Das 60S ist das neue Flaggschiff der Kommunikationssysteme von SENA und soll im Vergleich zum 50S in allen Bereichen besser performen. Es bietet revolutionäre Technologien, wie eine Kommunikation mit unbegrenzter Reichweite.
Nun, nach einigen Wochen der intensiven Verwendung des SENA 60S zwischen Barcelona und Wien, präsentieren wir unser Testergebnis. Das neue 60S hat strahlende Momente, die teils aber auch von dunklen Schattenseiten begleitet werden.
Montage und Halterung
Wir beginnen, wie die meisten Kunden vermutlich auch, mit der Montage des 60S. Wie bei vielen aktuellen Kommunikationssystemen, kann die Halterung entweder per Klebepads außen am Helm festgeklebt oder mit einer Klemme an der Helmschale fixiert werden.
Während die Klebevariante mit nahezu jedem Helm kompatibel ist, hängt die Tauglichkeit der Klemme davon ab, ob das Helminnere und die Innenseite der Helmschale verklebt sind und wie breit die untere Helmkante ausfällt.
Besonders hervorzuheben ist, dass gleich zwei verschiedene Helmhalterungen im Lieferumfang enthalten sind. Zwei Halterungen gibt es zu jedem SENA 60S: Eine mit Schwanenhalsmikro und eine mit kabelgebundenem Mikrofon.
Eine Halterung ist mit einem fixen Schwanenhalsmikrofon ausgestattet, was sie ideal für Jet- und andere offene Helme macht. Die zweite nutzt ein modulares System: Mikrofon und Lautsprecher werden hier über USB-C angeschlossen und direkt im Helminneren montiert perfekt für Integral- oder Klapphelme.
In der Praxis ergibt das einen echten Mehrwert, besonders für Fahrer:innen, die regelmäßig zwischen verschiedenen Helmen wechseln. Der Clou: Das 60S lässt sich dank einer neuen magnetischen Arretierung blitzschnell von einer Halterung zur anderen übertragen ein kurzer Handgriff genügt, und schon sitzt das Kommunikationssystem sicher am neuen Helm.
Bedienkonzept und Benutzerfreundlichkeit
Beim Bedienkonzept des 60S bleibt sich Sena treu und setzt auf das mittlerweile bekannte Steuerungsprinzip: Ein großes Drehrad, mit dem sich unter anderem die Lautstärke regeln oder Musik skippen lässt, sowie drei zusätzliche Tasten eine für die Intercom-Funktionen (meist Mesh), eine für das Smartphone und eine für Sonderfunktionen.
Wer bereits ein SENA-System wie das 50S genutzt hat, findet sich sofort zurecht. Alle anderen brauchen eine kurze Eingewöhnung, doch die wichtigsten Grundfunktionen wie Musiksteuerung, Anrufannahme oder das Ein- und Ausschalten des Mesh-Intercoms hat man schnell verinnerlicht. Die einzig wirklich neue Taste ist der Schalter für die nun erstmalig verbaute Taschenlampe am 60S.
In der Praxis funktioniert die Bedienung zuverlässig. Die Bedienelemente sind gut fühlbar, auch mit dicken Handschuhen. Die Haptik ist solide, alles wirkt hochwertig und robust das passt soweit. Was allerdings auch auffällt: Wirklich tiefergehende Funktionen lassen sich über die Tasten direkt am Gerät kaum mehr sinnvoll steuern.
Hier wird schnell klar, dass die vollständige Nutzung des 60S eigentlich nur in Kombination mit der Smartphone-App vorgesehen ist was aus Sicherheitsgründen auch sinnvoll ist. Die Sena Motorcycles App ist übersichtlich aufgebaut und im Stand gut bedienbar. Besonders praktisch: Die Möglichkeit, sich per QR-Code mit anderen Fahrern zu verbinden. Wer zuvor schon die Bekanntschaft mit SENA Kommunikationssystemen gemacht hat, wird sich beim 60S auch zurechtfinden.
Sprachsteuerung
Ein interessantes Feature ist die Sprachsteuerung, die mittlerweile mit KI-Unterstützung arbeitet und in mehreren Sprachen zur Verfügung steht. Die Idee dahinter ist vielversprechend man kann so nicht nur einfache Sprachbefehle an das Gerät selbst geben (z. B. lauter, Mesh ein), sondern auch direkt mit dem Sprachassistenten des Smartphones sprechen.
