Benzinzusätze im Winter für Motorräder: Ein Erfahrungsbericht

Als ultimatives Fahrzeug der Leidenschaft sind Motorräder die Wahl aller Liebhaber, wenn es darum geht, Freiheit auf zwei Rädern zu erleben. Damit das Bike immer zuverlässig läuft, wenn man es braucht, bleibt die regelmäßige Wartung nicht aus. Speziell im Bezug auf ...

Erfahrungen mit Benzinzusätzen

Nachdem ich ja im Januar eine große Inspektion mit Ventilspieleinstellung, Ölwechsel, neuen Zündkerzen+Primärspulen und Synchronisierung gemacht habe, hab ich nun die zweite Tankfüllung mit Liqui Moly Motor Systemreiniger Additiv raus gefahren. Habe jeweils eine halbe 300ml Dose pro Tankfüllung verwendet und bin ca.

Positive Auswirkungen

  • Der Motor läuft besonders beim Kaltstart nicht mehr so rau wie zum Anfang.
  • Im Teillastbereich fühlt sie sich allgemein ruhiger an.
  • Der Motor dreht "freier" hoch.
  • Die Leerlaufdrehzahl schwankt so gut wie gar nicht mehr. Vorher hatte ich eine wellenförmige Leerlaufschwankung von plus/minus 200 Umdrehungen.

Ich kann das Zeug jedem empfehlen, der das Gefühl hat, dass seine RT ein bisschen müde ist.

Fahre z.B. auch bei meinem 520d mit N47 Dieselmotor auf jeder Tankfüllung das Super Diesel Additiv von Liqui Moly. Da merkt man speziell beim Kaltastart dass der der Motor überhaupt nicht mehr nagelt, dass er schneller und leichter anspringt und dass er besonders auf Teillast ruhiger läuft, als ohne Additive. Hat den gleichen Effekt wie Premium Diesel, ist aber auf Dauer günstiger.

Gibt aber tatsächlich auch Additive wo man die Wirkung wirklich spürt. Nun ja, diesen Effekt kenne ich von meinem PKW. Immer nur Kurzstrecke. Wenn ich dann zweimal im Jahr eine längere Strecke fahre, merke ich nach 100 km eine geradezu drastische Verbesserung: direktere Gasannahme, viel besserer Durchzug, und seidenweicher V-Motor-Lauf. Nach ca. 6 Woche Kurzstrecke läuft er wieder spürbar schlechter.

Weitere positive Aspekte

  • Optimiert die Motorleistung
  • Schützt vor Korrosion
  • Reduziert den Schadstoffausstoß
  • Verbessert die Kraftstoffeffizienz

Skeptische Stimmen und Gegenargumente

Man kann von Additiven natürlich halten was man will und in dem Fall war klar, dass der Motor dringend mal wieder freigefahren werden muss. gott sei dank hat LM wieder ein fan gefunden naja sie leben ja davon. ich sag mal so, wer nicht gerade an der letzten dorftanke seinen saft abfasst braucht so etwas eigendlich nicht.

Das zeug kannst du getrost im regal stehen lassen. was ich dir aber raten kann ist z.b. RT120M

Ich sage ja, Placebo. Auch eine R1 ist für Kraftstoff ausgelegt der weit unter super+ liegt. Wundermittel sind das alle nicht ,aber was nutzt ein sauberes Kraftstoffsystem wenn z.B.

Und wo soll die Verunreinigung die da gereinigt werden soll eigentlich herkommen? Ich hatte jedenfalls in den letzten vier Jahrzehnten keine Solche. Bei keinem Vergaser, keinem Einspritzer, keinem Kraftrad und auch bei keinem Auto. Getankt wurde handelsüblicher Kraftstoff in jeweiliger Mindestanforderung.

