Motorrad Carport selber bauen: Eine detaillierte Anleitung

Egal, ob vor Regen, Frost, Hagel oder starker Sonneneinstrahlung - Carports bieten das ganze Jahr über einen optimalen Schutz fürs Fahrzeug, egal ob Motorrad, Auto oder Fahrrad. Anders als in einer Garage kann die Luft frei zirkulieren. Feuchtigkeit trocknet schnell und Frost hat keine Chance.

Motorrad Carports sind eine attraktive und praktische Möglichkeit für die Aufbewahrung von Motorrädern. Denn oftmals gehören zu einem Haushalt nicht nur ein, zwei oder mehr Autos und Fahrräder, sondern auch Motorräder. Doch was tun, wenn die Garage oder der Auto-Carport bereits voll belegt sind? Alternativen wie Terrasse oder Garten sind nicht besonders praktisch und bieten meist nicht ausreichend Schutz vor der Witterung. In diesem Fall ist ein Motorrad-Carport die optimale Lösung, da er Ihrem Motorrad nicht nur eine sichere Bleibe bietet, sondern auch mit vielen weiteren Stärken aufwartet.

Wer einen Carport selber bauen will, sollte sich etwas Zeit für die Planung nehmen, denn es gilt im Vorfeld einige Entscheidungen zu treffen. Schritt-für-Schritt-Anleitung: Carport selber bauenBevor du beginnst, mach dich mit den einzelnen Schritten des Projekts vertraut. Egal, ob du deinen Carport selbst geplant hast oder auf einen Bausatz zurückgreifst, die Vorgehensweise ist letztlich identisch. Hast du Material und Werkzeug bereitgelegt?

Vorteile eines Motorrad-Carports

Motorrad Carports sind weit mehr als nur „Dächer auf Beinen“. Denn sie bieten zahlreiche Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Motorradgarage. Motorrad Carports sind die geldschonende Alternative zur herkömmlichen Garage, da sie viel einfacher zu bauen oder aufzustellen sind. Sie sind platzsparend und deshalb auch bei kleinen Flächen zur Erweiterung der überdachten Stellfläche geeignet. Da klassische Motorrad-Carports durch ihre offene Bauweise keine vier Wände haben, wird Ihr Motorrad in einem Carport viel besser durchlüftet. Mit seiner luftigen Erscheinung ist Ihr Motorrad Carport keine optische Umweltbelastung. Sie passen sich dem Hauptgebäude an und bilden damit einen fließenden Übergang zur natürlichen Umgebung Ihres Hauses. Besonders harmonisch wirkt es beispielsweise, wenn Sie den Carport für Ihr Motorrad passend zum Garten mitbegrünen und von Kletterpflanzen einwachsen lassen. Durch ihre einfache Konstruktion sind Motorrad Carports in sehr kurzer Zeit fertiggestellt. Deswegen brauchen Sie bei einem Motorrad Carport keine lagen Vorlaufzeit, wie dies beispielsweise bei einer Motorradgarage oft der Fall ist. Im Gegensatz zu Garagen sind Motorrad Carports nicht in Massivbauweise errichtet. Deshalb sind sie deutlich flexibler.

Neben den Vorteilen, die ihn von der Garage für Motorräder abheben, hat der Motorad-Carport noch viel mehr starke Seiten auf Lager. Motorrad Carports schützen Ihr Motorrad vor Regen, Hagel, Schnee und weiteren Wettereinflüssen. Schon allein durch die Einwirkung des Regens können sich nicht nur Rost, sondern auch Ablagerungen bis hin zu einer aggressiven Schmutzschicht auf dem Lack und auf den Scheiben Ihres Motorrads bilden.

Falls Sie sich für eine Variante mit Seitenwänden entscheiden, schützt Ihr Motorrad-Carport Ihr Fahrzeug auch zusätzlich vor unerwünschten Einblicken. Insbesondere die eher geräumigen Motorrad-Carports lassen sich während der wärmeren Jahreszeiten auch anderweitig verwenden: zum Beispiel als Aufbewahrungsort für Gartenmöbel, Werkzeug oder die Motorradbekleidung sowie als Hobbyraum oder als Partyraum für die nächste Grillparty.

Planung und Vorbereitung

Motorrad Carports sind viel mehr als nur praktische Unterstellplätze für Ihr Motorrad. Zusätzlich können Sie Ihren Motorrad Carport ganz persönlich gestalten und so der Gestaltung Ihres Hauses und Ihres Gartens ganz individuell anpassen. Motorrad-Carports können je nach persönlichem Bedarf in Höhe, Breite und Länge variieren und können abhängig davon ein oder mehrere Motorräder beherbergen (Einzelcarport, Doppelcarport usw.). Zahlreiche Möglichkeiten bei der Konstruktion des Daches kommen Ihren individuellen Bedürfnissen noch mehr entgegen. Die Positionierung eines Motorrad Carports kann entweder freistehend sein oder als Anbau an Ihrem Haus bzw.

