Die Wahl der richtigen Ausrüstung für Motorradtouren und Camping kann entscheidend für den Komfort und die Erholung sein. In diesem Artikel werden verschiedene Optionen wie selbstaufblasende Isomatten, Luftmatratzen und andere Hilfsmittel untersucht, um die beste Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Schlafunterlagen im Vergleich
Es gibt verschiedene Arten von Schlafunterlagen, die sich für Motorradtouren und Camping eignen. Jede hat ihre Vor- und Nachteile:
- Schaummatten: Diese sind günstig, können aber unbequem sein und Rückenprobleme verursachen.
- Luftmatratzen: Sie sind bequem, können aber Luft verlieren und ein "Wabbelgefühl" verursachen.
- Selbstaufblasende Matratzen: Diese sind oft die bequemste Option, aber das Verpacken kann mühsam sein.
Viele Nutzer bevorzugen selbstaufblasende Schaummatratzen, insbesondere dickere Modelle, da sie einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Packmaß bieten.
Isolierung und Komfort
Eine wichtige Überlegung ist die Isolierung gegen Kälte. Nur eine Luftmatratze zu verwenden, kann bei niedrigen Temperaturen unangenehm sein. Eine zusätzliche Isolierschicht, wie eine Iso- oder Alumatte, kann helfen, die Körperwärme zu reflektieren und die Kälte des Bodens zu blockieren.
Isomatte AUF die normale Luftmatraze, nicht drunter. Ist wärmer, weil der Körper so oder so keine Chance hat die Luft in der LuMa zu erwärmen.
Es muss auch keine Isomatte sein, sondern es reicht eine dünne Alumatte, die einfach nur Wärme reflektiert.
Der Teil Schlafsack auf dem du liegst isoliert nur begrenzt - das isolierende Luftpolster liegst du ja platt.
Und die LuMa-Luft ist kalt und leitet die Bodenkälte 1:1 durch.
Erfahrungen und Meinungen
Viele Motorradfahrer haben verschiedene Schlafunterlagen ausprobiert und ihre Erfahrungen geteilt:
- Ein Nutzer bevorzugt eine normale Luftmatratze gegenüber einer selbstaufblasenden Isomatte, da diese auf Dauer für die Knochen unbequem ist.
- Ein anderer Nutzer empfiehlt, selbstaufblasende Matten zusätzlich mit dem Mund aufzublasen, um sie fester zu machen.
- Wieder andere schielen zu einer Selbstaufblasenden Isomatte die 10 cm dick werden soll.
Es gibt auch Bedenken hinsichtlich des Gewichts und des Packmaßes von dickeren Isomatten. Ein Nutzer merkte an, dass eine 10 cm dicke Isomatte zwar bequem sein mag, aber auch ein größeres Packmaß hat.
Die Qual der Wahl
Die preisliche Spannweite von Isomatten ist beeindruckend groß. Man kann 10 Euro dafür ausgeben - oder auch mehrere hundert Euro. Doch wo liegen die Unterschiede? Einen Testsieger zu finden, war alles andere als leicht. Schließlich kann man 40 Isomatten nicht in drei Monaten auf ihre Langlebigkeit testen. Trotzdem haben sich einige Favoriten herauskristallisiert.
Isomatte ist nicht gleich Isomatte - alle haben ihre Eigenheiten, die Vor- und Nachteile mit sich bringen. Die im Test unter die Lupe genommenen Isomatten unterscheiden sich in drei Typen: Schaumstoffmatten, aufblasbare Matten und selbstaufblasende Matten. Schaumstoffmatten sind schon für sehr günstiges Geld zu haben - im Test geht die preiswerteste Isomatte für rund 10 Euro über die Ladentheke. Aufblasbare Isomatten sind ein wenig teurer: 25 Euro und mehr muss man hier berappen.
Schaumstoffmatten haben den Vorteil, dass sie keine Luft verlieren können, um so mitten in der Nacht den Dienst zu quittieren.
