Für Motorradfahrer, die während der Fahrt in Verbindung bleiben möchten, sind Motorrad-Gegensprechanlagen und Headsets unerlässlich. Die Fahrt ist viel zu laut, um sich ohne Headset zu verständigen, doch die normale Kombination aus Kopfhörern und Lautsprecher hat unter dem Helm kaum Platz. Die Lösung lautet entweder Motorrad-Headset oder Intercom. Es gibt verschiedene Kommunikationssysteme für Motorradfahrer.
Um sich während der Tour mit anderen Fahrern zu verständigen, nutzen Sie die Motorrad-Gegensprechanlage. Mit letzterer können Sie während der Tour mit anderen Motorrad-Fahrern kommunizieren und z. B. die Route oder die nächste Pause planen. Eine Test-Fahrt kann Ihnen helfen herauszufinden, was Ihnen besser liegt. Zunächst sollten Sie ein normales Motorrad-Headset einem Test unterziehen. Es lässt sich am Helm befestigen oder ist direkt in diesen integriert.
Was macht ein gutes Motorrad-Headset aus?
Das kommt darauf an, wofür Sie es hauptsächlich verwenden möchten. Für die Kommunikation mit anderen Motorrad-Fahrern ist vor allem die Reichweite relevant. Weitere Kriterien erfahren Sie mit einem Klick hier.
- Reichweite: Gute Modelle versprechen eine stabile Verbindung auf bis zu 2.000 Meter Entfernung.
- Anzahl der vernetzten Personen: Je nach Kommunikationssystem können Sie sich mit vier bis acht Personen vernetzen.
Achtung: Witterungsverhältnisse oder bestimmte Bedingungen in der Umgebung (z. B. Mauern) können die Verbindung beeinträchtigen, selbst wenn das Bluetooth-Headset oder der Helmfunk auf dem Motorrad beim ersten Test noch gut funktioniert hat.
Rechtliche Aspekte
Zunächst gelten in Deutschland ähnliche Regeln wie für Fahrradfahrer: Das Fahren mit Kopfhörern ist nicht grundsätzlich verboten, allerdings tragen Sie als Fahrer laut § 23 Abs. 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) die Verantwortung dafür, dass Ihr Gehör nicht zu stark beeinträchtigt ist. Österreich und die Schweiz halten es ähnlich.
Bei Fahrten nach Frankreich und Spanien müssen Sie jedoch auf das Headset verzichten, dort ist Auto-, Fahrrad- und Motorrad-Fahrern das Tragen von Kopfhörern nämlich untersagt. In Portugal dürfen Sie einen Knopf im Ohr tragen - aber eben nur einen und nicht zwei.
Motorrad-Kommunikationssysteme im Test
Die Auswahl an Kommunikationsgeräten ist ähnlich groß wie die Anforderungen der sie nutzenden Motorradfahrer und Motorradfahrerinnen. Für den praxisnahen Schlagabtausch konzentrieren wir uns auf das Duell der zwei "Big Player" im Kommunikationsbusiness: Cardo und Sena. Beide Hersteller haben ihr Portfolio in den letzten Jahren stark überarbeitet.
Beide Hersteller bieten Lösungen für verschiedene Preisklassen. Cardo oder Sena lautet meist die Frage, und Cardo oder Sena lautet auch meist die Antwort, wenn es um die Wahl eines Kommunikationsgerätes geht.
Testkategorien
Das resultiert einerseits in 3 verschiedenen Preisklassen, andererseits auch in 3 unterschiedlichen Anforderungsprofilen:
- Einsteiger: die Geräte kosten vergleichsweise wenig und können vergleichsweise wenig . Für viele Anwendungsfälle ist das aber allemal ausreichend und für manche Motorradfahrer genau richtig.
- Mittelklasse: etwas teurer, bietet dafür aber auch mehr Möglichkeiten.
