Motorradfahren im Alter: Ist man zu alt für den Fahrspaß?

Hast du dir bereits die Frage gestellt, ob du zu alt zum Motorradfahren bist? Keine Sorge! Auch wenn es „hart“ scheint, sich diese Frage zu stellen, die Antwort muss es nicht sein, auch wenn sie ein bestimmtes Alter erreichen.

Um ehrlich zu sein, gibt es kein bestimmtes „Höchstalter“, um als Motorradfahrer in Rente zu gehen. Leute in ihren 70ern, 80ern und sogar 90ern fahren oft ohne Probleme. Der einzige Unterschied ist, dass sie nicht fahren, um an ihre Grenzen zu gehen oder meinen, sich mit anderen Fahrern konkurrieren zu müssen, sondern von A nach B zu kommen und dabei Spaß zu haben.

Körperliche Einschränkungen und geeignete Motorräder

Ein Grund, welcher jemanden wahrscheinlich davon abhalten kann, im Alter zu fahren, ist, wenn er oder sie unter einer körperliche Einschränkung oder einer Behinderung leidet. Dennoch gibt es auch zahlreiche körperlich uneingeschränkte Fahrer und auch Motorräder, die dem Körper keine große Anstrengung abverlangen. Ja, die gibt es.

Wenn du bereits seit einiger Zeit Motorradfahrer bist, dann weißt du sicher, dass es für wirklich jeden ein Bike gibt. Ein Motorrad, das für alle passt, hat es nie gegeben und wird es auch nie geben, denn das Gewicht bzw. Handling, die Bedienung, die Balance jedes Bikes passt zu einem bestimmten Fahrertyp. Sei es eine Fahrerin, ein Fahrer, ein Fahranfänger, ein erfahrener Fahrer, ein Pendler oder ein älterer Fahrer - für jeden Fahrertyp gibt es das passende Motorrad.

Erwachsene und besonders die über 60-Jährigen müssen oder wollen häufig nicht schnell fahren. Sie haben wahrscheinlich die jungen Jahre ihres Lebens bereits mit schnellen uns sportlichen Motorrädern verbracht, die sie in dieser Zeit auch fahren wollten. Wenn sie in diesem Alter noch fahren, ist es besser, sich einfach zurückzulehnen, den Gasgriff zu betätigen, um die sanfte Brise der Fahrt zu genießen. Es kann körperliche und geistige Gründe geben, die das Gefühl für die Kontrolle über das Motorrad beeinträchtigen können.

Das ist der Grund, warum einige Modelle besser zu ihnen passen als andere. Diese sind vom Gewicht meist leichter, einfach zu balancieren und zu kontrollieren und auch von Seiten der Bedienung sind nicht so kompliziert, was eine sichere und einfache Fahrt auch für älteren Motorradfahrer gewährleistet.

Sicherheitsaspekte für ältere Fahrer

Hier gilt der gesunde Menschenverstand! Ältere Menschen sind anfälliger für Verletzungen und Unfälle, und falls sie doch in einen Unfall verwickelt werden, brauchen sie relativ betrachtet länger als ein jüngerer Fahrer, um sich körperlich zu erholen. Das liegt daran, dass Menschen über 60 schwächere Knochen haben, schlechter sehen und anfälliger für körperliche Behinderungen sind.

Also, ja, es gibt einige Gefahren, die ältere FahrerInnen betreffen. Aber das bedeutet nicht, dass es nicht doch möglich ist. Es gibt Menschen die bis ins hohe Alter physisch und psychisch noch sehr aktiv sind. Im Allgemeinen kann jeder zwischen 50 und 90 Jahren noch an einem Rennen teilnehmen, aber nur, wenn man über eine gute Menge an Erfahrung verfügt.

Wenn man ohne Renn- oder Motorradfahr-Erfahrung teilnehmen möchten, kann man sich auch für ein Rennen mit einem Tempolimit entscheiden. Der Grund, warum man sich nicht gleich für ein „richtiges“ Rennen qualifizieren sollten, wenn man keine Erfahrung hat ist, dass man dabei möglicherweise zu schnell fahren muss und das kann in einem gewissen Alter überhaupt nicht empfehlenswert sein. Zu guter Letzt ist es ein Muss eine komplette Sicherheitsausrüstung tragen, bevor man an einem Rennen teilnimmt.