R-Wert - Isoliervermögen
Der R-Wert oder auch Wärmedurchgangskoeffizient ist ein Maß für den Wärmedurchgang durch einen festen Körper. Der R-Wert beschreibt also, wie gut eine Isomatte isoliert und Bodenkälte fernbleibt. Die Faustregel ist ganz einfach: je höher der R-Wert, desto besser die Wärmeleistung bzw. die Isoliereigenschaften.
Form - Rechteckig oder mumienförmig?
Das ist nicht zuletzt eine Frage des Mattentyps. Sind Schaumstoffmatten in der Regel rechteckig, orientieren sich die Hersteller von aufblasbaren und selbstaufblasenden Isomatten meist an der Mumienform von Schlafsäcken. Rechteckige, aufblasbare Matten, wie es sie früher gab, sind nur noch selten zu finden.
Ventil
Das etwas mühsam bedienbare, einem Dunlop-Ventil ähnelnde Mattenventil, wie es noch vor zehn Jahren verbaut wurde, hat ausgedient. An seine Stelle sind bei aufblasbaren Isomatten Rückschlagventile getreten, die in der Regel drei Ventilstellungen haben: offen, geschlossen und Pumpmodus.
Pumpsack
Ein paar wenige Isomatten können mit einem sogenannten Pumpsack aufgefüllt werden. Wer eine gesunde Lunge hat und gerne pustet, gewinnt durch den Sack-Einsatz nur wenig Zeit. Pumpsäcke erfüllen aber noch einen ganz anderen Zweck: Die Umgebungsluft, die man mit dem Pumpsack in die Isomatte befördert, enthält in der Regel weniger Feuchtigkeit als die Atemluft.
Komfort
Was den Komfort angeht, haben Isomatten mit Luftfüllung gegenüber Schaumstoffmatten in den meisten Fällen die Nase vorne. Das liegt in erster Linie am größeren Volumen, das Unebenheiten auf dem Untergrund besser ausgleicht.
Empfehlungen
Hier sind einige Empfehlungen für Isomatten, basierend auf verschiedenen Kriterien:
- Testsieger: Therm-a-Rest Trail Pro
- Körperangepasst: Nordisk Grip 3.8
- Komfort-Tipp: Exped DeepSleep Mat 7,5
- Preis-Leistungs-Tipp: Grüezi Bag Wool Mat Camping
- Schnäppchen: Nordmut HU-XI-89
Therm-a-Rest Trail Pro
Schön verarbeitete Matte mit ausgezeichnetem Liegekomfort. Komfortabel, komfortabler, Therm-a-Rest Trail Pro - der Testsieger hat uns ehrlich begeistert. Was Therm-a-Rest schon vor Jahren konnte, kann die Firma immer noch, nur besser: einen hohen Schlafkomfort ermöglichen. Zwar sind Gewicht und Packmaß relativ groß, das nimmt man jedoch für das gebotene Wohlgefühl beim Schlafen gerne in Kauf.
Der Ventildurchmesser ist mit gut zwei Zentimeter deutlich größer als bei älteren Therm-a-Rest-Modellen, das Selbstaufblasen und Entleeren geht dadurch sehr einfach und schnell. Um Gewicht und Packvolumen einzusparen, hat Therm-a-Rest der Trail Pro einen Mumien-Grundriss verpasst. Die Breite auf Schulterhöhe misst 64 Zentimeter, die Breite im Fußbereich 45 Zentimeter - das reicht für normal proportionierte Camping-Fans.
Ein kurzes Wort noch zum R-Wert: Er ist das Maß für den Wärmedurchgangswiderstand der Isomatte, also die Isolationsfähigkeit. Je größer der Wert, desto besser die Isolation.
Voller Vorfreude packen wir unsere Sachen für die erste Testnacht. An ihre Temperaturgrenze werden wir die selbstaufblasende Isomatte beim geplanten Frühsommer-Biwak sicherlich nicht bringen, sind aber sehr gespannt, ob die Isomatte den Komfort bringt, den Therm-a-Rest im Produkttext verspricht. Unser Urteil lautet: Ja, sie ist bemerkenswert komfortabel!