Allerdings: Die Sprachbefehle reagieren nicht immer zuverlässig. Mal klappt es auf Anhieb, mal passiert gar nichts. Das macht die Steuerung unterwegs etwas unberechenbar, weshalb ich persönlich meist wieder auf die klassischen Tasten zurückgegriffen habe einfach, weil sie immer funktionieren.
Individualisierung
Anders als viele andere Kommunikationssysteme, die optisch eher funktional als ansprechend wirken, bietet das Sena 60S überraschend viele Möglichkeiten zur Personalisierung. Die äußere Gehäuseplatte des Systems ist austauschbar und kann je nach Geschmack gegen eine Variante in Dunkelchrom, Metallic-Silber, Perlmuttweiß oder Glanzschwarz getauscht werden.
Zusätzlich ist auch das große Drehregler-Rad in verschiedenen Farben erhältlich. Wer es besonders auffällig mag, kann zudem den integrierten LED-Leuchtstreifen das sogenannte RideGlow über die App in Farbe und Leuchtverhalten anpassen. Damit lässt sich das Kommunikationssystem optisch besser an den eigenen Helm oder Fahrstil anpassen, ohne dabei auf Funktionalität verzichten zu müssen. Und trotz dieser Möglichkeit, hier selbstständig Teile an- und abzubauen, ist das SENA 60S nach dem IPX7 Standard wasser- und staubdicht. Individualisierung ist ein wichtiger Punkt beim neuen SENA 60S.
Klangqualität und Audio
Wenn man alleine auf dem Motorrad unterwegs ist, wird man sein Kommunikationssystem vermutlich zu 90 % der Zeit für zwei Dinge nutzen: Zum Musikhören und zum Telefonieren. In genau diesem Einsatzbereich schlägt auch die Sternstunde der neuen Harman Kardon Lautsprecher.
Während das Vorgängermodell 50S öfter als zu leise kritisiert wurde, schaffen die um 30 % lauteren Lautsprecher des 60S hier spürbare Abhilfe. Auf maximaler Lautstärke bringen sie die Ohren regelrecht zum Vibrieren. Die Lautsprecher sind aber nicht nur lauter, sondern auch qualitativ besser. Selbst erratische Musikrichtungen wie Metal werden klar wiedergegeben ein Punkt, bei dem viele andere Systeme klanglich an ihre Grenzen kommen.
Die Probleme mit der Soundqualität beginnen erst im Zusammenspiel mit anderen Fahrern, sie liegen aber nicht an den Lautsprechern selbst. Praktisch: Sollte man bereits seine bevorzugten Kopfhörer für den Helm gefunden haben, lässt sich das 60S auch per 3,5-mm-Klinkenanschluss nutzen.
KI-gestützte Geräuschunterdrückung
Künstliche Intelligenz ist aktuell in aller Munde auch im Sena 60S soll sie eine zentrale Rolle spielen. Der KI-gestützte Algorithmus im System hat die Aufgabe, störende Nebengeräusche wie Wind und Motorenlärm von der menschlichen Stimme zu trennen, diese zu optimieren und dann möglichst klar weiterzugeben sowohl bei Sprachbefehlen als auch bei der Intercom-Kommunikation. SENA geht hier sogar einen anderen Weg als viele Mitbewerber und verzichtet bewusst auf stark richtungsorientierte Mikrofone. Stattdessen sitzt das Mikrofon zentral in der Tonne also dem Endstück des Mikrofons und die KI soll den Rest übernehmen.
Solange sich das Windgeräusch in Grenzen hält, ist alles gut. Doch schon das Windrauschen bei österreichischen Autobahngeschwindigkeiten bringt die KI aus dem Konzept. Denn die Geräuschunterdrückung funktioniert derzeit nicht zuverlässig.
Das Hauptproblem ist das Windgeräusch. Bis etwa 80 km/h ist die Sprachqualität über das Mesh-Intercom noch gut darüber hinaus beginnt die KI zunehmend, auch Teile der Stimme herauszufiltern. Ab rund 130 km/h kommt dann teilweise nur mehr ein roboterhaftes Schnarren beim Gesprächspartner an.
Unsere Laien-Vermutung: Ein Grund für das Problem mit der Geräuschunterdrückung könnte am Mikrofon liegen. Diese ist nicht in Richtung Mund gerichtet, sondern zielt in Richtung des Schwanenhalsmikros, also links aus dem Bild. Gerade für ein System in dieser Preisklasse ist eine solche Schwäche gravierend. Verständliche Kommunikation bei höheren Geschwindigkeiten zählt zu den Grundanforderungen eines modernen Motorrad-Intercoms hier kann das 60S aktuell nicht überzeugen. Einziger Lichtblick: Das System unterstützt Over-the-Air-Updates, wodurch zukünftige Softwareverbesserungen kabellos aufgespielt werden können. Sofern die Soundqualität eine verständliche Kommunikation zulässt, hat die Technik dahinter durchaus Potenzial.
