Die richtige Motorrad-Erstausstattung ist für Damen von entscheidender Bedeutung, um sicher und komfortabel unterwegs zu sein. Hier ist eine umfassende Checkliste, die alle wichtigen Aspekte berücksichtigt:
Motorradbekleidung - Was ist wichtig?
Egal, ob Sie Motorrad-Tourenstiefel oder Chopper-Bekleidung suchen: Wenn Sie geeignete Motorradschutzkleidung kaufen möchten, nehmen Sie sich Zeit für die Anprobe und lassen Sie sich von einer Fachkraft beraten.
Grundausstattung für Motorradfahrerinnen
- Helm: Ein Integralhelm (auch Vollvisierhelm oder Full Face Helm genannt) umschließt Gesicht und Kopf vollständig und bietet optimalen Schutz. Auf dem Roller oder Moped sind auch Jethelme oder Halbschalenhelme beliebt.
- Lederkombi: Laut den Experten vom ADAC kommen Textil-Motorradjacken und -hosen hier jedoch nicht an Lederkombis heran, denn Leder ist deutlich abriebfester als andere Materialien. Außerdem passt es sich optimal an den Träger an und Schmutz kann leichter entfernt werden.
- Passform: Sie sollte möglichst eng anliegen, damit die eingearbeiteten Protektoren dort sitzen, wo sie hingehören: an Schultern, Rücken, Ellenbogen, Hüfte, Gesäß und Knien.
- Protektoren: Hochwertige Protektoren etwa für Schultern und Rücken sind nach der europäischen Norm EN 1621-1, -2 und 3 geprüft.
- Motorrad Winterbekleidung: Nutzen Sie Ihr Bike auch bei niedrigen Temperaturen, sollte Ihr Motorradanzug wind- und wasserdicht sein. Ein Thermofutter muss Ihren Körper warm halten.
- Motorradschutzkleidung für den Sommer: Sind Sie viel bei hohen Temperaturen in der warmen Jahreszeit unterwegs, erkundigen Sie sich nach speziellen Sommer-Motorradjacken und -hosen.
- Schutzkleidung bei Regen: Um bei nassem Wetter gut ausgerüstet zu sein, helfen spezielle Motorrad-Regenjacken. Sie bestehen zum Beispiel aus wasserabweisendem Leder in Verbindung mit einer GoreTex-Membran im Inneren. Für den Fall, dass der Regen länger anhält, besorgen Sie sich eine Regenkombi zum Überziehen. Generell sollten bei der Motorradschutzkleidung Reißverschlüsse verdeckt sein, damit sie nicht aufreißen.
- Nierengurt: Mit einem Nierengurt schützen Sie zusätzlich gegen den Fahrtwind.
- Motorradstiefel: Achten Sie darauf, dass die Sohle stabil und rutschfest ist. Für sportliche Biker gibt es spezielle Racing-Stiefel. Sie haben einen Innenschuh aus einem stabilen Kunststoff-Verbundmaterial. Wenn Sie Ihre Chopper-Motorradstiefel anprobieren, müssen Sie eng anliegen und fest sitzen.
- Motorradhandschuhe: Die richtigen Motorradhandschuhe machen Ihre Motorradschutzkleidung erst komplett. Hier reicht die Bandbreite von Sommer- über Winterhandschuhe bis hin zu Offroad- und Racing-Handschuhen. Motorradhandschuhe aus Leder für den Sommer sind dünn gefüttert und haben keine Klimamembran. Motorrad-Winterhandschuhe schützen mit speziellen Vliesstoffen und anderen Fasern im Inneren besonders gut gegen Kälte.
Reifenfreigabe Motorrad - Zulassung & Gesetze im Detail
Wie eigentlich jedes Teil an einem Fahrzeug, benötigen auch Motorradreifen eine Zulassung. Mit der Einführung einer neuen EU-Verordnung aus dem Jahre 2019 hat sich dabei so einiges in Hinblick auf die Zulassung von Motorradreifen getan.
Wichtige Punkte zur Reifenzulassung
- Reifenfreigabe Motorrad: Bei einigen Motorrädern sind Hersteller und Modellbezeichnung der zu verwendenden Reifen genau vorgeschrieben. Um etwas freier bei der Reifenwahl zu sein, oder wenn die ursprünglich eingetragenen Reifentypen nicht mehr erhältlich sind, kann man diese Reifenbindung „austragen“ lassen. Seit 2019 entfällt mit der neuen EU-Verordnung bei Fahrzeugen, die nach EU-Recht zugelassen sind, auch die Reifenfabrikatsbindung. Dieses fällt nur noch bei sehr alten Fahrzeugen und Einzelabnahmen ins Gewicht.
