Gratuliere, du hast dich dazu entschlossen, deinen Führerschein zu machen und damit unabhängiger und flexibler zu werden. Doch eh du dich ans Lenkrad oder auf dein Moped beziehungsweise Motorrad schwingst, sind noch ein paar Hürden zu überwinden. Die erste ist die theoretische Prüfung. Dafür heißt es lernen, lernen, lernen… Das fällt vielen Prüflingen schwer. Aber es muss sein! Schließlich ist es wichtig, den Test möglichst fehlerfrei zu bestehen. Ferner ist ein technisches Grundwissen unabdingbar. Du sollst gefährliche Situationen im Alltagsverkehr richtig einschätzen können. Dein Können diesbezüglich musst du in der Theorie(prüfung) zeigen, ehe du dich - eigenverantwortlich - in den Realverkehr begibst.
Die theoretische Prüfung meistern
Hier sind einige Tipps, die dir helfen, die theoretische Prüfung zu meistern:
- Regelmäßige Teilnahme am Theorieunterricht: Von Gesetzes wegen gibt es eine bestimmte Anzahl an Pflichtstunden was den Theorieunterricht betrifft (Führerscheinklasse B und BE: 12 Doppelstunden Grundstoff + 2 Doppelstunden Zusatzstoff). Nimm deshalb so oft wie möglich an den Unterrichtsstunden teil. Nur wenn du diese nachweisen kannst, wirst du zugelassen. Auch sollten die Abstände zwischen den einzelnen Unterrichtsbesuchen nicht zu lang sein.
- Aktive Teilnahme am Unterricht: Wichtig ist, nicht nur körperlich anwesend zu sein. Beteilige dich aktiv am Unterricht. Folge dem Fahrlehrer die ganze Stunde lang aufmerksam. Frage ruhig nach, wenn du etwas nicht verstehst. Versuche bei Rechenaufgaben - z.B. für Bremswege - deinen Lösungsvorschlag einzubringen. Je mehr du aus dem Unterricht mitnimmst, umso weniger musst du später für die Prüfung büffeln. Das Bestehen wird also ein ganzes Stück leichter.
- Effektive Lernmethoden: Das Lernen für den Führerschein sollte zwar intensiv und konzentriert sein, jedoch ist weniger manchmal mehr. Hin und wieder über mehrere Stunden hinweg zu büffeln bringt weniger, als sich beispielsweise kontinuierlich jeden Tag eine Stunde lang hinzusetzen und zu üben. Nutze zudem Zwischenzeiten zur Wiederholung, etwa in Bahn und Bus oder in der Mittagspause.
- Vielfalt der Lernmittel nutzen: Es gibt eine Vielzahl an möglichen Lernmitteln, um sich theoretisch auf den Führerschein vorzubereiten. Weil sämtliche Prüfungsfragen seitens des Verkehrsministeriums öffentlich zugänglich sind, ist es auch kein Geheimnis, was du lernen und üben musst. Von Fahrschulbögen über Fahrschulbücher bis hin zu Computer-Programmen oder Apps gibt es eine große Anzahl möglicher Lernwege. Erfahrungsgemäß lernst du am effektivsten, wenn du eine gute Mischung verschiedener Methoden wählst. Letztendlich ist es jedoch vollkommen gleichgültig, wie du das Ziel erreichst. Nur das erfolgreiche Bestehen zählt. Entscheide, was dir am besten liegt - im Zweifel teste dich durch.
- Den eigenen Lerntyp kennen: Es gibt Menschen, die lernen am besten alleine, andere in der Gruppe, manche bevorzugen Lernen übers Hören, wieder andere übers wiederholende Sprechen oder über Bilder. Gut ist es, wenn du weißt, welcher Lerntyp du bist. Nur so lernst du richtig und schnell. Ferner sollte man rechtzeitig mit dem Lernen beginnen - man weiß ja nie, was dazwischenkommt. Ratsam ist außerdem, alle Fahrschulbögen zu bearbeiten. Setze dir einen festen Zeitplan und wiederhole ruhig das ein oder andere mehrmals. Dies gilt vor allem für Falsch beantwortete Fragen sowie Themenbereiche, bei denen du nicht so sicher bist.