Faktoren, die die Notwendigkeit von Additiven beeinflussen

  • Qualität des getankten Kraftstoffs
  • Fahrweise und Einsatzbedingungen des Motorrads
  • Wartungszustand des Motors

Kraftstoffstabilisatoren für die Überwinterung

Da ich außerplanmäßig ertmals meine 1250 Mü (Bj. 2023) in der Zeit von Dezember´24 bis wahrscheinlich März `25 nicht nutzen kann, bereite ich die RT gerade auf diese Zeit vor. Kraftstoffadditive reinigen die Kraftstoffeinspritzung und den Verbrennungsbereich.

Bei diversen Vorgängern (Vergaser- und Einspritzer-Motoren) vor der RT habe ich beim "Überwintern" noch nie etwas wie Stabilisatoren o.ä. verwendet und hatte da noch nie Startprobleme in der darauffolgenden Saison. Daher muss ich mal so naiv fragen: Ist das bei BMW anders zu sehen? Was definiert BMW als "längere Standzeit"? Was meint ihr bzw welche Erfahrungen habt ihr beim Überwintern?

Vielen Dank für Eure Hinweise! Denke damit machst du nichts falsch. Aber wie gesagt, wenn es dir rein darum geht, dass dir der Sprit im Tank in den paar Monaten bis zur nächste Fahrt nicht "umkippt", brauchst du dir da eigentlich keine Sorgen zu machen, wenn du nicht an der letzten Hinterhof Tanke warst und das Mopped jetzt nicht ein Jahr lang rumsteht.

Ich fahre den Tank vor Einwinterung möglichst leer und fülle bei Wiederinbetriebnahme frischen Kraftstoff nach. Batterieerhaltung wird permanent angeschlossen. Damit sollten keine Additive nötig sein.

Empfehlungen für die Überwinterung

  1. Volltanken, um Korrosion im Tank zu vermeiden.
  2. Verwendung eines Benzinstabilisators, um den Kraftstoff vor Alterung und Oxidation zu schützen.
  3. Reinigung und Schmierung von beweglichen Teilen, um Korrosion zu verhindern.

Weitere Tipps zur Motorradpflege im Winter

Jeder von Ihnen, der schon einmal lästige Probleme mit der Batterie, dem Vergaser sowie Startprobleme oder Korrosion am Motorrad zum Saisonauftackt nach dem Winter hatte, weiß wovon wir sprechen.

  1. Der beste Schutz vor Korrosion im Ölkreislauf ist ein Ölwechsel, welcher schädliche Rückstände entfernt.
  2. Grundsätzlich empfiehlt es sich auch, das Fahrzeug vor dem Abstellen vollzutanken. Das schützt den Tank zusätzlich vor Korrosion. Hinweis: Lassen Sie den Motor nach Zugabe des Additivs nochmal kurz laufen, damit sich dieses im gesamten System verteilen kann.
  3. Um Korrosion und Oxidation an Kontakten, Batteriepolen und Anschlüssen zu vermeiden, können Sie zusätzlich Batteriepolfett verwenden. Für alle anderen elektronischen Verbindungen und Teile eignet sich unser Elektronikspray.
  4. Die ordentliche Reinigung vor der Stilllegung ist wichtig, damit sich starke Verschmutzungen wie z. B. Bremsstaub auf Felgen nicht über die lange Standzeit auf den Oberflächen einfressen und diese womöglich beschädigen. Außerdem sollten Sie Ihr Motorrad vor Korrosion und Umwelteinflüssen schützen, indem Sie es konservieren.
  5. Motorradreifen verlieren bei niedriger Temperatur Luftdruck, wodurch nach dem Winter oftmals zu wenig Luft im Reifen ist, was schnell sehr gefährlich werden kann. Außerdem kann zu wenig Luft im Reifen zusammen mit zu langem Stehen auf einer Stelle zu Standplatten führen. Erhöhen Sie den Reifendruck auf 0,5 bis 1 bar über Sollwert, um dies zu vermeiden. Zuletzt sollte das Motorrad natürlich abgedeckt werden.
  6. Damit Lederkombi, Schuhe, Helm und Co. geschmeidig bleiben und nicht schmutzig eingelagert werden oder sich unangenehme Gerüche bilden, sollten diese zum Saisonende natürlich ebenfalls gereinigt werden.

