Seriöse Motorradangebote finden und Betrug vermeiden

Die Deutschen tätigen mehr Einkäufe im Internet, doch nicht alle Online-Shops sind seriös und liefern die bestellte Ware. Zurzeit scheinen dubiose Shops wie Pilze aus dem Boden zu sprießen. Sogenannte Fake Shops werben im Internet mit besonders niedrigen Preisen für hochwertige Waren. Doch wurde das Geld erst einmal bezahlt, ist Funkstille oder man wird immer wieder vertröstet. Ihr Geld sehen die Betroffenen meist nicht wieder.

Wie erkennt man Fake Shops?

Fake Shops sind Online-Shops, die vorgeben, Waren zu verkaufen. Die vermeintlichen Händler werben mit günstigen Angeboten für beliebte und hochwertige Produkte. Doch nach Bezahlung erhält man keine Ware. Als Zahlungsmittel wird nur eine Überweisung vorab oder gegebenenfalls noch Kreditkarte angeboten. Fake Shops sind meist nur sehr kurz online und nicht immer auf den ersten Blick als solche erkennbar.

Die Verbraucherzentrale warnt

Die Verbraucherzentrale führt eine Liste fragwürdiger Online-Shops mit Erläuterungen und für die einfache Suche eine Übersicht von A bis Z.

7 Tipps für sichere Bestellungen im Internet

Natürlich können Verträge, die online abgeschlossen wurden, eigentlich widerrufen werden. Doch hilft der Widerruf wenig, wenn der Shop das Geld nicht rausrückt. Ist ein Online-Shop „geschlossen“ und der Betreiber nicht bekannt oder nicht auffindbar, so ist das Geld verloren. Beherzigen Sie daher unsere sieben Tipps für Bestellungen im Internet.

  1. Seien Sie misstrauisch bei Superpreisen: Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen auf einer Seite Waren zu einem Superpreis angeboten werden, den Sie so bei anderen Shops nicht finden. Fragen Sie sich, warum der Betreiber dieser Seite Produkte so viel billiger anbieten kann als die Konkurrenz.
  2. Prüfen Sie das Impressum: Werfen Sie einen Blick ins Impressum. Fehlen dort wichtige Angaben über den Vertragspartner oder fehlt es ganz, lassen Sie die Finger von einer Bestellung. Achtung, manchmal nutzen die Betrüger auch einfach die Daten anderer Personen oder Firmen, um mit einem vermeintlich vollständigen Impressum Seriosität vorzugaukeln.
  3. Handelsregister prüfen: Prüfen Sie auf dem Registerportal, ob das Unternehmen tatsächlich unter der angegebenen Handelsregisternummer registriert ist. In das vorgegebene Feld nur die Nummer ohne den Zusatz „HRB“ eingeben. Ist die Registernummer eines Online-Shops falsch: Finger weg!
  4. Gütesiegel beachten: Grundsätzlich können Sie Gütesiegeln wie beispielsweise Safer Shopping und Trusted Shops vertrauen. Auf deren Webseiten können Sie die Internetadresse des Verkäufers direkt eingegeben und überprüfen, ob das Siegel tatsächlich auch vergeben wurde. Verwendet ein Shop etwa das Siegel von Trusted Shops, klicken Sie darauf: Nur, wenn es verlinkt ist und Ihnen die Zertifizierungsseite angezeigt wird, können Sie beruhigt bestellen.
  5. Erfahrungsberichte suchen: Recherchieren Sie vor der Bestellung in einem Online-Shop im Internet nach möglichen Erfahrungsberichten anderer Verbraucherinnen und Verbraucher.
  6. Bankverbindung prüfen: Achten Sie unbedingt auf den Sitz der Bank, an die Sie gegebenenfalls Geld übermitteln sollen. Überweisen Sie nicht auf ausländische Konten, wenn der Shop laut Impressum in Deutschland sitzt.
  7. Vorkasse vermeiden: Zahlen Sie bei Bestellungen im Internet möglichst nicht per Vorkasse (Überweisung, Kreditkarte), sondern immer erst nach dem Erhalt der Ware oder mittels Einzugsermächtigung. Auch beim Bezahlen via Paypal sollten Sie vorsichtig sein.

Was tun, wenn Sie bereits bestellt haben?

Falls Sie bereits Ware in einem Fake Shop bestellt haben und diese nicht zugestellt wurde, obgleich Sie bereits bezahlt haben: Kontaktieren Sie Ihr Kreditinstitut und versuchen Sie, das Geld wieder zurückbuchen zu lassen. Erstatten Sie zudem umgehend Strafanzeige bei der Polizei. Das ist in Hamburg auch bei der Onlinewache der Polizei möglich.

Vorsicht bei Bestellungen in China

Aber nicht nur Fake Shops, sondern auch Bestellungen bei in China ansässigen Online-Shops sorgen regelmäßig für Frust und Ärger. Hier wird die bestellte Ware oftmals geliefert, aber sie entspricht in Qualität und Größe oftmals nicht dem, was man sich vorgestellt hat oder aber es handelt es sich um Plagiate.

Finger weg von diesen Online-Shops

Manche Online-Shops sind moderne Wegelagerei mit dem einzigen Ziel, Verbraucherinnen und Verbraucher zu täuschen und abzuzocken. Die Betreiber sind raffiniert und nutzen den Komfort des Online-Shoppens aus. Oft sind die Shops professionell gemacht und kaum noch von den Seiten seriöser Anbieter zu unterscheiden. Sollte es ein Impressum geben, so können die Angaben hier frei erfunden sein. Vorsicht, ein ordnungsgemäßes Impressum sucht man vergebens.