Wo ältere Fahrer fahren sollten

Grundsätzlich gilt: Auch ein älterer Fahrer sollte nur dort fahren, wo er will. Punkt. Du möchtest vielleicht Berge, Täler, verschneite Pässe, felsige oder schlammbedeckte Wege erkunden, aber viele dieser Orte sind ein großes No-No für ältere Fahrer. Wie bereits erwähnt, verfügen ältere Fahrer nicht über die gleichen Reflexe wie junge Fahrer. Die genannten Orte sind oft großartig zum Motorradfahren, aber oft nur für junge Motorradfahrer geeignet, die auf solch schwierigem und unebenem Terrain die volle Kontrolle über das Motorrad behalten können.

Die richtige Ausrüstung und Vorbereitung

Die obigen Fragen und Antworten haben hauptsächlich die vielen Sicherheitsaspekte abgedeckt, die ein älterer Fahrer beachten muss. Wenn du älter wirst und immer noch fahren möchtest, kann das nicht schaden. Es ist auf alle Fälle ratsam stets eine qualitativ hochwertige Sicherheitsausrüstung zu tragen, die zu einem auch dem Alter entsprechend gut passt, dir die nötige Flexibilität bietet dein Motorrad gut unter Kontrolle halten zu können.

Fazit: Das Alter ist kein Hindernis

Um also die ultimative Frage zu beantworten: Kein Mensch ist zu alt, um Motorrad zu fahren, vorausgesetzt, er glaubt an sich und seine Fahrtüchtigkeit. Wenn man alle Sicherheitsprotokolle befolgt, gibt es auch keinen Grund, die Motorradstiefel an den Nagel zu hängen! Stelle also sicher, dass du dich auf für dich geeigneten Straßen bewegst und investiere Zeit in das Training um dich fit und jederzeit bereit für eine Ausfahrt zu halten. Für die bestmögliche Unterstützung informiert dich Motobit Sentinel ob sich eine Gefahrenstelle auf der vor dir liegenden Strecke befindet.

Top 5 der sportlichsten Motorräder für große Fahrer

Du bist auf der Suche nach einem neuen Motorrad? Im 1000PS Marktplatz und in der 1000PS Marktplatz App finden sich tausende Angebote. Doch wie das richtige Modell finden? Hier eine Auswahl:

  1. KTM 1290 Super Duke GT: Mit ihren 173 PS aus dem durchzugsstarken V2 besiegt sie jedes Superbike im Winkelwerk und ist zugleich für große Fahrerinnen und Fahrer sehr komfortabel. Dank der eleganten Einarmschwinge sieht die KTM 1290 Super Duke GT auch selbst mit Koffern noch äußerst sportlich aus.
  2. BMW S 1000 XR: Ihr seidiger Reihenvierzylinder aus dem Supersportler S 1000 RR mit 160 PS hängt satt am Gas und sorgt für exzellente Fahrperformance. Für große Fahrerinnen und Fahrer ist die BMW S 1000 XR laut NastyNils der Inbegriff von Fahrkomfort und Sportlichkeit, da sie eine angenehme Schnittmenge der beiden Attribute findet.
  3. BMW K 1300 S: Mit ihren 175 PS ist rasches Vorankommen garantiert, was bereits von NastyNils auf Trackdays getestet wurde. Echter Supersportflair kommt auf der BMW K 1300 S jedoch nicht auf, da sie unter anderem durch ihr einstellbares ESA-Fahrwerk den Fokus auf Komfort legt.
  4. Triumph Tiger Sport: Mit ihren 126 PS, die sie aus einem Dreizylinder schöpft, ist sie flott unterwegs und kann ganz entspannt auf die Fußrasten gelegt werden. Laut NastyNils schafft es die Triumph Tiger Sport eine gesamte Garage zu ersetzen, da sie sowohl auf langen, als auch auf kurzen Touren sehr gut funktioniert.
  5. Yamaha MT-09: Mit ihrer aufrechten Sitzposition polarisiert die MT-09. Ihr Fahrverhalten lässt sich als eine Mischung zwischen Supermoto und Naked Bike beschreiben und verlangt einen Dirty Riding Style präzise Linien sind laut NastyNils nicht ihre Stärke. Dafür überzeugt die Yamaha MT-09 mit einem kräftigen Dreizylinder und ist seit 2018 auch als SP-Variante verfügbar.

Gebrauchte Motorräder und das Alter der Käufer

Nicht nur die Zulassung neuer Motorräder wird meist von Männern über 50 vorgenommen, selbst Gebrauchte wechseln hauptsächlich in die Hände älterer Männer. Und: Die meisten Gebrauchtmotorräder sind ebenfalls älter.