Benzin-Additive im Test: Liqui Moly und Alternativen

Man könnte meinen, dass ein Benzin-Additiv nur dazu dient, Benzin zu optimieren. Bei dem Liqui Moly Benzin-Additiv 5129 ist dies jedoch nicht der Fall. Es überzeugt nicht nur durch seine umfassende Funktion, sondern auch durch seine Preisgestaltung. Mit 300 ml Inhalt ist es ausreichend für 75 Liter Benzin und somit besonders ergiebig. Uns hat besonders gefallen, dass es nicht nur die Motorleistung verbessert, sondern auch die Kraftstoffeffizienz steigert.

Vergleich verschiedener Benzin-Additive

Produkt Optimiert die Motorleistung Schützt vor Korrosion Bemerkungen
Liqui Moly 5108 Benzinsystempflege Ja Ja Sorgt für eine optimale Gemischbildung und trägt damit zu einer gleichbleibend hohen Motorleistung bei.
Liqui Moly 3720 Speed Tec Benzin Ja Nein Bietet eine wirtschaftliche und effiziente Möglichkeit, die Motorleistung zu verbessern.

Der Injectionreiniger von Liqui Moly bietet mit seinem Inhalt von 300 Milliliter eine hohe Ergiebigkeit. Überdies waren wir überzeugt von der Reinigungs- und Schutzwirkung des Produkts. Allerdings bietet es keine Verringerung des Schadstoffausstoßes. Dennoch ist es ein solides und empfehlenswertes Produkt, das vor allem für Fahrzeughalter geeignet ist, die Wert auf eine gründliche Reinigung und Schutz ihres Motors legen.

Mit dem MATHY-BR Brennraumreiniger Benzin erhält man nicht nur ein einfach und unkompliziert anzuwendendes Produkt. Wir sind auch beeindruckt von seiner intensiven Reinigungswirkung sowohl im Brennraum als auch in der Einspritzanlage. Besonders praktisch finden wir, dass das Produkt beide Bereiche reinigt. Für Benutzer, die eine effektive Reinigung und Pflege ihres Motors suchen, ist dieses Produkt ideal, das hat unser Vergleich gezeigt.

Die 100-ml-Flasche des Basf Keropur G Benzin-Additivs ist preislich im oberen Bereich. Es eignet sich für ältere Fahrzeuge, jedoch wird die Einspritzanlage nicht gereinigt, was als negativ anzusehen ist. Wir haben beim Vergleich festgestellt, dass es für bestimmte Anwender empfehlenswert ist. Die Anwendung und die Verträglichkeit mit dem Kraftstoff sind positiv aufgefallen.

PowerMaxed's Benzin-Systemreiniger ist ein hochwirksames Reinigungsmittel für verschiedene Motoren, insbesondere solche mit Katalysator. Das Produkt bietet eine effektive Reinigung und einen vergleichsweise günstigen Preis im Vergleich zu anderen Reinigern für Benzin- und Diesel-Motoren. Eine gute Wahl für alle, die ihre Motoren sauber halten möchten.

Das Liqui Moly Pro-Line Direkt Injection Reiniger Benzin-Additiv überzeugt mit seiner Fähigkeit, sowohl die Einspritzanlage als auch den Motor zu reinigen. Zudem befindet sich dieses Produkt in einer preisgünstigen Preiskategorie. Beim Vergleich haben wir festgestellt, dass das Liqui Moly Pro-Line Direkt Injection Reiniger Benzin-Additiv gute Ergebnisse erzielt. Besonders positiv ist uns aufgefallen, wie effektiv es Schmutz und Ablagerungen entfernt. Wir empfehlen dieses Produkt allen Benzinmotorenbesitzern, die eine kostengünstige Reinigung für ihr Fahrzeug suchen.