Auch bei den Materialien haben Sie eine große Auswahl: zum Beispiel zwischen diversen Holzarten, Metallen oder sogar Glas. Bei Bedarf können Sie Ihren Motorrad-Carport auch mit Seitenwänden ausstatten. Dabei können Sie bei Ihrem Motorrad-Carport auch ungewöhnliche Design-Details einsetzen, wie zum Beispiel verglaste Elemente in den Seitenwänden. So wirkt der Motorradcarport besonders edel und modern.

Baugenehmigung

Für einen Carport-Bau benötigen Sie eine Baugenehmigung. Hierbei gilt es, sowohl das Landesgesetz als auch die Vorschriften der Gemeinde und Kommune zu beachten. Beachten Sie bei der Standortwahl, dass die Wetterseite auf jeden Fall geschützt ist.

Materialauswahl

Die Materialien, die in einem Carport verbaut werden, müssen verschiedenen Anforderungen gerecht werden. Vor allem müssen sie eine ausreichende konstruktive Standsicherheit mitbringen und gegenüber jeglicher Witterung dauerhaft beständig sein. Für viele spielt natürlich auch der ästhetische Aspekt eine entscheidende Rolle. Die Optik wird zumeist durch das bestehende Gebäude vorgegeben, so dass ein harmonischer Einklang von Carport und Haus gefunden werden kann. Gewöhnlich wird ein Carport aus Leimholz oder Aluminium gefertigt, denn beide Materialien zeichnen sich durch eine hohe Witterungsbeständigkeit aus. Holz ist außerdem relativ günstig. Weitere oft eingesetzte Materialien sind Metall, Stahl und Kunststoff. Eine gute Alternative bieten auch Modelle aus einer Kombination von Stahl und Aluminium. So erhalten Sie die besten Eigenschaften beider Materialien.

Hier eine Übersicht der beliebtesten Materialien für den Carport-Bau:

Material Vorteile Nachteile
Holz Günstig, optisch anpassbar Witterungsanfällig, regelmäßige Pflege erforderlich
Metall Langlebig, stabil, witterungsbeständig, moderne Optik Höherer Preis, schwer
Aluminium Stark, leicht, stabil, langlebig, pflegeleicht, moderne Optik Teurer in der Anschaffung
Stahl Sehr hohe Stabilität, Langlebigkeit, hohe Tragfähigkeit, geringer Wartungsaufwand Sehr schwer, nicht einfach zu transportieren
Kunststoff Schneller und einfacher Aufbau, ansprechende Optik, niedrigerer Anschaffungspreis Geringere Stabilität, anfällig gegenüber UV-Strahlung (unbehandelt)

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Carport-Eigenbau

Das Material können Sie z.B. Sorgen Sie dafür, dass der Untergrund, auf dem Sie die Garage bauen wollen, plan und tragfähig ist. Graben Sie dann 7 Löcher (Bild 1), um darin die Pfostenanker einzubetonieren. Darin werden später die senkrechten Pfosten befestigt. Es ist sehr wichtig, sich dabei genügend Zeit zu nehmen, denn wenn die Abstände nicht genau stimmen, passen anschließend die waagerechten Querverbinder nicht zwischen die Pfosten. Ebenso sollten Sie überprüfen, dass die Pfostenanker im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, damit ihr Häuschen nicht windschief wird.

