Leasing gehört zu den beliebtesten Möglichkeiten, wie sich Menschen ein Fahrzeug zulegen können. Das Auto nicht kaufen, sondern leasen? Kein Problem, denn die Angebotsvielfalt wird immer größer. Und längst ist es nicht mehr nur das Auto, was auf diese Weise Einzug in die heimische Garage hält. Auch Motorräder werden immer häufiger geleast. Daneben existiert die klassische Finanzierung, die in Sachen Beliebtheit hinter dem Leasing zurückbleibt.
Grundlagen des Motorrad-Leasings
Um beispielsweise ein Motorrad leasen zu können, müssen verschiedene Aspekte beachtet werden. Zunächst einmal gilt es, gute Leasing Angebote zu finden. Wenn das Wunschmodell gefunden wurde, müssen andere, grundlegende Fragen geklärt werden.
Bonitätsprüfung
Voraussetzung für erfolgreiches Leasing ist, dass die Bonitätsprüfung positiv ausfällt. Neun von zehn Anbietern erwarten, dass die Schufa-Auskunft Zahlungsfähigkeit bestätigt. Tipp: Wenn die Schufa-Prüfung negativ ausfällt, kann es sich lohnen eine Eigenauskunft einzuholen und zu schauen, woran es liegt.
Das Jahr 2020 hat die Beliebtheit der Zweiräder enorm nach oben getrieben. Kein Wunder also, dass immer mehr Leasing-Anbieter auch Motorräder ins Portfolio nehmen.
Vertragsarten beim Motorrad-Leasing
Wenn das Fahrzeug gewählt und die Bonität geprüft ist, muss der Vertragsabschluss angestrebt werden. Hier kommen unterschiedliche Vertragsarten zum Einsatz, die es gegeneinander abzuwägen gilt.
- Vertrag mit Restwertabrechnung: Bei einem Vertrag mit Restwertabrechnung wird zu Beginn des Leasings eine Sonderzahlung fällig. Anschließend werden Leasingraten, in vereinbarter Höhe bezahlt. Zuletzt bleibt der Restwert übrig, der mit dem Fahrzeugwert am Ende zu verrechnen ist und vom Leasing-Nehmer gezahlt werden muss.
- Vertrag mit Andienungsrecht: Bei einem Vertrag mit Andienungsrecht wird der Restwert ebenfalls kalkuliert. Liegt der Restwert, am Ende der Laufzeit, unterhalb der Kalkulation, muss der Käufer das Bike kaufen.
- Kilometerabrechnungsmodell: Beim Kilometerabrechnungsmodell wird die Ratenhöhe daran berechnet, wie hoch die Gesamtkilometerleistung ausfällt. Das Fahrzeug ist, am Ende der Laufzeit, wieder an den Leasing-Geber abzugeben. Mit Hilfe einer Freigrenze wird festgelegt, dass die zusätzliche Gebühr nach Überschreitung der Kilometeranzahl gezahlt werden muss.
Finanzierung vs. Leasing: Ein Vergleich
Beim Kauf eines Motorrads gibt es eine Menge Dinge zu beachten. Das passende Modell, die passende Kaufvariante und noch vieles mehr, steht zur Überlegung. Der größte Unterschied zwischen Finanzierung und Leasing ist nicht finanzieller Natur, sondern auf juristischer Seite zu sehen. Bei einer Finanzierung wird das Motorrad sukzessive erworben. Beim Leasing hingegen ist das Bike Eigentum der Leasingfirma, und zwar über die gesamte Laufzeit. Das hat zur Folge, dass jegliche Beschädigung am Motorrad Auswirkungen auf den Restwert haben kann und wird. Das persönliche Fahrverhalten ist somit von großer Entscheidungskraft, wenn es darum geht, ein Motorrad zu leasen.
Vorteile des Motorrad-Leasings
Leasing geht mit einigen Vorzügen für den Leasingnehmer einher. Im Vergleich zu einem Barkauf wird beim Leasing in erster Linie die persönliche Liquidität geschont. Es ist kein Eigenkapital erforderlich (außer bei Sonderzahlungen), zudem braucht es kein Bankdarlehen. Dank der Planungssicherheit mittels fester Monatsraten, können die persönlichen Kosten kalkuliert werden. Es besteht keine Gefahr von Zinsschwankungen oder gar von einer unerwarteten Vertragskündigung.