Das Inox 1427500 belegt in unserem Vergleich einen Platz im mittleren Feld. Besonders überzeugt sind wir von der sofortigen Wirkung des Produkts, denn schon in wenigen Sekunden nach der Anwendung ist eine Leistungssteigerung des Motors deutlich spürbar. Ein weiterer Vorteil ist die Verbesserung der Verbrennung und die Erhöhung der Kraftstoffeffizienz.

Das Liqui Moly Benzin-Additiv bietet eine effektive Motorreinigung, die jedoch die Einspritzanlage vernachlässigt. Trotzdem überzeugt es durch eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes, was als positiv empfunden wird.

Kraftstoffstabilisator Vergleich 2025

In der Welt der Kraftstoffe ist der Ravenol Diesel Quality Stabilisator ein zuverlässiger Hüter, der vor Oxidation schützt und den Treibstoff vor Alterung bewahrt. Seine langanhaltende Wirksamkeit wird von uns besonders für Nutzer empfohlen, die Wert auf Langlebigkeit legen. Jedoch ist er ausschließlich für Diesel- und nicht für Benzinmotoren geeignet, was bei der Auswahl beachtet werden sollte.

Der Harley-Davidson Kraftstoff-Stabilisator für das Motorrad wirkt nicht nur für eine lange Zeit, sondern überzeugt uns auch durch seinen Schutz vor Oxidation. Ein weiterer Grund für unser Gefallen an dem Produkt liegt in Schutzwirkung für den Kraftstoff vor Alterung.

Das Liqui Moly Motorbike Speed Additive wurde speziell für Motorräder entwickelt und schützt deren Motoren langanhaltend vor Oxidation und Kraftstoffalterung. Wir empfehlen dieses Produkt allen, die ihr Motorrad etwas pflegen wollen.

Wenn man sich den Herausforderungen der Kraftstoffpflege stellt, offenbart der Rostio BenzinPlus4 Kraftstoffstabilisator seine Qualitäten. Mit einer langanhaltenden Wirkung bewahrt er den Kraftstoff vor Oxidation, was vor allem für selten genutzte Fahrzeuge vorteilhaft sein kann. Seine hohe Ergiebigkeit sticht besonders hervor. Diese macht das Produkt unserer Meinung nach für Nutzer interessant, die eine langfristige Lösung suchen.

Benzin im Winter: Qualität, Lagerung und Additive

Egal ob Vier- oder Zweitakter, Vergaser oder Einspritzanlage, Ein- oder Sechszylinder, V4 oder Boxer - sie alle haben mindestens eines gemeinsam: Ohne Sprit geht nix. Bei Verbrennern werden Kraftstoff und Luft vom Kolben komprimiert, anschließend gezündet - und schwups, wird die im Benzin gespeicherte chemische Energie freigesetzt. Ist ein Motor regelmäßig in Betrieb, läuft dieses komplexe und zugleich simple System im Wortsinn relativ reibungslos: Benzin kommt rein, spült Leitungen, Düsen und Kraftstoffsystem ständig durch, wobei lediglich geringe Ablagerungen als Abfallprodukt der Verbrennung entstehen.

Die vom Hersteller vorgeschriebene Oktanzahl darf man jedoch nicht unterschreiten, speziell bei Hochleistungsmotoren. Praktische Benzin-Kunde: Eine KTM RC8 hatte im MOTORRAD-Test nach nur drei Kilometern Vollgas mit 95-oktanigem Sprit statt Super Plus 98 ein Loch im Kolben; ein kapitaler Motorschaden. Eine höhere Oktanzahl bedeutet mehr Klopffestigkeit, also eine kontrolliertere und passgenaue Zündung des Gemischs. Im Fall der RC8 kam es zu spontanen, ungewollten Flammfronten im Motor, die mit der regulären zusammenstießen, was zu enormen Druckspitzen führte.

