Motorrad Comic zeichnen lernen: Eine umfassende Anleitung

Möchtest du in die Welt des Comic-Zeichnens eintauchen und lernen, wie man beeindruckende Motorrad-Comics erstellt? Dieser Artikel bietet dir eine umfassende Einführung in die Grundlagen und fortgeschrittenen Techniken des Comic-Zeichnens. Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und praktischen Tipps kannst du im Handumdrehen deine eigenen Anime- und Manga-Charaktere zum Leben erwecken.

Die Grundlagen des Manga-Zeichnens

Alle angehenden Mangaka stehen vor denselben grundlegenden Fragen: Wie baue ich meine Zeichnung auf? Wie gebe ich die Perspektive wieder? Dieses Buch führt in Form einer Graphic Novel in die Geheimnisse des Mangazeichnens ein.

Werkzeuge und Materialien

Wer jedoch bereits Wert auf etwas anspruchsvollere Materialien legt, dem lege ich ans Herz beim Kauf von Stiften auf lichtechte, im Idealfall auch noch wasserfeste, möglichst intensiv schwarze Farbe zu achten, die nicht auf dem Papier ausbluten (fransig auslaufen) sollte. Das Papierformat bleibt euch, solange ihr nur hobbymäßig zeichnet, selbst überlassen.

Planung und Umsetzung einer Comic-Seite

Dieses Tutorial wendet sich an alle, die selbst Comics/Manga zeichnen möchten, aber sich unsicher sind, welche Schritte für das Erstellen einer Comic- oder Mangaseite sinnvoll sind. Die Methode, nach der ich vorgehe, ist von den Grundzügen her sehr typisch und wird von vielen Zeichnern in ähnlicher Art angewendet.

Die Geschichte entwickeln

Eure Geschichte habt ihr wahrscheinlich irgendwo niedergeschrieben. Wenn nicht, wäre es sehr empfehlenswert, das noch zu tun. Wenn ich den Text vor mir liegen habe, nehme ich mir einen Stift und beginne, die Dialoge in einzelne Seiten aufzuteilen. Dabei ist jeder Abschnitt, den ich einteile, nachher eine gezeichnete Seite.

Beim zweiten Beispiel ist zu sehen, dass meine Autorin dort schon selbst Seiten eingeteilt hatte, was für mich sehr hilfreich bei der Orientierung ist. Es kann sich dort jedoch immer mal etwas ändern, da ich als Zeichnerin teilweise andere Schwerpunkte lege als ein Autor. Manchmal füge ich, wie man oben sieht, auch noch Ergänzungen für den Text an, falls uns z.B. Ich habe mich in diesem Fall entschlossen Seite 7 zu zeichnen, dort war ich zu dem Zeitpunkt gerade mit der Geschichte angekommen.

Skizzieren und Detaillieren

Das muss nicht besonders toll aussehen, Hauptsache ihr selbst findet euch noch zurecht. Wenn ihr an Seiten arbeitet, die nicht für die Veröffentlichung im Internet, sondern für den Druck gedacht sind, ist es ratsam, die Skizzen gleich in Doppelseiten anzulegen. Wo sollten die Sprechblasen hin, damit sie nicht stören? Sind sie groß genug, um alles lesen zu können?

Hier arbeite ich mit Bleistift alles detailliert aus: Von den Panels über die Personen bis hin zu den Hintergründen. Wenn ihr daran arbeitet, geht sorgsam vor, das hier ist nachher eure Grundlage für die Tuschezeichnung! Überlegt euch an diesem Punkt, wo ihr Hintergründe einsetzt und wie detailliert diese sein sollen. Passt auf, dass ihr nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Hintergründe macht.

Paneling: Die Kunst der Seitenaufteilung

Bei der Einteilung der Panels, Sprechblasen und Perspektiven gilt generell, dass Abwechslung der Seite gut tut. Achtet auch darauf, dass die Panelrahmen jetzt schon einigermaßen grade werden. Wenn das von Hand nicht funktioniert, benutze am besten ein Lineal, damit es nicht unordentlich wird.

Generell ist es ratsam zu beobachten wie Profis das Paneling machen. Abgesehen davon gilt natürlich auch hier immer: Probieren geht über studieren.