Mesh 3.0 Intercom
Im Vergleich zu Mesh 2.0 bietet das Mesh 3.0 eine Reihe an Verbesserungen, die vor allem auf höhere Stabilität, bessere Sprachqualität und eine optimierte Reichweite abzielen. Ein zentrales Merkmal ist die Rückwärtskompatibilität: Mesh 3.0 bleibt mit allen bisherigen SENA-Geräten, die Mesh 2.0 unterstützen, voll kompatibel. Neu ist jedoch die Reduktion des Frequenzbereichs auf nur noch sechs Kanäle. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von Datenkollisionen, was sich in der Praxis durch eine klarere Gesprächsqualität bemerkbar macht.
Ebenfalls interessant: Die KI-gestützte Geräuscherkennung arbeitet aktuell ausschließlich im Mesh 3.0-Modus. Sie unterscheidet zwischen Sprache und Störgeräuschen und soll so zu einer saubereren Kommunikation beitragen auch wenn das in der Praxis, wie bereits erwähnt, nicht immer zuverlässig funktioniert.
Mesh 3.0 bietet nun öffentliche als auch private Gruppen-Kanäle mit bis zu 24 Teilnehmern. In puncto Reichweite legt das 60S durch eine zusätzliche Antenne ebenfalls zu. Laut Hersteller liegt die Verbesserung im Bereich von 2530 % gegenüber dem 50S. Im optimalen Fall also bei freier Sicht sollen Reichweiten von bis zu 2 km im privaten Modus möglich sein. Sobald sechs oder mehr Fahrer:innen mit etwa 1,6 km Abstand fahren, kann die Reichweite in der Theorie auf bis zu 8 km erweitert werden. In der Praxis begrenzen Felswände, Gebirgsflanken oder Gebäude die Reichweite wesentlich früher, was aber dennoch keinen großen negativen Effekt hat. Tendenziell bleibt man bei einer Gruppenausfahrt halbwegs zusammen und einige hundert Meter schafft die Verbindung allemal. Reißt sie ab, wird man bei der ersten Möglichkeit wieder blitzschnell verbunden.
Allerdings bleibt auch Mesh 3.0 nicht völlig immun gegenüber Störeinflüssen. Vor allem im urbanen Umfeld mit tausenden Wlan-, Bluetooth-, Radio- und Fernsehsignalen, kann es zu Qualitätseinbußen kommen, da die Signale des SENA ihren Weg schwerer durch den Frequenzdschungel finden. Hier stoßen selbst moderne Systeme an physikalische Grenzen. Das 60S jedoch wieder im akzeptablen, noch immer gut nutzbaren Ausmaß.
Das Mesh-System unterscheidet zwischen einem öffentlichen und einem privaten Modus. Im öffentlichen Modus kann man auf insgesamt neun Kanälen mit einer praktisch unbegrenzten Zahl an Teilnehmern kommunizieren.
Wave Intercom
Mit der neuen Wave Intercom-Technologie führt SENA beim 60S eine zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit ein, die über das Mobilfunknetz funktioniert. Besonders praktisch: Die zugehörige Wave Intercom App bietet zusätzlich ein Feature zur Live-Standortverfolgung. Wave Intercom ist eine spannende Idee und tolle Ergänzung zu den anderen Kommunikationstechnologien. Sehr praktisch, wenn sich die Freundesgruppe gerade erst sammelt.
Wie zu erwarten, stößt die Wave-Kommunikation in abgelegenen oder bergigen Regionen an ihre natürlichen Grenzen. Weniger nachvollziehbar ist allerdings, dass der automatische Wechsel vom Wave Intercom auf das Mesh-Intercom, wie von SENA beworben, in der Praxis nicht funktioniert hat. Laut Hersteller soll das System bei Verbindungsabbruch automatisch in den Mesh-Modus wechseln, sofern sich andere Geräte in Reichweite befinden. Trotz mehrfacher Versuche ließ sich diese Umschaltfunktion im Test jedoch nicht reproduzieren.
