Motorrad Ladegerät mit SAE Anschluss im Test

Viele Motorradfahrer stehen vor der Frage, wie sie ihre Motorradbatterie optimal pflegen können, besonders während der langen Standzeiten im Winter. Eine gängige Lösung ist die Verwendung eines Motorrad-Ladegeräts mit SAE-Anschluss. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte von Motorrad-Ladegeräten mit SAE-Anschluss, einschließlich Tests, Tipps und wichtiger Informationen zur Auswahl des richtigen Geräts.

Warum ein Motorrad-Ladegerät mit SAE-Anschluss?

Ein Motorrad-Ladegerät mit SAE-Anschluss bietet mehrere Vorteile:

  • Einfache Handhabung: Der SAE-Anschluss ermöglicht einen schnellen und unkomplizierten Anschluss des Ladegeräts an die Batterie, ohne dass die Verkleidung des Motorrads entfernt werden muss.
  • Erhaltungsladung: Viele Ladegeräte verfügen über eine Erhaltungsladefunktion, die die Batterie während der Standzeit in optimalem Zustand hält und eine Tiefentladung verhindert.
  • Verlängerung der Lebensdauer: Durch die regelmäßige Verwendung eines Ladegeräts kann die Lebensdauer der Batterie verlängert werden, was langfristig Kosten spart.

SAE Stecker und Zubehör

Falls Sie kein Harley-Davidson Ladegerät kaufen möchten, kann man einen SAE Stecker auf Amazon erwerben. Viele Motorradfahrer nutzen ihre Motorräder nur als Hobby, weshalb die Harley ständig am Ladegerät hängt. Da ist die freie Zugänglichkeit schon praktischer.

Anschließen des SAE-Steckers

Bei einigen Motorradmodellen liegt der SAE-Stecker frei zugänglich, während er bei anderen Modellen versteckt sein kann. Bei einer Street Bob (Modell 2019) liegt dieser Stecker beispielsweise frei. Bei anderen Modellen, wie der Street Bob 2022, kann der SAE-Stecker nahe dem 40 A Stecker verlegt sein, also hinter einer Verkleidung. Es ist ratsam, den Stecker so zu verlegen, dass er leicht zugänglich ist, um den Ladevorgang zu vereinfachen.

Batteriepflege im Winter

Ein wichtiger Aspekt der Motorradpflege ist die Überwinterung der Batterie. Es gibt verschiedene Meinungen darüber, ob die Batterie ausgebaut und im Keller gelagert oder am Motorrad mit einem Ladegerät angeschlossen bleiben soll.

  • Ausbauen und Lagern: Einige Motorradfahrer bauen die Batterie aus und lagern sie im Keller bei etwa 15 Grad. Gelegentlich wird die Spannung gemessen und die Batterie bei Bedarf aufgeladen.
  • Angeschlossen lassen: Andere bevorzugen es, die Batterie am Motorrad angeschlossen zu lassen und ein Ladegerät mit Erhaltungsladung zu verwenden.

Es reicht auch aus die Hauptsicherung zu ziehen. In der Regel kommt sie so auch gut über den Winter, wenn das Mofa frostgeschützt steht. Da ich aber nie weiß, ob das nun die letzte Fahrt vor einer längeren Fahrpause ist und dann auch schnell vergesslich werde, hänge ich sie halt ans Ladegerät. Habe meine HVT-1 nämlich durch solche Vergesslichkeit mit Tiefentladung zerstört.

Es ist wichtig zu beachten, dass moderne Motorräder viele Verbraucher haben, die auch im Ruhezustand Strom ziehen. Daher kann es sinnvoll sein, die Batterie über den Winter angeschlossen zu lassen, um eine Tiefentladung zu vermeiden.

Ladegeräte im Test

MOTORRAD und auto motor und sport haben in Zusammenarbeit mit der M+S Solution GmbH und der KÜS einen Test von 10 Starthilfegeräten durchgeführt. Die getesteten Geräte umfassen Powerpacks, Powerbanks, Jump Starter und Akku-Booster. Hier sind einige der getesteten Geräte:

Testsieger: Dino Kraftpaket 600-12V

Das Dino Kraftpaket 600-12V überzeugte mit seiner hochwertigen Machart und zuverlässiger Starthilfe-Tätigkeit. Es verfügt über umfangreiches Zubehör und kann an vielen strombetriebenen Geräten eingesetzt werden. Das Dino Kraftpaket ist nicht nur eine Universal-Powerbank, sondern auch ein effektives Starthilfegerät.

Kauftipp: Norauto Booster 2207763/NO6701

Der Norauto Booster 2207763/NO6701 ist relativ leicht und kompakt. Er sorgt trotz offiziellem "Zwei-Liter-Diesel-Limit" beim 2.8-Liter-Vierzylinderdiesel des Jeeps für problemloses Anspringen.