- High-End: schließlich will mit High-End-Funktionen wie Mesh jedem Wunsch gerecht werden - und kostet dementsprechend.
Und wenngleich auch ältere Geräte noch verfügbar sind, widmet sich dieser Test ausschließlich der neueren Generation.
Einsteiger-Modelle im Test
Cardo Spirit HD
Das Spirit HD setzt auf den neuesten Bluetooth-Standard und erlaubt die Verbindung zweier Fahrer mit einer Reichweite von bis zu 600 Metern. Im Gegensatz zum Sena bietet es auch eine Radiofunktion, Audioprofile, die Nutzung von Siri und dem Google Assistant und ist wasserdicht sowie darüber hinaus etwas günstiger.
Installation und Einrichtung: Dem Spirit HD liegen sowohl eine Einbauanleitung als auch ein Pocket Guide zur Bedienung bei. Die Installation ist dank simplem Klemmmechanismus schnell erledigt, die Kabel müssen wie bei Sena auch aber erst einmal sauber im Helm verstaut werden. Die Einheit rastet spürbar in der Halterung ein und lässt sich auch leicht wieder entnehmen. Die Verbindung zu einem zweiten Gerät gelingt am Gerät oder bequem in der App.
Funktionen und Bedienung: Das Spirit HD kommt im Gegensatz zum Sena mit Radiofunktion, Smartphone und Navi lassen sich getrennt voneinander koppeln. Die Verbindung mit der App dauert manchmal etwas länger, diese bietet dann aber übersichtlich zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Die vier Knöpfe am Gerät sind deutlich zu spüren und auch mit Handschuhen gut zu bedienen, wobei Druckdauer und Tastenkombinationen erst erlernt werden müssen.
Klangqualität: Der Klang ist rund und ausgewogen, der Bass kickt, ohne zu Wummern. Sprache ist gut verständlich, aber begleitet von leichtem Rauschen. Audioprofile (Bassverstärkung, hohe Lautstärke und Stimme) erlauben die Anpassung des Klangs, in der App können die Pegel von Telefon, Musik, Radio, Intercom und System-Ansagen außerdem unabhängig voneinander eingestellt werden. Automatische Lautstärkeregelung und Geräuschunterdrückung runden die Funktionsvielfalt ab.
Fazit: Das Cardo-Gerät entscheidet das Einsteiger-Duell für sich: bessere Tonqualität, grandioser Bass, mehr Funktionen und kleinerer Preis.
Sena SF2
Somit ist die Reichweite - auch gemessen - höher als bei Cardo, zudem ist die Ladezeit kürzer. Bei nur drei Tasten verdrückt man sich im Praxiseinsatz zudem seltener.
Installation und Einrichtung: Auf die korrekte Installation geht die Anleitung nicht ein, dank einfachem Klemmmechanismus ist das dennoch schnell geschafft. Die Einheit selbst geht etwas schwer in die Halterung rein und auch raus. Etwas nervig: Jedes Produkt hat bei Sena gefühlt eine eigene App, hier ist es "SF Utility", wobei auch "Sena Motorcycles" Einstellungen zulässt. Die Kopplung zum Gesprächspartner gelingt am Gerät sowie per QR-Code in der App.
Funktionen und Bedienung: Durch die Ausstattung mit lediglich drei Tasten gelingt die Kopplung mit dem Smartphone nur über ein extra Konfigurationsmenü, dort finden sich dann aber alle wichtigen Verbindungsfunktionen an einem Ort, die Sena-Stimme führt durch die Menüstruktur. Die Bedienung während der Fahrt ist problemlos möglich, auch trotz der flachen Tasten.
