Motorrad Bomberjacke mit Protektoren Test

Die Suche nach der idealen Motorradjacke, die sowohl Schutz als auch Stil bietet, kann eine Herausforderung sein. Insbesondere Bomberjacken mit Protektoren erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie einen lässigen Look mit wichtigen Sicherheitsmerkmalen verbinden. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte und Modelle, um eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

Materialien und Verarbeitung

Bei der Wahl einer Motorradjacke spielen die Materialien eine entscheidende Rolle. Leder bietet traditionell einen hohen Abriebschutz, während Textiljacken oft leichter und atmungsaktiver sind. Viele Hersteller kombinieren beide Materialien, um die Vorteile beider Welten zu nutzen.

Leder vs. Textil

Lederjacken sind besonders an sturzgefährdeten Stellen wie Armen und Schultern beliebt. Textilgewebe hingegen kommt häufig im Brust- und Innenarmbereich zum Einsatz, da es flexibler und atmungsaktiver ist. Die Kombination aus beiden Materialien ermöglicht es, Jacken für verschiedene Wetterbedingungen und Fahrstile anzupassen.

Meshjacken für den Sommer

Für heiße Tage sind Meshjacken eine ausgezeichnete Wahl. Diese Jacken bestehen größtenteils aus einem Netzgewebe aus Polyester oder Polyamid, was eine optimale Belüftung gewährleistet. Trotz der luftigen Bauweise bieten sie ausreichend Schutz, insbesondere wenn sie an kritischen Stellen verstärkt sind.

Sicherheitsmerkmale

Die Sicherheit steht bei Motorradjacken an erster Stelle. Protektoren an Schultern, Ellbogen und Rücken sind unerlässlich, um im Falle eines Sturzes Verletzungen zu minimieren. Moderne Jacken sind oft mit Level-2-Protektoren ausgestattet, die einen höheren Schutz bieten.

Protektoren und Zertifizierungen

Die Norm EN 17092 dient dazu, die Schutzeigenschaften von Motorradbekleidung zu kennzeichnen. Jacken werden mit den Buchstaben C, B oder A zertifiziert, wobei A für Aufprall- und Abriebschutz steht. Höhere Schutzklassen wie AA und AAA werden oft von robusten Textil- und Lederkombis erreicht.

Meshjacken sind in der Regel mit A zertifiziert, was bedeutet, dass bestimmte Bereiche (Zone 3) nicht auf Abriebfestigkeit geprüft werden. Daher ist es wichtig, auf hochwertige Materialien wie Polyamid oder robustes Polyester zu achten.

Komfort und Passform

Neben der Sicherheit spielt auch der Komfort eine wichtige Rolle. Eine gut sitzende Jacke, die nicht scheuert oder einengt, trägt maßgeblich zum Fahrvergnügen bei. Viele Jacken verfügen über Verstellmöglichkeiten an Ärmeln, Taille und Kragen, um eine individuelle Anpassung zu ermöglichen.

Passform und Belüftung

Eine gute Passform ist entscheidend für den Tragekomfort. Stretcheinsätze und flexible Materialien sorgen für Bewegungsfreiheit. Belüftungsöffnungen an Brust, Rücken und Ärmeln tragen dazu bei, die Körpertemperatur auch bei warmem Wetter angenehm zu halten.

Innenfutter und Membranen

Viele Jacken sind mit herausnehmbaren Innenfuttern und Klimamembranen ausgestattet. Diese ermöglichen es, die Jacke an verschiedene Wetterbedingungen anzupassen. Eine wasserdichte Membran hält Regen ab, während ein Thermofutter bei Kälte wärmt. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Jacke auch ohne Innenfutter angenehm zu tragen ist.

Detaillösungen und Features

Neben den grundlegenden Eigenschaften gibt es eine Vielzahl von Detaillösungen, die eine Motorradjacke auszeichnen können. Praktische Taschen, reflektierende Elemente und innovative Verschlüsse erhöhen den Nutzwert und die Sicherheit.

Taschen und Verschlüsse

Ausreichend Taschen bieten Platz für wichtige Utensilien wie Handy, Geldbörse und Schlüssel. Wasserdichte Taschen schützen elektronische Geräte vor Feuchtigkeit. Innovative Verschlüsse wie der Fidlock am Kragen erleichtern die Bedienung, auch mit Handschuhen.

Reflektierende Elemente

Reflektierende Elemente erhöhen die Sichtbarkeit bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen. Sie sind besonders wichtig für Fahrer, die häufig nachts oder in der Dämmerung unterwegs sind.