Die Flexibilität beim Leasing ist ein weiterer Vorzug, der nicht bei allen Kaufvarianten vorhanden ist. Die Laufzeit kann, individuell auf die persönlichen Umstände, angepasst werden. Ob 12, 24 oder 48 Monate bleibt den Bedürfnissen überlassen. Der Durchschnitt liegt bei einer Laufzeit zwischen 24 und 36 Monaten. Darüber hinaus kann die Fahrzeugleistung festgelegt werden. Private Nutzer sind mit 10.000 Kilometern pro Jahr (KFZ) in der Regel gut bedient.
Beim Barkauf eines neuen Motorrads werden oft ältere Modelle gewählt, da sie günstiger zu haben sind. Leasing bietet Kunden den Zugriff auf eine deutlich größere Auswahl. Nach dem Ende der Laufzeit wird das Fahrzeug zurückgegeben und so haben Leasingnehmer im Schnitt alle 36 Monate ein neues Bike oder KFZ und können jedes Mal ein brandneues Modell wählen. Der Leasingnehmer hat die Sicherheit, dass er sein KFZ oder Bike nach der Miete wieder zurück an den Händler gibt. Außer bei gewissen Verträgen, die einen Kauf vorsehen. Somit spart sich der Fahrzeugnutzer den Verkauf des Modells, wenn ein Neukauf angestrebt wird. Das Fahrzeug steht während der Leasingdauer zur Verfügung und kann danach ohne Aufwand zurückgegeben werden. Kaum Verantwortung, ein überschaubarer Zahlungszeitraum und hohe Flexibilität sorgen dafür, dass Leasing eine der unkompliziertesten Möglichkeiten bei der Nutzung von Motorrädern und Autos ist. Ob für private oder gewerbliche Nutzer, die Vorteile liegen auf der Hand.
Wirtschaftlichkeit des Motorrad-Leasings
Inwieweit ein Leasing eines Motorrads wirtschaftlich ist oder nicht, lässt sich nur unzureichend beantworten. Denn es kommt auf die Gesamtsituation an und den tatsächlichen Bedarf. Ganz gleich, ob ein Leasing in Anspruch genommen wird oder nicht, es geht letztlich darum zu prüfen, inwieweit der Nutzen die Kosten aufwiegelt. Im Fokus steht der tatsächliche Bedarf. Nicht nur Unternehmer profitieren vom Leasing, weil letztere Leasing-Verträge steuerlich geltend machen können, weshalb LKW-Leasing besonders beliebt ist. Denn die Leasingraten werden vom Finanzamt als Betriebsausgaben anerkannt und sind bilanzneutral. Auch Privatpersonen genießen gewisse Vorzügen bei einem Motorrad-Leasing, selbst wenn es keine steuerlichen Vorteile gibt. Jedoch bietet ein Leasing-Vertrag die Möglichkeit hochwertige Motorräder auf Zeit zu erwerben.
Es kommt vor allem auf das Kleingedruckte an, um zu ergründen, wie rentabel ein Leasing-Vertrag sein wird. Ein Leasing-Angebot sollte ein gewisses Maß an Flexibilität bieten und in erster Instanz zu den eigenen Vorhaben passen. Besteht die Absicht ein Motorrad langfristig zu nutzen, so kann auch ein Leasing mit einer längeren Vertragslaufzeit eine gute Wahl sein. Geht es jedoch darum kurzzeitig das Motorrad zu nutzen, so kann eine lange Laufzeit unnötige Zusatzkosten verursachen. Des Weiteren sollte geprüft werden, welche Zusatzleistungen im Vertrag inkludiert sind, die im Grunde für dem Leasingnehmer irrelevant sind. Leasinggeber versuchen durch etwaige Zusatzleistungen die Kostenlast für den Endverbraucher zu erhöhen. Sicherlich ist es nicht möglich auf alle Nebenleistungen zu verzichten, weil der Leasinggeber umsatzorientiert handelt. Ein Leasing-Vertrag mit einem umfassenden Service ist mit signifikanten Zusatzkosten verbunden. Leasing-Interessenten sollten kalkulieren, inwieweit die Zinslast und die Zusatzkosten vertretbar sind und der Vertrag einen Mehrwert darstellt.
