Auf dem Motorrad ist er Pflicht und gehört damit zur Grundausstattung eines jeden Bikers: der Motorradhelm. Er schützt nicht nur bei Stürzen, sondern hält gleichzeitig Schmutzpartikel, kleine Steinchen, Regen oder lästige Insekten vom Kopf des Fahrers fern. Ein sauberer und gepflegter Integralhelm ist ein unverzichtbarer Begleiter beim Motorradfahren. Doch Motorradhelme reinigen zählt meist nicht zu den beliebtesten Aufgaben.
Ein Motorradhelm besteht aus unterschiedlichen Teilen und Materialien. Der Lack der Außenschale, das Kunststoff-Visier oder das textile Innenfutter: Jedes Teil erfordert seine eigene Pflege. Wie oft reinigst und pflegst Du deinen Helm? Eine regelmäßige Reinigung, insbesondere des Innenpolsters, ist entscheidend, um Schweißgeruch zu entfernen und die Lebensdauer der Motorradhelme zu verlängern.
Warum Regelmäßige Reinigung Wichtig Ist
Wie bei allen Teilen der Motorradbekleidung gilt auch hier die Faustregel: Häufiger ohne, statt selten „viel hilft viel“. Reinige also deinen Motorrad-Helm in regelmäßigen Abständen, bestenfalls einmal im Monat, mit wenig und wenn überhaupt, dann nur milden Reinigungsmitteln. So kannst du eine gute Helmhygiene garantieren, auch wenn du häufig mit dem Helm unterwegs bist.
Schmutz, tote Insekten und Kratzer erzeugen vor allem bei Fahrten im Dunkeln Streulicht auf dem Visier. Dieser Prisma-Effekt macht die Fahrt auf dem Motorrad gefährlich. Ein sauberes Visier ist damit ein wichtiger Beitrag zur Fahrsicherheit. Jeder Biker und jeder Racer kennt das Gefühl. Der Helm ist nach mehrmaligem Verwenden dreckig. Insekten oder Schmutz haben sich am Visier oder an der Außenschale des Helmes festgeklebt, das Innenpolster fängt an zu riechen.
Die Richtige Vorbereitung
Reinige die Helmbestandteile immer einzeln. Bevor du beginnst, das Motorradhelmvisier zu reinigen, bietet es sich an, dieses abzubauen. So kannst du es optimal von außen und innen reinigen und kommst außerdem gut an die Mechanik heran. Zur jährlichen Generalreinigung des Helms sollten Sie auf jeden Fall zunächst das kratzempfindliche Visier vorsichtig ausbauen. Anschließend können Sie dessen Außen- und Innenseite behutsam reinigen und auch die Mechanik des Visiers oder die eines Klapphelms mit einem Pinsel von Schmutzpartikeln befreien.
Das Visier Reinigen
Ein sauberes Visier ist unerlässlich für klare Sicht. Verwende spezielle Visierreiniger und ein Mikrofasertuch, um das Visier deines Integralhelms zu reinigen. Hartnäckige Insektenreste kannst Du vorab mit einem feuchten Küchentuch einweichen. Reinige das Visier in kurzen, vertikalen Bewegungen, um Kratzer zu vermeiden. Für unterwegs gibt es praktische Visierreinigungstücher.
So reinigen Sie Ihr Helmvisier richtig und ohne Schäden, zuerst einmal braucht man Ruhe und Achtsamkeit. Auf jeden Fall sollte man es vermeiden das Visier in Eile und ohne die nötige Sorgfalt reinigen zu wollen. Abgesehen davon, dass das kein Vorgehen ist, zu dem wir vom Standpunkt der Sicherheit her raten würden, läuft man Gefahr, die Sicht einzuschränken und das Visier selbst zu zerkratzen, weil man vielleicht die Reinigung mit den Handschuhen durchführen will, ohne sicher zu gehen, dass in den Nähten Dinge stecken können, die die Oberfläche auf irreparable Weise beschädigen können.
Die Außenseite des Visiers lässt sich mit einem weichen feuchten Lappen oder Küchenpapier und gegebenenfalls milder Seifenlauge säubern. In hartnäckigen Fällen kann das Visier vorher unter dem Lappen eingeweicht werden. Achtung: Das Motorradhelmvisier solltest du nicht in einem Wasserbad einweichen oder unter fließendem Wasser reinigen. Verspiegelte Visiere sind sehr anfällig.