- Lerngruppen bilden: Wer mag, lernt zusammen mit anderen Fahrschülern. Dabei kommt es vielleicht sogar zu Diskussionen, die die entsprechende Thematik vertiefen. Du kannst dich aber auch von Freunden oder Familienmitgliedern abfragen lassen.
- Merktechniken anwenden: Jeder hat seine eigene Technik, wie er sich am besten etwas merkt. Beim Lernen für die Theorieprüfung machen es einem die vielen Größen- und Geschwindigkeitsangaben ganz schön schwer. Hier hilft oft nur auswendig lernen. Diese Daten, aber auch andere Dinge, die dir schwerfallen, kannst du auf einen Zettel schreiben. Den hänge dorthin, wo du ihn täglich siehst und durchliest.
- Verständnis statt Auswendiglernen: Zwar kann man viele Dinge aus den Fahrschulbögen auswendig lernen, besser bleibt es jedoch haften, wenn man auch versteht, was man da gerade lernt. Fakten- und Hintergrundwissen sind zudem bei der praktischen Prüfung und auch im späteren Realverkehr von großem Nutzen.
- Entspannung vor der Prüfung: Schnell noch mal auf den letzten Drücker lernen bringt den meisten nicht viel. Neben einem gesteigerten Stresspegel kann dich dies sogar total verwirren und verunsichern. Falsch kann es nicht sein, am Tag vor der Theorieprüfung noch einmal die schwierigsten Dinge durchzugehen. Spätestens aber am Nachmittag solltest du die Fahrschulbögen, das Fahrschulbuch oder die Apps zur Seite legen. Lenke dich ab, mache etwas Schönes und geh vor allem früh ins Bett.
- Vorbereitung am Prüfungstag: Nachdem du ausreichend Schlaf hattest, solltest du lieber etwas früher aufstehen und dir ein ausführliches, gesundes Frühstück gönnen. Das ist wichtig für deine Konzentration. Sollte der Termin Nachmittags sein, so gehört natürlich noch ein gutes - nicht zu üppiges - Mittagessen dazu. Plane genug Zeit ein. Es könnte beispielsweise unterwegs ein Stau sein.
- Ruhe bewahren während der Prüfung: Versuche ruhig zu bleiben. Lies die Fragen gründlich durch, manchmal kommt es aufs Detail an! Gerate nicht in Panik, wenn du eine Aufgabe nicht bewältigen kannst. Lass sie einfach links liegen und beantworte sie zum Schluss. Generell kannst du folgende Taktik anwenden: alle einfachen, dir leicht erscheinenden Fragen zuerst zu bearbeiten und die schwierigen Aufgaben für den Schluss aufzuheben. Dadurch sicherst du dir am Anfang die leichten Punkte und kannst dir für die schweren Fragen am Ende etwas mehr Zeit nehmen. Gehe die ganze Sache von Anfang an positiv an! Sage dir, du schaffst das! Je besser du vorbereitet bist, umso besser wird dein Ergebnis sein. Vielleicht spielst du daheim an deinem Computer die anstehende Prüfungssituation einige Male durch. Du musst 30 Fragen in etwa 45 Minuten beantworten und darfst höchstens 10 Fehlerpunkte haben. Nimm es sportlich, trainiere.
