Motorrad Cruiser Bekleidung Test Vergleich: Alles, was Sie wissen müssen

Willkommen bei unserer Motorradbekleidung Empfehlungen. Auf dieser Seite finden Sie alle von uns empfohlenen Motorradbekleidung. Wir gehen auf häufig gestellte Fragen ein und geben Ihnen in diesem Ratgeber Antworten zu Ihren Fragen.

Die richtige Schutzkleidung für Cruiser-Fahrer

Zunächst einmal: Die richtige Motorrad-Schutzkleidung und der korrekte Helm können Leben retten und verhindern, dass im Fall eines Unfalls Ansprüche gekürzt werden. Doch die ist nicht leicht zu finden.

Was gehört zur Grundausstattung?

Zu einer geeigneten Schutzkleidung gehört ein Motorradhelm, der den ganzen Kopf im geschlossenen Zustand schützen kann. Besonders gut geeignet sind Helme, die der ECE-22 Norm entsprechen. In der Straßenverkehrsordnung wird unter §21 a Abs. Diese Ausstattung beinhaltet Motorradhelm, -jacke, -hose und -schuhe.

  • Motorradhelm
  • Motorradjacke
  • Motorradhose
  • Motorradschuhe

Materialien im Vergleich: Leder vs. Textil

Die Motorradjacke sollte ebenfalls eine gute Qualität aufweisen. Leder ist im Vergleich zu Textil wesentlich abriebfester. Das Material schmiegt sich beim Träger gut an. Leder ist vergleichsweise etwas schwerer und schützt nicht vor Regen oder Kälte.

Der Siegeszug der Textilkombis scheint unaufhaltsam: Sie sind leicht, bequem, relativ wetterfest und haben ein hohes Sicherheitsniveau erreicht. Doch selbst hochwertigstes Kunstfaser-Gewebe erreichte bei ADAC Prüfungen nicht die Abriebfestigkeit eines guten Leders.

Ein weiteres Argument spricht für Leder: Bei gut anliegenden Lederkombis sitzen die eingearbeiteten Protektoren zuverlässiger an ihrem Einsatzort als in den meist weiter geschnittenen Textilanzügen.

Sommer- und Winterbekleidung

Auch wenn es im Sommer sehr heiß ist, sollte nicht auf eine schützende Motorradkleidung verzichtet werden. Viele Regenjacken und -hosen sind größenverstellbar und regentauglich. Um sich im Winter oder Herbst auch vor starkem Regen zu schützen, ist eine wasserdichte Bekleidung besser geeignet.

Und was ist mit dem Hitzestau im Sommer? Perforierungen und "Cool Leather", das dank Spezialbehandlung die Sonnenstrahlung abweist, sollen hier helfen. Weiterer Trend: Hydrophobiertes (wasserabweisendes) Leder in Verbindung mit innen aufgebrachter Funktionsmembran (z.B. GoreTex). Das hält auch längeren Regengüssen stand. Übrigens: Bei strammem Dauerregen ist eine gute Regen-Überziehkombi immer noch die dichteste aller Lösungen.

Sicherheit geht vor: Protektoren und Schutzpolster

Ein Protektor verteilt den punktuellen Druck bei einem Sturz auf eine größere Fläche. Sie sind als Aufprallschutz sehr nützlich. Den Namen "Protektor" dürfen streng genommen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621-1, -2 und -3 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als "CE-geprüfte Protektoren". Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und das Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden.

Ganz einfach: Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall. Gut ausgerüstete Kombis müssen dabei keineswegs unbequem sein. Immer häufiger kommen Hightech-(PU-)Schaumstoffe zum Einsatz, die beim Tragen flexibel sind und sich erst beim Aufprall verhärten.

Und wo sollte ein sicherer Motorradanzug Protektoren haben? Am besten an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knie, Schienbein und Fußknöchel.

