Motorradkennzeichen: Kosten, Preise und wichtige Informationen

Um bei Kraftfahrzeugen - etwa nach Verkehrsverstößen - eine Identifizierung des Halters zu ermöglichen, schreibt der Gesetzgeber individuelle Nummernschilder vor. Für die Zuteilung der Kennzeichen ist dabei die Zulassungsbehörde zuständig, die Herstellung übernehmen hingegen spezielle Dienstleister. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte rund um Motorradkennzeichen in Deutschland.

Wie bekomme ich ein Motorradkennzeichen?

Wird ein Motorrad angemeldet, erteilt die Zulassungsstelle für dieses ein Kennzeichen. Anschließend können Sie einen Autoschilderpräger vor Ort aufsuchen oder das Motorradkennzeichen online bestellen. Liegt das Nummernschild vor, erhalten Sie bei der Zulassungsstelle die Zulassungsplakette mit dem Wappen des Bundeslandes und die TÜV-Plakette.

Welche Kennzeichengrößen gibt es fürs Motorrad?

Bei den Maßen unterscheiden sich die Nummernschilder für Motorrad deutlich von den Autokennzeichen. So ist bei Krafträdern eine Höhe von 200 mm vorgeschrieben. Die Breite der Schilder kann abhängig von der Anzahl der Zeichen 180, 200 oder 220 mm betragen.

Für Motorradfahrer werden die Kennzeichen bereits seit April 2011 in den Breiten 180, 200 und 220 Millimeter bei einer Höhe von 200 Millimeter ausgegeben. Ältere, große Motorradkennzeichen können seitdem in diese kleineren Kennzeichen umgetauscht werden. Die Idee des Gesetzgebers dahinter ist, dass eine bereits zugeteilte Buchstaben-Zahlen-Kombination unverändert bleiben soll.

Auf den besonders schmalen, nur 180 Millimeter breiten Schildern können bei zwei Buchstaben allerdings nicht mehr als zwei Ziffern stehen, also hinter dem Zulassungsbezirk nicht mehr als vier Zeichen. Daher muss man bei längeren Kombinationen auf eine größere Breite zurückgreifen. Wer zum Beispiel eine Kombination mit sechs Stellen hinter dem Ortskürzel umtauschen will, der erhält eine neue, kürzere Kennzeichenkombination. Grund: Auch bei dem 220 Millimeter breiten neuen Kennzeichen sind maximal insgesamt fünf Stellen hinter dem Ortskürzel möglich.

Wie viel kostet ein Nummernschild fürs Motorrad?

Benötigen Sie für das Motorrad ein neues Nummernschild, kann sich ein Preisvergleich lohnen, denn gesetzliche Vorschriften zu den für die Herstellung anfallenden Kosten gibt es nicht. So sind Ausgaben zwischen 8 und 15 Euro nicht unüblich. Dabei kann es durchaus günstiger sein, ein Kennzeichen fürs Motorrad online zu bestellen. Allerdings müssen Sie sich dann wegen der Zustellung per Post ein paar Tage gedulden und es fallen üblicherweise Versandkosten an.

Je nach gewählter Kennzeichengröße sollten Sie Ausgaben zwischen 8 und 15 Euro einplanen. Entschließen Sie sich dazu, fürs Motorrad vorgesehene Schilder online zu bestellen, fallen ggf. zusätzliche Versandkosten an. Wer den Preis für Zulassung samt Kennzeichen fürs Motorrad so gering wie möglich halten will, entscheidet sich also für das Blechschild - idealerweise bei einem Online-Händler mit transparenten Preisen, anstatt beim Schilderladen vor Ort.

Es gibt auch 3D Motorrad-Kennzeichen, die aus einem Kunststoff bestehen, der es quasi unkaputtbar macht. Stöße oder Kratzer schaden ihm genauso wenig wie Wettereinflüsse oder starkes Verbiegen beim Montieren. Das Offensichtliche voraus: Die Kosten für ein 3D Motorrad-Kennzeichen sind höher als für die klassische Alu-Variante.

