Hast du dir gerade einen neuen Motorradhelm gekauft und fragst dich, wohin du deinen gebrauchten, in die Jahre gekommenen Helm entsorgen sollst? Motorradhelme und Fahrradhelme sind überlebenswichtig für die Teilnahme am Straßenverkehr. Aber auch die lebenswichtige Schutzkleidung hat manchmal ihren Dienst getan und wird nicht mehr benötigt - sei es, weil sie nicht mehr der aktuellen Mode entspricht oder eben im Einsatz beschädigt wurde.
Wann muss ein Motorradhelm ausgetauscht werden?
Wenn dein alter Motorradhelm dir nicht mehr gefällt, beschädigt, heruntergefallen ist oder seine Altersgrenze von fünf Jahren erreicht hat, stellt sich die Frage nach der richtigen Entsorgung. In jedem Fall muss ein Motorradhelm bei Beschädigung durch einen Sturz oder nach Herunterfallen ausgetauscht werden. Motorradhelme aus Thermoplast sollten darüber hinaus aufgrund von Materialermüdung alle fünf bis sieben Jahre ausgetauscht werden. Ein aus glasfaserverstärkten Kohlefasern hergestellter Kopfschutz ist beständiger und hat somit eine längere Lebensdauer.
Die richtige Entsorgung: Restmüll oder Wertstoffhof?
Da dein alter Motorradhelm rechtlich gesehen keine Verpackung ist, darfst du ihn nicht einfach in den gelben Sack schmeißen. Die bequemste Art der Entsorgung dürfte für Fahrrad- und Motorradhelme die Restmülltonne sein. Tatsächlich dürfen die Helme ohne weitere Vorbereitung einfach über den Restmüll entsorgt werden. Die Entsorgung der Helme über die Restmülltonne ist natürlich völlig frei von zusätzlichen Kosten.
Eine gute Möglichkeit ist es auch, deinen alten Motorradhelm bei einem nahegelegenen Wertstoffhof abzugeben. Vielleicht kannst du mit der Fahrt auch eine kleine Motorradtour verbinden. Im Regelfall ist das Entsorgen eines alten Motorradhelms im Recycling- oder Wertstoffhof kostenlos möglich.
Zerlegen und sortieren
Natürlich kannst du den Helm auch auseinandernehmen und die einzelnen Bestandteile einzeln entsorgen. Wenn Du es ganz genau machen willst, zerlege Deinen alten Sturzhelm in seine Einzelteile und trenne ihn nach den einzelnen Materialen (Helmschale, Innenfutter, EPS Innenschale, Kinnriehmen, Visier, Schrauben).
Alternativen zur Entsorgung
Wenn er Dir zu schade zum Wegwerfen ist, schenke ihm ein zweites Leben. Gut erhaltene Motorradhelme können verschenkt oder verkauft werden. Alternativ lassen sie sich zum Beispiel auch als Blumentopf oder Werkzeugbehälter nutzen. Hier sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt.
Nimm das Innenfutter heraus, wasche es und bieten den alten Mopedhelm einer Organisation (z. B. rotes Kreuz) für die Verwendung in erste Hilfe Kursen an. Viele der Anbieter sind froh, wenn Sie kostenlose Übungshelme zur Helmabnahme im Rahmen des Erste-Hilfe-Kurses bekommen. So tust du auch gleichzeitig etwas für deine Sicherheit. Denn wenn ein angehender Motorrad- oder Autofahrer lernen kann, wie er einen Motorradhelm im Unglücksfall richtig abnehmen kann, ist uns Bikern allen geholfen.
Recyclingprogramme
Wird ein neuer Helm von derselben Marke gekauft wie das alte Modell, kann dieses bei manchen Herstellern auch kostenfrei zurückgegeben werden. Damit ist nicht nur eine fachgerechte Entsorgung garantiert, sondern unter Umständen sogar ein kleiner Rabatt auf den Kaufpreis des neuen Helms möglich.
Dainese hat das Projekt Life Impacto gestartet, um einen geordneten Recycling-Prozess für Motorradhelme aus Thermoplast zu etablieren. Im Rahmen des Projekts Life Impacto akzeptiert Dainese gebrauchte Helme aller Marken zur Rücknahme. Ziel ist es, Materialien wie EPS (expandiertes Polystyrol), ABS oder Polycarbonat ausgedienter Helme zu trennen und wieder in den Produktionskreislauf einzuführen.
Materialien und Recyclingfähigkeit
Die Außenschale des Kopfschutzes besteht entweder aus duroplastischen oder thermoplastischen Materialien. Bei Duroplast-Helmen sind das üblicherweise Amid-, Glas- und Kohlefasern. Bei Thermoplast-Helmen werden Polycarbonat und Acrylnitril-Butadien-Styrol verwendet. Das Visier der Helme wird in der Regel aus Polycarbonaten wie Makrolon und Lexan gefertigt. Das Innenpolster besteht aus Schaumgummi.
Während Duroplast-Verbundstoffe mit Glasfaser sehr schwer recycelt und damit nicht sinnvoll wirtschaftlich verwertet werden können, sind thermoplastische Materialien wie Polycarbonate nahezu vollständig recycle- und wiederverwertbar. Sich beim Kauf für einen Thermoplast-Helm zu entscheiden, wäre für die Umwelt also grundsätzlich nachhaltiger. Umgekehrt sind Duroplast-Helme stabiler und bieten dadurch einen noch besseren Schutz.
Hinweise zur Entsorgung von Helmen mit Elektronik
Handelt es sich um einen Helm mit Bluetooth Freisprecheinrichtung, müssen der Lautsprecher, der Akku, die Antenne, das Mikrophon und die Recheneinheit vorher entfernt und gesondert entsorgt werden.
Zusammenfassung der Entsorgungsoptionen
Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Entsorgungsoptionen für Motorradhelme:
| Entsorgungsmethode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Restmülltonne | Einfach und kostengünstig | Kein Recycling |
| Wertstoffhof | Umweltfreundlicher als Restmüll | Eventuell Anfahrtsweg |
| Recyclingprogramme | Fachgerechte Entsorgung und möglicher Rabatt | Abhängig vom Hersteller |
| Spenden/Verschenken | Soziale Verantwortung und Wiederverwendung | Nur bei gut erhaltenen Helmen |
| Upcycling | Kreative Wiederverwendung | Zeitaufwand und handwerkliches Geschick erforderlich |
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