Günstige vs. Teure Motorradbekleidung

Ob man sich für ein teures oder günstiges Outfit entscheidet, ist immer eine Frage des Geldbeutels. Für eine Motorradjacke aus Leder zahlt man im Durchschnitt über 80 Euro. Je nach Wetterlage sollte unter der Bekleidung eine einfache Funktionsunterwäsche getragen werden.

Eine gute Motorrad Kombi muss nicht teuer sein - für den Einstieg gibt es schon mit Sicherheit eine Motorrad Kombi unter 500 Euro. Ein gesundes Budget für eine Motorrad Kombi sind 500 Euro. Damit erhält man bereits eine gute Kombination aus Motorradjacke und Motorradhose, mit der man die nächsten Jahre sicher unterwegs ist und Spaß hat.

Es empfiehlt sich bei der Auswahl der Motorrad Schutzkleidung zum Einstieg sowohl Jacke wie auch Hose von einem Hersteller zu kaufen - hier ist zumeist sichergestellt, dass sich beide Kleidungsstücke mit einem Verbindungsreißverschluss fügen lassen. Diese Verbindung schützt im Fahrbetrieb vor Zugluft am Rücken und den Nieren.

Empfehlungen für Einsteiger

Als Empfehlung für eine günstige Motorrad Kombi für Einsteiger im Allround-Segment hält motoin die Jacke “Antaris” und die Hose “Baxley Base” bereit. Beide von der deutschen Motorradbekleidungsmanufaktur Held aus dem Allgäu. Die Held Antaris Jacke ist aus robustem 500 D Polyamidmaterial und mit einem atmungsaktiven Mesh-Innenfutter ausgekleidet. Ihre herausnehmbare Thermoweste hält warm, die Z-Liner-Membran im Zweifelsfall trocken, Belüftungsreißverschlüsse an der Brust sorgen im Sommer für Kühlung. An den Gelenken sind CE-Protektoren Level 1 integriert, hier ist auch das Außenmaterial zusätzlich verstärkt. Ein Rückenprotektor kann nachgerüstet werden.

Die Held Baxley Base Textilhose bietet die optimale Ergänzung zur Antaris Jacke. Für das perfekte Fitment ist sie sogar in Lang- und Kurzgrößen erhältlich. Als Außenmaterial wurde ebenfalls 500 D Gewebe verwendet, sie besitzt ein atmungsaktives Mesh-Innenfutter und für den Nässeschutz sorgt auch hier eine Z-Liner-Membran. An den Knien sind Level 1 Protektoren verbaut, Hüftprotektoren sind Geschmackssache und können optional nachgerüstet werden.

Textil oder Leder? Tipps zu Schutzpolstern und Protektoren

Bei allen Unterschieden verbindet die Fans von Harley-Davidson, Honda, BMW & Co. eine wichtige Gemeinsamkeit. Seit vielen Jahren schreibt der Paragraf 21 a Abs. 2 der Straßenverkehrsordnung die Helmpflicht für Motorradfahrer und Mitfahrer vor. Für den Gesetzgeber ist dabei unerheblich, ob es sich bei dem Motorradhelm um einen Integralhelm oder einen Klapphelm handelt. Zusätzlich ist weitere Schutzausrüstung unbedingt empfehlenswert, dazu zählen Motorradhandschuhe, Motorradschuhe oder Motorradstiefel, Motorradhose und die passende Jacke.

Worauf sollte man achten?

Bei Motorradjacken steht in erster Linie die Schutzwirkung im Vordergrund und auch ein guter Tragekomfort ist wichtig. Achten Sie auf einen guten Sitz und wählen Sie die passende Größe aus. Die Jacke sollte nicht zu locker und auch nicht zu eng sitzen. Es sind unterschiedliche Modelle für Damen, Herren und Kinder auf dem Markt.