Klangqualität: Trotz deutlicher Unterschiede zwischen den beiden mitgelieferten Lautsprecher-Sets (kleinere mit 32 und größere mit 40 Millimetern Durchmesser) gefallen beide mit einem druckvollen Klang beim Musikhören. Die Sprachübertragung ist kratziger als bei Cardo und stets von leichtem Rauschen begleitet, das auch dann bleibt, wenn die Rauschunterdrückung eingreift. In der App lassen sich Intercom, Telefon, Musik etc. in der Lautstärke einzeln anpassen. Der Funktionsumfang ist geringer, der Lieferumfang dafür größer und die Reichweite höher als bei Cardo.
Mittelklasse-Modelle im Test
Cardo Freecom 4X
Die Verwandtschaft mit dem Einsteiger- Gerät Spirit HD ist unverkennbar, beim Freecom setzt Cardo aber auf ein Drehrad und eine größere Reichweite. Und obwohl der Sound beim Spirit HD bereits grandios war, ist die Klangkulisse beim Freecom dank JBL-Lautsprechern nochmals besser. Ein Gerät für Soundgourmets.
Installation und Einrichtung: Beileger zur richtigen Montage, Bedienung und Wahl der App machen die Installation und Einrichtung sehr einfach. Ein Software-Update war nicht nötig, könnte aber bequem in der App vorgenommen werden. Die Lautsprecher sind eher oval geformt und messen 40 auf 45 Millimeter, dies sollte zum gewählten Helmmodell passen - vorher messen! Cardo verwendet für die Verbindung der Lautsprecher stets einen 3,5-mm-Klinkenstecker, der im Helm versteckt werden muss, dies ist bei Sena schlanker gelöst, dafür ließen sich hier eigene In-Ear-Kopfhörer nutzen. Die Kopplung der Gesprächsteilnehmer dauert bei Cardos Bluetooth länger als beim Sena.
Funktionen und Bedienung: Das Drehrad ist kleiner als bei Sena und wird per Daumen statt Zeigefinger bedient, dies klappt in der Praxis aber ebenso gut. Sehr praktisch ist die Möglichkeit der Sprachsteuerung, mit Befehlen wie "Hey Cardo, Radio an" lässt sich das Freecom so bedienen. Passend dazu: Radioempfang ist bei Cardo im Gegensatz zum Sena integriert. Die App bietet auf Wunsch ebenfalls eine übersichtliche Möglichkeit, das Gerät zu bedienen.
Klangqualität: Der direkte Vergleich zum bereits tollen Klang des Spirit HD zeigt, dass das Freecom dank JBL tatsächlich nochmals besser klingt. Musik wird druckvoll abgespielt, Systeminfos (z. B. "Batterieanzeige: voll") klingen angenehmer als bei Sena. Sprache wird allerdings von einem leichten Grundrauschen begleitet.
Fazit: Die Verbindung der Gesprächsteilnehmer mittels Bluetooth ist wie üblich etwas anstrengend, die Verbindung dann aber auf 600 Meter stabil. Riesiger Pluspunkt des Freecom: die geniale Klangqualität bei Musikwiedergabe.
Sena Spider ST1
Die beiden Spider, das ST mit Drehrad und das SR mit Tasten, können "nur" Mesh, keine gewöhnliche Bluetooth-Verbindung zu anderen Kommunikationssystemen. Smartphone und Navi lassen sich natürlich trotzdem koppeln, somit ist diese Lösung für einen großen Teil der an Kommunikation interessierten Motorradfahrer genial.
Installation und Einrichtung: Beim Spider gilt ähnliches wie bei Senas Einsteiger-Gerät: Aller Anfang ist etwas umständlich, eine Einbauanleitung liegt nicht bei. Diese findet sich aber als kurze und lange Version in der App "Sena Motorcycles". Die Montage am Helm gelingt dank Klebe- oder Klemmverbindung, je nach Helmform und Schalendicke ist der Einbau damit schnell geschafft. Software-Updates gibt es nur am heimischen Rechner. Die große Frage deshalb: Weshalb hängen dann Lautsprecher und Mikrofon am Gerät statt am Halter?