Die praktische Ausbildung
Nach der Theorie folgt die Praxis. Bereits vor meiner Theorieprüfung durfte ich die ersten Fahrstunden nehmen. Ein kleines Highlight auf dem Weg zum offenen Motorradführerschein der Klasse A. Aufregung und Nervosität gehören bei den ersten Fahrten dazu. Auf dem Weg zum Motorradführerschein gibt es einige Ausbildungsbestandteile, ohne diese ihr keine Führerscheinprüfung ablegen dürft. Auch wenn Übungsstunden keine Pflicht sind, kannst du davon ausgehen, dass bis zur Prüfungsreife einige Stunden dazukommen. Üblich sind ca. 10 Übungsstunden, um ein Gefühl für die eigenen Fähigkeiten und das Motorrad zu bekommen. Danach entscheidest du, ob du noch etwas Übung brauchst, oder ob die Motorrad-Fahrprüfung kommen kann. Versuche deine Fahrstunden möglichst gleichmäßig zu verteilen und regelmäßig zu fahren. Lasse keine größeren Pausen zu, wenn nicht unbedingt nötig und fahre möglichst mehr als einmal pro Woche. Mit dem richtigen Fahrlehrer an der Seite macht die Fahrschule doppelt Spaß.
Tipps für die ersten Fahrstunden
Bei meiner ersten Fahrstunde war ich super euphorisch und wahnsinnig aufgeregt. Wie ihr wisst, wollte ich unbedingt mit der BMW F 750 GS vom Hof fahren. Leider hatte meine Fahrschule andere Pläne. Dass man bei seiner ersten Fahrstunde erstmal als Sozius vom Hof fährt, das wusste ich bereits, dass wir das jedoch auch noch auf einer winzigen 125er tun würden, das hat mich dann doch schockiert. Mein Fahrlehrer wollte erst einmal meinen Leistungsstand prüfen, da ich viel zu lange “nur” Roller gefahren bin und hielt es für das sicherste, mich nicht gleich auf eine Maschine mit großem Motor zu setzen. Augen “auf” und durch. Die erste Fahrstunde ging erfolgreich zu Ende, ich konnte zeigen, dass ich mich auf Zweirädern doch recht geschickt anstelle und beim nächsten Mal ging es schon mit dem nächstgrößeren Modell weiter. Das erste Mal on Tour mit der BMW F 750 GS. Nach den ersten beiden Fahrten, noch als Sozius ab Fahrschule bis zum Übungsplatz, durfte ich die Fahrt auch endlich alleine antreten. Von der Fahrschule ging es durch Berlin bis zum Fahrübungsplatz im nahegelegenen Industriegebiet. Im Berliner Verkehr kann das schon die erste Herausforderung sein.
Die Grundfahraufgaben
Wer die Motorrad-Fahrprüfung der Klasse A bestehen will, muss in der Regel sechs von neun möglichen Grundfahraufgaben beherrschen. Die Grundfahraufgaben gehören einfach mit zur Prüfung und sind der Punkt auf dem "i". Grundfahraufgaben dienen dem Nachweis, dass der Bewerber ein Kraftrad der Klasse A selbständig handhaben kann, die Grundbegriffe der Fahrphysik kennt und sie richtig anwenden kann (Fahrzeugbeherrschung). Sie sind, wenn möglich, außerhalb des öffentlichen Verkehrs, sonst auf verkehrsarmen Straßen oder Plätzen möglichst in der Ebene durchzuführen. Sind zur Durchführung der Aufgaben auf öffentlichen Straßen oder Plätzen Markierungen erforderlich, so sind dazu Leitkegel zu verwenden. Die Leitkegel müssen mindestens 15 cm hoch sein. Zweitens: Die Vorschriften der StVO sind zu beachten; so ist z.B. vor Beginn jeder Aufgabe (Anfahren) der rückwärtige Verkehr durch Spiegelbenutzung und Überprüfen des Toten Winkels zu beobachten.
Voraussetzung für die Ablegung der Fahrprüfung ist die Fähigkeit des Bewerbers, das Kraftrad selbständig zu handhaben. Hierzu gehört das Aufstellen und Herunternehmen vom Ständer - Mittel- oder Seitenständer - und ggf. das seitliche Schieben ohne Motorkraft in die Abfahrtposition sowie das Anlassen (mit elektrischem Anlasser, soweit vorhanden) des Kraftrades mit allen damit in Zusammenhang stehenden Handgriffen. Die Fähigkeit zur selbstständigen Handhabung ist u. a. nicht gegeben, wenn der Bewerber das Kraftrad nicht auf den Ständer stellen oder von ihm herunternehmen kann oder ihm das Kraftrad umkippt. Alle Aufgaben sind sitzend zu fahren. Der Bewerber hat bei der Prüfung geeignete Schutzkleidung (Schutzhelm, Handschuhe, anliegende Jacke, mindestens knöchelhohes festes Schuhwerk - z.B.