Gesetzliche Vorschriften und Anordnung

Wichtig ist allerdings, dass das Nummernschild, welches Sie bestellen, zum Motorrad passt und den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Wollen Sie für Ihr Motorrad ein Nummernschild (online) bestellen, gilt es zudem auf die Anordnung zu achten. So schreibt der Gesetzgeber für Krafträder zweizeilige Kennzeichen vor.

In der ersten Zeile findet sich neben dem Eurofeld mit Länderkennung und den Plaketten das sogenannte Unterscheidungszeichen. Dabei handelt es sich um maximal drei Buchstaben, die den Verwaltungsbezirk angeben, in dem das Kfz zugelassen ist. Darüber hinaus müssen Sie auch auf die richtige Abmessung achten, wenn Sie ein Motorradkennzeichen bestellen wollen. Wie schmal das Nummernschild ausfallen kann, hängt dabei vor allem von der Anzahl der Zeichen der Erkennungsnummer ab.

Saisonkennzeichen für Motorräder

Sie nutzen das Kraftrad nur während der Sommermonate? In diesem Fall kann es durchaus sinnvoll sein, ein Saisonkennzeichen für das Motorrad zu bestellen. Da der Gesetzgeber bei Krafträdern Nummernschilder ausschließlich an der Rückseite vorschreibt, müssen Sie nur ein Motorradkennzeichen bestellen.

Rein rechtlich gesehen, gibt es keine Vorschrift, die das Motorradfahren auf eine bestimmte Jahreszeit einschränkt. Allerdings ist die Winterzeit selbstverständlich nicht unbedingt Motorradzeit. Kälte, Nässe, Matsch und natürlich Eis sind nicht nur ungemütlich, sondern auch gefährlich. Nicht ohne Grund ist die Saisonzulassung beliebt, denn hier gibt es gleichzeitig auch Sparpotential bei den Kosten für das Motorrad-Kennzeichen: Wiederholte Gebühren für Anmeldung und Abmeldung entfallen und die Versicherung und Steuer müssen nur im Zeitraum der Zulassung gezahlt werden. Wenn du also, wie sehr üblich, zwischen November und März das Motorrad stehen lässt, entfallen diese Ausgaben für fünf Monate.

Nach den gesetzlichen Vorschriften können auch Saisonkennzeichen als kurze Kennzeichen zugeteilt werden. Dabei sollte man immer bedenken, dass durch die Angabe der Monate zusätzlich Platz auf dem Kennzeichen benötigt wird. Daher steht weniger Platz für die gewünschte Kombination zur Verfügung. Ein Anspruch auf ein verkleinertes Kennzeichen besteht zudem meistens nicht.

Wunschkennzeichen für Motorräder

Wollen Sie, dass eine bestimmte Kombination aus Buchstaben und Zahlen Ihr Motorrad ziert, besteht die Möglichkeit, ein entsprechendes Wunschkennzeichen zu reservieren. Diese Individualität ist allerdings mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Wer nicht möchte, dass irgendein Nummernschild sein geliebtes Kfz ziert, kann sich bei der Zulassungsstelle für ein individuelles Wunschkennzeichen entscheiden. Dadurch hat der Fahrzeugbesitzer die Möglichkeit, die Zusammenstellung von Buchstaben und Zahlen seinen Wünschen anzupassen. Allerdings verursacht das Wunschkennzeichen auch zusätzliche Kosten, die dann im Zuge der Kfz-Zulassung anfallen.

Kosten für ein Wunschkennzeichen

Die Ausgaben für ein Wunschnummernschild setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. Dazu zählen die Gebühr für die Reservierung in Höhe von 2,60 Euro, die Gebühr für die Zuteilung des Kennzeichens in Höhe von 10,20 Euro sowie die Kosten für die Herstellung der Nummernschilder. Die fürs Wunschkennzeichen anfallende Gebühr ist in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) festgeschrieben, weshalb die Ausgaben dafür im gesamten Gebiet der Bundesrepublik identisch sind.

Die Länge des Zeitraums kann sich dabei je nach Landkreis unterscheiden. Für die Reservierung des Nummernschildes fällt eine Gebühr in Höhe von 2,60 Euro an, sodass sich der Preis für Wunschkennzeichen in diesem Fall auf insgesamt 12,80 Euro belaufen.

