Viele Motorradbesitzer möchten ihre geliebten Maschinen individuell anpassen oder überholen. In dieser Anleitung zeigen wir, wie man einen Motorradhelm lackieren kann. Das Vorgehen funktioniert auch für so ziemlich alle anderen Objekte.
Punkt für Punkt stellen wir Ihnen im folgenden Artikel alle Details und Tipps für die erfolgreiche individuelle Lackierung eines Motorradhelms vor. Zusammenfassend finden Sie hier alle Schritte zum Lackieren eines Helms.
Vorbereitung ist das A und O
Es ist sinnvoll als Erstes alle Teile des Helms, die nicht koloriert werden sollen oder beim Lackieren des Motorradhelms stören könnten, zu demontieren. Meist sind das die Innenpolster und das Visier; leider lassen sich diese Teile nicht bei allen Helmen entfernen.
Nachdem du alle vorhandenen Aufkleber von deinem Helm entfernt hast, solltest du alle Helmteile, die du nicht abbauen kannst, ordentlich abkleben. Anstatt klassisches gelbes Klebepapier zu verwenden, empfehlen wir das Anbringen flexibler PVC-Klebelinien, die es Ihnen ermöglichen, allen Reliefs und Rundungen des Helms einfacher und mit sehr hoher Präzision zu folgen. Andererseits lassen sich diese Linien besonders leicht entfernen und sind sehr widerstandsfähig.
Wenn Du normalen Lack verwendest besteht die Gefahr, dass die Schale porös wird. Da wäre ich vorsichtig. Die Lösungsmittel und Bestandteile der Lackierung und der vorherigen Bearbeitung können durch die Weichmacherwanderung die physikalischen Eigenschaften der Helmstrucktur stark beeinflussen. Er kann zum Beispiel porös werden.
♣ Es wird nicht empfohlen, während des gesamten Lackiervorgangs denselben Schutzkleber beizubehalten. Tatsächlich werden viele Schichten über einen Zeitraum von mehreren Tagen aufgetragen. Die Farbschichten verfestigen sich auf dem Kleber und lassen sich nicht mehr abziehen, ohne die Farbe in Stücke zu reißen. Deshalb empfiehlt es sich, den Schutz nach ca.
Der Schleifprozess
Wenn du den Helm ordentlich abgeklebt hast, kannst du damit beginnen, die Helmoberfläche anzuschleifen. Das Anschleifen der Oberfläche wird auch als „mattieren“ bezeichnet und gewährleistet die Haftung der Airbrushfarbe. Für das Mattieren kannst du ein Schleifvlies* verwenden.
Schleifvlies ist in unterschiedlichen Farben erhältlich, wobei jede Farbe einen anderen Härtegrad markiert. Wer einen Motorradhelm lackieren möchte, kann zum Mattieren zwar auch herkömmliches Schleifpapier* verwenden, allerdings ist dieses nicht unbedingt flexibel genug.
Mit allen drei Arbeitsmitteln kannst du den Helm nass oder trocken mattieren; allerdings empfehlen wir aufgrund unserer Erfahrung in dieser Anleitung einen Nassschliff, weil durch diesen eine optimalere Schleifwirkung erzielt wird. Negativ ist jedoch, dass die bereits abgeklebten Helmteile und Helmbereiche erneut durchnässen können.
Das Schleifen eines Helms, der eine kugelförmige Oberfläche hat, erfolgt nicht mit einer Schleifmaschine oder einem Schleifklotz. Das ist Handarbeit. Wenn dann ganz vorsichtig nass mit der Hand schleifen. Das geht aber auch ned bei jedem Helm. Nur bestimmte Helme eignen sich überhaupt zum lackieren.
Sorgfältiges Schleifen der alten Farbe, um eine gute Haftung zu erzielen, mit 500er Schleifpapier (nass oder trocken). Nein, es hat keinen Sinn, den alten (Untergrund) zu entfernen, wenn er nicht rostig ist oder sich nicht ablöst. Wenn der Untergrund zu schlecht ist, um ihn zu erhalten, dann sollte man ihn bis auf das Metall mit feiner Körnung sandstrahlen lassen.