Benzin muss aber nicht nur zum richtigen Zeitpunkt, sondern, viel wichtiger, überhaupt zünden. In einem Bereich zwischen 30 und 200 Grad Celsius verdampfen beziehungsweise sieden seine verschiedenen Kohlenwasserstoffe und ermöglichen so eine Zündung des Benzin-Luft-Gemisches über einen weiten Temperatur- und Betriebsbereich. Bei einem Kaltstart sind vor allem die leicht flüchtigen Bestandteile des Benzins - im Winter mehr als im Sommer - nötig. Flüchtig heißt: Über einen längeren Zeitraum flüchten gasförmige Moleküle nach und nach aus dem Benzin, diffundieren aus Kunststofftanks, suchen sich den Weg über die Entlüftung aus metallenen Spritfässern. Bei einer langen Standzeit ist dies ein wesentlicher Alterungsfaktor, Benzin wird spezifisch schwerer (weniger leichte Bestandteile), die Zündwilligkeit sinkt.

Über die Winterpause, gerade bei niedrigen Temperaturen - und da sind sich die Experten noch einig -, ist dies jedoch das geringste Problem. Was also gilt es beim Einmotten zu beachten, was passiert mit dem Benzin im Tank, wie und weshalb sollte eventuell gegengesteuert werden? Grundsätzlich ist Benzin ein Produkt mit begrenzter Haltbarkeit. Die Alterung setzt ein, sobald es die Raffinerie und somit seinen Entstehungsort verlässt.

Im Allgemeinen sagt man dem zwar günstigeren und umweltschonenderen E10-Kraftstoff (weniger CO2!) einen höheren Verbrauch nach. Dies hat ein MOTORRAD-Test im Jahr 2011 auf 30.000 Kilometern bedingt bestätigt: Knapp ein Prozent, etwa 0,06 Liter auf 100 Kilometer, verbrauchte die mit E10 getankte Flotte mehr. Insofern bliebe der Preisvorteil zu E5 noch im positiven Bereich.

An sich ist Alkohol bekanntlich sehr lange haltbar, wenn man sich so seine Jahrgänge in der Schnapsvitrine ansieht. Dennoch schadet es dem Kraftstoff bei längerer Standzeit: Ethanol ist hygroskopisch, zieht also Wasser aus der Umgebungsluft an.

Entgegen manchen Aussagen, dass gerade dies gut zur Überwinterung sei, da es das Wasser im Kraftstoff bindet, sind sich die Experten von Liqui Moly und Aral einig: zum Überwintern unbedingt ethanolfreien Kraftstoff, mindestens aber E5, nicht E10 betanken! Das Ziel ist es ja nicht, möglichst viel Wasser im Benzin zu binden, sondern dieses erst gar nicht in den Tank zu bekommen. Vor allem bei älteren Metalltanks und längerer Lagerung bilden sich aggressive Wasserphasen und Rost; Korrosion greift Metallteile im Kraftstoffsystem an.

Premium-Kraftstoffe wie Aral Ultimate 102 oder Shell V-Power Racing enthalten kein Ethanol, auch wenn Tankstellen dieses wegen möglicher geringer Spuren auf der Zapfsäule ausweisen müssen. Also Geldbeutel auf fürs teure "Premium-Benzin"? Nun, gewusst, wie. Zwar gelangt durch Tankentlüftung und Co. immer etwas Luft ans Benzin. Dennoch hilft Randvolltanken, diese "Tankatmung" zu minimieren. Es entsteht kein Hohlraum zwischen Benzin und Tankinnenwand, weniger Sauerstoff gelangt an den Sprit, weniger Kondenswasser kann sich bilden. Bei Überwinterung gilt dies zunächst für alle Tank-Bauarten.

