Motorrad Hercules K 125 Bundeswehr: Technische Daten und Geschichte

Die Hercules K 125 wurde von der Bundeswehr als "Krad, gl Hercules" bezeichnet. Das Krad dient als Beförderungsmittel, zur Überbringung von wichtigen Meldungen, Nachrichten, Befehlen und Weisungen, zum Transport wichtiger Ersatzteile etc. oder ganz allgemein zur Aufrechterhaltung von Verbindungen.

Schon im Jahre 1966 begann die Geschichte der Bundeswehr-Hercules. Das Verteidigungsministerium beschloss, die Maico M 250 B zu ersetzen. BMW, Zündapp und Hercules wurden mit Prototypen beauftragt; letztere überzeugte und stach die Mitbewerber aus. Ein Jahr später begann die Serienproduktion und bis zum Produktionsende 1991 liefen 14.000 Stück vom Band.

Technische Daten der Hercules K 125 V1

Hier sind die technischen Daten der Hercules K 125 V1:

  • Antrieb: 1 Zylinder-Zweitakt-Motor mit 12,5 PS
  • Länge/ Breite / Höhe: 2.035 / 930 / 1.060 mm
  • Leergewicht: 130 kg
  • Gesamtgewicht: 300 kg
  • Bereifung: 3,25/3,50
  • Höchstgeschwindigkeit: 95 km/h
  • Kraftstoffverbrauch: ca. 7 l/100km

Allgemeines zum Fahrzeugtyp: Gebaut von 1970-1996. Einsatz bei der Bundeswehr 1970-2005. Preis 1993 10.195,- DM.

Die Geschichte der Hercules K 125

Die Hercules K 125 wird ab 1969 von den Nürnberger Hercules-Werken produziert. Sie basiert auf dem luftgekühlten Einzylinder-Zweitaktmotor Sachs 125/5A mit 5-Gang-Getriebe. Die K 125 ist als Leichtkraftrad konzipiert und nutzt einen Doppelschleifen-Stahlrohrrahmen mit Telegabel vorn und Schwinge mit zwei Federbeinen hinten. Die Trommelbremsen an beiden Rädern entsprechen dem damaligen Stand der Technik. Die K 125 ist für den Soziusbetrieb zugelassen und mit einer Doppelsitzbank sowie Soziusfußrasten ausgestattet.

Weitere Varianten der Hercules K 125

  • Baujahr 1970-1971 - K 125 S mit sportlicher Ausstattung: 1970 ergänzt Hercules die Baureihe um die K 125 S. Diese Variante unterscheidet sich durch eine flachere Sitzbank, einen geänderten Tank mit Kniepads und einen niedrigeren Lenker. Die technische Basis bleibt identisch zur Standardversion. Die Modellbezeichnung „S“ steht offiziell für „Sport“.
  • Baujahr 1972 - Überarbeitung der K 125: 1972 erfährt die K 125 eine technische Überarbeitung. Der Sachs-Motor wird in der Version 125/5A1 mit geänderter Zylinderform und optimierter Kühlung verbaut. Die Auspuffführung wird leicht angepasst. Die Lackierung und Dekore werden modernisiert. Die K 125 bleibt weiterhin in den Varianten Standard und S erhältlich.
  • Baujahr 1973 - Einführung der K 125 T: 1973 bringt Hercules die K 125 T auf den Markt. Diese Tourenversion ist mit einem größeren Tank (13 Liter) und einer komfortableren Sitzbank ausgestattet. Ein serienmäßiger Gepäckträger und ein höherer Lenker verbessern die Langstreckentauglichkeit. Die K 125 T nutzt weiterhin den Sachs 125/5A1-Motor. Die Sitzposition fällt aufrechter aus als bei der K 125 S.

1974 endet die Produktion der Hercules K 125-Baureihe. Die Modelle werden durch modernere Fahrzeuge mit weiterentwickelten Sachs-Motoren ersetzt. Die K 125 bleibt ein Beispiel für die robuste und wartungsfreundliche Zweitakttechnik der frühen 1970er-Jahre.

Häufig gestellte Fragen zur Hercules K 125

  • Ist die Hercules K 125 für Anfänger geeignet? Die Hercules K 125 ist aufgrund ihrer einfachen Technik, des geringen Gewichts und der überschaubaren Leistung für Einsteiger geeignet. Sie erfordert jedoch Grundkenntnisse im Umgang mit einem Zweitaktmotor und einem klassischen Schaltgetriebe.
  • Hat die Hercules K 125 ABS? Nein, die Hercules K 125 ist nicht mit einem Antiblockiersystem (ABS) ausgestattet. Sie verwendet mechanisch betätigte Trommelbremsen an Vorder- und Hinterrad.
  • Hercules K 125 vs. K 125 S - Unterschiede? Die K 125 S unterscheidet sich durch eine sportlichere Sitzposition, einen flacheren Tank mit Kniepads, eine geänderte Sitzbank und einen niedrigeren Lenker. Die Motorisierung bleibt identisch zur Standardversion.
  • Hercules K 125 Tankinhalt und Reichweite? Der Tankinhalt beträgt bei der Standardversion 11 Liter, bei der K 125 T 13 Liter.

Erfahrungen mit der Hercules K 125

Viele Reparaturarbeiten können vom Fahrer selbst durchgeführt werden. Dieser Krad-Typ wurde in zwei Varianten hergestellt. Variante 1 unterscheidet sich optisch hauptsächlich durch die Schwinggabel, während bei der Variante 2 eine Telegabel verbaut wurde. Viele der Variante 1 Kräder wurde später zur Variante 2 umgerüstet.

Die Hercules K-125 BW, wurde von der Bundeswehr übernommen und in Eigenarbeit umlackiert.

Es gibt nämlich keine Kontroll-Leuchten, da die Hercules eine Magnetzündung hat und der Motor auch ohne oder mit leerer Batterie angekickt werden kann. Der Sachs-Motor war von der im Geländesport erfolgreichen K 125 GS abgeleitet.

Über die aktuell gefahrene Geschwindigkeit informiert der kleine Tacho, der mittig in der Lampe sitzt. Als Drehzahlmesser dienen die Ohren, die bei der maximalen Drehzahl von 7.000 Umdrehungen pro Minute nicht allzu empfindlich sein sollten.

Technische Daten im Überblick

Merkmal Wert
Motor 1-Zylinder-Zweitakt Sachs 125/5A
Leistung 12,5 PS
Getriebe 5-Gang
Tankinhalt (Standard) 11 Liter
Tankinhalt (K 125 T) 13 Liter
Höchstgeschwindigkeit 95 km/h

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