Bluetooth 5.3
Im Vergleich zum Vorgängermodell 50S setzt das Sena 60S auf den neueren Bluetooth-Standard 5.3. Ein zentrales Feature ist die sogenannte Kanalklassifizierung. Motorrad, Navigationsgerät, oder Sozia - Bluetoothverbindungen sind allgegenwärtig. Mit Bluetooth 5.3 gehen diese noch besser vonstatten.
Die Funktion der Verbindungsunterbewertung sorgt zudem für einen geringeren Energieverbrauch, indem Geräte bei Inaktivität schneller in den Ruhemodus wechseln und bei Bedarf verzögerungsfrei wieder aktiv werden. Darüber hinaus optimiert Bluetooth 5.3 das sogenannte Attributprotokoll (ATT), das für den Austausch von Steuerinformationen zuständig ist.
Fazit
Insgesamt ist das Sena 60S eine gelungene Weiterentwicklung in vielen Bereichen. Die Verarbeitung wirkt hochwertig, die Haptik der Bedienelemente ist durchdacht, und der Klang insbesondere bei Solo-Nutzung überzeugt durch Lautstärke und Klarheit. Auch die Akkulaufzeit fällt mit bis zu 17 Stunden im Mesh-Betrieb bzw. 22 Stunden bei Bluetooth-Nutzung solide aus.
SENA liefert mit dem 60S ein an und für sich sehr interessantes Paket ab. Doch trotz all dieser positiven Aspekte kann das 60S im derzeitigen Zustand nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Besonders die zentrale Neuerung, die KI-gestützte Geräuschunterdrückung, enttäuscht im Test. Ab etwa 80 km/h nimmt die Verständlichkeit in der Gruppenkommunikation spürbar ab bei höheren Geschwindigkeiten wird die Stimme teils so stark gefiltert, dass kaum mehr etwas verständlich ankommt.
Derzeit eignet sich das Sena 60S deshalb höchstens für Solo-Fahrer:innen, die das Gerät primär zum Musikhören nutzen möchten und dabei den bestmögliche Sound wünschen.
Motorrad-Headsets im Überblick
Die Auswahl auf dem Markt für Motorrad-Headsets ist groß. Im Vergleich werfen wir deshalb einen Blick auf die Möglichkeiten verschiedener Preis- und Funktionsbereiche!
Sena 20S EVO HD Bluetooth-Kommunikationssystem
Der Technik-Hersteller Sena beeindruckt in einigen Motorad-Headset-Tests mit dem Bluetooth-Kommunikationssystem Sena 20S EVO. Es ist das Nachfolgemodell des ersten 20S. Verbesserungen sieht man vor allem im Design und der Intercom-Funktionalität. Das Bluetooth-Motorrad-Headset ist mit hochwertigen HD-Lautsprechern ausgestattet. Schlankes Antennendesign mit einer feststehenden Haifischflossen-Antenne macht die Gegensprechanlage besonders stabil. Ganz anders als bei seinem Vorgänger mit aufklappbarer Antenne. Amazon-Rezensionen vergeben 4,5 begeisterte Sterne für dieses Universal-Intercom.
Cardo Freecom Gegensprechanlage
Mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis will das Freecom 2x Intercom-Headset von Cardo überzeugen. Dazu wartet es mit einem 40-mm-Lautsprecher des Sound-Experten JBL auf. Der speziell abgestimmte Musikprozessor mit drei unterschiedlichen Audioprofilen sorgt für ein einzigartiges Klangerlebnis während der Fahrt mit dem Motorrad. Die Motorrad-Gegensprechanlage will zusätzlich mit einer stabilen Bluetooth-Verbindung punkten, die sich selbstständig wiederherstellt geeignet für zwei Personen auf eine Distanz von bis zu 1,2 km. Dazu ist das Freecom 2x ist gegen alle Witterungsverhältnisse gewappnet, egal ob Regen, Schnee, Staub oder Wind. Dank Software-Updates bleibt das Headset stets aktuell. Über die Cardo Conntect App werden Updates direkt auf dem Gerät installiert kein Kabel nötig.