Wer hätte das gedacht: Die meisten gebrauchten Motorräder, die von Januar bis Juni 2023 den Besitzer wechselten, hatten zwischen 500 und 749 Kubik und sind nach der alten Norm Euro 2 oder älter homologiert. Erstzulassung: überwiegend vor 1999. Zwar deckt sich das mit den Statistiken zu Neuzulassungen und dem durchschnittlichen Alter bei Gebrauchtkrädern. Der vergleichsweise kleine Hubraum überrascht dann doch. Und wer neue Mopeds sehen will, der findet in der Fotoshow die aktuellen Top 20 des Jahres 2023 nach Neuzulassungen.

Gebrauchtmotorrad-Markt: Über 55 Jahre und über 500 Kubik

Etwas tiefer in die Statistik geblickt, offenbaren die Zahlen, dass von insgesamt 244.563 Zweirädern, die in den ersten 6 Monaten 2023 den Halter wechselten, 55.938 Motorräder zwischen 500 und 749 Kubik hatten. 13.596 davon noch unter der alten Emissionsnorm Euro 3. Unscharf werden die Daten des KBA, da die Halterwechsel von Motorrädern mit Euro 1 und älter nicht mehr einzeln gelistet sind und die weitaus größere Summe stellen: 30.907 Zweiräder zwischen 500 und 749 Kubik mit alter oder gar keiner Abgasnorm wechselten zwischen Januar und Juni 2023 den Halter.

Von den knapp 56.000 Motorrädern mit 500 bis 749 Kubik, unabhängig einer Norm, wurden 23.696 Stück auf Halter zwischen 55 und 59 Jahren umgemeldet. Wie gewohnt, dominieren hier die Männer.

Viele Leichtkrafträder wechseln den älteren Halter

Auffällig viele 125er wechselten in den ersten 6 Monaten des Jahres 2023 den Halter. 55.810 Stück wurden bis Juni umgemeldet. Darunter 28.084 Stück, die der Euro-Norm 1 unterliegen oder noch älter sind. Die Leichtkrafträder mit Euro 3 stellen mit 15.208 Stück den zweitgrößten Posten im gewechselten Bestand. Leider zerfasert das KBA die Zahlen der 125er stark, was die Demografie angeht und wirft diese Klasse in einen Topf mit allen Krädern bis 499 Kubik. Hier könnte maximal noch herausgelesen werden, dass von den 89.126 Motorrädern bis 499 Kubik nur 2.406 auf Halter bis 17 Jahre und weitere 3.883 Stück auf Halter zwischen 18 und 20 Jahren umgemeldet wurden. Was gewertet werden könnte als: Der Nachwuchs kauft kaum gebraucht.

Bis 500 Kubik und meist über 50 Jahre

Und wieder zeigen die Zahlen, dass selbst die Hubraumklasse bis 499 Kubik von Männern zwischen 50 und 54 Jahren umgemeldet wird, 12.428 Mal von Januar bis Juni 2023. Knapp gefolgt von der Altersklasse 55 bis 59 mit 11.924 Stück. Interessant: Laut KBA wurden in den ersten 6 Monaten des Jahres 2023 521 Motorräder umgemeldet, die seither auf Halter über 80 Jahre laufen, davon 101 Frauen.

Ältere Frauen mit kleineren Motorrädern

Überhaupt wirken die Zahlen so, als würden Frauen anteilig recht oft gebraucht kaufen oder ummelden. Von 243.157 umgemeldeten Motorrädern laufen seit 2023 34.958 auf Frauen. Interessant: mit 16.811 Ummeldungen im Segment bis 499 Kubik entspricht das sogar knapp 19 Prozent, gemessen an der Summe von 89.126 Krädern dieser Größe.

Firmen melden alte Motorräder an

Vollkommen richtig: Die Gesamtzahlen des demografischen Vergleichs stimmen nicht mit der Summe aller Motorräder nach Emissionsklassen überein: 244.563 zu 243.157. Das ergibt eine Differenz von 1.406 Ummeldungen. 1.405 davon fanden von Januar bis Juni 2023 auf juristische Personen, also Firmen statt.

