Viele Motorradfahrer nutzen ihr Smartphone zur Navigation, Musikwiedergabe und für andere Anwendungen während der Fahrt. Dies führt jedoch oft zu einem hohen Akkuverbrauch. Daher ist es wichtig, eine zuverlässige Möglichkeit zu haben, das Handy unterwegs aufzuladen.
Alternative Stromquellen und DIY-Lösungen
Eine Möglichkeit ist die Verwendung einer Motorradbatterie als Powerbank. Eine Batterie mit 12V und 5,5Ah hat einen Energieinhalt von 66Wh. Bei einer Blei-Säure-Batterie sollten jedoch nur 75% davon genutzt werden, um Schäden zu vermeiden. Ein Spannungswandler von 12V auf 5V ist erforderlich, um das Handy aufzuladen.
Einige Bastler haben sich ihre eigenen Ladelösungen gebaut, indem sie ein Standard-USB-Ladekabel für Zigarettenanzünder zerlegt und die 12V- und 5V-Anschlüsse direkt verbunden haben. Es gibt auch USB-Steckdosen, die direkt an die Batterie angeschlossen werden können. Das Kabel kann dann unauffällig unter dem Tank zum Lenker verlegt werden.
Achtung: Es ist wichtig zu beachten, dass solche DIY-Lösungen Risiken bergen können. Ein Kurzschluss kann das Handy beschädigen. Daher ist es ratsam, eine Powerbank oder ein fertiges USB-Ladegerät zu verwenden.
Fertige Ladelösungen für Motorräder
Es gibt eine Vielzahl von USB-Ladegeräten, die speziell für Motorräder entwickelt wurden. Diese können an verschiedenen Stellen am Motorrad befestigt werden, z.B. am Lenker oder unter dem Soziussitz.
Einige Optionen umfassen:
- KFZ-Stöpsel mit USB-Anschluss
- Duo-USB-Ladegeräte mit Schelle zur Befestigung am Lenker
- USB-Steckdosen zur Montage unter dem Soziussitz
Es ist wichtig, ein wasserdichtes Ladegerät zu wählen, um Schäden durch Regen oder Spritzwasser zu vermeiden. Einige Ladegeräte sind nur wasserdicht, solange die Verschlusskappe aufgesetzt ist. Wenn das USB-Kabel eingesteckt ist, ist der Schutz möglicherweise nicht mehr gewährleistet.
Einige Benutzer haben positive Erfahrungen mit USB-Dosen von BMW gemacht. Diese sind jedoch möglicherweise nicht immer die eleganteste Lösung, da sie manchmal mit Kabelbindern befestigt werden müssen.
Die Herausforderungen
Viele Motorradfahrer haben mit Problemen wie herausrutschenden Ladekabeln, defekten Adaptern und unzureichender Ladeleistung zu kämpfen. Es ist wichtig, ein Ladegerät zu wählen, das einen sicheren Halt bietet und genügend Strom liefert, um das Handy während der Navigation aufzuladen.
Ein weiteres Problem ist die Wärmeentwicklung, insbesondere bei der Verwendung des Handys im Tankrucksack oder in der Jackentasche. Im Sommer können hohe Temperaturen dazu führen, dass das Handy überhitzt und sich abschaltet.
Ladearten und Kompatibilität
Es gibt zwei verschiedene Ladearten: Einige Handys "denken", dass sie an einem PC hängen und laden nur mit geringem Strom (400mA). Andere Handys erkennen ein AC-Ladegerät und laden mit dem maximal vom Hersteller vorgesehenen Ladestrom.
Es ist wichtig sicherzustellen, dass das Ladegerät mit dem Handy kompatibel ist und die richtige Ladeart unterstützt.
Befestigungslösungen für das Handy
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Handy am Motorrad zu befestigen:
- Halterungen zur Befestigung am Lenker
- Klebepads zur Befestigung am Tank
- Tankrucksäcke mit Kabeldurchführung
Einige Benutzer haben gute Erfahrungen mit CP-Connect Hüllen und Halterungen mit M10 Schraube für den rechten Lenkergriff gemacht. Es gibt auch RAM Mount Systeme mit Kugelkopf und Platte für den Bremsflüssigkeitsbehälter.
Stromversorgung und Verkabelung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das USB-Ladegerät mit Strom zu versorgen:
- Direkt an die Batterie anschließen
- An Klemme 15 (Zündschlossplus) anschließen
- An das Licht anschließen (parallel schalten)
- Über ein Relais an die Batterie anschließen, das durch das Licht aktiviert wird
Es ist wichtig zu beachten, dass ein direkt an die Batterie angeschlossenes Ladegerät auch bei Nichtbenutzung Strom zieht. Dies kann bei längeren Standzeiten die Batterie entladen.
Tipps und Tricks
- Verwenden Sie ein kurzes Ladekabel mit Winkelstecker, um Kabelsalat zu vermeiden.
- Befestigen Sie das USB-Kabel mit Kabelbindern am Lenker, um zu verhindern, dass es sich verfängt.
- Verwenden Sie ein wasserdichtes Ladegerät, um Schäden durch Regen zu vermeiden.
- Achten Sie auf die Wärmeentwicklung und vermeiden Sie es, das Handy in der prallen Sonne oder in einer geschlossenen Tasche aufzuladen.
Garantie und Gewährleistung
Für Endverbraucher gilt eine obligatorische Garantie auf gesetzlicher Basis. Die Dauer des Garantieanspruchs beträgt 1 Jahr ab Lieferdatum, danach kann man einen Gewährleistungsanspruch nach dem BGB geltend machen, dessen Dauer 2 Jahre ab Lieferdatum beträgt. Sowohl die Garantie als auch die Gewährleistung gelten für Mängel am Produkt, die bei der Herstellung, Montage oder aufgrund versteckter Mängel an den Originalteilen entstanden sein können.
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