Motorradfahrer sind den Elementen und dem Risiko von Stürzen stärker ausgesetzt als Autoinsassen. Daher ist die richtige Schutzkleidung unerlässlich. Neben dem Helm gehören dazu auch Motorradhosen, wobei leichtere Varianten wie Protektorenhosen eine flexible Alternative darstellen.
Was sind Protektorenhosen?
Protektorenhosen ähneln oft Leggings und bestehen aus elastischen Materialien wie Polyester oder Elasthan. Sie passen sich gut an die Körperform an, weshalb die richtige Größe entscheidend ist, um den korrekten Sitz der Protektoren zu gewährleisten.
Anders als bei anderen Motorradhosen spielt das Geschlecht beim Kauf zunächst keine Rolle. Die Hersteller bieten die Protektorenhosen in der Regel als Unisex-Modelle an. Hintergrund ist die Machart: Wenn Sie eine Protektorenhose einem Test unterziehen wollen, werden Sie sich vermutlich an Leggings errinert fühlen. Sie bestehen häufig aus Polyester oder Elasthan und können sich so an jede Körperform anpassen.
Wichtig ist allerdings, dass Sie die richtige Größe für sich wählen. Die richtige Größe ist vor allem deshalb wichtig, weil nur so gewährleistet werden kann, dass die Protektoren an der richtigen Stelle sitzen - und dabei auch nicht verrutschen können.
Verschiedene Arten von Protektorenhosen
Es gibt verschiedene Ausführungen von Protektorenhosen:
- Leggings-ähnliche Modelle: Diese sind oft leicht und atmungsaktiv und eignen sich für diverse Sportarten.
- Robuste Modelle: Diese sind mit strapazierfähigem Oberstoff oder Leder verstärkt.
- Kurze Protektorenhosen: Sie schützen Gesäß, Steiß und Oberschenkel, bieten aber keinen Schutz für Knie und Unterschenkel.
Je nach Modell, Länge und Material kann der Kauf einer Protektorenhose mit 20 Euro oder auch dreistelligen Beträgen zu Buche schlagen.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Nicht jede Protektorenhose ist für alle Sportarten geeignet. Motorradfahrer benötigen umfassenderen Schutz, während Radfahrer mehr Beinfreiheit benötigen. Beim Sturz mit einem Motorrad wirken regelmäßig weit stärkere Kräfte auf den Körper ein als beim Radfahren oder Inline-Skaten.
Motorrad Leggings im Test: Alpinestars Banshee
Die Motorradleggings Banshee von Alpinestars wurde im Frühjahr bis Sommer 2021 auf Motorradtouren und beim Off-Road-Training getestet. Besonders auffällig sind der hohe Bund mit Gürtelschlaufen und die Knieprotektoren. Jedoch sollte beachtet werden, dass die Hüftprotektoren-Taschen nur mit Schaumstoff-Platzhaltern gefüllt sind, die vor dem ersten Tragen ausgetauscht werden müssen.
Die Hose sitzt perfekt, sobald man sie angezogen hat, auch wenn der Einstieg etwas mühsam sein kann. Sie ist komfortabel für den Weg zur Arbeit und Treffen mit Freunden, wobei sie nicht wie eine typische Motorradhose aussieht.
Bei längeren Überland-Touren zeigte sich, dass das dünnere Material im Schrittbereich bei kühleren Temperaturen schnell auskühlt. Kurze Regenschauer sind kein Problem, aber bei Dauerregen ist eine Regenkombi ratsam.
Bei sommerlichen Temperaturen über 28 Grad kann die Leggings zu warm werden. Die Reinigung in der Waschmaschine bei 40 Grad mit Feinwaschmittel verlief problemlos.
Vor- und Nachteile der Alpinestars Banshee:
- Pro: Powerstretch an den Knien, pflegeleicht
- Kontra: Dünnes Material im Schritt, Platzhalter in den Hüftprotektoren-Taschen
Weitere getestete Motorrad Leggings
Neben der Alpinestars Banshee wurden weitere Motorrad Leggings getestet, darunter:
- Büse Grazia Leggins: Edler, glänzender Stoff, komfortabler Einstieg, fällt groß aus (Größe kleiner bestellen).
- Oxford Original Approved Leggings: Besonders luftig, Monolayer-Prinzip (Aramidfasern direkt mit Obermaterial verwebt), elastischer Bund.
- Rukka Melita: Figurbetont, hoher Tragekomfort, breiter Elastikbund, keine Protektoren im Lieferumfang enthalten.
- Trilobite Leggings: Jeans-Look, enger Bund (kann schwierig über die Hüfte zu ziehen sein).
Motorradjeans als Alternative zur Lederkombi
Motorradjeans sind im Alltag eine gute Alternative zur Lederkombi. Welche Vorteile und Nachteile es gibt und welche Marken für große Frauen, kleine Frauen und Frauen mit Lipödem geeignet sind, kannst du hier nachlesen.
Empfehlungen für verschiedene Bedürfnisse
- IXS Classic AR Moto: Geeignet für alltägliche Fahrten zur Arbeit oder ins Café.
- Motoqueen Musketier-Buchse: Vielseitig einsetzbar, besonders geeignet für Lipödem-Mädels (bis Größe 56).
- Motogirl Cargo-Hose Lara: Jogginghose unter den Motorradhosen, ideal für Afterwork-Ausfahrten.
- Büse Moto11: Speziell für Damen mit körpernahem Schnitt, hoher Stretch-Anteil, Kevlar-Innenfutter.
Die passende Größe finden
Die Passform ist entscheidend für Komfort und Sicherheit. Viele Hersteller bieten Kurz- und Langgrößen an. Die Testerinnen L (1,74 m) und K (1,58 m) haben verschiedene Modelle anprobiert, um die Größen zu vergleichen:
| Modell | Testerin L (1,74 m, Gr. 38) | Testerin K (1,58 m, Gr. 36) |
|---|---|---|
| Alpinestars Banshee | M (regulär) passt gut, Langgröße empfehlenswert | S (regulär) passt besser, Kurzgröße zu kurz |
| Büse Grazia Leggins | Langgröße 72 (entspricht Gr. 36) passt wie angegossen | Kurzgröße 19 zu kurz, reguläre Größe 36 wirft Falten |
Es ist ratsam, die Hosen vor dem Kauf anzuprobieren oder die Größentabellen der Hersteller zu beachten.
Verwandte Beiträge:
- Polo Motorradbekleidung: Test, Kollektion & Kaufberatung
- Motorrad Kostüm für Erwachsene: Die besten Outfits für Biker
- Angststreifen Motorrad entfernen: Tipps & Tricks
- Thermo-Unterwäsche Motorrad Herren: Test, Kaufberatung & Modelle - Perfekter Komfort beim Motorradfahren
- Motorrad-Navi Test: Top günstige Modelle, die dich überzeugen werden!
- Mountainbike auf Rechnung kaufen: So einfach gelingt der Kauf ohne Risiko!
Kommentar schreiben