Verwende unbedingt ein Mikrofasertuch oder einen weichen Schwamm zusammen mit einem speziellen Visierreiniger, um den Staub und Schmutz außen auf dem Visier zu entfernen. Genauso solltest du das Visier nicht in ein Wasserbad legen oder unter fließendem Wasser reinigen. Bei hartnäckigem Schmutz kannst du das Visier mit dem Mikrofasertuch ein wenig einweichen und anschließend leicht darüber wischen. Benutze auf keinen Fall einen Glasreiniger oder ähnliche Haushaltsreiniger zum Reinigen des Helmvisiers. Diese sind nicht gut für die Oberfläche und führen auch leicht zu Kratzspuren. Lass das Visier nach der Reinigung an der Luft trocknen. Wenn es mal schnell gehen muss, kannst du auch ein fusselfreies Tuch verwenden.
Wenn du also unterwegs bist und nicht weiterkannst, weil die Sicht eingeschränkt ist, halte so bald wie möglich an und nimm den Helm ab. Einige von euch sind sicher so weitsichtig und haben im Kit eines perfekten Motorradfahrers eine Packung Feuchttücher für die Reinigung des Helms. Um Ihr Helmvisier zu reinigen, müssen Sie es mit Wasser anfeuchten und eine kleine Menge milder Flüssigseife auf ein feuchtes Tuch oder einen anderen nicht scheuernden Stoff geben, dann entfernen Sie vorsichtig alles, was nicht dort sein sollte! Als Nächstes kommt die Trocknungsphase. Es ist besser, nichts zu verwenden, was die Oberfläche des Visiers zerkratzen könnte, insbesondere wenn es farbig und verspiegelt ist, da es in diesem Fall empfindlicher ist als eine transparente Oberfläche. Idealerweise verwenden Sie ein weiches und sauberes Mikrofasertuch.
Ein Aspekt, den viele vernachlässigen, ist die Reinigung des Innenpolsters eines Helmes. Zum einen ist es unhygienisch, da bei der Zersetzung des Schweißes im Polster Bakterien entstehen. Hinzu kommt allerdings, dass sich der Schaumstoff immer mehr mit Dreckpartikeln aufsaugt, was dafür sorgt, dass sich das Polster ausweitet und die Passform sich ändert. Um deine Sicherheit weiter zu wahren, solltest du das Innenpolster deshalb regelmäßig reinigen.
Ist das Innenfutter des Motorradhelmes nicht entfernbar, empfiehlt sich, die Rückstände im Helm mit einer Bürste grob zu entfernen. Für die eigentliche Reinigung bieten sich spezielle Motorradhelm-Pflege Sprays und Schäume an. Diese haben den Vorteil, dass sie sich sehr leicht auswaschen lassen und Gerüche dauerhaft entfernen. Alternativ kannst du außerdem reine Seifenlauge oder auch ein sehr mildes (Baby-) Shampoo verwenden.
Straßenschmutz, Öl- oder Kraftstoffrückstände sowie Insektenreste auf der Helmschale können Sie am leichtesten mit warmer Seifenlauge und einem Handtuch oder Küchenpapier bekämpfen. Wenn die Schmutzrückstände eingetrocknet sind und sich nicht durch sanftes Wischen entfernen lassen, greifen Sie keinesfalls zu einem harten Schwamm oder gar einem Topfreiniger. Am besten wickeln Sie den Helm in ein nasses Tuch ein oder legen auf die betroffenen Partien ein mit Spülmittel angefeuchtetes Papier. Nach rund einer halben Stunde lösen sich so selbst hartnäckige Verkrustungen und Sie können sie leicht abwischen oder abspülen.
Die Helmpolster-Reinigung
Die Helmpolster-Reinigung zu vernachlässigen ist nicht nur unhygienisch, sondern kann tatsächlich auch gefährlich sein. Bleibt das Innenfutter zu lang verschmutzt, saugt sich der Schaumstoff mit Dreckpartikeln voll. Dadurch weitet er sich aus, ist weniger flexibel - die Passform ändert sich. Der Helm sitzt nicht mehr perfekt am Kopf, wodurch die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.
Lassen sich die Polster deines Helmes einfach herausnehmen, kannst du sie ganz unkompliziert reinigen. Einige Modelle sind bei 30 Grad im Schongang waschbar. Allerdings solltest du immer auf das Schleudern verzichten. In der Regel genügt es, das Polster in lauwarmem Wasser mit einem milden Reinigungsmittel oder noch besser, mit einem speziellen Helmpolsterreiniger per Hand zu waschen.