Moderne Jacken bieten jedoch in der Regel integrierte Schutzpolster, die sich häufig problemlos austauschen lassen. Teilweise sind sogar Exemplare mit zusätzlichen Rückenprotektoren zu finden. Da Rückenverletzungen durchaus schwerwiegende Folgen haben können, können Sie alternativ auch einen zusätzlichen Rückenschutz nutzen. Achten Sie unbedingt auf die Einhaltung der Mindeststandards nach DIN EN 1621-1 (Gelenkprotektoren) sowie EN 1621-2 (Rückenprotektoren).

Anprobe und Passform

Absolutes Muss: kompetente Beratung und kein Zeitdruck! Ein guter Verkäufer muss erkennen, was der Kunde wirklich benötigt, welcher Fahrertyp er ist, welche Schutzkleidung für ihn sinnvoll ist. Unbedingt mehrere Anzüge - und das stets auch auf dem Motorrad - anprobieren.

Dabei kontrollieren: Drücken Falten in den Kniekehlen oder im Beckenbereich? Dann ein prüfender Blick auf Reißverschlüsse und Nähte: Sind sie stabil? Grundsätzlich gilt: Viele Nähte, viele Schwachstellen!

Bei Textilanzügen lohnt ein Blick auf herausnehmbare Protektoren: Tragen sie das CE-Zeichen? Weiter wichtig: Sitzt die Textilkombi noch gut, wenn das Innenfutter entfernt ist? Und passt unter das Leder-Outfit noch wärmende Funktionskleidung?

Bußgeld bei ungeeignetem Helm

Ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro droht, wenn während der Fahrt kein oder kein geeigneter Schutzhelm getragen wird. Die aktuelle Version ist die Norm ECE-R 22.06, mit der seit 2022 geprüft wird. Mittlerweile dürfen keine Helme mehr mit der früheren Norm ECE 22.05 produziert werden.

Außerdem ist in vielen europäischen Reiseländern diese Norm ohnehin zwingend und wer ohne einen so gekennzeichneten Helm fährt, dem drohen hohe Bußgelder oder sogar Einziehung seines Motorrades! Man sollte also darauf achten, dass der Helm in jedem Fall einen entsprechenden Aufnäher im Helmfutter oder auf dem Kinnband hat.

Unfall ohne Schutzkleidung

Obwohl gesetzlich - anders als bei der Helmpflicht - das Tragen von Motorradschutzkleidung nicht vorgeschrieben ist, ist in der Rechtsprechung eine Tendenz zu beobachten, schuldlos geschädigten Motorradfahrern wegen des Nichttragens von Schutzkleidung Ansprüche zu kürzen.

Testergebnisse und Empfehlungen

Hier eine Übersicht von getesteten Motorradbekleidungen:

Produkt Passgenauigkeit Material/Verarbeitung Sicherheit Punkte Günstigster Preis
Touratech Compañero ULTIMATE Gut Sehr gut Sehr gut 97 ab 1.999,00 Euro
Touratech Compañero Rambler Gut Sehr gut Sehr gut 96 ab 549,51 Euro
Spidi Allroad H2Out Gut Sehr gut Sehr gut 96 ab 501,42 Euro
Stadler Free Sport Pro Gut Sehr gut Sehr gut 96 ab 1.438,98 Euro
Rukka Rapto-R Gut Sehr gut Sehr gut 96 ab 999,00 Euro
Rukka Realer Gut Sehr gut Sehr gut 96 ab 936,70 Euro
Stadler Tour Evo Gut Sehr gut Sehr gut 95 UVP: 1549,-- Euro
Stadler Treasure Pro Gut Sehr gut Sehr gut 95 ab 1.549,00 Euro
iXS HORIZON-GTX Gut Sehr gut Sehr gut 94 ab 450,00 Euro
Rukka Armagate Gut Sehr gut Sehr gut 93 ab 670,10 Euro
Spidi Mission-T H2Out Gut Sehr gut Sehr gut 93 ab 519,95 Euro

Fazit

Egal, ob Sie sich für Leder oder Textil entscheiden, achten Sie auf eine gute Passform, hochwertige Materialien und geprüfte Protektoren. So sind Sie bestmöglich geschützt und genießen jede Fahrt.

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