Es besteht keinerlei Gefahr, dass man beim Liegen den Untergrund spürt, der geringere Luftdruck bedeutet jedoch nochmals einen Komfortgewinn. Dazu kommt noch die angeraute, aber sehr weiche Oberseite. Diese hemmt nerviges Herumrutschen und ist sehr angenehm.
Nordisk Grip 3.8
Form follows Function - bei wenigen Matten gilt das so vollumfänglich wie bei der Nordisk Grip 3.8. Die mit unter 100 Euro fair bepreiste Isomatte hat eine an die Körperform bzw. das »Bewegungsspektrum im Schlaf« angepasste Silhouette. Am Kopf und den Beinen schmal, am Oberkörper und den Füßen breit.
Für Nutzer, die sich im Schlaf viel hin- und herwälzen, ist die Matte nicht unbedingt die erste Wahl, dafür ist sie einfach zu schmal. Minimalisten, die sich nicht allzu viel drehen und wenden, werden jedoch ihre helle Freude mit der Matte haben.
Mit ca. Nordisk bietet die Matte in zwei Stärken an. Die von uns getestete 3,8 cm-Variante punktet mit einem beeindruckenden R-Wert von 3,6 und eignet sich damit auch für den Einsatz in kälteren Nächten in den Übergangszeiten, die dünnere 2,5 cm-Variante ist tendenziell eher ein Sommermodell, wiegt dafür aber ca.
Exped DeepSleep Mat 7.5
Sehr komfortabel und gewichtstechnisch gerade noch im Rahmen - perfekt für Glamper, die es bequem haben wollen. Mit Schwung ist die Exped DeepSleep Mat 7.5 in die Empfehlungen hineingerutscht, allein schon des R-Werts von 9 wegen. In der von uns getesteten Größe M misst die Matte 183 Zentimeter und ist, wie ihr Name schon sagt, 7,5 Zentimeter hoch.
Im Inneren besteht die selbstaufblasende Matte aus Schaumstoff, der für ein ganz ausgezeichnetes Liegegefühl sorgt - somit eignet sich die Matte auch perfekt für längere Campingausflüge, auf denen man auf einen höheren Liegekomfort Wert legt.
Gut gefallen hat uns auch die, wie man in Bayern sagt, »brettlebene« Liegefläche. Die Gefahr, dass man von der DeepSleep Mat rutscht, ist gering - und wenn, dann merkt man es sehr schnell. Schön ist auch zu sehen, dass Exped der Matte zwei schöne breite Klettriemen beilegt, die ein Entrollen verhindern. Nicht jeder Hersteller tut das und wenn, dann werden oft Stretchbänder dazugepackt, die schnell ausgeleiert sind.
Grüezi Bag Wool Mat Camping
Komfortable Isomatte mit kleinem Packmaß, Woll-Isolierung und vergleichsweise geringem Gewicht. Grüezi Bag ist primär für seine Schlafsäcke bekannt. Die mit einer geriffelten Oberfläche versehene Matte ist zunächst einmal erstaunlich klein packbar. Mit einem Packmaß von 27 x 15 cm findet sie auch in kleineren Ruck- oder Packsäcken Platz.
In der Camping-Variante hat die Matte Mumienform - die Abmessungen von 185 x 64 x 8 cm passen für die meisten Nutzer. »One Size fits all« also. Grüezi Bag bietet die Matte bisher nur in einer Größe an.
Der Clou ist die Doppellagigkeit. Zwei getrennt aufblasbare Luftkammern (eine auf der Ober- und eine auf der Unterseite) bieten die Möglichkeit, den Druck zu variieren, um beispielsweise mehr Liegekomfort zu haben. Auch nimmt die Konstruktion etwaigen Löchern den Schrecken - immerhin hat man im Falle des Falles noch eine zweite Lage in petto.