Personenkreise, die eine zeitlich begrenzte Nutzung anvisieren, profitieren umfassend von einem Leasing-Vertrag. Wird ein Motorrad beispielsweise nur im Sommer für einen kurzen Zeitraum genutzt, so ist eine Neuanschaffung unwirtschaftlich. Bei einem Leasing-Vertrag mit kurzen Laufzeiten ist Flexibilität und Kostenersparnis geboten. Der Vorteil für Leasingnehmer ist die Möglichkeit auf zeitkonforme und moderne Motorräder zurückzugreifen. Gleichzeitig besteht kein Bedarf langfristige vertragliche Verbindlichkeiten einzugehen. Das Motorrad kann nach Ablauf des Vertrags zurückgegeben werden. Zu einem Nachteil gehört die Tatsache, dass die Leasingraten entrichtet werden müssen, auch wenn ein Fahrzeug über einen längeren Zeitraum nicht benutzt wird. Wird das Motorrad wider Erwarten nicht mehr gebraucht, bzw. gefahren, so kann ein Leasing-Vertrag erhebliche Zusatzkosten verursachen, denn die Raten sind in der Regel höher als bei einem Kredit. Ein Leasing stellt einen Mehrwert dar, sofern es zu den wirtschaftlichen Verhältnissen und zum eigenen Vorhaben passt. Aufgrund der großen Angebotsvielfalt ist es möglich individuelle und faire Angebote zu finden. Im Gegensatz zum klassischen Kredit, bietet ein Leasing-Vertrag ein höheres Maß an Flexibilität und schont gleichzeitig die Kosten, weil der Leasingnehmer - je nach Vertrag - nicht für Verschleißteile aufkommen muss.
BMW Motorrad Leasing als Beispiel
Fahre Dein Wunschmotorrad ohne Kapitalbindung und Kopfzerbrechen. Unsere Leasingangebote bieten Dir Fahrfreude, die sich durch nichts ausbremsen lässt - zu absolut fairen Konditionen. Ganz gleich, ob Du Dein BMW Motorrad geschäftlich oder privat nutzt. Wir ermöglichen Dir einen unkomplizierten und direkten Start mit Deiner Traummaschine. Dank einer Leasinglösung von BMW Financial Services bleiben keine Wünsche offen: Du zahlst allein für die effektive Fahrzeugnutzung und am Ende der Laufzeit hast Du die Gelegenheit, wieder auf eine BMW der neuesten Generation zu steigen. Lebe Deine Leidenschaft. Ein BMW Motorrad öffnet Dir dabei eine ganze Welt voller Möglichkeiten. Den Spielraum für Deine Erlebnisse gibt Dir BMW Motorrad Leasing. Lege einfach die Höhe der monatlichen Leasingraten nach Deinen wirtschaftlichen Überlegungen fest. Komibiniere Vertragslaufzeit, Kilometerleistung und, falls gewünscht, eine Leasingsonderzahlung so miteinander, dass alles für Dich passt. Damit fährst Du Dein Wunschmotorrad - samt Zubehör - zu fest kalkulierbaren, niedrigen Raten. Das erspart Dir die Kapitalbindung und gibt Dir die Möglichkeit, eine größere Maschine anzuschaffen - selbstverständlich zu attraktiven Konditionen und ohne Wiederverkaufsrisiko. Dein BMW Motorrad Partner berät Dich gerne ausführlich und macht Dir ein individuelles Angebot.
Nach Ablauf der Leasingzeit kannst Du als Privatkunde Dein BMW Motorrad auf Wunsch zum bereits bei Vertragsbeginn kalkulierten und festgelegten Restwert erwerben. Mit einer vorausschauenden Bank hast Du jede Situation im Griff. Selbst wenn der schlimmste Fall eintritt: Totalverlust Deines BMW Motorrads durch Diebstahl oder Unfall. In solchen Situationen ist eine solide GAP-Deckung gefragt. Bei BMW Financial Services ist diese mit Leasing Extra bereits in Deinem Leasingvertrag eingeparkt. Ein Totalverlust der Lieblingsmaschine trifft wohl jeden leidenschaftlichen Biker schon schwer genug. Normalerweise bringen solche Fälle auch noch wirtschaftliche Nachteile mit sich. Mit Leasing Extra kannst Du in diesem Punkt befreit aufatmen. Denn BMW Financial Services übernimmt diese Differenz für Dich. Fahrgefühl erleben und das mit Sicherheit im Rücken.
