Die Wahl der richtigen Motorradlederjacke ist für jede Bikerin von entscheidender Bedeutung. Sie soll nicht nur gut aussehen, sondern vor allem Schutz und Komfort bieten. In diesem Artikel werden verschiedene Motorradlederjacken für Damen vorgestellt und miteinander verglichen, um die Auswahl zu erleichtern.
Praxistest: Eleveit Strade Lederjacke für Damen
Die Motorradlederjacke für Damen von der italienischen Marke Eleveit präsentiert sich in einem figurbetonten Schnitt aus geschmeidigem Leder. Ein Praxistest soll zeigen, ob sie auf dem Motorrad überzeugen kann.
Die Eleveit Strade für Damen ist aus einem Millimeter dickem Rindsleder genäht, das sich schon zu Beginn so geschmeidig anfühlt, als ob die Jacke bereits perfekt eingetragen wurde. Von der Größe darf man sich nicht täuschen lassen - die italienische Damenkonfektionsgröße 40 beispielsweise entspricht einer deutschen 34. Wer um die Hüfte auf deutlich mehr als 86 Zentimeter kommt, dürfte am Reißverschluss in Größe 40 (italienische Größe) scheitern. Da bleiben die Laschen zum Verstellen des unteren Bunds nur Zierde.
Im Brust-, Schulter- und Armbereich ist die Jacke ebenfalls figurbetont geschnitten, zwickt aber an keiner Stelle, was auch am sehr weichen Futterstoff liegt. Am Kragen schließt zusätzlich zum Reißverschluss noch eine Lasche mit Druckknopf, der nur eine Weite zulässt. Auch an den Armbündchen schließen Reißverschlüsse und Druckknöpfe, die in der Weite nicht variabel sind.
Wattierte und herausnehmbare Weste
Die Lederjacke ist komplett schwarz - bis auf jeweils einen dunkelgrauen Reflektorstreifen im Oberarmbereich. Im Bereich des Rückens wäre eine Reflektorfläche für die bessere Sichtbarkeit ebenfalls sinnvoll gewesen. Sinnvoll und erfreulich praktikabel ist hingegen die wattierte Weste auf der Innenseite. Per Reißverschluss und zwei Knöpfen ist sie schnell eingesetzt oder herausgetrennt und schützt bei den Frühlingstouren vor dem noch etwas kühlen Fahrtwind.
Auch das überlappende Leder unterhalb des Hauptreisverschlusses sorgt dafür, dass der Fahrtwind etwas gebremst wird. Sowohl die Weste als auch das Futter warten mit jeweils zwei Innentaschen auf, die per Klettverschluss dicht gemacht werden. Der Hersteller spricht hier zwar von "wasserdicht", über einen kleinen Schauer hinaus würden wir das allerdings nicht strapazieren wollen. Aber ausgiebige Regentouren sind in Lederbekleidung sowieso kein großer Spaß.
Die beiden Taschen außen an der Vorderseite sichern kleines und flaches Transportgut per Reißverschluss. Klein und flach deshalb, weil die Jacke sehr figurbetont geschnitten ist und Gegenstände in den Taschen auftragen können.
Sicherheit und Komfort
Belüftungsschlitze kann die Eleveit Strade leider nicht vorweisen, hier lag der Fokus wahrscheinlich auf der puristischen Optik einer klassischen schwarzen Lederjacke. Dafür sind die Reißverschlüsse auch mit Handschuhen sehr gut zu bedienen - im Unterarmbereich dank ausreichend großer Laschen, der große Reißverschluss an der Vorderseite ist hingegen mit einem Lederriemen versehen.
Im Schulter- und Ellenbogenbereich ist die Lederjacke mit Protektoren der Prüfnorm CE EN 1621-1 ausgestattet. Im Fach für den Rückenprotektor bietet der Lieferumfang leider nur einen Platzhalter aus Schaumstoff. Den bitte - auch bei allen anderen Motorradjacken, auf die das zutrifft - unbedingt gegen einen ordentlichen Rückenprotektor (Prüfnorm CE EN 1621-2) austauschen.
Im Falle der Eleveit Strade muss das ein verhältnismäßig kurzer und schmaler Protektor sein, da die Innentasche am Rücken nicht gerade üppig dimensioniert ist. Noch besser ist es natürlich, wenn ihr einen für euch passenden Rückenprotektor zum Umschnallen habt, den ihr unter der Jacke tragen könnt.
Die Motorrad-Lederjacke kostet um 299,99 Euro und ist in den Größen 40 bis 50 erhältlich, was den deutschen Konfektionsgrößen 34 bis 44 entspricht. Außerdem gibt es die Eleveit Strade auch für Herren, und zwar in den Größen 46 bis 60. Bei den Herren ist es mit der Umrechnung in deutsche Konfektionsgrößen noch weniger einheitlich als bei den Damen, von einer Größe kleiner könnt ihr aber sicher ausgehen.