Panelabstände und Lesefluss

Neben der Panelzahl solltet ihr aber auch noch die Abstände zwischen den Panels berücksichtigen. Um ein gutes Paneling für meine Seiten zu erzielen, mache ich die roten Abstände (abgesehen von Ausnahmesituationen) immer größer als die grünen. So kann durch die unterschiedlichen Panelabstände der Lesefluss kontrolliert werden.

Den blauen, äußeren Rand solltet ihr dabei besser auch nicht vergessen. Die Abstände zu den Seiten sind nicht immer ein Muss. An einigen Stellen können sie auch - bei einem guten inhaltlichen oder ästhetischen Grund - auch weglassen werden.

Panelformen und -größen

Beim Gestalten der Panelformen habt ihr grundsätzlich (schräge Panels erst einmal außen vor gelassen) drei verschiedene Formate zur Auswahl: Das Quadrat, das hochformatige Rechteck und das querformatige Rechteck. Möchtet ihr eine besonders weit ausgedehnte Landschaft zeigen, ist es nicht gerade vorteilhaft sie in schmales, hochformatiges Panel zu pressen, da dadurch das gewünschte Gefühl der Weite verloren gehen kann. Darum solltet ihr euch bei jedem Panel fragen „Was möchte ich eigentlich abbilden?“. Bevor dies nicht feststeht ist es schwer das passende Panelformat festzulegen.

Die Größe der Panels lässt sich in vielen Fällen entsprechend ihrer Wichtigkeit anlegen. Wenn der Inhalt eines Panels besonders wichtig ist, könnt ihr diesen durch ein sehr großes Panel optisch betonen und dadurch seine Bedeutung nochmal hervorheben. Die mögliche Größe der restlichen Panels hängt anschließend aber auch noch von der Gesamtpanelzahl pro Seite ab.

Schräge Panels sind besonders gut geeignet wenn eine gewisse Schnelligkeit in die Szene gebracht werden soll. Das kann ganz typisch bei Kampfszenen der Fall sein, aber auch wenn ein Charakter schnell und panisch nachdenkt, kann ein Anschrägen der Panels Sinn machen. Für wichtig halte ich dabei schräge Panels eher gezielt (Beispiel rechts) einzusetzen. Das hilft dabei den besonderen Effekt über die Seiten hinweg zu erhalten und zu verhindern, dass er mit der Zeit zum Standard (und somit wirkungslos) wird.

Tusche und Lettering

Beim Tuschen werden alle Linien schwarz nachgezogen. Für die Panelrahmen benutze ich einen Multiliner (Größe 1,0 mm) und ein Lineal. Beim Rest arbeite ich mit Tusche und Feder. Tusche und Feder bieten gegenüber Multi- und Finelinern den Vorteil, dass ein dunkleres Schwarz der Linien möglich ist und sie beim Radieren nicht so stark ausbleicht.

Beim Lettering wir der Text in die Sprechblasen eingesetzt. Achtet darauf , dass der Text eine gute und lesbare Größe hat. Zudem eignen sich Schriftarten mit sehr klaren und einfachen Buchstaben besonders gut für Comic- und Mangaseiten. Der Text sitzt idealer Weise so in der Sprechblase, dass zwischen den Buchstaben und der Umrandung der Blase noch ausreichend weißer Raum vorhanden ist.

Rastertechniken

Um eine Seite zu Rastern könnt ihr sowohl traditionell mit selbstklebenden Rasterfolien arbeiten oder aber die Raster per Computer einsetzen. Beim Rastern eine Seite solltet ihr immer daran denken, dass die Raster den Aufbau einer Seite unterstützen und die Lesbarkeit der Bilder verbessern sollte. Sobald ihr merkt, dass eure Raster die Seite unübersichtlicher statt besser erkennbar machen, solltet ihr aufmerksam werden und eure Wahl noch einmal überdenken.