Funktionen und Bedienung: Dank Mesh könnte das Verbinden untereinander kaum einfacher sein, die App macht das Bilden von Gruppen darüber hinaus einfach. Das Koppeln mit Nicht-Mesh-Geräten von Sena klappt hingegen technologiebedingt nicht. In der App lassen sich viele weitere Einstellungen vornehmen, die nicht unbedingt selbsterklärend sind. Die deutsche Sena-Sprachausgabe klingt härter und nerviger als bspw. das englische Pendant.
Klangqualität: Leider die größte Schwäche des Spider ist die Tonwiedergabe. Diese erreicht nicht die Lautstärke anderer Systeme, zudem neigen die Lautsprecher zum kratzigen Übersteuern. Für eine klare Sprachübertragung muss auf den korrekten Einbau geachtet werden, insbesondere beim Schwanenhalsmikrofon. Sonst wird mehr Wind denn Sprache übertragen, was die Gesprächspartner natürlich stört.
Fazit: Ein Tastendruck genügt, um sich mit anderen Mesh-Produkten wie 50 R, S und C oder 30K zu verbinden, klasse! Wem unkomplizierte Verbindungen zu anderen Senas wichtiger sind als höchste Audioqualität, greift zum Spider.
High-End-Modelle im Test
Cardo Packtalk Edge
Beim Vergleichstest im Jahr 2020 bemängelten wir beim Packtalk Bold unter anderem die Update-Funktion nur über den PC, Schwäche bei Nässe und die schlechte Aussprache der Systemmeldungen. An all diesen Punkten hat Cardo gefeilt und mit dem schlankeren und leichteren Packtalk Edge ein neues Spitzenmodell herausgebracht.
Installation und Einrichtung: Wie auch bei den anderen Cardo-Geräten gelingt der Einbau dank Klemm- oder alternativer Klebehalterung sehr schnell und einfach. Zweifel an deren Stärke und Zuverlässigkeit kamen im Test nicht auf. Wie üblich setzt Cardo auch beim Packtalk Edge auf einen Klinkenstecker am Kabel der Lautsprecher, dieser muss wie auch die (bei allen Modellen beider Hersteller) sehr langen Kabel sinnvoll im Helm verlegt werden. Die magnetische Halterung des Geräts am Helm ist clever gelöst.
Funktionen und Bedienung: Dank überarbeiteter Mesh-Funktion ("DMC Gen2") gelingt die Kopplung nun schneller und unkomplizierter im Vergleich zu vorigen Packtalks. Mit all diesen kann das neue Gerät natürlich trotzdem noch kommunizieren. Die Sprachsteuerung funktioniert gut, auch wenn die Gesprächspartner die eigentlich nicht für sie bestimmten Befehle ebenfalls hören. Die Reichweite ist sehr praxistauglich, auch wenn die Verbindung auf unserer Teststrecke im Bereich einer Kuppe etwas früher abbricht als beim Sena 50 S.
Klangqualität: Wie von den anderen beiden Cardo-Geräten schon gewohnt, massiert auch das Packtalk Edge das Trommelfell mit überragend druckvoller und ausgewogener Musikwiedergabe. Auch Sprache wird klar und deutlich übertragen, leise Stimmen müssen aber gegebenenfalls die Mikrofonempfindlichkeit oder gar Rauschunterdrückung in den Einstellungen anpassen, um von anderen gehört zu werden.
Fazit: Das schlanke Packtalk Edge gibt sich deutlich moderner als das vorige Packtalk Bold, besitzt dieselben Stärken und meidet dessen Schwächen. Wer Freunde mit Cardos hat, greift zum Cardo und wird damit sehr zufrieden sein.
Sena 50 S
Auch Sena hat sein Flaggschiff seit unserem Vergleichstest in Heft 17/2020 überarbeitet: Lautsprecher und Mikrofon wurden für das neuere 50&9;S zusammen mit den Hi-Fi-Experten von Harman Kardon entwickelt, was eine hervorragende Tonqualität zur Folge hat. Auch sonst überzeugt das etwas klobigere Gerät mit klugen Ideen.