Weitere getestete Geräte

  • Einhell CE-JS 18/1
  • Noco GB50 Boost XL
  • Osram Batterystart 300
  • Osram Batterystart 400
  • Profi Power JSF 4000
  • Voltcraft Schnellstartsystem 1000A
  • Ultimate Speed Umap 12000 A2

Eine detaillierte Übersicht der Testergebnisse bietet die folgende Tabelle:

Gerät MOTORRAD-Urteil Besonderheiten
Dino Kraftpaket 600-12V sehr gut Umfangreiches Zubehör, zuverlässige Starthilfe
Norauto Booster 2207763/NO6701 gut Leicht und kompakt, problemloses Anspringen
Einhell CE-JS 18/1 gut Ähnelt Dino Kraftpaket, weniger umfangreich
Noco GB50 Boost XL gut Sehr schwer, wertig, beste Batterieklemmen
Osram Batterystart 300 gut Kompakt, sparsame Ausstattung
Osram Batterystart 400 gut Gutes Gerät, aber Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmig
Profi Power JSF 4000 gut Benutzerfreundlich, üppige Ausstattung, OBDII-Anschluss
Voltcraft Schnellstartsystem 1000A gut Wertige Machart, zuverlässige Starthilfe
Ultimate Speed Umap 12000 A2 befriedigend Günstiges Gerät, nur teilweise bestanden

15 Motorrad-Batterieladegeräte im Vergleichstest

MOTORRAD hat zusammen mit der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung) 15 Batterieladegeräte getestet, die sich besonders gut für Motorradbatterien eignen. Hier sind die Platzierungen:

  1. CTEK CT5 Powersport
  2. Gys Gysflash 6.12
  3. Bosch C3 6V/12V
  4. Pro Charger 4000
  5. Kooroom TKB7 6V/12V
  6. Dino 12V 5A
  7. Optimate 4
  8. APA Mikroprozessor 6V/12V 5A
  9. AEG LD 5.0 6V/12V
  10. hi-Q TOOLS Ladegerät 900
  11. Black & Decker 6V/12V
  12. SHIDO DC3
  13. EUFAB EAL 6V/12V
  14. Einhell CC-BC 6M 6V/12V
  15. Excelvan 6V/12V 5A

Die besten Motorrad-Ladegeräte

Hier ist eine Zusammenfassung der besten Motorrad-Ladegeräte aus den Tests:

  • CTEK CT5 Powersport: Empfohlen für 12-Volt-Starterbatterien, CAN-Bus kompatibel, wählbare Rekonditionierungsfunktion.
  • Gys Gysflash 6.12: Geeignet für 12-Volt-Batterien, CAN-Bus kompatibel, Erhaltungsladung bis 170 Ah möglich.
  • Bosch C3 6V/12V: Für 6-Volt- und 12-Volt-Batterien, separater Haken zur Befestigung.
  • Pro Charger 4000: Geeignet für alle 12-Volt-Batterien, CAN-Bus-kompatibel, austauschbare 10-A-Sicherung.
  • Optimate 4: Geeignet für 12-Volt-Batterien, CAN-Bus-kompatibel, integrierte Befestigungslaschen.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Wenn Sie ein gutes Motorrad-Ladegerät suchen, sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Stromstärke: Die Stromstärke sollte mit der Ihrer Batterie abgestimmt sein.
  • Ladestrom: Der Ladestrom sollte maximal zehn Prozent der Speicherkapazität betragen.
  • Batterietyp: Achten Sie darauf, dass das Ladegerät für Ihren Batterietyp (Lithium-Ionen, Gel, Blei-Säure) geeignet ist.
  • Zubehör: Es gibt Motorrad-Ladegeräte mit Starthilfe.
  • Qualität: Ein hochwertiges Ladegerät hat eine gute Verarbeitung und spezielle Schutzschalter.

USB-Steckdose für den Lenker

Viele Motorradfahrer suchen nach einer wasserdichten USB-Steckdose für den Lenker, die im Stand keinen Strom zieht. Es gibt verschiedene Optionen auf dem Markt, aber es ist wichtig, auf Qualität zu achten. Einige Motorradfahrer haben gute Erfahrungen mit den USB-Doppelsteckdosen von Louis gemacht. Diese sind mit einer Gummikappe versehen und beleuchtet, wenn Spannung anliegt.

Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung einer USB-Steckdose mit EZ CanSmart, die bei Zündung aus abschaltet. Dies verhindert, dass die Batterie im Stand entladen wird.

Zusätzliche Tipps

  • Hauptsicherung ziehen: Wenn Sie Ihr Motorrad über einen längeren Zeitraum nicht benutzen, ziehen Sie die Hauptsicherung, um die Verbraucher von der Stromversorgung zu trennen.
  • Batterie regelmäßig laden: Laden Sie Ihre Batterie regelmäßig auf, um eine Tiefentladung zu vermeiden.
  • Ladegerät mit Erhaltungsladung: Verwenden Sie ein Ladegerät mit Erhaltungsladung, um die Batterie in optimalem Zustand zu halten.

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