Nordmut HU-XI-89
Wer ein kleines Budget hat, aber trotzdem weich liegen möchte, findet hier einen ordentlich verarbeiteten Begleiter. Wer minimalistisch unterwegs ist und nicht viel Geld zur Verfügung hat, wird mit der Isomatte von Nordmut glücklich: Mit ihrem Packmaß von nur 19 x 12 Zentimetern findet sie auch in kleineren Rucksäcken und Taschen problemlos Platz.
Die Nordmut ist leicht, klein und trotzdem ausreichend komfortabel, um auf gewichtsoptimierten Campings für Komfort zu sorgen. Zudem ist sie angenehm schnell aufgeblasen. Während man bei dickeren Isomatten beim Aufblasen schnell in Atemnot ist, geht es bei der Nordmut ruckzuck.
Ein wenig irritiert sind wir von der Tatsache, dass der Hersteller keinen R-Wert angibt - wir tippen auf einen Wert zwischen 1 und 2. Das macht die Isomatte sommertauglich, auch in wärmeren Nächten in den Übergangszeiten kann sie eingesetzt werden.
Was die weitere Ausstattung angeht, orientiert sich die Nordmut HU-XI-89 an vielen anderen Isomatten im Test. Gut bedienbares Rückschlagventil, recht verlässlich wirkender Packsack, klassische Wabenstruktur.
Motorradschutz bei Sturm
Ein weiteres wichtiges Thema ist der Schutz des Motorrads bei Sturm. Ein Nutzer berichtete, dass sein Motorrad durch einen Sturm umgeworfen wurde. Hier sind einige Tipps, um das Motorrad bei starkem Wind zu sichern:
- Plane runter.
- Das Möpp so nah an eine Hauswand stellen,dass sie bei absenken auf den Seitenständer mit dem Lenker die Wand berührt.
- Die Wippen halten auch schwere Motorräder - z.B. beim Transport - sehr sicher.
- Immer das Vorderrad zusätzlich mit einem Spanngurt an der Wippe sichern!
- Du musst gegen den Wind parken.
Es ist auch ratsam, das Motorrad in einem geschützten Bereich zu parken, wenn möglich, oder eine Garage zu nutzen.
Motorradkleidung und Sicherheit
Textil oder Leder
Der Siegeszug der Textilkombis scheint unaufhaltsam: Sie sind leicht, bequem, relativ wetterfest und haben ein hohes Sicherheitsniveau erreicht. Doch selbst hochwertigstes Kunstfaser-Gewebe erreichte bei ADAC Prüfungen nicht die Abriebfestigkeit eines guten Leders.
Ein weiteres Argument spricht für Leder: Bei gut anliegenden Lederkombis sitzen die eingearbeiteten Protektoren zuverlässiger an ihrem Einsatzort als in den meist weiter geschnittenen Textilanzügen.
Und was ist mit dem Hitzestau im Sommer? Perforierungen und "Cool Leather", das dank Spezialbehandlung die Sonnenstrahlung abweist, sollen hier helfen. Weiterer Trend: Hydrophobiertes (wasserabweisendes) Leder in Verbindung mit innen aufgebrachter Funktionsmembran (z.B. GoreTex). Das hält auch längeren Regengüssen stand. Übrigens: Bei strammem Dauerregen ist eine gute Regen-Überziehkombi immer noch die dichteste aller Lösungen.
Schutzpolster und Protektoren
Den Namen "Protektor" dürfen streng genommen nur Schutzpolster tragen, die nach der europäischen Norm 1621-1, -2 und -3 geprüft sind. Beworben werden diese Protektoren als "CE-geprüfte Protektoren". Ihre Aufgabe: Beim Sturz die Aufprallenergie aufnehmen, auf eine größere Fläche verteilen und das Durchschlagen spitzer Gegenstände vermeiden. Ganz einfach: Je dicker ein Protektor ist und je größer die Fläche, die er abdeckt, desto höher die Sicherheit bei einem Unfall.