Nachdem du den Helm gleichmäßig matt angeschliffen hast, musst du den Staub, der sich beim Schleifprozess entwickelt hat sowie den entstandenen Schleifschlick gründlich entfernen. Wie am Anfang unserer Anleitung beschrieben, kannst du hierfür auf unterschiedliche Reiniger* zurückgreifen. Im besten Fall verwendest du ein lösungsmittelfreies Produkt; hast du das nicht zur Hand, kannst du auch einen lösemittelschwachen Reiniger benutzen. Die Produktpalette reicht vom Entfetter aus dem Baumarkt über einen simplen Glasreiniger bis hin zum WBS-Reiniger.
Sobald der Schleifvorgang abgeschlossen ist, spülen Sie die Oberfläche ab, reinigen Sie sie und trocknen Sie sie anschließend.
Grundierung - Die Basis für ein gutes Ergebnis
Weist dein Helm eine andere Grundfarbe als Ausgangsbasis auf, ist es sinnvoll, direkt eine Grundierung* zu verwenden. Dabei ist darauf zu achten, dass eine neue Farbe am besten auf einem weißen Untergrund als Ausgangsbasis lackiert wird. Die hierfür verwendetet Grundierung dient einerseits einer besseren Farbgebung und andererseits der Haftverstärkung.
Die Verwendung einer Grundierung trägt dazu bei, die perfekten Oberflächenbedingungen zu schaffen, bevor Sie mit der Lackierung beginnen. Die Grundierung ist ein dickes und leicht zu schleifendes Produkt, das eine ausreichend dicke Schicht bildet, um alle kleinen Mikrooberflächenfehler auszufüllen und auszugleichen. Natürlich ist dieses Produkt nicht dazu gedacht, vollständig am Helm zu bleiben.
Zum Grundieren selbst kannst du entweder eine Airbrushpistole* oder eine Lackierpistole* verwenden. Grundsätzlich solltest du die Grundierung in mehreren dünnen Schichten auftragen. Trägst du die Farbe zu dick auf, kann das eine unebene Oberfläche zur Folge haben, die du im Zweifelsfall abermals glatt schleifen müsstest und erneut beginnen.
Bei einem flächigen Farbauftrag solltest du mit der Lackierpistole im Kreuzgang sprühen, damit die Farbgebung gleichmäßig wird. Mach zwischen den einzelnen Farbschichten am besten eine kleine Pause, sodass die zuvor aufgetragene Farbschicht trocknen kann. Meist ist nach dem Auftragen von vier dünnen Schichten ein gutes Ergebnis erreicht und die Oberfläche des Helms ist weiß.
Farbe und Design
Folgst du unserer Anleitung, musst du nun die Farben* mithilfe einer Lackierpistole am besten in zwei bis drei dünnen Schichten auftragen. Wer seinen Motorradhelm lackieren möchte, sollte darauf achten, dass beim Lackiervorgang zwischen der Lackierpistole und dem Helm ein Abstand von etwa 25 Zentimetern eingehalten wird. Damit du ein gleichmäßiges Ergebnis erzielst, setzte den Stahl der Lackierpistole am besten um ein Viertel versetzt zur vorhergehenden Bahn an.
Die Kunst der Helmbemalung ist eine Spezialität, die einige Maler übernommen haben, die sich auf die individuelle Gestaltung von Motorradhelmen spezialisiert haben. Kunden sind Motorrad-Rennprofis oder einfache Privatpersonen.
Bei den verwendeten Lacken handelt es sich im Wesentlichen um „Zweischichtlacke“, auch „Mattbasen“ genannt. Die raffinierten Verzierungen von Motorradhelmen entstehen durch die Abfolge zahlreicher Farb- und Pigmentschichten.
Jede Dekoration wird durch eine Maskierungstechnik mit oft kreuz und quer verlaufenden Klebstoffen ermöglicht, die vor der Installation sorgfältig durchdacht und vorbereitet werden.
Mit einer Airbrush, die mit einer möglichst großen Düse ausgestattet ist, ist es möglich, Dekorationen, Logos und Farbbänder zu erstellen. Allerdings ist es schwierig, die ganze Arbeit, einen Helm zu verzieren, mit einer Airbrush zu erledigen: Die Grundierung ist viel zu dick und das Lackieren müsste für eine korrekte Ausführung mit einer Spritzpistole erfolgen.