Weitere Aspekte beim Leasing
Es ist üblich, dass bei finanzierten Autos der Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) bei der Bank bleibt, bis die Kreditnehmerin oder der Kreditnehmer die Schlussrate gezahlt hat. Jedoch verzichten einige Banken auf die Hinterlegung des Fahrzeugbriefs als Sicherheit und überlassen ihn der Fahrzeughalterin oder dem Fahrzeughalter. So kann die Käuferin oder der Käufer das Fahrzeug während der Kreditlaufzeit verkaufen. Außerdem muss die Bank den Brief nicht an die Zulassungsstelle schicken, falls die Käuferin oder der Käufer umzieht. Ob Banken den Fahrzeugbrief als Sicherheit einbehalten, hängt von den Vereinbarungen im Kreditvertrag ab, die wiederum z. B.
Die Leasingnehmerin oder der Leasingnehmer muss meist Inspektionen und Wartungen gemäß den Herstellervorgaben durchführen lassen und bezahlen. Oftmals gibt es eine Bindung an Vertragswerkstätten. Die Kosten für Reifenwechsel, Versicherung und TÜV trägt ebenfalls die Fahrerin oder der Fahrer des Wagens.
Alternativen zum Leasing
Leasing ist eine beliebte Möglichkeit, sich ein Fahrzeug zu kaufen. Neben dieser Variante gibt es noch andere Alternativen, wie den Barkauf oder eine Finanzierung. Alle drei Modelle haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, die es zu untersuchen gilt. Der Fokus liegt jedoch in diesem Artikel auf dem Leasingmodell. Dennoch werden im Einführungskapitel zunächst die Grundlagen der unterschiedlichen Kaufmöglichkeiten dargelegt, bevor im eigentlichen Text das Konzept des Leasings eingehender erläutert wird.
Barkauf
Diese Variante gehört zu den beliebtesten, da durch den direkten Kauf keine Zinsen bezahlt werden müssen. Darüber hinaus hat der Motorradhalter eine uneingeschränkte Verfügung über das Fahrzeug, was ihm beim Leasing nicht vorbehalten ist. Zinsen oder weitere zusätzliche Kosten, die bei einer Finanzierung anfallen, sind bei einem direkten Kauf nicht von Belang. Hochzurechnen gilt es jedoch, wenn ein Konto aufgelöst werden muss, um den Barkauf stemmen zu können. Denn in diesem Fall verzichtet der Käufer auf die Zinsen, die durch das Sparen erwirtschaftet werden können. Des Weiteren ist es wichtig, etwas Geld aufzuheben, um unvorhersehbare Anschaffungen zahlen zu können. Wie beim Barkauf auch, verfügt der Käufer schlussendlich über das Motorrad.
Finanzierung
Das heißt, ist die Finanzierung abgeschlossen, so geht das Fahrzeug in den Besitz des Fahrers über. Dies ist ein großer Unterschied zum Leasing, bei welchem das Motorrad aufgrund einer Gebrauchsüberlassung zunächst nicht dem Fahrer gehört. Insgesamt kann zwischen unterschiedlichen Finanzierungsarten unterschieden werden. Bei vielen Fahrzeugen gibt es die Möglichkeit, den Kredit entweder über einen Hersteller-oder über eine außenstehende Bank aufzunehmen. Beide Alternativen haben Vor- und Nachteile. Welt.de bietet weiterführende Informationen, die die Kreditaufnahme bei einem Motorrad näher erläutern.
Leasing als Betriebsausgabe
Die dritte Variante lohnt sich besonders bei Fahrzeugen, die als Betriebsausgaben deklariert werden können. Hierfür muss der Motorradhalter beim Finanzamt eine betriebliche Nutzung des Fahrzeugs erwirken. Dies ist beispielsweise bei Kurierfahrzeugen möglich. Darüber hinaus ist von Vorteil, dass nach Ablauf des Vertrags immer ein neues Modell gefahren werden kann und, dass die monatlichen Raten zum Teil niedriger sind als die regelmäßige Tilgung des Kredits. Darüber hinaus müssen die Fahrzeuge im Anschluss nicht verkauft werden, wenn der Vertrag ausläuft. Im Gegenteil, der Fahrzeughalter hat die Möglichkeit zu wählen, ob das Fahrzeug aufgekauft oder abgegeben werden soll.
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