Vorsicht vor dünnen Rückenprotektoren in zweiteiligen Low-Cost-Kombis: Sie sind nicht selten aus billigem Schaumstoff gefertigt und decken wichtige Bereiche der unteren Wirbelsäule gar nicht ab. Hier hilft nur eines: Diese Pseudo-Schützer entfernen und einen separaten, hochwertigen Rückenprotektor unter der Kombi-Jacke tragen! Und wo sollte ein sicherer Motorradanzug Protektoren haben? Am besten an Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knie, Schienbein und Fußknöchel.
Bußgeld bei nicht geeignetem Helm
Ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro droht, wenn während der Fahrt kein oder kein geeigneter Schutzhelm getragen wird. Die aktuelle Version ist die Norm ECE-R 22.06, mit der seit 2022 geprüft wird. Mittlerweile dürfen keine Helme mehr mit der früheren Norm ECE 22.05 produziert werden.
Außerdem ist in vielen europäischen Reiseländern diese Norm ohnehin zwingend und wer ohne einen so gekennzeichneten Helm fährt, dem drohen hohe Bußgelder oder sogar Einziehung seines Motorrades! Man sollte also darauf achten, dass der Helm in jedem Fall einen entsprechenden Aufnäher im Helmfutter oder auf dem Kinnband hat.
Montage-Hilfen
Allen sonstigen Differenzen zum Trotz, in einem Punkt sind sich Chopper, Enduros und Sportler einig: Es fehlt meist ein Hauptständer. Das nervt bei der Kettenpflege und wird spätestens beim Reifenwechsel zum Problem.
Enduro Hubständer
Wie für fast alle Produkte auf den folgenden Seiten gilt auch hier: Das abgebildete Modell ist als Beispiel zu verstehen. Viele der auf Hebehilfen spezialisierten Hersteller haben ein großes Sortiment an Hebern und Ständern im Programm, ein Blick auf die entsprechenden Homepages hilft da weiter.
Enduros besitzen in aller Regel zwei parallel laufende Rahmenunterzüge, die als Auflageflächen wie geschaffen sind. Die Bedienung ist einfach und funktioniert auch alleine: Ständer mittig ansetzen, Hebel runterdrücken, fertig ist die Laube.
Plus: Einfache Bedienung, sicherer Stand, geringe Bodenlast durch große Auflagefläche, beide Räder sind in der Luft, leicht, kompakte Abmessungen, auch als Sitz verwendbar.
Minus: Hohe Bodenfreiheit des Motorrads erforderlich (deswegen heißt es auch Enduro-Ständer), Ölwechsel je nach Lage der Ablassschraube schwer bis unmöglich, hoher Schwerpunkt.
Front-Ständer
Zum reinen Anheben des Vorderrads zwecks Ausbau kann man auch einen Heckständer mit entsprechendem Adapter für die Gabel verwenden. Ständer, die wie der abgebildete am Lenkkopf angreifen, bieten jedoch mehr Möglichkeiten: Zum einen kann das Vorderrad eingeschlagen werden, was beim Austausch von Lenker oder Verkleidung von Vorteil ist, zum anderen lassen sich die Gabelholme ausbauen.
Allerdings kann das aufgebockte Bike nicht mehr bewegt werden, und der Platzbedarf des Ständers ist hoch.
Plus: Sehr sicherer Stand, Lenkung freigängig. Viele Servicearbeiten wie Gabelholmausbau möglich, variable Höhenverstellung.
Minus: Bei verkleideten Bikes fummeliges Einfädeln und möglicherweise Platzprobleme. Nur in Verbindung mit Haupt- oder Heckständer zu benutzen.
Kurbel-Ständer
Freunde und Helfer, egal ob in Grün oder welcher Farbe auch immer, sind oft nicht zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. Und da nicht jeder Lust auf einarmiges Bikeballett verspürt, hat Polo sich den Kurbelständer ausgedacht. Die beiden Arme sind mittels Knarre und Gewindespindel stufenlos höhenverstellbar.
Die Bedienung ist leicht: Motorrad auf den Seitenständer stellen, beide Arme an den Buchsen der Schwinge ansetzen und hochkurbeln.