Wenn das Innenpolster des Helms nicht abnehmbar ist, kannst du es trotzdem reinigen, indem du es vorsichtig mit einem feuchten Tuch, einer Bürste oder einem Schwamm abwischst. Nach der Reinigung des Innenpolsters lasse es an der Luft trocknen, bevor du es wieder in den Helm einsetzt. Vermeide es, das Polster in den Trockner zu geben oder ihn auf eine Wärmequelle zu legen, da auch dies das Material beschädigen kann. Alternativ kannst du auch einen speziell dafür entwickelten Helmtrockner verwenden. Der Helmtrockner von Stilo arbeitet mit warmer, ozonreicher Luft und tötet damit Keime und Bakterien. Er trocknet das Polster somit nicht nur, sondern beseitigt auch unangenehme Gerüche.
Zusätzliche Tipps für die Helmpflege
- Vermeide aggressive Reinigungsmittel, Lösungsmittel oder Chemikalien, da diese die Außenschale beschädigen können. Auch heißes Wasser kann das Material verformen.
- Kontrollieren und säubern Sie auch das Belüftungssystem des Helms. Denn Insekten oder Schmutzpartikel können die Kanäle verstopfen und damit die Frischluftzufuhr behindern.
- Eine Reinigung der Dichtung mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch verhindert das Verkleben des Gummis am Visier. Die Gummidichtung hält länger und wird weniger spröde, wenn Sie etwas Talkumpuder benutzen.
- Besonders wichtig bei der kompletten Helmreinigung ist, dass alle gesäuberten Teile vor der Wintereinlagerung oder einer erneuten Benutzung vollständig trocken sind.
- In Zeiten, in denen Sie den Helm nicht nutzen, sollte das Visier nicht komplett geschlossen werden, da sonst die im Innenraum enthaltene Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Lagern Sie den Helm in einem trockenen Raum - idealerweise bei Zimmertemperatur - mit halb geöffnetem Visier sowie heruntergefahrener Sonnenblende.
Möchtest du das Innenfutter nicht allzu häufig reinigen, trage beim Fahren eine Sturmhaube. Diese lassen sich leichter von Schweiß, Haarspray oder -gel und Make-up-Resten reinigen. Und eine neue Sturmhaube ist auf jeden Fall günstiger als ein neues Helm-Innenpolster.
Die Pinlock-Innenscheibe Reinigen
Pinlock-Innenvisiere bieten bei niedrigen Außentemperaturen und nassem Wetter den besten Schutz vor Sichtbehinderungen auf Grund einer beschlagenen Innenseite. Die Pinlock-Innenvisiere haben eine relative weiche Beschichtung, die bei falscher Pflege leicht beschädigt werden kann.
Pinlock reinigen: Nehmen Sie das Innenvisier entsprechend der Bedienungsanleitung vorsichtig aus der Fixierung im Hauptvisier heraus. Berühren Sie dabei die beschichteten Flächen möglichst nicht mit bloßen Fingern. Spülen Sie beide Seiten der Visierscheiben mit lauwarmem Wasser ohne Reinigungsmittel ab. Tupfen Sie beide Visiere mit einem weichen Tuch so trocken, dass keine Restfeuchte mehr vorhanden ist.
Das Innenvisier wird mit dem Silikon-Rand zur Innenseite des Hauptvisiers montiert. Dabei positionieren Sie das Innenvisier so, dass der Silikon-Rand gleichmäßig auf dem gesamten Umfang anliegt. Die Kontaktstellen zwischen Silikon und Visierscheibe erkennen Sie an einem schmalen Streifen, der ohne Unterbrechung auf der gesamten Dichtlippe erkennbar sein muss. So wird gewährleistet, dass der Raum zwischen des Visierscheiben vollkommen dicht ist. Die seitlichen Positionsstifte im Hauptvisier lassen sich meist so verdrehen, dass das Innenvisier in der korrekten Lage (die Dichtlippe liegt durchgehend gleichmäßig an!) in dem gebogenen Hauptvisier stabil eingespannt wird. Beachten Sie hierzu die Montageanleitung.
Spezialfall Crosshelm
Bislang sind wir immer vom Straßenfahrer und den üblichen Verschmutzungen ausgegangen. Die genannten Tipps und Pflegehinweise lassen sich auch eins zu eins auf einen Jethelm und Klapphelm adaptieren. Eine Besonderheit hingegen stellt der Crosshelm dar. Mit Fliegendreck hat der Crosser wenig am Hut, Matsch und Schlamm sind seine Hauptgegner. Sollte der Crosshelm einmal richtig dreckig sein, muss zunächst der grobe Dreck ab. Am besten also zunächst das Helmpolster herausnehmen, dann gibt es für die Außenschale eine Dusche mit dem Gartenschlauch.
