Die Lichtmaschine, auch Generator genannt, ist ein wesentlicher Bestandteil Ihres Motorrads. Sie lädt die Batterie auf und versorgt das Licht sowie andere elektrische Funktionen mit Strom. Wenn die Lichtmaschine defekt ist, kann dies zu verschiedenen Problemen führen.
Symptome eines Defekts der Lichtmaschine
Es gibt mehrere Anzeichen, die auf einen Defekt der Lichtmaschine hindeuten können:
- Ladekontrolllampe leuchtet: Leuchtet die Ladekontrollleuchte im Kombiinstrument bei laufendem Motor, kommt zu wenig oder gar kein Ladestrom der LiMa bei der Batterie an. Im Normalfall leuchtet das Generator- oder Batterie-Symbol nur dann auf, wenn die Zündung (ohne Motor) eingeschaltet ist.
- Schwierigkeiten beim Starten: Erste Hinweise können aber auch Schwierigkeiten beim morgendlichen Start geben: Tut sich der Wagen dabei bereits schwer, obwohl am Vortag eine lange Strecke gefahren wurde und die Batterie eigentlich vollständig geladen sein müsste, sollte man skeptisch werden.
- Batterie entlädt sich schnell: Ist die Lichtmaschine defekt, wird der Strom der Starterbatterie verbraucht, bis sie komplett entladen ist. Das kann, je nach Ladezustand und Anzahl der eingeschalteten Verbraucher, bereits innerhalb weniger Minuten geschehen.
- Probleme mit der Stromversorgung: Zunächst einmal werden viele Funktionen in Ihrem Auto nicht mehr mit Strom versorgt. Grundsätzlich können davon alle elektrischen Geräte im Fahrzeug betroffen sein.
- Geräusche: Einen Lagerschaden verrät ein mahlend-quietschendes Geräusch bei eingeschaltetem Motor, das direkt vom Freilauf an der Lichtmaschine ausgeht. Quietsch- und Schleifgeräusche entstehen gut hörbar beim Starten und weisen relativ zuverlässig auf einen Defekt hin.
- Spannungsschwankungen: Die Elektronik verträgt keine Spannungsschwankungen. Für einen reibungslosen Betrieb ist eine gleichbleibende Spannung notwendig, die im Idealfall zwischen 13,8 und 14,4 Volt liegt.
- Überhitzung: Eine dauerhafte Überhitzung kann am Stator den Isolierlack zerstören und zu Schäden an den Spulenwicklungen führen.
Ursachen für einen Defekt der Lichtmaschine
Obwohl Lichtmaschinen nicht zu den typischen Verschleißteilen gehören, sind Defekte keine Seltenheit. Hier sind einige häufige Ursachen:
- Verschleiß der Kohlebürsten: Oft sind die beiden kleinen Kohlebürsten des Lichtmaschinenreglers abgenutzt (erkennbar an deutlich verkürzten Bürsten).
- Defekter Lichtmaschinenregler: Der Regler ist so aufgebaut, dass er die Generatorspannung auf etwa 14 Volt einpendeln lässt (Lichtmaschinen-Ladespannung), damit die Spannung unter der sogenannten Gasungsspannung der Starterbatterie liegt.
- Defekte Lager: Durch diese Belastung nutzen sich die Lager der Lichtmaschinen-Riemenscheibe - trotz der Freilauffunktion - auf Dauer ab.
- Korrosion oder Defekte an Kabelverbindungen: Die Kabel und Stecker führen von der Lichtmaschine hin zur Batterie und zu den verschiedenen Verbrauchern.
- Defekter Keilriemen: Der Keilriemen ist ein empfindliches Verschleißteil, das ebenso wie Ihre Reifen mit der Zeit durch eine hohe Beanspruchung des Fahrzeugs kaputt gehen kann.
- Kurzschluss oder Unterbrechung der Dioden: Im ersten Fall führt er zu einem zu hohen Ladestrom. Im zweiten Fall schalten die Thyristoren ständig eine oder mehrere der 3 Phasen kurz.
- Defekte Wicklung: Wird die Spule auf dem Strahl der Lichtmaschine zu heiß, dann schmilzt ganz einfach der Isolierlack weg. Sinkt die Leistung der Spule und somit auch der gesamten Lichtmaschine, reicht dann die Leistung nicht mehr für einen störungsfreien Ladebetrieb der Batterie.
Prüfung der Lichtmaschine
Deuten Symptome auf Probleme mit der Lichtmaschine hin, lässt sich die ordnungsgemäße Funktion des Bauteils relativ leicht prüfen.
Spannungsmessung mit Multimeter
Mit einem Multimeter (erhältlich ab etwa 15 Euro) wird die Ladespannung der Lichtmaschine kontrolliert. So gehen Sie dabei vor:
- Spannungsbereich beim Multimeter einstellen (bis 15 oder 20 V).