Motorradjacken Damen Vergleich 2025: Die Besten im Überblick
Im Folgenden werden einige der besten Motorradjacken für Damen im Vergleich vorgestellt, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Shima OPENAIR
Die Shima OPENAIR überzeugt mit ihrem geringen Eigengewicht und der atmungsaktiven Funktionalität. Eine wasserdichte Innentasche bietet zusätzlichen Komfort. Sie ist sowohl für den Alltag als auch für längere Touren geeignet und wird uneingeschränkt empfohlen.
- Vorteile: Atmungsaktiv, wasserdichte Innentasche, geringes Eigengewicht
- Nachteile: Nicht kombinationsgeeignet
Shima Jet Lady
Die Jet Lady von Shima punktet mit langlebigen Gewebeverstärkungen an Schultern und Ellbogen sowie luftdurchlässigen Netzeinsätzen, die einen hohen Tragekomfort garantieren. Sie ist mit Protektoren an Schultern, Rücken und Ellenbogen ausgestattet und verfügt über eine herausnehmbare wasserdichte Membran.
- Vorteile: Zusätzliche Hüftweitenverstellung per Klettverschluss, Außenseite wasserdichte Membran, große Belüftungspaneele
- Nachteile: Fällt vergleichsweise klein aus
Urban Leather 58 LADIES
Die Urban Leather 58 LADIES wird für ihre hochwertige Verarbeitung und ihr zeitloses Design empfohlen. Besonders beeindruckend ist der hohe Tragekomfort. Die Jacke ist aus reißfestem Lammleder gefertigt und verfügt über entnehmbare Protektoren für Rücken, Brust und Ellbogen sowie ein Thermofutter.
- Vorteile: Herausnehmbare Protektoren, Jackenbreite verstellbar, verschleißfest
- Nachteile: Relativ kleine Passform
Shima Winchester 2.0
Die Motorradjacke Winchester von Shima ist sowohl für Damen als auch für Herren erhältlich und bietet einen hohen Kragen zum Schutz vor Auskühlung. Sie ist ebenfalls in Übergrößen erhältlich und bietet erhöhten Schutz durch Protektoren. Zahlreiche Taschen sorgen für viel Stauraum.
- Vorteile: Mit drei Außentaschen, wasserdichte Innentasche, atmungsaktiv
- Nachteile: Nicht kombinationsgeeignet
Jet Damen Motorradjacke Elektra
Die Damen Motorradjacke Elektra von Jet ist zu 100 % wasserdicht und atmungsaktiv. Sie verfügt über Ellbogenprotektoren und abnehmbare Schulterprotektoren und ist zudem CE-geprüft. Besonders hervorzuheben ist ihr angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Vorteile: Inklusive Thermofutter, atmungsaktive Konstruktion mit Aqua Dry-Technologie, abnehmbare Schulterprotektoren
- Nachteile: Nicht kombinationsgeeignet
Heyberry 7999W
Die Damen-Motorradjacke Heyberry-7999W bringt alles mit, was für eine Bikerin wichtig ist. Sie ist wind- und wasserdicht und dabei atmungsaktiv. CE-zertifizierte Schulter- und Ellbogenprotektoren verstärken die Jacke an den entscheidenden Körperpartien. Als besonders angenehm empfinden wir das praktische herausnehmbare Thermoinnenfutter. Insgesamt gesehen eine gute Kombination.
- Vorteile: CE-zertifizierte Schulter- und Ellbogenprotektoren, winddicht, atmungsaktiv, wasserdicht
- Nachteile: Verarbeitung vergleichsweise minderwertig
HEYBERRY Damen Motorrad Jacke
Die Heyberry-Damen Motorrad Jacke hat uns insbesondere aufgrund der guten Zirkulation überzeugt. Im Vergleich zu anderen Motorradjacken ist die Ärmelweite regulierbar. Außerdem ist die Jacke wasser- und winddicht.
- Vorteile: Gute Zirkulation, Ärmelweite regulierbar, winddicht, wasserdicht
- Nachteile: Verarbeitung vergleichsweise minderwertig
Modeka Clarke Damen Motorradjacke
Die Modeka Clarke Damen-Motorradjacke erfüllt die grundlegenden Erwartungen, welche man an eine Motorradjacke stellt. Sie ist sowohl wind- als auch wasserdicht. Die Kapuze ist abnehmbar und die Jacke mit einem Thermofutter versehen. Nachträglich kann die Jacke mit einem Rückenprotektor aufgerüstet werden.
