Motorradinspektion und Wintereinlagerung: So bringen Sie Ihr Bike sicher durch den Winter

Nässe, Kälte und die Spuren der vergangenen Saison können Ihrem Motorrad in kürzester Zeit enorm zusetzen. Stellen Sie Ihr Motorrad bei Wintereinbruch auf keinen Fall einfach so in die Garage. Für das Einwintern des Bikes gelten ein paar Grundregeln.

Warum eine Inspektion vor der Wintereinlagerung wichtig ist

An einem ohne vorherige Pflege für längere Zeit abgestellten Motorrad können beträchtliche Schäden auftreten. Ein richtig konserviertes und gepflegtes Bike hingegen lässt sich sogar nach mehreren Jahren einfach und kostengünstig reaktivieren.

Beim BMW Motorrad Einlagerungsservice sehen wir uns Dein Bike genau an und prüfen auch die Technik intensiv. Wenn nötig, machen wir Dein Bike wieder fit und schützen es so vor Schäden und Wertverlust. So können Sie, wenn Ihr Bike bei uns überwintert hat, sorgenfrei und unbeschwert in die neue Saison starten.

Die richtige Vorbereitung für die Winterpause

Bevor das Bike eingelagert wird, gründlich reinigen. Geben Sie Insektenresten, Bremsenstaub und Kettenfett keine Gelegenheit, sich über den Winter in den Lack zu fressen. Besonders gefährlich bei späten Herbstausfahrten: Salz auf der Strasse, oft unbemerkt, wenn die Strasse trocken ist.

  • Tank / Kraftstoff: Volltanken mit Super, nicht E10. Dem Kraftstoff Standzeitschutz beimengen.
  • Batterie: Ausbauen, Säurestand prüfen, frostsicher lagern, regelmäßig nachladen - nicht überladen, Herstellervorschriften beachten.
  • Standort: Am besten trocken, keine Sonne, luftdurchlässige Abdeckung verwenden. Schlecht sind feuchte Garagen mit salzwassertropfenden Autos.

Detaillierte Checkliste für die Winterwartung

Reinigung und Konservierung

Machen Sie das Motorrad vollständig sauber und trocknen Sie es gut ab. Bei vollverkleideten Maschinen zählen hierzu besonders die Vorderseite des Motors und die Unterseite der Auspuffanlage. Bei Maschinen mit Kettenantrieb verteilt sich das Kettenfett gerne im Bereich des Ritzels auf dem Motorgehäuse und der Schwingenlagerung.

Lackierte Flächen, Chromteile, Plastik-Komponenten und Sitzbank behandeln Sie gründlich mit auffrischenden oder konservierenden Pflegetinkturen - demontierte Verkleidungsteile am besten von beiden Seiten. Außerdem sollten Sie die über die Saison eingesammelten Steinchen aus dem Verkleidungsbug entfernen.

Vorsicht bei Auspuffreinigern: Teilweise sind diese Mittel derart aggressiv, dass Sie immer mit Handschuhen und Schutzbrille arbeiten sollten. Doch der Aufwand lohnt sich, da am Ende die Edelstahl-Auspuffanlage wie neu erstrahlt.

Fette und Öle können in diesen Bereichen verharzen oder Schmutz aufnehmen. Soweit möglich sollten Sie Reste des alten Schmierstoffs entfernen und durch neues, nicht verharzendes Schmiermittel ersetzen. An Kupplungs- und Bremshebeln können über längere Nutzungsdauer die Gleitlager verschleißen. Dadurch lockern sich die Hebel, und gelegentlich leidet darunter auch die Dosierbarkeit.

Motoröl und Kühlflüssigkeit

Lassen Sie das Motoröl aus dem warmen Viertaktmotor ab, wechseln Sie den Ölfilter, und befüllen Sie den Motor mit frischem Öl. Drehen Sie den Motor mit dem Anlasser oder Kickstarter mehrmals durch, lassen Sie ihn aber nicht laufen. Entsorgen Sie das Altöl umweltgerecht bzw. geben Sie es beim Verkäufer des neuen Öls zurück.

Überprüfen Sie den Flüssigkeitsstand und die Konzentration des Frostschutzmittels.