Über die Internetseiten der Zulassungsstellen können Sie Ihr Wunschkennzeichen kostenlos prüfen. Ist dieses noch frei, können Sie anschließend eine Reservierung vornehmen. Beachten Sie dabei, dass, wenn Sie ein Kfz-Wunschkennzeichen reservieren, Kosten anfallen. Allerdings werden diese erst bei der Zulassung des Fahrzeugs erhoben.

Zusätzliche Kosten bei der Kfz-Zulassung mit Wunschkennzeichen

In der Regel ist es mit den Gebühren für das Wunschkennzeichen allerdings noch nicht getan, denn im Zulassungsverfahren entstehen noch weitere Ausgaben. So müssen Sie, neben den für das Wunschkennzeichen anfallenden Kosten in Höhe von 12,80 Euro, auch die Aufwendungen für die Anfertigung der Nummernschilder einplanen.

Wie teuer die Prägung der Kennzeichen ist, hängt dabei vom gewählten Anbieter ab. Meist befinden sich entsprechende Dienstleister in der Nähe der Zulassungsstellen, wo Sie diese direkt mitnehmen können. Alternativ dazu können Sie sich aber auch an einen Anbieter aus dem Internet wenden. Diese sind häufig günstiger, allerdings besteht die Möglichkeit, dass es durch den Versand per Post zu Verzögerungen kommt. Doch was kann die Herstellung der Schilder kosten? Für Ihr Wunschkennzeichen am Auto belaufen sich die Ausgaben im Durchschnitt auf 15 bis 20 Euro.

Nicht zuletzt müssen Sie auch die Gebühren für die Anmeldung bzw. Ummeldung des Fahrzeugs entrichten. Für dieses Verfahren sieht der Gesetzgeber keine einheitlichen Preisvorschriften vor. Daher können sich die Ausgaben dafür je nach zuständigem Landkreis unterscheiden. In der Regel sollten Sie aber im Durchschnitt von Gebühren zwischen 20 und 30 Euro ausgehen. Es zeigt sich also, dass die fürs Wunschkennzeichen anfallenden Kosten, in der Regel der kleinste Posten auf der Rechnung ist, die sich meist auf unter 100 Euro beläuft.

Übrigens! Wem der Gang zur Zulassungsstelle zu anstrengend oder zeitraubend ist, der kann mit der An- bzw. Ummeldung auch ein Unternehmen beauftragen. Allerdings führt auch diese Dienstleistung zu weiteren Ausgaben.

Kurzes Kennzeichen

Kurze Kennzeichen sind bei Fahrzeugbesitzerinnen und -besitzern begehrt. Doch häufig ist der Kampf um ein kleineres Kennzeichen bei den Zulassungsstellen erfolglos. Denn die Ausgabe dieser Schilder ist an strenge Vorgaben geknüpft. Wenn ausreichend Platz für ein Kennzeichen in normaler Größe vorhanden ist, gibt es meist kein kleineres Kennzeichen. Für die Beurteilung kann ein Gutachten verlangt werden.

Hier prüft die Zulassungsbehörde, ob ein Kennzeichen in sogenannter Engschrift das Problem löst. Diese ist schmaler als die sonst verwendete Mittelschrift. Fällt die Prüfung positiv aus, wird ein Kennzeichen in Engschrift zugeteilt, gegebenenfalls kombiniert mit Mittelschrift. In diesen Fällen ist dann meistens kein kleines Kennzeichen am Fahrzeug möglich.

Bauliche Veränderungen am Fahrzeug

Kommt ein Kennzeichen in Engschrift nicht infrage, wird geprüft, ob Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen werden können, um ein Kennzeichen in Normalgröße anzubringen. Diese Veränderungen dürften aber keinen unverhältnismäßigen Aufwand erfordern. Für den entsprechenden Nachweis muss man meistens ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen vorlegen.

Kostet der Umbau mehr als 5 Prozent des aktuellen Wertes des Fahrzeugs (nach älterer Rechtsprechung können es auch 10 Prozent sein), gilt der Umbau als unzumutbar. Allerdings kommen diese Ausnahmen regelmäßig nur bei einem verkleinerten hinteren Kennzeichen bei einem mehrspurigen Kraftfahrzeug zur Anwendung. Insbesondere für vordere Kfz-Kennzeichen oder Motorräder gilt dies daher nicht.

