, damit eine Motorrad-Batterie lange zuverlässig funktioniert? Hier im Ratgeber zur Motorradbatterie stellen wir euch alles Wichtige zusammen.
Meist sitzt die Batterie irgendwo versteckt unter der Verkleidung oder der Sitzbank und schafft vor sich hin. Und oft wird ihr wenig Bedeutung geschenkt, sie hat einfach nur zu funktionieren, was sie in der Regel auch tut. Bis zu dem Moment, wo sie nicht mehr will und kollabiert. Dann geht elektrisch nichts mehr. Damit dieser Moment möglichst nicht eintritt, gilt es, einige Grundsätze zu beachten und dem Akku etwas Zuneigung zu geben - er wird es mit Zuverlässigkeit danken!
Eine Batterie muss immer in bestem Zustand sein, damit sie auch bei kalter Witterung ausreichend Energie vor allem beim Startvorgang liefern kann: Elektrostarter, Zündung, elektrische Anlage und Einspritzung verlangen Saft, Saft, Saft!
Batteriekapazität
Die volle Batteriekapazität wird vor allem für den Startvorgang benötigt; sie richtet sich sowohl nach dem Hubraum als auch der Art des Motors: Ein japanischer 1200er-Vierzylinder kommt mit einer relativ kleinen Batterie aus (12/12 Ah oder 12 V/10 Ah), während ein 1200er-Zweizylinder-Boxer oder ähnlich großer V-Motor eine große Batterie braucht, die um die 19 Amperestunden liefert. 600er-Vierzylinder haben sehr kleine 12 V/10 Ah- oder 12 V/8 Ah-Batterien, die zudem noch schräg oder sogar quer liegend eingebaut sind; einer 125er genügt oft eine 6-Ah-Batterie.
Egal ob Gel-Batterie, wartungsfreie MF- oder Blei-Säure-Batterie: Eine Batterie muss geladen werden, wenn ihre Spannung weniger als 12,3 Volt (beziehungsweise 6,3 Volt) beträgt. Dies ist am »müden« Elektrostarter zu spüren, wenn dieser den Motor nicht mehr richtig durchdreht (oder am flackernden Licht, wenn der Motor mit niedriger Drehzahl läuft). Zum Messen des Ladezustands bleiben die Kabel an den Batteriepolen angeschlossen. Entsprechende Messgeräte sind im Kfz- oder Motorradzubehörhandel erhältlich.
Batterieladegeräte für Motorradbatterien
Wenn Sie im Schuppen von Opa ein Ladegerät finden, mit dem dieser früher die Batterie seines Traktors geladen hat, dann hängen Sie daran keine Motorradbatterie, denn es kann sein, dass sie dann während eines Ladevorgangs kaputtgeht.
Kaufen Sie sich ein Batterieladegerät speziell für Motorradbatterien, bei dem sich kleine Ladeströme einstellen lassen. Es gibt auch ganz prima elektronische Batterieladegeräte, die nach dem Anschließen zunächst einige Zeit mit der Batterie korrespondieren und deren Lade- und Allgemeinzustand abchecken. Aufgrund dieser Ergebnisse werden Ladestrom und Ladezeit automatisch eingestellt (»Ladekurve«).
Ladegerät einschalten, Batterie mit kleiner Ladespannung laden. Beim Laden dürfen die auf der Batterie (oder im Beipackzettel einer neuen Batterie) angegebenen Ladeströme und Ladezeiten nicht überschritten werden, weil durch zu hohen Ladestrom und zu lange Ladezeit die Batterie beschädigt werden kann.
Normalladung mit 1/10 der Amperestärke der Batterie, Ladezeit 5 bis 10 Stunden. Wenn am Batterieladegerät die kleinste einzustellende Ladespannung 1 Ampere beträgt, sollte man die Batterie damit aufladen. Dies gilt auch für eine 6- oder 9-Ah-Batterie, die ja nur mit 0,6 bzw. 0,9 Ampere geladen werden sollte. Eine Schnellladung darf nur im Notfall stattfinden, ein langsames Laden ist vorzuziehen.