Installation und Einrichtung: Als einziges Gerät des Tests besitzt das 50 S eine Halterung, die mit Schrauben an der Helmschale fixiert wird. Dabei kann es beim Anbau etwas umständlich sein, mit dem Inbusschlüssel die Schraubenköpfe am Helmfutter vorbei zu treffen. Alternativ liegt aber auch eine Klebehalterung bei. Software-Updates werden mithilfe des USB-WLAN-Adapters installiert, dieser wollte in unserem Test jedoch nicht mit jedem Smartphone harmonieren.
Funktionen und Bedienung: Wer die Bedienung von Sena-Geräten mit Drehrad kennt, findet sich auch am 50 S sofort zurecht. Dank des dedizierten Knopfes für die Mesh-Funktion stellen aber auch Neulinge ohne große Mühe eine Verbindung zu anderen Mesh-Geräten her. Alternativ lassen sich alle Einstellungen auch in der übersichtlichen App vornehmen. Am Fuß der Helmhalterung bietet Sena eine 3,5-mm- Klinkenbuchse, an der all jene ihre In-Ear-Kopfhörer anschließen können, die diese den He...
Überblick über weitere Motorrad-Headsets
Die Auswahl auf dem Markt für Motorrad-Headsets ist groß. Im Vergleich werfen wir deshalb einen Blick auf die Möglichkeiten verschiedener Preis- und Funktionsbereiche!
Sena 20S EVO HD Bluetooth-Kommunikationssystem
Der Technik-Hersteller Sena beeindruckt in einigen Motorad-Headset-Tests mit dem Bluetooth-Kommunikationssystem Sena 20S EVO. Es ist das Nachfolgemodell des ersten 20S. Verbesserungen sieht man vor allem im Design und der Intercom-Funktionalität. Das Bluetooth-Motorrad-Headset ist mit hochwertigen HD-Lautsprechern ausgestattet. Schlankes Antennendesign mit einer feststehenden Haifischflossen-Antenne macht die Gegensprechanlage besonders stabil. Ganz anders als bei seinem Vorgänger mit aufklappbarer Antenne. Amazon-Rezensionen vergeben 4,5 begeisterte Sterne für dieses Universal-Intercom.
Cardo Freecom Gegensprechanlage
Mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis will das Freecom 2x Intercom-Headset von Cardo überzeugen. Dazu wartet es mit einem 40-mm-Lautsprecher des Sound-Experten JBL auf. Der speziell abgestimmte Musikprozessor mit drei unterschiedlichen Audioprofilen sorgt für ein einzigartiges Klangerlebnis während der Fahrt mit dem Motorrad. Die Motorrad-Gegensprechanlage will zusätzlich mit einer stabilen Bluetooth-Verbindung punkten, die sich selbstständig wiederherstellt - geeignet für zwei Personen auf eine Distanz von bis zu 1,2 km. Dazu ist das Freecom 2x ist gegen alle Witterungsverhältnisse gewappnet, egal ob Regen, Schnee, Staub oder Wind. Dank Software-Updates bleibt das Headset stets aktuell. Über die Cardo Conntect App werden Updates direkt auf dem Gerät installiert - kein Kabel nötig.