Bei längerer Lagerung droht der Kraft- durch den Kunststoff zu diffundieren und Bestandteile aus diesem zu lösen - also "Plastetanks" bei längerer Stilllegung besser komplett leeren und konservieren. Auch bei einer sehr langen Stilllegung von Metalltanks lohnt sich eine komplett trockene Lagerung, was jedoch auch die Konservierung und Fettung aller Teile des Kraftstoffsystems mit sich zieht. Handelt es sich jedoch wie üblich nur um ein paar kalte Monate, sollte man (falls vorhanden) unbedingt den Vergaser leeren. Er ist besonders anfällig für Korrosion und Ablagerungen. Also entweder die Ablassschraube öffnen und das herausströmende Benzin vorsichtig auffangen oder aber die Schwimmerkammern mit geschlossenem Benzinhahn und laufendem Motor leeren.

Halten wir fest: Bei der Alterung von Benzin verdampfen zunächst die niedrigsiedenden Stoffe, die wichtig für den Kaltstart sind. Durch nicht zu vermeidende Luftzufuhr im Kraftstoffsystem sammelt sich zudem Wasser im Tank - am geringsten ist hier das Risiko mit ethanolfreiem Benzin. Wasser fördert Korrosion und kann Tank und Leitungen beschädigen.

Der dritte unerwünschte Prozess ist die Oxidation. Durch Sauerstoff, der an den Kraftstoff gelangt, können zwei Arten von Verbindungen entstehen, so Chemiker und Kraftstoffforscher Wenzel Strojek von Aral: "Ungesättigte Verbindungen im Kraftstoff, Olefine genannt, können mit Luftsauerstoff reagieren. Zum einen können geringe Mengen korrosiver Säuren entstehen, zum anderen bilden sich Polymere, also langkettige Verbindungen, die im Kraftstoff nicht mehr löslich sind." Dieser harzige Schmodder kann Leitungen, Vergaser- oder Einspritzdüsen verstopfen. Restaurateure kennen dieses lästige Phänomen als Gum-Bildung. Diskutiert wird ferner die Reaktion von Ethanol im Sprit zu scharfer Essigsäure.

Nun gibt es wohl zwei Möglichkeiten, diesen Risiken zu begegnen: abwarten, auf die richtige Vorbereitung wie gute Lagerbedingungen vertrauen und das eventuelle Murren beim Weckruf im Frühjahr akzeptieren. Da niemand genau sagen kann, wann genau Sprit im Tank anfängt zu oxidieren, wann und wie viel Wasser genau die Korrosion ankurbelt, kann diese Methode durchaus funktionieren. Gerade wenn Sie Ihr Motorrad nur wenige Wochen abstellen.

Die zweite Möglichkeit ist aktive Vorsorge. Eventuell funktioniert der alte Sprit ja noch. Die Frage ist nur, wie sich der Zustand von Bike und Benzin über die Jahre verändert: Bei der simplen Yamaha SR 500 (Top-Test MOTORRAD 10/2018) zündete E5-Benzin bereits nach eineinhalb Jahren Stilllegung nicht mehr: Der Tank musste zunächst komplett entleert werden.

Unsere Experten meinen: vorsorgen. Und sind sich damit in ihrer Aussage ähnlicher als erwartet. Denn spezielle Additive, die dem Benzin zur Lagerung und Stabilisierung beigegeben werden, gibt es in zweierlei Ausführung.

Erst bei der „Endpunktdosierung“ direkt vor der Tankwagenverladung kommt das jeweilige Additiv zum Grundkraftstoff.

David Kaiser, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Liqui Moly, empfiehlt dennoch ein separates Additiv, den Benzin-Stabilisator, zur Lagerung von Benzin. Ein Korrosionsschutz bilde eine dünne Molekularschicht auf den (Metall-)Oberflächen und schütze diese; Antioxidantien, vergleichbar mit Vitamin E für Menschen, würden die Alterung des Benzins verlangsamen.