Motorradbatterie einbauen und anschließen
Vor dem Einbau Folgendes abchecken:
- Ist eine Gummiunterlage für die Batterie im Batteriekasten vorhanden? Wenn nein, schnippeln Sie sich eine aus säurefestem Gummi, etwa einer alten Auto-Fußmatte; zur Not kann man auch einige Streifen Fensterdichtgummi unter die Batterie kleben. Batterie nicht ohne Gummi einbauen, sonst drohen Vibrationsschäden.
- Sind die Batterie-Kabelanschlüsse sauber und ohne Korrosion? Wenn nein, auf beiden Seiten mit feinem 400er-Schmirgel abziehen.
Ladedatum auf der Batterie vermerken, Batterie in Batteriekasten einsetzen.
Schrauben mit etwas Kupferpaste einschmieren, das sichert guten elektrischen Kontakt und beugt Korrosion vor.
Zuerst Pluskabel an Batterie anschließen, dann Minuskabel. Kabel exakt verlegen, sie dürfen sich nicht übermäßig stark knicken oder irgendwo scheuern.
Wartungsfreie MF-Batterie
Seit vielen Jahren sind wartungsfreie, versiegelte MF-Batterien auf dem Markt, sie haben die klassische Blei-Säure-Batterie mit den farbigen Stopfen auf der Oberseite und dem seitlich aufgesteckten Entlüftungsschlauch nahezu verdrängt. »MF« bedeutet »Maintenance free«, was so viel heißt wie »wartungsfrei«. Doch dieses Versprechen ist trügerisch, denn ab und zu muss die Batterie ausgebaut, gereinigt und geladen werden. Dann bleibt sie auch mehr als nur zwei oder drei Jahre lang voll gebrauchstüchtig. Eine Batterie kann bei guter Pflege 6 oder 7 Jahre alt werden!
Neue Batterie: Erst Säure, dann laden
Jede neue Motorrad-Batterie muss vor ihrem Einbau zunächst mit Säure befüllt und geladen werden. Das gilt für alle Arten von Motorrad-Batterien. Der einzige Unterschied liegt im Befüllen der Batterie mit Säure. Bei einer Bleibatterie muss die Säure mit einem Trichter in die einzelnen Zellen eingefüllt werden. Bei einer wartungsfreien MF-Batterie ist das Befüllen mit der Batteriesäure einfacher.
Vor dem Einbau einer neuen Batterie muss vor ihrem Einbau zunächst mit Säure befüllt und dann geladen werden. Dies gilt bei einer »nicht wartungsfreien« Blei-Säure-Batterie genauso wie bei einer wartungsfreien MF-Batterie. Beide sind zwar trocken vorgeladen und nach der Erstbefüllung mit Säure theoretisch sofort einsatzbereit, doch je sorgsamer eine neue Batterie auf ihren ersten Einsatz vorbereitet wird, desto länger lebt sie.
Wichtige Hinweise zum Laden
- Eine beschädigte Batterie keinesfalls laden!
- Reihenfolge beim Anschließen der Klemmen an die Pole ist inzwischen egal.
- Auf die Temperatur achten.
- Immer mal schauen, wie sich die Batterie beim Laden verhält.
- Hat eine Batterie einen Kurzschluss oder war sehr stark sulfatiert, kann es beim Ladevorgang starke Gasung geben.
- Moderne Ladegeräte laufen automatisch.
- Zweimal im Jahr die Batterie mit Ladegerät zu laden ist kein Fehler.
- Mindestens vor der Wintersaison, in der die Batterie stark beansprucht wird, die Spannung prüfen.
Häufige Fehler vermeiden
Die sich hartnäckig haltende Empfehlung, den Motor der abgestellten Maschine von Zeit zu Zeit im Leerlauf laufen zu lassen, halten unsere Motorrad-Experten für den größten Fehler bei einer Winterpause ohne Batteriepflege. Denn das hilft nicht bei der Batterie-Ladung und ist für das restliche Motorrad sogar richtig schlecht.
Wie lange muss man fahren, um die Batterie aufzuladen?
Ich vermute das ca. 30km Stadtverkehr nicht viel bringt. Aber 30km Landstraße dürften zum Auffüllen reichen.
Also halten wir fest: möglichst kein Stadtverkehr, Drehzahl nicht zu niedrig, dann reichen ca. 20-30km.