- Reifenbindung austragen: Seit dem 01.01.2025 besteht die Möglichkeit die Reifenbindung bei Fahrzeugen mit deutscher Betriebserlaubnis oder Einzelzulassung gem. § 19 Abs. 2 i.V.m. § 21 StVZO auszutragen, sollte das maximale Baumaß der eingetragenen Reifengrößen im Fahrzeug Platz gem. § 19 Abs. 2 i.V.m. § 21 haben. Dabei können die Reifengröße oder die Bauart auch abweichend der original eingetragenen Reifen sein!
- Motorradreifen eintragen: Wer auf alten Fahrzeugen vor BJ 2000 oder mit Zulassungstyp ABE / Einzelabnahme andere Reifen fahren möchte, muss diese in die Papiere eintragen. In der Regel bieten Reifenhersteller Unbedenklichkeitsbescheinigungen für diverse Motorradmodelle an, auf deren Basis die Eintragung beim TÜV vorgenommen werden kann.
- Motorradreifen Eintragungspflicht: Es gibt seit 2019 keine Eintragungspflicht mehr für Motorradreifen.
- Motorradreifen Einzelabnahme: Wer breitere Felgen oder Reifen auf seinem Motorrad fahren möchte, der muss diese via Einzelabnahme eintragen.
Sicherheitsausrüstung und Nützliches Zubehör
Neben der Schutzkleidung gibt es noch weitere Ausrüstungsgegenstände, die für die Sicherheit und den Komfort auf dem Motorrad wichtig sind:
- Warndreieck, Warnweste und Verbandkasten: Laut Gesetzgeber müssen im Auto zwingend ein Warndreieck, eine Warnweste und ein Verbandkasten vorhanden sein. Die verhängten Verwarngelder bei Fehlen eines oder mehrerer dieser Gegenstände sind mit fünf bis 15 Euro relativ gering. Trotzdem sollten Sie darauf achten, diese Dinge immer mit dabei zu haben. So können Sie im Notfall Erste Hilfe leisten, den Unfallort absichern und sich selbst schützen. Den Verbandkasten sollten Sie außerdem in regelmäßigen Abständen überprüfen. Sterile Verbände haben ein Ablaufdatum und fehlendes, verwendetes Material wie Pflaster müssen Sie ergänzen.
- Europäischer Unfallbericht: Im Handschuhfach sollten vorrangig der Europäische Unfallbericht, Angaben zur eigenen Haftpflichtversicherung, der Auto-Schutzbrief sowie eine Notrufnummer aufbewahrt werden.
- Taschenlampe: Ein kleines Gerät mit großer Wirkung, das vor allem bei einer nächtlichen Autopanne unverzichtbar ist.
- Parkscheibe: Kurzparkzonen gibt es fast in jeder kleinen Stadt. Um die Ankunftszeit anzuzeigen, benötigen Sie eine entsprechend eingestellte Parkscheibe. Diese müssen Sie beim Parken gut sichtbar auf das Armaturenbrett legen. In manchen Fällen sind sie auch mit Magneten ausgestattet, sodass sie sicher am Armaturenbrett haften bleiben. Einige Modelle bieten ein kleines Notizfeld, auf dem Sie wichtige Informationen hinterlassen können.
- Decke: Sitzen Sie bei plötzlichem Wintereinbruch, einer Panne oder einem langen Stau im Auto fest, ist eine mitgebrachte Decke nützlich. Auch bei einem Unfall mit Wild mit Schock bei den Beteiligten kann eine wärmende Decke helfen. Bei spontanen Picknicks oder Pausen während einer langen Reise bietet sie eine saubere und bequeme Unterlage zum Ausruhen. Für Haustierbesitzer kann eine Decke als Schutz für die Autositze oder als bequeme Liegefläche für das Tier dienen.
- Notfallhammer: Können Sie die Türen in einer Notfallsituation nicht mehr öffnen, rettet ein Notfallhammer sogar Leben. Mit ihm lassen sich Autoscheiben einschlagen und auch ein Gurt durchschneiden.
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