Motorrad verkaufen: Worauf Sie achten sollten

Wer sein Motorrad verkaufen möchte, steht oft vor der Frage: Wo bekomme ich den besten Preis? Wie schnell kann ich verkaufen? Welche Plattform ist die sicherste? Es gibt viele Möglichkeiten, ein Motorrad zu verkaufen - von speziellen Motorrad-Ankaufsplattformen bis hin zu klassischen Inseraten auf Marktplätzen wie eBay oder Mobile.de.

Vergleich verschiedener Plattformen

  • Estimoto: Bietet die einfachste Möglichkeit, ein Motorrad zu verkaufen. Man gibt die Fahrzeugdaten ein und erhält innerhalb kurzer Zeit realistische Angebote. Bei schweren Fällen unterstützt ein Experte bei der richtigen Preisfindung und Bewertung.
  • Kleinanzeigen.de: Ist eine der meistgenutzten Plattformen für den Privatverkauf. Hier erstellt der Verkäufer ein Inserat, setzt selber den Preis fest und wartet auf Interessenten. Allerdings werden auf Kleinanzeigen nicht nur Fahrzeuge verkauft, sondern eine Vielzahl an Produkten.
  • Mobile.de: Ist einer der bekanntesten Fahrzeugmarktplätze. Motorräder werden hier größtenteils von Händlern angeboten (ca. 70% Händlerangebote), was einen Privatverkauf etwas schwieriger gestaltet, da die Sichtbarkeit der Händlerangebote oft größer ist als die der privaten Anzeigen.
  • MotoScout24: Ist eine Plattform, die ebenfalls mit über 23000 annoncierten Motorräder zu einem großen Marktplatz zählt. Das erzielte Interesse und die damit verbundenen Verkaufschancen sind im Vergleich zu mobile und kleinanzeigen geringer.

Estimoto als beste Wahl

Beim Vergleich der verschiedenen Plattformen zeigt sich, dass Estimoto die beste Wahl für einen schnellen, sicheren und unkomplizierten Motorradverkauf ist. Wer sich nicht mit unseriösen Anfragen, Verhandlungen oder dem Risiko von Fake-Käufern auseinandersetzen möchte, ist mit Estimoto am besten beraten. Die Plattform bietet einen schnellen und kostenlosen Motorradverkauf, indem sie das Fahrzeug nur an geprüfte Händler vermittelt. Innerhalb weniger Stunden liegt ein faires Angebot vor, das der Verkäufer annehmen oder ablehnen kann - ohne versteckte Gebühren oder Verpflichtungen. Zudem wird großer Wert auf Datenschutz gelegt, da persönliche Daten erst nach Angebotsannahme weitergegeben werden.

Positive Beispiele für Online-Shops

Um nicht an der anfänglich beschriebenen Negativ-Geschichte hängen zu bleiben, an dieser Stelle ein paar Beispiele, wie Online-Shopping auch funktionieren kann:

  • Bei Polo bestellten wir abends - am übernächsten Morgen war das perfekt geschnürte Paket da. Sauschnell!
  • Die über Pay­pal geleisteten Zahlungen wurden nach Rücksendung der Ware von Börjes, Moto24 und Motorrad-Ecke innerhalb von 48 Stunden zurücküberwiesen. Grandios!
  • Bei Börjes nimmt sich der Telefonberater viel Zeit, um das (vorgegaukelte) Halbwissen des Test­anrufers zunächst freundlich und höflich aufzudröseln.

Vergleichstest von Online-Shops

Wie sehr das Warenangebot, das Kauf­erlebnis via Mausklick, die Telefonberatung sowie Bestellabwicklung und Versand bei den zehn von uns ausgewählten Online-Shops überzeugen konnten, ist hier nachzulesen. Das Fazit fällt gut aus: mehr Licht als Schatten.

Beispiele aus dem Vergleichstest

Bogotto

Insgesamt ein sehr professionell aufgezogener Online-Shop mit guter Funktionalität und ansehnlicher Produktauswahl. Spe­ziell für Offroad-Fans eine gute Adresse. Das Motorrad-Fachwissen der Verkäufer von Bogotto lässt jedoch zu wünschen übrig.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Börjes

Super Kundenberater, die auch bei schwierigen Fragen nicht passen müssen. Dennoch sympathischer Online-Shop. Da sind Motorrad-Menschen am Werk!

MOTORRAD-Urteil: gut

Detlev Louis

Louis, Deutschlands größter Online-Shop für Motorradbekleidung und -zubehör, behauptet sich als Platzhirsch mit ordentlicher Lieferung sowie klasse Kundenservice.

MOTORRAD-Urteil: gut

Moto24

Nicht schlecht. Aber auch nicht gut. Bei Moto24 finden sich ein relativ großes Warenangebot und eine gute Produktvielfalt mit starken Marken. Man merkt aber bei der Kundenberatung, dass der Online-Shop für den Händler nur ein Nebengeschäft ist.

MOTORRAD-Urteil: befriedigend

Moto-Act

Hier hat sich beim Service-Check ein erbärmliches Bild ergeben. Bei der Frage nach der passenden Helmgröße wurde auf eine Anprobe in einem Fachgeschäft verwiesen, weil „die das besser wissen“. Ebenso schwach die „telefonische Unterstützung und Beratung“ (Montag bis Freitag 9 bis 14 Uhr). Einfachste technische Fragen wurden mit beinahe realsatirischer Ahnungslosigkeit beantwortet.

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