Batteriepflege

Laden Sie die Batterie von Zeit zu Zeit kurzfristig oder dauerhaft an einem speziellen Ladegerät (nur, wenn vom Ladegerät-Hersteller für dauerhaften Anschluss vorgesehen). Bei herkömmlichen Batterien, deren Kammern nicht versiegelt sind, sollten Sie den Säurestand prüfen und sie gegebenenfalls bis zur oberen Füllhöhe mit destilliertem Wasser auffüllen. Alle wartungsfreien Batterien dürfen nicht geöffnet oder gar befüllt werden!

Rostschutz und Schmierung

Sprühen Sie rostanfällige Bauteile wie Auspuff, Felgen, Speichen etc. sparsam mit Konservierungsmittel ein, und verteilen Sie dieses mit einem Lappen. Reiben Sie blanke Metallteile mit einem ölgetränkten Lappen (es eignet sich auch dünnflüssiges Petroleum), Gummiteile mit einem entsprechenden Pflegemittel aus dem Zubehörhandel ein. Schmieren Sie gegebenenfalls die Antriebskette.

Ist die Lackierung des Stahlrahmens beschädigt, kann dieser schnell Rost ansetzen. Besonders häufig tritt dies auf der Rahmenunterseite z.B. durch Steinschlag und am Heckrahmen unter der Sitzbank auf. Auch die Bereiche, an denen Kabelbäume, Bowdenzüge oder Motorradstiefel reiben, sind gefährdet. Nach dem Reinigen der Korrosionsstellen tragen Sie eine Grundierung und den Lack auf.

Kette und Ritzel

Das Kettenfett nimmt im Lauf des Betriebs Schmutzpartikel auf, die den Rollen, O-Ringen und den Zahnflanken von Kettenrad und Kettenritzel stark zusetzen. Im Winter sollten Sie Kette und Ritzel mit einem Reinigungsset säubern. Anschließend müssen die geputzten Teile mit Kettenspray geölt werden. Kontrollieren Sie die Ritzel auf Verschleiß. Sind die Zähne spitz und haben asymmetrische Flanken, am besten Kette und Ritzel im Set erneuern. Das gelingt auch Nicht-Profis mit etwas Geschick.

Reifen

Als erstes sollten Sie die Profiltiefe messen, denn Reifen mit schlechtem Profil können gleich entsorgt werden. Ähnliches gilt für das Alter der Reifen - falls Sie ewig nicht gefahren sind, empfehlen wir definitiv nicht, an neuen Reifen zu sparen.

Die Reifen sollten folgendermassen gelagert werden:

  • Luftdruck auf 0,5 Bar über dem Normaldruck erhöhen.
  • Auch die Reifen bzw. das Profil sollte gereinigt werden.
  • Beim Einlagern Kontakt mit Öl, Fett oder Lösungsmitteln vermeiden.
  • Reifen kühl, trocken und dunkel einlagern.
  • Reifen ohne Felgen grundsätzlich senkrecht stehend abstellen.
  • Reifen auf Felgen an die Wand hängen oder stapeln.

Erhöhen Sie den Reifendruck um ca. 0,5 bar und/oder unterbauen Sie Ihr Motorrad, zum Beispiel mit Getränkekisten, sodass kein Rad den Boden berührt.

Wir empfehlen, die Motorradreifen (oder Autoreifen) nicht übereinander zu lagern, sondern am besten aufrecht und noch besser ohne Belastung. Das erreicht man nur, wenn sie aufgehängt sind. Zum Beispiel an der Wand, oder an einem Felgenbaum.

Der richtige Stellplatz

Generell kann man sagen, dass ein Motorrad in geschlossenen Räumen immer besser aufgehoben ist, als wenn es draussen steht. Hier geht es um den Schutz vor Witterung. Extreme Temperaturunterschiede machen die Gummis porös und verändern die Konsistenz von Flüssigkeiten - es macht zum Beispiel einen Unterschied, ob man einen Motor bei lauschigen 20°Grad startet, oder ihn bei -20° anschmeisst. Wahrscheinlich erraten Sie schon welcher Versuch mehr Erfolg hat.