Modelle im Test

Im Folgenden werden einige Modelle von Motorradjacken mit Protektoren vorgestellt, die in Tests besonders gut abgeschnitten haben:

  • Rukka Melfort: Eine vollausgestattete Tourenjacke mit Adventure-Ambitionen und Gore-Tex-Z-Liner-Membrane.
  • Rev’it Mantis: Eine sportliche Jacke mit Mesh-Gewebe, die auch bei heißem Wetter gut funktioniert.
  • Büse Ferno: Eine komfortable Leder-/Textiljacke mit guter Bedienung und Variantenvielfalt.
  • Trilobite All Ride: Eine bequeme Textiljacke mit Extras und gutem ökologischem Gewissen.
  • Bogotto Explorer-Z: Eine angenehme Tourenjacke mit durchdachten Details für den Praxiseinsatz.
  • Bogotto Tek-M: Eine Jacke mit geschmeidigem Büffelleder, die jedoch eine knackige Passform hat.
  • Course Boomer: Eine lässig gestaltete Jacke, die extrem leicht und weich ist.
  • Dainese Super Rider D-Dry: Eine alltagstaugliche Sportjacke, die bei Hitze, Kälte und Nässe gut funktioniert.
  • Held Jester: Eine Jacke mit weichem Leder und Magneten an Kragen und Frontverschluss.
  • iXS Tour LT ST: Eine sportlich-knackig sitzende Jacke mit großzügigem Stretchanteil an den Ärmeln.
  • Rebelhorn Vandal Air: Eine sportliche, luftige und sichere Jacke für warmes Wetter.
  • Richa Terminator: Eine hübsch gestaltete Jacke, die Leder, Textil und Hartplastik kombiniert.

Weitere erwähnenswerte Produkte

Neben den genannten Modellen gibt es noch weitere interessante Produkte auf dem Markt:

  • Bogotto Frisco Lederjacke: Eine starke Lederjacke mit Level-2-Protektoren und abgesteppter Schulterpartie.
  • Held eVEST Pro - Airbagweste: Eine elektronisch aktivierte Airbag-Weste für maximale Sicherheit.
  • Held Pro X Air Mesh Protektorenshirt: Ein luftiges Protektorenshirt für den Sommer mit atmungsaktivem Netzfutter.
  • Holyfreedom Coyote Blue: Eine CE-zertifizierte Jacke mit Kevlar-Verstärkungen und Lederverzierungen.
  • Modeka Braker: Eine Overhead-Jacke mit Aramid-Verstärkungen und abnehmbarer Kapuze.
  • Modeka Lineos: Eine Jacke mit geradem Schnitt, Stretcheinsätzen und herausnehmbarer Membrane.
  • Modeka Clarke Sport: Eine sportlich geschnittene Jacke mit herausnehmbarer Thermoweste.
  • Spidi Hoodie Warrior: Eine Jacke mit abriebfestem 3-Lagen-Gewebe und optionalen Layern.
  • Modeka Thiago Lady: Eine Jacke im Stil britischer Wachsjacken mit abgesteppten Details.
  • Rukka Blockracerina: Eine puristische Jacke aus Ziegenleder mit soften D3O-Ghost-Protektoren.
  • Segura Lady Funky: Eine eng geschnittene Lederjacke im Oldschool-Stil.
  • Oxford Holwell Damen Wachsjacke: Eine Wachsjacke mit wasserabweisendem Segelstoff und herausnehmbarem Thermo-Layer.
  • Rokker Rider-Shirt: Ein Hemd mit Schutz wie eine Jacke, klimaregulierend und windabweisend.
  • Spidi Frontier: Eine Adventure-Jacke mit BOA-System und hochelastischem Stoff.
  • Stadler Stormy Regenjacke: Eine Regenjacke aus Gore-Tex 3-Lagen-Laminat.
  • Spirit Motors Charming Chase: Eine Jacke im Stil einer Bomberjacke und Fliegerblouson.

Fazit

Die Wahl der richtigen Motorrad-Bomberjacke mit Protektoren hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der Fahrstil, die Wetterbedingungen und die persönlichen Vorlieben. Eine sorgfältige Prüfung der Materialien, Sicherheitsmerkmale und Komforteigenschaften ist entscheidend, um eine Jacke zu finden, die sowohl Schutz als auch Stil bietet.

Jackenmodell Material Sicherheitslevel Besondere Merkmale
Rukka Melfort Leder, Polyamid, Baumwolle A Gore-Tex-Z-Liner-Membrane, viele Außentaschen
Rev’it Mantis Rindsleder, Polyester, Polyamid, Elasthan A Mesh-Gewebe, entnehmbare Klimamembran
Büse Ferno Rindsleder, Polyamid AA Humax-Klimamembran, umfangreiches Größenangebot
Trilobite All Ride Rindsleder, Polyester, Polyamid, Aramid AA Level-2-Protektoren, Futter aus recyceltem Polyester

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