Motorradfahren: Ein überraschender Kalorienverbrenner

Motorradfahren macht Spaß, ist anstrengend und verbrennt einiges an Kalorien. Es ist ein anstrengender Sport, der nicht nur viele Muskelgruppen auf einmal beansprucht, sondern auch hohe Konzentration erfordert. Ohne Konzentration geht beim Motorradfahren gar nichts.

Motorradfahren trainiert nicht nur die Beine, Füße und Arme, sondern auch den Bauch und Rücken. Dabei kommt es häufig darauf an, wie das Motorrad gebaut ist und wie man darauf sitzt.

Kalorienverbrauch beim Motorradfahren

Bei einer Stunde Fahrt werden rund 250 Kalorien verbrannt. Das macht 125 Kalorien in einer halben Stunde - und das bei einem Hobby, das Spaß macht! Natürlich kommt es bei dem Kalorienverbrauch zusätzlich auf die eigene Verfassung an. Denn wer mehr Muskeln hat, verbrennt natürlich auch mehr Kalorien.

Da alle Muskeln stark angespannt sind, um eine schnelle Reaktion zu gewährleisten, werden viele Kalorien verbrannt. Hohe Geschwindigkeiten werden erreicht und genauso hoch sollte auch die Konzentration beim Fahren sein.

Faktoren, die den Kalorienverbrauch beeinflussen

  • Art des Motorrads: Die Sitzposition und das Handling des Motorrads beeinflussen, welche Muskelgruppen stärker beansprucht werden.
  • Fahrstil: Aktives Fahren in kurvenreichem Gelände verbrennt mehr Kalorien als entspanntes Cruisen auf geraden Strecken.
  • Konstitution des Fahrers: Muskelmasse und Fitnesslevel beeinflussen den Kalorienverbrauch.

Motorradfahren vs. andere Aktivitäten

Der Kalorienverbrauch beim Motorradfahren liegt schätzungsweise zwischen Autofahren (150 Kilokalorien pro Stunde), langsamem Radfahren (168), Gehen (186) und Hausarbeit (220). Eine Untersuchung ergab einen Wert von 224 kcal/h.

Die mentale Anstrengung

Etwa ein Drittel der vom Körper insgesamt verbrauchten Energie geht für die Aufrechterhaltung unseres Denkens drauf. Automatismusen reduzieren dies, quasi Sparmaßnahme, damit wir gleichzeitig Dinge erledigen und dabei an was anderes denken können.

Wenn ich neben meinen ablaufenden Routinen zusätzliche Denkabläufe starten und ausführen muss, steigt der Energiebedarf.

Abnehmen durch Motorradfahren?

Rechnet man das nun alles zusammen - den doch deutlich erhöhten Kalorienverbrauch durch das Motorradfahren und die übrigen körperlichen Aktivitäten, sowie die niedrigere Kalorienaufnahme während des Tages - so wird offensichtlich, warum man sich am Abend folgenlos fettiges Essen und üppige Nachtische erlauben kann. Abnehmen beim Motorradfahren ist eine schöne Vorstellung. Mit entsprechender Disziplin geht das.

Wer beim Motorradfahren über eine längere Strecke aufmerksam in sich hineinfühlt, wird spüren, wie viele Muskelgruppen diese Dynamik zu bewältigen haben: in Armen und Beinen, in der Hüfte, im Rücken; im gesamten Oberkörper, um die Maschine zu balancieren und sie auf der gewünschten Linie zu halten.

Kalorienverbrauch bei Geländefahrten

Wie die Motocrosser unter uns wissen, stellen Geländefahrten ganz besonderer Anforderungen an die körperliche Leistungsfähigkeit. Denn auf der Enduro wird vor allem die untere Körperhälfte ständig beansprucht: Die Beine müssen nicht nur das Motorrad dorthin zwingen, wo es hin soll; sie müssen auch das Körpergewicht anheben, um Geländewellen auszugleichen oder die Last zwischen vorn und hinten zu verlagern. Das kostet schon mal an die 400 Kalorien pro Stunde. Wenn es wirklich hart auf hart geht, z. B. bei einem Motocross-Rennen, kann der stündliche Kalorienverbrauch locker auf bis zu 600 Kalorien pro Stunde steigen.

Am Ende der Tour fühlt man sich nicht nur gut. Ebenso gut ist das Wissen darum, daß eine knackige Ausfahrt mit dem Motorrad bisweilen das Fitnessstudio ersetzen kann. Und viel mehr Spaß macht es auch.

Aktivität Ungefährer Kalorienverbrauch pro Stunde
Motorradfahren 136 - 250 kcal
Autofahren 150 kcal
Langsames Radfahren 168 kcal
Gehen 186 kcal
Hausarbeit 220 kcal
Geländefahrten (Enduro) 400 kcal
Motocross-Rennen bis zu 600 kcal

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