Lexin Helm Interkom
Besonders starke Reichweite, besonders viele Kommunikationskanäle - das Bluetooth Motorrad-Headset von Lexin will mit vielen Funktionen beeindrucken. Darunter die Möglichkeit, Musik zu teilen und Bluetooth 5.0 für eine besonders klare Verbindung zwischen den einzelnen Personen. Hinzu kommt die CVC- und DSP-Rauschunterdrückung, die Wind- und Motorgeräusche um über 90 Prozent reduzieren soll. So kann man während der Fahrt mit den anderen kommunizieren, oder über die T-COM SC Headsets Musik teilen. Das LCD-Display sorgt für eine einfache Bedienung im Vergleich zur displaylosen Konkurrenz. Hier lässt sich die Akkulaufzeit von zehn Stunden Gesprächszeit und 300 Standby-Zeit im Auge behalten. Das Aufladen dauert zwei bis drei Stunden. Zusätzliche Benefits: Das Headset kommt mit eingebautem FM-Radio und GPS-Navigation. Das wasserdichte Gehäuse macht Ausflüge bei jedem Wind und Wetter möglich. Die digitale Rauschunterdrückung soll 80 Prozent der Umgebungsgeräusche bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h herausfiltern.
Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Headsets achten?
Wer lange Touren auf dem Motorrad unternimmt und gerne in einer Gruppe reist, wird mit einem passenden Motorrad-Headset viel Spaß haben. Über das Mikrofon gemeinsame Erlebnisse zu teilen, macht den Ausflug noch schöner. Die nächste Tankpause darüber anzusagen, vermeidet zudem Missverständnisse. Motorrad Kommunikationssysteme unterscheiden sich stark in ihrer Beschaffenheit, besonders bei der Reichweite und in der Konnektivität mit anderen Motorradfahrenden.
Wir empfehlen, sich vor dem Kauf eines Motorrad-Headsets über die eigenen Anforderungen bewusst zu werden. Folgende Fragen sollte man dabei für sich beantworten:
- Möchte man das Motorrad-Headset zur Unterhaltung mit der mitfahrenden Person oder zur Gruppenkommunikation nutzen?
- Wie viel technisches Knowhow bringt man für die Installation des Headsets im Motorradhelm mit? Das Einrichten kann je nach Hersteller komplex ausfallen. Wem einfaches Handling wichtig ist, sollte sich über diesen Part informieren.
- Welche Reichweite möchte man zu anderen Motorrädern haben? Bei dieser Frage helfen Praxistests, da die Herstellerangaben teils von der realen Reichweite der Bluetooth-Headsets abweichen.
- Wie viel Wert legt man auf Audio-Qualität und ein klares Motorrad-Kommunikationssystem? Im Motorrad-Headset-Vergleich zeigen manche Geräte eine deutlich verringerte Qualität bei erhöhter Fahrgeschwindigkeit. Je nachdem, welches Fahrverhalten man vorzieht, kann die Geschwindigkeitsempfindlichkeit bei der Kaufentscheidung wichtig sein.
- Akku und Ladezeit: Amazon-Rezensionen geben einen guten Eindruck darüber, wie realistisch die Akkulaufzeit-Angaben der Hersteller sind. Vor dem Kauf eines Headsets fürs Motorrad sollte man sich hier unbedingt eine Meinung abholen.
Motorrad-Headset Vergleich
Hier eine Übersicht verschiedener Motorrad-Headsets und ihrer Eigenschaften:
| Modell | Gesprächsteilnehmer | Reichweite | Akkulaufzeit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Cardo FRC2X003 | max. 2 Teilnehmer | 800 Meter | 13 Stunden | Wasserdicht, einfache Bedienung |
| Sena 30K | max. 16 Teilnehmer | 1.600 Meter | 10 Stunden | Rauschunterdrückung |
| Cardo Spirit HD | max. 2 Teilnehmer | 600 Meter | 13 Stunden | Einfache Bedienung |
| Lexin B4FM Headset | max. 4 Teilnehmer | 1.600 Meter | 15 Stunden | Bestseller |
| Sena 20S EVO | max. 8 Teilnehmer | 2.000 Meter | 12 Stunden | - |
| Cardo Spirit Single | max. 2 Teilnehmer | 400 Meter | 10 Stunden | - |
| Sena 10S | max. 4 Teilnehmer | 1.600 Meter | 12 Stunden | - |
| Lexin G2 2X | max. 6 Teilnehmer | 1.000 Meter | 18 Stunden | - |
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