Leder-Textil-Motorradjacken im Test
Eine interessante Alternative zu reinen Lederjacken sind Leder-Textil-Kombinationen. Diese vereinen die Vorteile beider Materialien und bieten sowohl Schutz als auch Komfort. Im Folgenden werden einige Modelle vorgestellt, die in Tests überzeugt haben.
Testsieger: Rev’it Mantis
Die Rev’it Mantis ist eine sehr gelungene Sportjacke, die dank Mesh-Gewebe selbst bei heißem Wetter funktioniert. Auch Kälte und Nässe kann sie gut ab.
- Vorteile: Knackiger und gut definierter Sitz, sehr angenehmes Futter, entnehmbare Klimamembran
- Nachteile: Niedriger Kragen ohne Verstellmöglichkeit, keine Weitenverstellung am Ärmelende
Material-Kombination: Dank Mesh bei Bedarf luftig und bequem, dank Leder trotzdem abriebfest.
Testsieger: Rukka Melfort
Die Rukka Melfort zeigt sich als vollausgestattete Tourenjacke mit Adventure-Ambitionen, lediglich bei zu viel Hitze kommen die großzügigen Belüftungsöffnungen irgendwann an ihre Grenzen.
- Vorteile: Tadellose Verarbeitung, hoher Kragen, Gore-Tex-Z-Liner-Membrane im Oberstoff
- Nachteile: Kragenweitenverstellung könnte noch flexibler sein, mit Abstand die schwerste Jacke im Test, nur wenig Stretchanteil
Material-Kombination: Größtenteils Textil, Leder an gefährdeten Stellen und aus optischen Gründen.
Kauftipp: Büse Ferno
Die Ferno ist eine sehr komfortable und auf Sicherheit bedachte Leder-/Textiljacke. In der Praxis überzeugt sie durch klare Machart und gute Bedienung. Toll ist außerdem die Variantenvielfalt, auch eine passende Hose bietet Büse.
- Vorteile: Angenehme Passform, hoher Tragekomfort, passend dimensionierte Weitenverstellungen
- Nachteile: Kragen und Klettriegel recht tief, minimale Verarbeitungsmängel, Zipper etwas klein
Material-Kombination: Lederbesatz an allen wichtigen Stellen, selbst Brust-, Nacken- und Steißbereich, dazu Textilflächen mit Lüftungsöffnungen.
Weitere getestete Modelle
- Trilobite All Ride
- Bogotto Explorer-Z
- Bogotto Tek-M
- Course Boomer
- Dainese Super Rider D-Dry
- Held Jester
- iXS Tour LT ST
- Rebelhorn Vandal Air
- Richa Terminator
Weitere Empfehlungen
Neben den bereits genannten Modellen gibt es noch weitere empfehlenswerte Motorradlederjacken für Damen.
- Vanucci ART XIX
- Rukka Aramen
- iXS Classic LD Cruiser
- Spidi Garage
- Spidi Vintage
- Rukka Blockrace-R
- Dainese Atlas
- Modeka Wing
- Spidi Genesis
- Modeka Valyant
- Held Summer Ride II
- Bogotto Radic
- Segura Dorian
- Spidi Roar
- Black-Cafe London Gorgan II
- Bogotto Frisco
Materialübersicht
Hier ist eine Tabelle mit einer Übersicht über die Materialien, Futter und Protektoren einiger der genannten Jacken:
| Modell | Material | Futter | Protektoren | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Shima OPENAIR | Polyester | Netzinnenfutter | Schultern, Rücken, Ellenbogen | Atmungsaktiv, wasserdichte Innentasche |
| Shima Jet Lady | Keine Herstellerangabe | Netzinnenfutter | Schultern, Rücken, Ellenbogen | Zusätzliche Hüftweitenverstellung |
| Urban Leather 58 LADIES | Lammleder | Thermofutter | Schultern, Rücken, Ellenbogen | Herausnehmbare Protektoren |
| Jet Damen Motorradjacke Elektra | Keine Angabe | Thermofutter | Schultern, Ellenbogen | Inkl. Thermofutter, abnehmbare Schulterprotektoren |
| Heyberry 7999W | Maxdura (= Cordura) | Thermofutter | Schultern, Ellenbogen | CE-zertifizierte Schulter- und Ellbogenprotektoren |
| HEYBERRY Damen Motorrad Jacke | Cordura | Thermofutter | Schultern, Ellenbogen, Rücken | Gute Zirkulation, Ärmelweite regulierbar |
| Modeka Clarke Damen Motorradjacke | Polyester | Thermofutter | Schultern, Ellenbogen | Abnehmbare Kapuze |
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