Ausserdem ist Korrosion ein Zerstörer von allen Kraftfahrzeugen. Hier handelt es sich um eine Oxidation von Metallen, die durch Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen begünstigt werden. Ein Extremer Rost-Beschleuniger ist Salz - also Vorsicht vor Streusalz am Fahrzeug, denn das greift garantiert eure Metall- und Chromteile an.

Stellen Sie das Motorrad in einem trockenen, gut belüfteten, nicht zu warmen Keller- oder Garagenraum ab, und decken Sie es mit einer Decke oder Stoffbahn ab. Verwenden Sie keine luftundurchlässige Plane, da sich darunter Schwitzwasser sammeln kann.

Ein guter Stellplatz ist trocken und gut belüftet. Am besten wird es dann mit einer wasserdichten, undurchsichtigen, bis zum Boden reichenden Pelerine geschützt. Verwenden Sie gegebenenfalls eine spezielle Motorradplane, die sich mit einem kleinen Bügelschloss anschließen lässt. Weil sich darunter leicht Feuchtigkeit verstecken kann, sollten Sie an trockenen Tagen den Wetterschutz abnehmen und die Maschine gut auslüften lassen. Bei derartiger Überwinterung sind die Rostschutzmaßnahmen besonders wichtig.

Falls Sie keine Winterstellplätze in geschlossenen Räumen haben, dann empfehlen wir unbedingt eine Motorrad-Schutzplane. Die hält schon eine Menge Witterungseinflüsse ab.

Achtung: Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen dürfen außerhalb des Zulassungszeitraums nicht im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt werden. Deswegen werden auch vermehrt Abdeckplanen angeboten, die im Bereich des Kennzeichens durchsichtig sind. Damit kann der Zulassungsstand jederzeit auf einen Blick erfasst werden, ohne an der Plane oder dem Motorrad hantieren zu müssen.

Professionelle Wintereinlagerung

Wer nicht über einen derartigen Stellplatz verfügt, sollte mit seinem Motorradhändler sprechen. Einige Firmen bieten für den Winter Abstellplätze an, teilweise sogar in Verbindung mit speziellen Pflegeprogrammen.

BMW Motorrad Einlagerungsservice

Nässe, Kälte und die Spuren der vergangenen Saison können Ihrem Motorrad in kürzester Zeit enorm zusetzen. Beim BMW Motorrad Einlagerungsservice sehen wir uns Ihr Bike genau an und prüfen auch die Technik intensiv. Wenn nötig, machen wir Ihr Bike wieder fit und schützen es so vor Schäden und Wertverlust.

Zusätzliche Services

Gegen Aufpreis erhalten Sie einen bequemen Hol-und Bringdienst sowie diverse Wartungsarbeiten oder eine professionelle Motorradreinigung.

Winterlager bei Motorrad Ibbenbüren

Im Winterquartier bei Motorrad Ibbenbüren werden Ihre Motorräder in unserer Halle eingelagert. Sie stehen in warmen, trockenen Räumen die Alarmgesichert sind. Unser Winterlager ist eine beheizte Halle, ganz ähnlich zu unserem Fahrzeugverkauf. Ihre Motorräder stehen dort sicher und trocken, egal wie kalt es draussen ist.

Das bedeutet z.B. das unsere Motorradlager alarmgesichert sind - die Hallen besitzen eine Schliessanlage und Bewegungsmelder.

Wir haften für keine Elementarschäden an den Fahrzeugen (Feuer, Diebstahl, Wasserschäden, etc.), deshalb nehmen wir nur Teilkaskoversicherte Fahrzeuge an, deren Versicherungsschutz diese Risiken abdeckt.

Einlagerungspreise und Services (Beispiele)

Hier sind einige Beispiele für Preise und angebotene Services bei professionellen Wintereinlagerungen:

Service Preis
Basispaket (Winterquartier, 6 Monate) ab 100€
Inspektionspaket inkl. Reinigung 140€
Umfangreiche Inspektion und Reinigung 250€
Professionelle Wintereinlagerung (pro Monat, tagesgenaue Abrechnung) 45€
Grundreinigung 59€
Grundreinigung + Polieren 199€ - 249€

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