Stärkste Retro-Bikes

Retro und Power lassen sich stilvoll kombinieren. Von 86 PS bis zu 180 PS. Hier die Top 10 der stärksten Retro-Bikes:

  1. Triumph Speed Triple 1200 RR: Stärker kann man derzeit nicht retro aussehen.
  2. MV Agusta Superveloce: Sie setzte den Trend, sehr sportliche Motorräder mit einer klassischen Halbschale stark und schnell in Richtung Retro zu trimmen.
  3. Honda CB 1000 R: Optisch polarisiert die Honda, technisch war für echte CB-Fans zu wenig Musik in der Hütte.
  4. Indian FTR 1200: Die Serienversion der 1200er ist immer noch ein Hingucker. Besonders hervor tut sie sich durch ihren starken V2: 123 PS und 120 NM aus 1.203 Kubik sind eine Ansage.
  5. Yamaha XSR 900: Die wohl modernste Art, ein altes Motorrad zu designen, zeigt Yamaha mit der XSR 900.
  6. Kawasaki Z 900 RS: Kawasakis Z 900 RS ist ein rundes Gesamtpaket für Klassikfans.
  7. BMW R NineT: Die R NineT bescherte dem luftgekühlten 1.171er-Boxer den zweiten Frühling und steht selbst nach Euro 5 gut im Futter, mit 109 PS bei 7.250 Touren und 116 Nm bei 6.000 /min.
  8. Triumph Thruxton RS: Spitzenmodell war schon immer die Thruxton R, heute RS, mit 105 PS bei 7.500 Touren und 112 Nm bei 4.250 /min.
  9. Honda Hawk 11: In Japan leistet der Twin 100 PS bei 7.500 Touren und 104 Nm bei 6.250 /min.
  10. BMW R 18: Sie war mit Erscheinen das einzige Retro-Bike mit Kurven ABS. 2022 leistet der luftekühlte Euro 5-Twin 86 PS bei 7.500 Touren und 88 Nm bei 4.750 /min.

Die Qual der Wahl: Welches Motorrad passt zu mir?

Ein Nutzer schildert seine Situation:

"Nachdem die Kinder groß sind und das Arbeitsleben Geschichte ist, überlege ich, mir wieder einen zweirädrigen Untersatz zuzulegen. Fahren dürfte ich alles, hatte mit 16 den Führerschein Kl. 4 gemacht und zwei Jahre später den Einser hinterher. Nur mit der Erfahrung hapert's etwas, eben zwei Jahre lang 'ne 50er gefahren und dann knapp ein Jahr 'ne Yamaha RD 250. Lang, lang ist's her... - aber andere Dinge (Studium, Job, Familie, Immobilie, ...) waren halt wichtiger. Aber jünger ist man nicht geworden und wird es auch nicht mehr. Von daher scheidet ein Dickschiff mit vielen kg und PS aus; ich möchte das Motorrad beherrschen und nicht von ihm beherrscht werden. Lange Autobahn- und Urlaubsfahrten habe ich damit auch nicht vor; da bevorzuge ich das Auto. Also eine Karre für Spritztouren in der Gegend, ohne Sozia und ab und zu mal minimales Gepäck. Was nimmt man da? Die BMW G 310 R gefällt mir ganz gut. Aber ist das nicht eher was für aufstrebende Jünglinge als was für ältere Herren? Lächerlich möchte ich mich nicht machen. Die nächstgrößere BMW wäre ja wohl die F 750 GS, ob die (noch) was für mich ist? Mit den japanischen Modellen hab ich mich noch gar nicht so richtig beschäftigt, gibt's da vielleicht was passende(re)s? Wichtig ist auch, dass ich weder Zeit noch Lust habe, ständig an der Karre herumzubasteln. Ich bin mal auf eure Tipps gespannt."

Empfehlungen aus der Community

  • Motorisierung: Zweizylinder zwischen 70-90 PS.
  • Kategorie: Naked-Bike oder leichte Reiseenduros wie Honda Transalp, Yamaha Tracer, Suzuki V-Strom, Triumph Tiger.
  • Modelle: Honda CB650R, Kawasaki Z650 (auch als Z650 RS im Retro-Look), Suzuki SV-650, Yamaha GSX-Reihe, Yamaha MT-Reihe (ggf. zu "Krawallbike").
  • Alternativen: Zero oder Energica (Elektromotorräder), BMW CE04 (Elektroroller).

Weitere Tipps und Informationen

Hier noch einige zusätzliche Hinweise:

  • Sitzhöhe: Achten Sie auf eine passende Sitzhöhe, um sicheren Bodenkontakt zu haben.
  • Tieferlegung: Bei Bedarf gibt es Tieferlegungs-Kits für viele Modelle.
  • Probefahren: Unbedingt vor dem Kauf probesitzen und probefahren.
  • Reifen: Achten Sie auf das Alter und die Qualität der Reifen.

Der ADAC bietet eine Übersicht von 400 Motorrad- und Roller-Modellen - extra sortiert nach Sitzhöhen:

Sitzhöhen aktueller Motorradmodelle (ADAC)

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