Einige der Grundfahraufgaben sind:
- Der Bewerber hat eine Slalomstrecke (6 Leitkegel, Abstand 3,5 m) mit Schrittgeschwindigkeit (ca. 5 km/h im 1. Gang) unter Beibehaltung des Gleichgewichts und mit richtiger Handhabung von Kupplung, Gas und Bremse zu durchfahren.
- Der Bewerber hat das Kraftrad unter gleichzeitiger Benutzung beider Bremsen mit höchstmöglicher Verzögerung aus einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h zum Stillstand zu bringen, ohne dass das Kraftrad dabei wesentlich von der Fahrlinie abweicht. Die Aufgabe setzt voraus, dass sichergestellt ist, dass eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen ist; deshalb ist eine Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs (Spiegelbenutzung und Überprüfen des Toten Winkels) vor Beginn der Bremsung nicht erforderlich.
- Beschleunigen auf etwa 50 km/h, vor einer markierten Stelle um etwa 1 bis 1,5 m nach links ausweichen und, ohne zu bremsen, auf die ursprüngliche Fahrlinie zurückkehren. Das Ausweichen darf frühestens 9 m vor der markierten Stelle beginnen.
- Beschleunigen auf etwa 50 km/h, dann rechtzeitig kurz abbremsen und nach Lösen der Bremsen mit einer Geschwindigkeit im eigenstabilen Bereich (ca. 30 km/h) vor einer markierten Stelle um etwa 1 bis 1,5 m nach links ausweichen und, ohne zu bremsen, auf die ursprüngliche Fahrlinie zurückkehren. Das Ausweichen darf frühestens 7 m vor der markierten Stelle beginnen.
- Der Bewerber hat eine Slalomstrecke (Länge ca. 80 m, 5 Leitkegel Abstand 9 m, anschließend 2 Leitkegel Abstand 7 m) mit einer Anfangsgeschwindigkeit von ca. 30 km/h mit annähernd gleichbleibender Geschwindigkeit zu durchfahren. Die Aufgabe darf nicht im 1. Gang gefahren werden. Je nach Fahrzeugtyp ist der 2. bzw. 3.
- Der Bewerber hat eine Strecke von ca. Mehrfaches Anhalten und Anfahren, abgestimmtes Betätigen von Gas, Kupplung und Bremse, Füße nur zum Abstützen des Kraftrades im Stand von den Fußrasten nehmen und auf die Fahrbahn absetzen. Dabei soll gezeigt werden, dass die Neigung des Kraftrades nach der einen oder anderen Seite bewusst erfolgt, indem zunächst zweimal der eine und dann zweimal der andere Fuß abgesetzt wird. Beobachtung des rückwärtigen Verkehrs ist nur beim ersten Anfahren erforderlich.
- Einfahren in einen Kreis mit einem Halbmesser von 4,5 m (eine Markierung des Kreises ist nicht erforderlich), mehrfaches Kreis fahren und Verlassen des Kreises. Die Kreisfahrt kann wahlweise in die eine oder in die andere Richtung verlangt werden; auf öffentlichen Straßen jedoch nur nach links. Die Geschwindigkeit ist so zu wählen, dass Schräglage entsteht.
Höchstens drei Grundfahraufgaben dürfen je einmal wiederholt werden. eine Person, ein Fahrzeug oder einen anderen Gegenstand (Leitkegel ausgenommen) anfährt oder stürzt.