Kosten für ein kurzes Kennzeichen

Ein kurzes Kennzeichen kostet nicht mehr als ein normales. Wer eine neue Kennzeichenkombination erhält, muss die Gebühren für die Zulassung in Höhe von 29 Euro bezahlen. Hinzu kommen die Gebühren für das Prägen der neuen Kennzeichen (ca. 20 bis 40 Euro). Teurer wird es, wenn die Behörde zusätzlich ein Gutachten fordert.

Weitere Kennzeichenarten

In Deutschland sind grüne Kennzeichen vorgesehen, die von der Kfz-Steuer befreit sind. Dies betrifft vor allem Fahrzeuge, die für gemeinnützige Zwecke oder im Rahmen land- und forstwirtschaftlicher Tätigkeiten genutzt werden. Bei uns haben Sie die Möglichkeit, alle Kennzeichen bequem mit grüner Schrift zu bestellen, um auch Ihre steuerbefreiten Zweiräder entsprechend zu kennzeichnen.

Auch spezielle E-Kennzeichen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge bieten wir in DIN zertifizierter Qualität an.

Rote Kennzeichen beginnen mit "06" und sind speziell für Autohändler bzw. gewerbetreibende der Fahrzeugbranche erhältlich. Diese speziellen Kennzeichen werden keinem Fahrzeug zugeteilt, sondern können flexibel verwendet werden. Hierbei sind spezielle Regelungen und Vorgaben zu beachten wie bspw.

Wo kann man Motorradkennzeichen bestellen?

Es gibt zahlreiche Anbieter für Motorradkennzeichen, sowohl online als auch vor Ort. Online-Shops bieten oft günstigere Preise und eine bequeme Bestellung von zu Hause aus. Lokale Schilderpräger in der Nähe der Zulassungsstelle ermöglichen eine schnelle Abholung und Beratung vor Ort.

Unser Online-Shop bietet nicht nur günstige Motorradkennzeichen, sondern auch eine schnelle Lieferung und kundenorientierten Service. Wir prägen jedes Kennzeichen mit größter Sorgfalt und Präzision, um höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Die Bestellung gestaltet sich einfach und unkompliziert, sodass Sie ohne großen Aufwand Ihre Motorradschilder bestellen können.

Unsere Preise liegen deutlich unter denen lokaler Prägestellen, mit Motorradkennzeichen schon ab 12,95 Euro inklusive Versand.

Worauf sollte man bei der Bestellung achten?

  • Gesetzliche Vorschriften: Stellen Sie sicher, dass das Kennzeichen den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen entspricht.
  • Größe: Wählen Sie die richtige Größe für Ihr Motorrad.
  • Qualität: Achten Sie auf hochwertige Materialien und eine präzise Verarbeitung.
  • Anbieter: Vergleichen Sie Preise und Bewertungen verschiedener Anbieter.

Pflege und Wartung von Motorradkennzeichen

Ein schlecht lesbares oder beschädigtes Kennzeichen kann zu Bußgeldern führen. Es ist wichtig, dass das Kennzeichen jederzeit klar erkennbar ist. Achten Sie darauf, das Kennzeichen regelmäßig zu reinigen und Beschädigungen zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kosten

Die Kosten für ein Motorradkennzeichen setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:

Kostenfaktor Durchschnittliche Kosten
Standard-Kennzeichen 8 - 15 Euro
3D-Kennzeichen Höher als Standard
Wunschkennzeichen (Reservierung & Zuteilung) 12,80 Euro
Prägung des Wunschkennzeichens 15 - 20 Euro
Zulassung/Ummeldung 20 - 30 Euro
ggf. Versandkosten (Online-Bestellung) Variabel

Die Kosten für Motorrad-Kennzeichen sind vergleichsweise überschaubar: Du benötigst ein Nummernschild und, falls es sich um eine Neuzulassung handelt, fallen zusätzlich noch die üblichen Gebühren für die Anmeldung im Amt an. Letztere bewegen sich in der Regel in einem Rahmen von ca. 26 Euro. Der Preis für ein klassisches Motorrad-Kennzeichen aus Aluminium liegt bei ca. 9,95 Euro.

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