In dem Maß in dem die Seite anfangs leer erschien, ist sie nun mit sechs verschiedenen Rastern schon fast überbelegt. Das bedeutet viele Raster sind nicht automatisch eine gute Lösung. Im Gegenteil. Hinzu kommt, dass die Rasterflächen alle fast gleich grau sind und dabei eine ähnlichen Helligkeitswert aufweisen. Das bedeutet sie heben sich nicht genug voneinander ab. Das Zauberwort zur Lösung dieses Problems heißt daher: Hell-Dunkel-Kontraste.

Rechtschreibung und Korrektur

Achtet auch immer auf Rechtschreibfehler! Wenn der Text in einem Comic/Manga zu viele Fehler hat, kann das die Leser schnell abschrecken. Lest den Text darum immer mehrmals und korrigiert ihn notfalls. Seid ihr euch nicht sicher in Sachen Rechtschreibung und wisst, dass ihr häufig Fehler macht, dann sucht euch jemanden der Korrektur liest (z.B. eure Eltern, Geschwister oder Freunde) oder zieht notfalls die Word-Rechtschreibprüfung zu Rate.

Digitale Werkzeuge und Apps

Die gute Nachricht ist, dass du kein begabter Künstler sein musst, um einen Cartoon von dir zu erstellen. Die kostenlose Fotobearbeitungs-App PhotoDirector bietet eine Vielzahl von Cartoon-Filtern, mit denen du Fotos in Comics umwandeln kannst. Mit der App kannst du in nur wenigen Klicks Cartoon-Charaktere auf deinem Smartphone erstellen.

Empfohlene Apps

  • PhotoDirector: Bietet eine Vielzahl von Cartoon-Filtern und Effekten.
  • Vivid Glam: KI-App mit Comic- und Make-Up-Filtern.
  • MyEdit: Online-Editor zum Umwandeln von Bildern in Disney-Stil.
  • ToonMe: Einfach zu bedienende App für Cartoons.
  • ToonApp: App mit einer großen Auswahl an Cartoon-Filtern.

PhotoDirector im Detail

Die kostenlose und intuitive Fotobearbeitungs-App PhotoDirector bietet eine Vielzahl von Comic-Filtern. Lade die App PhotoDirector kostenlos herunter. Die App ist für iOS und Android verfügbar.

Wähle KI-Porträt oder KI-Szene in der Funktionsleiste, um einen Comic-Filter auf dein Bild anzuwenden. Du kannst nun aus einer Vielzahl von Comic-Filtern den Effekt aussuchen, der dir am besten gefällt. Mit dem Radiergummi lässt sich der gezeichnete Filter ansatzweise entfernen. Du kannst die Formmaske benutzen, um den Bereich anzugeben, den du in Cartoon umwandeln willst. Du kannst mit der Desktop-Version der Software PhotoDirector mühelos Bilder in Comics umwandeln.

Weitere nützliche Apps

  • Bleistiftzeichnen: App zum Erstellen von Skizzen deiner Bilder.
  • FaceTune: Selfie-App zur Verstärkung der Gesichtszüge.
  • BeFunky: App für Fotobearbeitung und Grafikdesign mit Kunstfiltern.
  • Fotor: All-in-One Foto-Editor mit Fotobearbeitungs-Tools.
  • Prisma: App mit kunstvollen Comic-Filtern.

Zusätzliche Ressourcen

Es gibt viele Möglichkeiten, um ein Bild oder ein Foto in einen Comic umzuwandeln. Ob in Photoshop, online oder per App: Wie sich der Comic Style umsetzen lässt, erfährt man hier.

Kostenlose Photoshop-Actions

  • Toon Artist: Comic-Effekt mit Ölfarben-Filter.
  • EasyComic Photoshop Action: Schnelle Erstellung von Comics aus Fotos.
  • Modern Artist Action Set: Verwandelt Fotos in kunstvolle Artworks.
  • Pencil Sketch PS Action: Fotos in Bleistift-Zeichnungen umwandeln.
  • Pop Art Action: Fotos den typischen Pop Art-Effekt verleihen.

Online-Tools für die Comic-Umwandlung

  • Toon Me: Umwandlung eines Fotos in eine Comiczeichnung mit KI.
  • Colorcinch: Online-Editor mit comichaften Effekten.
  • befunky Photo Editor: Bietet Filter, um Fotos in Pop Art-Bilder oder Zeichnungen zu verwandeln.

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