Plus: Einfache Bedienung ohne Kraftaufwand, leichtes Ansetzen, sicherer Stand. Dank der vier Rollen des Ständers bleibt das Bike rangierbar.
Minus: Das Rauf- und Runterkurbeln mittels Knarre ist sehr zeitraubend. Als Kippständer ungeeignet und auch nicht gedacht (Geometrie). Nicht ganz billig.
Decken-Haken
Fast alle Möglichkeiten, ein Motorrad anzuheben, haben irgendwo einen Haken. In diesem Fall ist er mindestens zehn Millimeter stark und steckt in einer Decke, die aus Beton, Stahl oder ähnlich tragfestem Baustoff besteht. Bei der Konstruktion sollte man von wenigstens 150 Kilogramm Belastung ausgehen, soll das Bike komplett am Haken hängen, besser von 300 Kilo.
Plus: Je nach Anlenkung der Gurte lässt sich das Bike komplett demontieren. Keine störenden Ständer und Stützen im Weg, Höhe frei wählbar.
Minus: Zum Anheben und Ablassen ist ein Helfer unverzichtbar. Ohne weitere Abstützung schaukelige Angelegenheit.
Chopper-Ständer
Okay, bei Choppern gibt es selten Ketten zu schmieren, und neue Hinterreifen brauchen sie auch nicht so oft. Aber manchmal eben doch, außerdem will so eine verchromte Speichenfelge poliert werden. Und da ist ein frei drehbares Rad von Vorteil. Viele Langgabler verfügen ähnlich den Enduros über zwei parallel verlaufende Rahmenunterzüge.
Aufgrund des meist hohen Gewichts und der niedrigen Bodenfreiheit sehen die Ständer aber ganz anders aus.
Plus: Kleine Abmessungen, geringes Gewicht, günstiger Preis, variable Hubhöhe.
Minus: Stabilität abhängig von Rahmenbreite. Bedienkraft stark von Hubhöhe abhängig.
Chopper-Hubtisch
Real big boys ride real big bikes and need real big toys. Wer dieser philosophisch angehauchten Glaubensrichtung nahesteht und einen Chopper nicht unter 1,5 Liter Hubraum bewegt, der hat hier den richtigen Heber für seinen Hobel. Na gut, mit einer Virago XV 535 nimmt es das über 30 Kilogramm schwere und hydraulisch betätigte Monstrum auch auf, wirkt dann allerdings leicht überdimensioniert.
Die Hubhöhe beträgt bis zu 40 Zentimeter. Feststellbare Räder und eine Zugstange zum Rangieren gehören zum Lieferumfang. Maximal 400 Kilogramm lupft dieser Heber, dessen Preis von 99,95 Euro nicht nur angesichts der schieren Masse des verbauten Materials ein sehr günstiger ist. Gibt es in ähnlichen Ausführungen auch von anderen namhaften Anbietern.
Plus: Sicherer Stand, sehr robust, geringer Kraftaufwand, große Hubhöhen für entspanntes Arbeiten und leichten Aus- und Einbau der Räder. Auch mit Beladung noch bedingt rangierbar.
Minus: Groß, schwer, fett. Braucht viel Platz und funktioniert nur bei Motorrädern mit ebenen, parallel laufenden Unterzügen. Ölwechsel je nach Lage der Ablassschraube schwierig.
Bierkiste und co.
Während der links vorgestellte Heber so ziemlich die Obergrenze dessen beschreibt, was machbar ist, um ein Motorrad anzuheben, befinden sich die hier gezeigten Varianten am gegenüberliegenden Ende des Spektrums. Einzige Gemeinsamkeit: Unter dem Motor muss eine ebene, tragfähige Fläche sein, was sämtliche vollverkleideten Bikes von vornherein aus dem Rennen wirft.
Je nach Höhe der verwendeten Kiste und Bodenfreiheit des Motorrads kann das Aufbocken schon schweißtreibend sein, weswegen sich diese Methode eigentlich nur für leichte Enduros eignet. Ein zusätzlicher Helfer kann dabei nicht schaden.