Der Vorteil bestehe darin, dass diese bereits in genau abgestimmter Dosierung im Kraftstoff eingemischt sind. Werden dann noch nachträglich Additive mit in den Tank gegeben, könne nicht ausgeschlossen werden, dass es zu negativen Wechselwirkungen oder sogar einer Überdosierung kommt. Das könne zu Ablagerungen im Kraftstoffsystem führen.

Klar ist, dass Mineralölkonzerne keine zusätzlichen Mittel empfehlen. Sie würden ansonsten ihr eigenes Produkt für verbesserungswürdig beschreiben. Letztlich gibt es weder eine Norm für Benzin-Stabilisatoren noch eine genaue Auflistung, was darin enthalten ist. "Man kann nie sicher sein, dass diese nicht doch einen negativen Einfluss haben", sagt Wenzel Strojek. "Es öffnet Scharlatanen Tür und Tor," stimmt Kaiser von Liqui Moly zu und versichert eine "umfangreiche Testung" ihrer Produkte. Die europäische Norm für Kraftstoffe DIN EN 228 besagt: "Zur Qualitätsverbesserung ist die Verwendung von Additiven zulässig." Jedoch fehlen Prüfverfahren, welche die "Neigung zur Ablagerungsbildung" ermittelten.

KTM empfiehlt im Handbuch der aktuellen 790 Duke: "Beim letzten Auftanken vor der Stilllegung des Motorrads Kraftstoffzusatz beimengen." Ebenso hält es Yamaha wie bei der aktuellen MT-09: "Den Kraftstofftank befüllen und Kraftstoff-Stabilisator hinzufügen." Zwar wird die jeweilige Kooperationsmarke empfohlen, andere werden jedoch nicht per se ausgeschlossen, sondern nur auf hohe Qualität der Mittel hingewiesen. Vor Gebrauch also unbedingt das Handbuch des Motorrads genau lesen, um nicht durch eventuelles Verbot dieser Additive Garantieverlust zu riskieren!

Da würden wir klar Ultimate 102 empfehlen. Diesem Hochleistungskraftstoff mischen wir kein Ethanol bei. Kraftstoff, der Ethanol enthält, kann bei Lagerung über längere Zeit Wasser ziehen. Dadurch kann sich eine Wasserphase bilden, die negative Folgen wie Korrosion im Metalltank oder im motorischen Betrieb verursachen kann. Das möchte man natürlich vermeiden. Außerdem erleichtert Ultimate 102 aufgrund seiner speziellen Zusammensetzung auch nach längerer Lagerung den Kaltstart. Dieser Kraftstoff wird in Deutschland nur in einer Raffinerie hergestellt und ist ausschließlich an Aral-Tankstellen erhältlich.

Zu diesem Hinweis sind wir verpflichtet, da der Gesetzgeber entschieden hat, zur Vereinfachung Kraftstoffe mit bis zu 5 % Ethanol und Kraftstoffe ohne Ethanol gleich auszuweisen. Ultimate 102 kann höchstens minimalste Spuren Ethanol enthalten.

In Testreihen haben wir festgestellt, dass der Kraftstoff bei sachgerechter Lagerung nach einem Jahr problemlos verwendet werden kann. Selbst nach zwei Jahren haben wir nur geringe Mengen an Alterungsprodukten gefunden. Entscheidend für die Haltbarkeit von Kraftstoffen sind aber immer die konkreten Lagerbedingungen. Wir empfehlen, die Gasphase im Tank über dem Benzin so klein wie möglich zu halten. Daher sollte der Tank vor der Winterpause immer auf das zulässige Maximum aufgefüllt werden; das verhindert den Zutritt von Feuchtigkeit und Luftsauerstoff.

In all unseren Markenkraftstoffen sind von uns entwickelte und speziell abgestimmte Additivpakete enthalten. Deren Wirkung haben wir ausgiebig getestet. Daher empfehlen wir keine zusätzlichen Additive.

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