Batterie im Winter
Akkus verlieren grundsätzlich an der Fähigkeit, Elektrizität zu speichern, je kühler es wird. Ein Akku hat daher bei Minusgraden eine geringe Kapazität als im Sommer. Deswegen ist es ja wichtig, gerade bei Minusgraden einen voll funktionstüchtigen (maximal geladenen) Akku zu haben, damit dem Anlasser auch nach ein paar Fehlstarts noch Energie zur Verfügung steht.
Ladegerät verwenden
Ich würde, bevor ich ab und zu nur mal eben eine "Akku-Aufladerunde" drehe, lieber ein vernünftiges Ladegerät anschaffen. Die Umwelt wird es danken - und auf Dauer wird es auch billiger.
Wenn die Fahrten allerdings so selten sind, dass nur wegen des Aufladens gefahren werden müsste, ist es vielleicht nicht sinnvoll, ein Motorrad zu unterhalten.
Lichtmaschine und Batterie
Auch bei einer nicht vollen Batterie wird wegen der Spannungs- und der daraus resultierenden Ladestrombegrenzung nicht der gesamte Leistungsüberschuss für das Laden verwendet werden. Bei einer gesunden Elektrik dürfte es unnötig und auch nicht weiter hilfreich sein, das Licht auszuschalten, das gibt höchstens Ärger.
Batteriepflege in der Winterpause
Mit Hilfe richtiger Wartung und Pflege können Sie die Lebensdauer Ihrer Batterie entscheidend verlängern. Unsere Experten raten dringend, bei einer Einmottung von Motorrad oder Roller die Batterie auszubauen, sie vollzuladen und an einem kühlen Ort (bei etwa zehn Grad Celsius) zu lagern.
Beim Ausbau der Batterie sollten Sie immer den Minuspol zuerst abklemmen und beim Einbau auch als letztes wieder anklemmen. Damit wird vermieden, dass das Werkzeug an dem Pluspol bei Berührung des Rahmens einen Kurzschluss erzeugt. Beim Einbau der Batterie sollten Sie die Klemmen an die sauberen und fettfreien Pole montieren und danach erst mit Polfett schützen.
Wer eine Fahrpause von rund drei Monaten einlegt, der sollte die Batterie zwischendurch mindestens einmal mit einem Ladegerät laden, um wieder 100 Prozent der Kapazität zu erreichen. Selbstverständlich gilt dies auch fürs Ende der Standzeit. Der Ladevorgang sollte in einem rund 20 Grad warmen Raum laufen, jedoch nicht in Wohn- oder Schlafräumen.
Batterie-Ladegeräte für Motorrad und Roller
Standard-Batterien können Sie mit nichtautomatischen Ladegeräten laden, die günstig zu haben sind (ab zehn Euro). Dabei muss allerdings nach der Formel "maximaler Ladestrom = maximal 1/10 der Batteriekapazität" die Ladezeit errechnet und die Batterie beobachtet werden. Wenn die Säure zu gasen beginnt, müssen Sie den Akku vom Netz nehmen.
Von amperestarken Auto- oder Baumarkt-Ladegeräten ist abzuraten, sie können die kleine Motorradbatterie schädigen oder zerstören. Die richtige Wahl ist ein Automatik-Ladegerät mit Regelelektronik, das sich selbständig der Größe der Batterie und deren Ladungszustand anpasst.
Für die in neueren Motorrädern zunehmend eingebauten wartungsfreien Gel- und Microvlies-Batterien sind solche intelligenten Ladegeräte zu Preisen zwischen 15 und 30 Euro zwingend nötig: Eine Sichtkontrolle der Batterieflüssigkeit ist schließlich nicht möglich.
Wer die Batterie seines Motorrades oder Rollers noch schonender über einen langen Winter oder andere lange Standzeiten bringen will, der sollte ein automatisches Gerät mit zusätzlicher Be- und Entlade-Funktion wählen. Solche Geräte simulieren den Rhythmus des alltäglichen Fahrbetriebs: Ist die maximale Ladespannung erreicht, wird die Batterie wieder entladen. Das ständige Formieren der Zellen schützt die Batterie und verlängert deren Lebensdauer.
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