Die praktische Prüfung
Am Tag vor meiner Motorrad-Fahrprüfung hatte ich meine letzte Übungsfahrstunde. Aufgrund privater Umstände war ich in der denkbar schlechtesten mentalen Verfassung, in der ich hätte sein können. Eine Herausforderung, die ich gerne vermieden hätte. Die letzte Fahrstunde lief unglaublich schlecht und ich kam fix und fertig nach Hause. Um 11:30 Uhr am nächsten Tag sollte ich wieder in der Fahrschule sein, zum Warmfahren. Um 12:30 Uhr sollten wir den Prüfer auf einem nahegelegenen Parkplatz abholen. Nach langen Gesprächen über das Für und Wieder die Prüfung abzusagen, ist eine Nacht drüber schlafen doch das Beste. Am nächsten Morgen hat mich meine Mutter - Ja, Mama ist die Beste - nochmal von meiner Prüfungsangst abgelenkt. Mit dem Satz “Heute ist ein guter Tag, um seinen Motorradführerschein zu machen!” ging es ab unter die Dusche.
Tipps zur Beruhigung vor der Prüfung
Vergessen Sie all die gut gemeinten Geschichten, Anekdoten und Ammenmärchen rund um die Führerscheinprüfung. Manchen Ihrer Freundinnen und Freunde macht es großen Spaß, sich über Ihre Verunsicherung lustig zu machen. Deshalb ist es wichtig, gelassen zu bleiben. Zusätzlich haben wir für Sie einige Informationen und Tipps zusammengestellt, die Ihnen bei der anstehenden Fahrprüfung weiterhelfen können:
- Kommen Sie ausgeruht und planen Sie ausreichend Zeit für den Weg zum Prüfungstermin ein.
- Aufputsch- oder Beruhigungsmittel helfen Ihnen nicht.
- Tragen Sie zweckmäßige Kleidung und Schuhe.
- Setzen Sie sich selbst nicht unter einen zu hohen Erfolgsdruck und lassen Sie sich auch nicht von Dritten unter Druck setzen. Häufig ist es sehr hilfreich, den Prüfungstermin nicht gleich jedem Freund oder Bekannten mitzuteilen.
- Lassen Sie sich von niemand zu einem voreiligen Prüfungstermin drängen. Vertrauen Sie Ihrer Fahrschule. Sie weiß, wann Sie fit für den Führerschein sind.
- Entwickeln Sie eine positive Grundeinstellung gegenüber der anstehenden Prüfung. Endlich können Sie zeigen, was Sie gelernt haben.
- Der Sachverständige von TÜV NORD steht auf Ihrer Seite. Wir führen Sie nicht aufs Glatteis und stellen keine Fallen.
Nach bestandener Prüfung
Sie haben die Motorradfahrprüfung bestanden? Gratulation! Bevor Sie Ihre erste Tour unternehmen, stehen nun ein paar wichtige Entscheidungen an: Welches Motorrad soll angeschafft werden? Worauf kommt es bei der Ausrüstung an? Welche Fahrtechniken helfen, sicher auf zwei Rädern unterwegs zu sein?
Das erste Motorrad
Als Erstes muss natürlich ein eigenes Fahrzeug her. Die schlechte Nachricht vorweg: Das perfekte Einsteigermotorrad gibt es nicht. Denn jeder Mensch hat andere Anforderungen an sein Bike und bringt individuelle körperliche Voraussetzungen mit. Aber es gibt Merkmale, die ein Motorrad anfängertauglich machen. Motorrad Schwerpunkt - Bikes mit niedrigem Schwerpunkt verzeihen Fahrfehler. Als Fahranfänger kann man die eigenen Fähigkeiten noch nicht genau einschätzen. Da ist es nicht verkehrt, wenn das Motorrad dem Fahrer einen Teil der Entscheidung abnimmt. Weniger PS müssen sich nicht negativ auf das Fahrtempo auswirken, sorgen aber dafür, dass man nicht zu aggressiv fährt. Auch der Hubraum ist für den Fahrspaß wichtig: Für Fahranfänger eignen sich 250er- bis 600er-Modelle.