  1. Heben Sie zunächst Löcher von 50×50 cm aus, 50 cm tief.
  2. Den H-Anker hängen Sie mit Hilfe einer Leiste über das jeweilige Loch (Bild 2), füllen das Loch mit dem gemäß Gebrauchsanleitung angerührten Beton auf und streichen ihn mit Kelle oder Spachtel glatt.
  3. Nachdem der Beton ausgehärtet ist, können die Pfosten eingesetzt werden (Abb. 3).
  4. Die drei Pfosten links sind 2,30 m hoch, die drei Pfosten rechts 2 m, damit hinterher ein Dach mit Gefälle entsteht. In der Mitte der Rückwand wird der 1,91 m hohe Pfosten eingesetzt.
  5. Klemmen Sie die Pfosten mit Hilfe einer Schraubzwinge in den H-Anker, wobei Sie jeweils ein 3 cm dickes Holzstück unterlegen sollten, damit die Pfosten keinen direkten Bodenkontakt haben. Dadurch können sie nicht durch Feuchtigkeit wegfaulen.
  6. Nachdem Sie noch einmal überprüft haben, dass die Pfosten senkrecht und gerade stehen, können Sie mit der Bohrmaschine die Löcher in den H-Ankern durch die Pfosten fortführen.
  7. Im nächsten Schritt werden die Querverbindungen angebracht (Abb. 3). Am besten beginnen Sie mit den unteren Querverbindern. Sie werden in 40 cm Höhe mit Hilfe von Winkeln und einem Akkubohrer an den Pfosten festgeschraubt und zwar an jedem Ende von oben und von unten. Sie benötigen also pro Querverbinder 4 Winkel. Anschließend werden die oberen Verbindungen angebracht.
  8. Die beiden Querbalken von 250 cm Länge liegen auf den Pfosten rechts und links auf und werden dort mit Winkeln befestigt. Die Balken von 162 cm werden vorne und hinten so festgeschraubt, dass sie bündig mit den rechten Pfosten abschließen. An Abb.
  9. Für das Dach werden die fünf 2 m Balken hochkant verwendet. Damit sie auch oben und unten gut aufliegen, müssen Einkerbungen, wie in Abb. 5 zu sehen sind, ausgesägt werden. Legen Sie dafür jeweils die Dachbalken so in Position, dass sie ca. 10 cm überstehen und sägen dann die Balken 1,6 cm ein. Danach erfolgt der waagerechte Schnitt und die Einkerbung ist fertig. Wie die Querverbinder werden die Dachbalken mit Winkeln (Abb.
  10. Der weitere Dachaufbau besteht aus einer OSB-Platte, auf die zunächst Dachpappe und anschließend Bitumenschindeln genagelt werden. Bitumenschindeln gibt es in verschiedenen Farben und Formen. Sie haben den Vorteil, dass sie sich leicht verarbeiten lassen, geschnitten werden können und leicht sind. Schrauben Sie zunächst die OSB-Platte auf die Dachbalken. Danach beginnen Sie die Verlegung der Dachpappbahnen waagerecht von unten nach oben (Abb. 6). Die Reihen sollten sich dabei um 5 cm überlappen.

Die Bitumendachschindeln werden wie die Dachpappe von unten nach oben verlegt. Für die Anfangsreihe schneiden Sie zunächst bei einer Bahn die Schindelzungen bis zum Blatteinschnitt ab und nageln sie auf, wobei die Bahn die Traufe um 6 - 10 cm überragen sollte. Die nächste Reihe wird dann bündig zur Anfangsreihe aufgenagelt, sodass die Bitumenschindeln an der Unterkante doppelt liegen. Wichtig ist wieder, dass die Köpfe der Dachpappstifte nicht herausstehen, aber auch nicht in die Pappe eindringen. Außerdem sollten die Nägel 2,5 cm oberhalb des Blatteinschnitts angebracht werden und 2,5 cm vom Rand entfernt liegen.

Die weiteren Reihen werden jeweils um eine halbe Schindel versetzt verlegt bis Sie am First angekommen sind. Zur Orientierung kann man dabei senkrechte und waagerechte Hilfslinien mit Kreide auf die darunterliegende Dachpappe zeichnen. Am First werden die Bitumenschindeln einzeln ausgeschnitten und quer verlegt (Abb.7).

Seiten und Rückwand des Häuschens werden mit Profilhölzern verkleidet. Wichtig ist, dass die Nut bei der Verlegung nach oben zeigt, damit Regenwasser später nicht in die Feder eindringen kann (Abb. 8). Sie können die Profilbretter entweder von außen mit Edelstahlschrauben befestigen oder unsichtbar mit Profilkrallen.

Edelstahlschrauben haben den Vorteil, dass sie einen sehr stabilen Halt gewährleisten und Sie beliebig von oben oder unten mit der Verlegung beginnen können. Da durch das Dach oben die Profilbretter angeschrägt werden müssen, wäre es in diesem Fall einfacher von unten zu beginnen. Die Profilkrallen werden um die Nutwangen gelegt und verdeckt angenagelt oder geschraubt. Sie haben den Vorteil, dass man die Befestigung nicht sieht. Hier ist es aber auf jeden Fall notwendig von oben zu beginnen, da sonst die Krallen nicht mehr angebracht werden können.

Damit der Unterstand auch abgeschlossen werden kann, sollte auch ein Tor angebracht werden. Dazu werden an den beiden Möbelbauplatten jeweils 3 Ladenbänder angeschraubt wie in Abbildung 9 zu sehen ist. Diese werden in Aufschraubkloben eingehängt, die an die Pfosten rechts und links geschraubt wurden.

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihrer Garage haben, ist es sinnvoll, mit Holzfarbe oder Holzschutzlasur das Holz zu schützen.

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