Klarlack - Der Schutz für die Farbe
Als Letztes solltest du deinen Motorradhelm mit Klarlack* versiegeln. Dabei gehst du ebenso wie in unserer Anleitung beim Grundieren und dem Farbauftrag beschrieben vor und trägst zwei bis drei dünne Schichten auf. Der lackierte Helm sollte nun mindestens 24 Stunden trocknen.
Die Lackierung ist der wesentliche Schritt und bildet das „Tüpfelchen auf dem i“, den Abschluss aller Arbeiten am Helm. Die Lackierung erfolgt in 2 Schichten.
Abgesehen vom Preis hat dies gute Stück nue einen einzigen nachteil. Die matte Lackierung. Dieser Kauf war einer der wenigen Momente, wo ich beim Töfffahren auf die Optik geschaut habe - es sieht ja schon verd. Aber es ist nix für mich! jeder kurze Bodycheck mit dem Türrahmen oder dem Rauhputz an der hauswand (wenn der Helm am Arm getragen wird!!!) hinterlässt Spuren. Fazit: Nach n ur einem jahr einen neuen helm kaufen - vergiss es! Wenn ich es airbrushen lasse, muss ich vermutlich mit so einem ätzenden Streetfightergrinser rechnen. Also bleibt ne normale Lackierung inkl. Klarlack. Aber meine Fähigkeiten reichen nicht aus.
Obwohl er mehr als ein 1K-Lack kostet, empfehlen wir die Verwendung eines 2K-Klarlacks. 2K-Lacke sind haltbarer und widerstandsfähiger.
Wichtige Hinweise und Tipps
- Vor der Lackierung beim Hersteller erfragen, ob eine Lackierung empfohlen wird!
- Elemente, die nicht lackiert werden sollen und demontierbar sind, abbauen.
- Achte aber darauf, dass die Pistole genug Farbe und Lack sprühen kann, da es sonst sehr mühselig werden kann.
- Das zweite ist der richtige Kompressor. Dieser muss einen genügend großen Luftspeicher haben, da deiner Sprühpistole sonst schnell die Puste ausgeht.
- Ideal ist es, wenn die Außen-Temperatur zwischen 15 und 25 °C liegt.
- Versuche, alle Spray-Dosen von der gleichen Marke zu kaufen, da einige Marken und Farbtypen nicht miteinander kompatibel sind. Der Hersteller weist in der Regel darauf hin, wenn seine Produkte nicht mit anderen Produkten kompatibel ist.
- Versuche, beim Sprühen einen Abstand von 20 cm zwischen Dose und Helm einzuhalten. Dies kann aufgrund der gewölbten Oberfläche schwierig sein. Übe vor dem Sprühen die Technik, der Helmkrümmung mit der Hand zu folgen.
Sicherheitshinweise
Bei einem Motorradunfall sind die Einsatzkräfte angewiesen, Röntgenaufnahmen der verletzten Person anzufertigen, ohne den Helm abzunehmen. Alte bleihaltige Farben können Röntgenstrahlen blockieren. Moderne Farben enthalten kein Blei mehr. Metallische Lacke auf Aluminiumbasis sind so dünn, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie Röntgenstrahlen blockieren.
Was die Garantie betrifft, ist es offensichtlich, dass der Hersteller eines Helms, sobald der Helm nach der Anpassung „modifiziert“ wird, leicht jegliche Verantwortung und Gewährung der Garantie ablehnen kann.
Alternativen zur Lackierung
Wenn du nicht das Geld oder die Zeit investieren möchtest, die für das Lackieren eines Helms nötig sind, aber dennoch deinen Helm aufpeppen möchtest, kannst du Aufkleber kaufen und den Helm in nur 10 Minuten komplett verändern.
Folieren vs. Lackieren:
| Folieren | Lackieren | |
|---|---|---|
| Entfernbarkeit | Wieder entfernbar | Nicht entfernbar |
| Kosten | Günstiger | Teurer |
| Schwierigkeit | Sehr friemelig, erfordert viel Skill | Weniger Skill erforderlich |
| Risiko | Kein Risiko, den Helm zu beschädigen | Risiko, den Helm zu beschädigen |
| Design | Einfacher | Einfacher, um aufwendigere Designs zu erstellen |
| Haltbarkeit | Weniger haltbar | Haltbarer, robuster |
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