- Schwarze Klemme mit dem Massepol der Autobatterie verbinden, rote Klemme mit dem Pluspol.
- Bei ausgeschaltetem Motor sollte die Spannung der Autobatterie zwischen 12,2 und 13,6 Volt liegen. Liegt eine deutlich geringere Spannung an, also unter 12 Volt, empfiehlt sich das Aufladen der Batterie mit einem Autobatterieladegerät.
- Nach dem Anlassen des Motors sollte die Ladespannung bei Leerlaufdrehzahl etwa 13,4 bis 14,8 Volt betragen.
- Messung dann bei einer Drehzahl von 4000 U/min wiederholen, Spannung sollte konstant bleiben.
Steigt die Spannung bei eingeschaltetem Motor (nach einigen Sekunden) nicht auf die angegebenen Werte, deutet das auf einen Defekt der Lichtmaschine hin. Steigt die Spannung bei 4000 U/min erkennbar über den bei Leerlauf gemessenen Wert, spricht das für einen Defekt des Lichtmaschinenreglers.
OBD-Diagnose
Zwar lässt sich die Lichtmaschine nicht direkt mit einem OBD2-Diagnosegerät auslesen, jedoch gibt es ein paar Fehlercodes, die im Fehlerspeicher des Fahrzeugs abgelegt werden und auf einen defekten Generator im Auto hinweisen.
Prüfung von Ladestromkreis und Lichtmaschine
Unabhängig von der Bauart lässt sich ähnlich wie bei der Batterie recht einfach prüfen, ob das Ladesystem einwandfrei arbeitet. Dazu wird wieder per Multimeter die Spannung an den Batteriepolen gemessen. Bei laufendem Motor muss sie in der Regel zwischen 13 und 14,7 Volt liegen.
Reparatur und Kosten
Die Instandsetzung können Sie durch Tausch der passenden Teile selbst vornehmen, einen Werkstatt Besuch können Sie dabei vermeiden. Ist der Generator kaputt, bauen Sie diese einfach aus Ihrem Auto aus und können dann selbst reparieren, indem Sie diese einfach mit den günstigen Ersatzteilen aus dem Lima-Shop bestücken.
Eine neue Lichtmaschine kostet je nach Fahrzeug, Generatorleistung und Lichtmaschinenhersteller zwischen 100 und 1200 Euro. Dazu kommen die Kosten für den Einbau, für den in der Regel zwischen 100 und 400 Euro fällig werden. Für eine zeitwertgerechte Reparatur älterer Autos empfehlen sich gebrauchte Austausch-Lichtmaschinen. Die Preise von solchen generalüberholten Lichtmaschinen starten bei etwa 50 Euro.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Man kann sie durch ein teures Originalteil ersetzen - manchmal gibt es günstigen Ersatz im Zubehör -, aber auch der Einbau von Gebrauchtteilen ist eine Option, wobei sich dabei die Frage nach dem Zustand stellt. Sinnvoller und oft kostengünstiger als ein Neuteil ist eine Reparatur durch einen Spezialbetrieb.
Tabellarische Übersicht der Defekte und Symptome
| Defekt | Symptome | Lösung |
|---|---|---|
| Verschlissene Kohlebürsten | Ladekontrollleuchte brennt, Batterie wird nicht geladen | Bürsten oder Regler erneuern |
| Defekter Lichtmaschinenregler | Batterie wird heiß (Überladung), Batterie schwach (keine Ladung), Ladekontrollleuchte wird bei steigender Drehzahl heller, Leuchtmittel brennen durch | Lichtmaschinenregler ersetzen |
| Defekte Lager | Geräuschentwicklung aus dem Riemenantrieb (Pfeifen, Mahlen), Batterie wird nicht geladen, Ladekontrollleuchte brennt | Riementrieb und Freilauf prüfen und ggf. erneuern |
| Korrosion oder Defekte an Kabelverbindungen | Ladespannung wird nicht erreicht, Differenzspannung zwischen LiMa und Batterie | Leitungen und Anschlüsse überprüfen/ersetzen |
| Keilriemen mit zu wenig Spannung | Ladekontrolllampe flackert, Keilriemen rutscht durch und quietscht dabei | Keilriemen spannen oder ersetzen |
| Kurzschluss oder Unterbrechung der Dioden | Entladung der Batterie im Stand (bei defekter Plus-Diode) | Batterie abklemmen, Lichtmaschine ersetzen oder reparieren |
| Defekte Wicklung | Ladekontrollleuchte brennt, Batterie wird nicht geladen | Lichtmaschine ersetzen oder reparieren |
| Defekter Gleichrichter | Batterie lädt nicht, Kontrollleuchte an | Lichtmaschine ersetzen oder reparieren |
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