Lexin Helm Interkom
Noch mehr Motorräder mit auf der Biker-Tour? Besonders starke Reichweite, besonders viele Kommunikationskanäle das Bluetooth Motorrad-Headset von Lexin will mit vielen Funktionen beeindrucken. Darunter die Möglichkeit, Musik zu teilen und Bluetooth 5.0 für eine besonders klare Verbindung zwischen den einzelnen Personen. Hinzu kommt die CVC- und DSP-Rauschunterdrückung, die Wind- und Motorgeräusche um über 90 Prozent reduzieren soll. So kann man während der Fahrt mit den anderen kommunizieren, oder über die T-COM SC Headsets Musik teilen. Das LCD-Display sorgt für eine einfache Bedienung im Vergleich zur displaylosen Konkurrenz. Hier lässt sich die Akkulaufzeit von zehn Stunden Gesprächszeit und 300 Standby-Zeit im Auge behalten. Das Aufladen dauert zwei bis drei Stunden. Zusätzliche Benefits: Das Headset kommt mit eingebautem FM-Radio und GPS-Navigation. Das wasserdichte Gehäuse macht Ausflüge bei jedem Wind und Wetter möglich. Die digitale Rauschunterdrückung soll 80 Prozent der Umgebungsgeräusche bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h herausfiltern.
Worauf sollte man beim Kauf eines Motorrad-Headsets achten?
Wer lange Touren auf dem Motorrad unternimmt und gerne in einer Gruppe reist, wird mit einem passenden Motorrad-Headset viel Spaß haben. Über das Mikrofon gemeinsame Erlebnisse zu teilen, macht den Ausflug noch schöner. Die nächste Tankpause darüber anzusagen, vermeidet zudem Missverständnisse.
Motorrad Kommunikationssysteme unterscheiden sich stark in ihrer Beschaffenheit, besonders bei der Reichweite und in der Konnektivität mit anderen Motorradfahrenden. Wir empfehlen, sich vor dem Kauf eines Motorrad-Headsets über die eigenen Anforderungen bewusst zu werden.
Folgende Fragen sollte man dabei für sich beantworten:
- Möchte man das Motorrad-Headset zur Unterhaltung mit der mitfahrenden Person oder zur Gruppenkommunikation nutzen?
- Wie viel technisches Knowhow bringt man für die Installation des Headsets im Motorradhelm mit? Das Einrichten kann je nach Hersteller komplex ausfallen. Wem einfaches Handling wichtig ist, sollte sich über diesen Part informieren.
- Welche Reichweite möchte man zu anderen Motorrädern haben? Bei dieser Frage helfen Praxistests, da die Herstellerangaben teils von der realen Reichweite der Bluetooth-Headsets abweichen.
- Wie viel Wert legt man auf Audio-Qualität und ein klares Motorrad-Kommunikationssystem? Im Motorrad-Headset-Vergleich zeigen manche Geräte eine deutlich verringerte Qualität bei erhöhter Fahrgeschwindigkeit. Je nachdem, welches Fahrverhalten man vorzieht, kann die Geschwindigkeitsempfindlichkeit bei der Kaufentscheidung wichtig sein.
- Akku und Ladezeit: Amazon-Rezensionen geben einen guten Eindruck darüber, wie realistisch die Akkulaufzeit-Angaben der Hersteller sind. Vor dem Kauf eines Headsets fürs Motorrad sollte man sich hier unbedingt eine Meinung abholen.
Motorrad-Headsets im Test: Vergleichstabelle
| Modell | Gewicht (solo/komplett) | Akkulaufzeit (Sprechzeit) | Reichweite (Herstellerangabe) | Bluetooth-Version | Maximale Teilnehmerzahl | Besondere Funktionen | Preis (Single/Doppelset) | MOTORRAD-Urteil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cardo Packtalk Bold | 59 g/147 g | Bis zu 13 Stunden | Bis zu 8 Kilometer | 4.1 | 15 | Radio, Sprachsteuerung, Musik teilen | 331,38/584,83 Euro | Gut |
| Midland BTX2 Pro S | 54 g/115 g | Bis zu 20 Stunden | Bis zu 1,2 Kilometer | 4.2 | 8 | Radio, Musik teilen | 229,00/419,00 Euro | Befriedigend |
| Sena 50S | 73 g/162 g | Bis zu 14 Stunden | Bis zu 8 Kilometer | 5.0 | 24 (privat), unbeschränkt (Open-Mesh) | Radio, Sprachsteuerung, Musik teilen, AUX-Anschluss, Ambient-Mikrofon | 358,99/628,99 Euro | Sehr gut |
| UClear Motion Infinity | 33 g/74 g | Bis zu 18 Stunden | Bis zu 1,2 km pro Person | 5.0 | Unbeschränkt | Gestensteuerung, Sprachsteuerung, Musik teilen, Unfallsensor, SOS-Funktion, App | 292,39/526,34 Euro | Gut |
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