Schutzkleidung
Hochwertige Schutzbekleidung kann Leben retten. Bei der Wahl Ihrer Montur sollte Funktionalität an oberster Stelle stehen. Motorradbekleidung muss sitzen. Sie darf weder zu eng sein noch flattern. Probieren Sie mehrere Monturen an - auch auf dem Motorrad. Gerade für Motorrad-Anfänger ein guter Tipp: Kaufen Sie Ihre Schutzkleidung in einem Fachgeschäft, das ein Motorrad zum Probesitzen in seinen Verkaufsräumen bereithält. Den Helm testen Sie am besten auf einer Probefahrt. Nur so können Sie beurteilen, ob er richtig sitzt und wie er sich im Fahrtwind verhält.
Motorradversicherung
Sie haben Ihr ideales Anfänger-Motorrad gefunden? Perfekt - dann muss nur noch die passende Versicherung her. Das Risiko, mit dem Motorrad einen Unfall zu verursachen, ist in den ersten Jahren größer als in den Folgejahren. Für die Motorradversicherung gilt daher wie bei der Autoversicherung: Fahranfänger zahlen höhere Beiträge als erfahrene Verkehrsteilnehmer.
Fahrpraxis und Sicherheitstraining
Der Führerschein in der Tasche bedeutet nicht, dass Sie mit der Ausbildung fertig sind. Selbst die beste Fahrschule kann Ihnen nicht alle Fähigkeiten vermitteln, die einen guten Motorradfahrer ausmachen. Die können Sie nur selbst durch viel Fahrpraxis erwerben. Klar macht es Spaß, die Kraft des Motors auszutesten. Ständiges Gasgeben zieht jedoch oft harte Bremsmanöver nach sich. Der abrupte Tempowechsel überfordert gerade Anfänger. Defenisiv fahren - Fahren Sie defensiv und bremsbereit. Kurven - Reduzieren Sie die Geschwindigkeit vor der Kurve. Bremsverhalten - Synchronisieren Sie Vorder- und Hinterradbremsen.
Fahranfänger sollten nach einigen Monaten vorsichtiger erster Fahrpraxis ein Sicherheitstraining absolvieren. Unter Anleitung von Experten lässt sich hier unter anderem sicheres Bremsen und die Schräglage in Kurven üben. Ein besseres Gefühl für Ihr Motorrad bekommen Sie auch, wenn Sie abseits des Straßenverkehrs immer wieder üben, zum Beispiel außerhalb der Öffnungszeiten auf großen Parkplätzen.
Auf Gruppentouren können Motorradanfänger viel lernen. Oft setzt sich ein Neuling aber selbst unter Druck und fährt schneller, als seine Fähigkeiten es erlauben. Deshalb sollten Sie vor der Tour klarstellen, dass Sie als Einsteiger nicht mit Höchstgeschwindigkeit über den Asphalt brettern werden. Erfahrene Motorradfahrer passen sich der Geschwindigkeit des langsamsten Fahrers an.
Regen ist kein Drama - solange der Fahrstil angemessen ist. Bei Wasser auf der Fahrbahnoberfläche verringert sich die Reifenhaftung. Fahren Sie bei Regen also etwas langsamer und halten Sie mehr Sicherheitsabstand. Drehen Sie nicht abrupt am Gasgriff und vermeiden Sie hektische Lenkbewegungen. Beim Bremsen müssen Sie mit längeren Bremswegen rechnen. Um den Wasserfilm von den Bremsscheiben zu entfernen, sollten Sie beide Bremsen während der Fahrt immer mal wieder sachte betätigen. Vorsicht bei Gullideckeln, Fahrbahnmarkierungen, Bitumenflicken und Laub: Bei Regen können sie extrem glatt sein.
Verwandte Beiträge:
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Thermo-Unterwäsche Motorrad Herren: Test, Kaufberatung & Modelle - Perfekter Komfort beim Motorradfahren
- Radfahren in Potsdam: Die besten Routen und Insider-Tipps für dein Abenteuer!
- Die schönsten Radwege Dänemarks: Entdecken Sie unvergessliche Touren für jeden Abenteurer!
Kommentar schreiben