Reinigung der Helmschale
Unvermeidlich auf Motorradausfahrten ist die Verschmutzung der Außenschale mit Fliegen und anderen Rückständen. Dieser lästige Dreck kann durch ein weiches Handtuch mit milder Seifenlauge oder Küchenpapier entfernt werden. Oftmals hilft auch schon ein feuchter Lappen. Bei besonders hartnäckigen Rückständen kann die Außenschale mit einem nassen Tuch oder angefeuchtetem Papier umwickelt werden.
Tipps für die Winterpause
In der kalten Jahreszeit schicken viele Motorradfahrer ihre Fahrzeuge perfekt gereinigt in den Winterschlaf. Motorradhelm und Schutzkleidung kommen allerdings oft zu kurz. Motorradhelm und -kleidung erfüllen eine wichtige Schutzaufgabe. Damit Sie im nächsten Frühjahr keine böse Überraschung erleben, sollte die Ausrüstung nach Saisonende sorgfältig gereinigt und eingelagert werden.
Grundsätzlich gilt: Beachten Sie immer die Hinweise in der Bedienungsanleitung. Sie haben Vorrang vor den folgenden Tipps der ADAC Experten.
Die Häufigkeit Macht Den Unterschied
Deshalb gilt es, deinen Helm von innen und außen regelmäßig zu reinigen, sodass er wieder glänzt und das Innenpolster nicht beschädigt wird. Eine regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass du deinen Helm nicht so schnell wieder austauschen musst. Um die Lebensdauer deines Helmes zu verlängern, solltest du regelmäßig eine Reinigung deines Helmes vornehmen, sowohl von innen als auch von außen. Grundsätzlich gilt, lieber oft mit wenig Reinigungsmitteln zu putzen statt selten mit vielen Reinigungsmitteln. Je regelmäßiger du deinen Helm pflegst, desto länger kannst du ihn verwenden.
Was tun bei Kratzern, Rissen oder starker Verschmutzung?
Kratzer, Risse, Schmutz? Dein Helm ist nicht mehr zu retten? Wenn das Visier stark beschädigt oder zerkratzt ist, solltest du es ersetzen. Ein beschädigtes oder zerkratztes Visier kann deine Sicht beeinträchtigen und das Risiko von Unfällen erhöhen.
Spüle den Helm gründlich ab, um alle Seifenreste zu entfernen. Um dem Lack deines Helmes wieder zu neuem Glanz zu verhelfen, kannst du zusätzlich auch eine spezielle Helmpolitur benutzen, die deine Helmoberfläche wieder auffrischt und eventuell sogar kleine Kratzer beseitigen kann.
Ist dein Helm vollständig gereinigt, solltest du eines nicht vergessen: Das Trocknen. Um unangenehme Gerüche oder gar Schimmelbildung zu vermeiden, muss der Helm stets vollständig trocknen.
Auch die übrige Motorradkleidung Pflegen
Für eine saubere und sichere Fahrt solltest du nicht nur deinen Motorradhelm reinigen. Auch die übrige Kleidung - sei es die Motorradkombi, die Motorradstiefel oder die Motorradhandschuhe - sollte regelmäßig gereinigt werden. Informiere dich stets in den Hersteller-Informationen zur richtigen Pflege deines Artikels. So lassen sich beispielsweise manche Lederkombis im Schonwaschgang waschen, andere müssen mit Wasser und Schwamm gereinigt werden.
Staub, Ruß, Insekten, aber auch Haare, Hautschuppen oder Kosmetika sollten in regelmäßigen Abständen von und aus dem Motorradhelm entfernt werden.
Am besten reiben Sie das Leder im nicht ganz getrockneten Zustand mit Pflegeöl oder -fett ein.
Verwandte Beiträge:
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Thermo-Unterwäsche Motorrad Herren: Test, Kaufberatung & Modelle - Perfekter Komfort beim Motorradfahren
- Fahrradreifen Zahlen entschlüsselt: So finden Sie garantiert die perfekte Reifengröße!
- Promillegrenze auf dem Fahrrad: Unverzichtbare Regeln für Fahranfänger in der Probezeit!
Kommentar schreiben