Plus: Zumindest die Getränkekiste ist in jedem Haushalt vorrätig. Extrem günstiger Preis, in vielen Geschmacksrichtungen und Höhen erhältlich, problemlos umtauschbar.
Minus: Je nach Inhalt der Kiste kann der Umbau zum Ständer zu erhöhtem Harndrang, Sprachstörungen und Kopfweh am nächsten Tag bei gleichzeitiger Nichterledigung der geplanten Arbeiten führen
Hilfs-Fahrwerk
Herkömmliche Montageständer ermöglichen die Kettenpflege oder den Ausbau des Hinterrads, jedoch nicht den Ausbau des Federbeins. Besonders Rennfahrer müssen da aber gelegentlich ran, weswegen es Ständer gibt, die an der Schwingenachse angreifen. Die Nähe zum Fahrzeugschwerpunkt erlaubt es oft, ohne großen Kraftaufwand auch das Vorderrad anzuheben. Wenn der Ständer dann noch Räder hat, bleibt das Bike trotzdem mobil.
Plus: Beide Räder können angehoben werden, Federbein-Demontage möglich, hohe Standfestigkeit. Abrutschen oder Kippen kaum möglich.
Minus: Hoher Platzbedarf, Ständermontage am Bike etwas fummelig, vor allem mit Rollen recht teuer.
Einbein Stütze
Bekennende Nichtschrauber haben keinen Bedarf an platzraubendem Equipment, Laternenparker keine Unterbringungsmöglichkeit. Und wer will schon einen fetten Heckständer mit in den Urlaub schleppen? Kette schmieren müssen sie dennoch. Und genau an dieser Stelle grätscht der Zubehör-Grossist Louis mit dem Liftstick ein. Der ist nichts weiter als ein mittels Rechts-Links-Gewindespindel längenverstellbares Rohr.
Die Bedienung ist leicht: Motorrad auf den Seitenständer stellen, vordere Bremse fixieren, den Liftstick unter den rechten Schwingenarm stellen und so lange drehen, bis das Hinterrad frei kommt. Erdbebensicher ist das zwar nicht, aber zum Ketteschmieren reicht es allemal.
Plus: Klein, leicht und handlich. Günstigste Möglichkeit, ohne Helfer das Hinterrad frei zu bekommen.
Minus: Taugt nicht als Montageständer, kippelige Angelegenheit. Gefahr des Abrutschens recht hoch.
Hebelwerke
Einen Hauptständer besitzen heute immer weniger Motorräder, was den Besitzer spätestens beim ersten Reifenwechsel vor ein Problem stellt. Unter anderem dafür eignen sich die vielen Varianten von Montageständern, von denen MOTORRAD 19 zum Test bat.
Viele Sportmotorräder besitzen Gewindebuchsen an der Schwinge, die zur Aufnahme von Adaptern gedacht sind. So auch die als Testobjekt dienende Yamaha R1, Modell 2007. An diesen Schraub-Adaptern greifen dann die gabelförmigen Aufnahmen der Ständer ein. Diese Methode ist mit etwas Übung auch alleine einfach zu bedienen und in der Regel sehr standfest.
Fazit
Die Wahl der richtigen Motorraddecke, Isomatte und Montagehilfen hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Berücksichtigen Sie Faktoren wie Komfort, Isolierung, Packmaß, Gewicht und Benutzerfreundlichkeit, um die beste Entscheidung für Ihre Motorradabenteuer zu treffen.
| Produkt | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Therm-a-Rest Trail Pro | Hoher Schlafkomfort, einfaches Aufblasen | Größeres Gewicht und Packmaß |
| Nordisk Grip 3.8 | Körperangepasste Form, guter R-Wert | Schmal für unruhige Schläfer |
| Exped DeepSleep Mat 7,5 | Sehr hoher R-Wert, brettlebene Liegefläche | - |
| Grüezi Bag Wool Mat Camping | Kleines Packmaß, Woll-Isolierung | - |
| Nordmut HU-XI-89 | Günstig, leicht, kleines Packmaß | Kein R-Wert angegeben |
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