Madeira, die Blumeninsel, ist ein attraktives Ziel für Motorradfahrer. Doch wie sind die Erfahrungen wirklich, wenn man auf Madeira ein Motorrad mietet und die Insel erkundet? Dieser Artikel fasst Erfahrungen und gibt Tipps für einen gelungenen Motorradurlaub auf Madeira zusammen.
Erfahrungen von Motorradfahrern auf Madeira
Viele Motorradfahrer berichten von positiven Erfahrungen auf Madeira. Das Straßennetz ist gut ausgebaut, besonders abseits der "Via Expresso". Es gibt unzählige kurvenreiche Straßen, die sich ideal für eine Mittelklasse-Reiseenduro eignen. Motorradfahren ist auf Madeira das ganze Jahr über möglich.
Einige Reisende empfehlen, ein Motorrad als besonderes Transportmittel für Wanderungen und sonstige Erkundigungen zu nutzen. Allerdings sollte man bedenken, ob dies mit der Ausrüstung sinnvoll ist.
Es gibt jedoch auch kritische Stimmen. Einige Fahrer bemängeln, dass die "freien" Strecken begrenzt sind und es viele Streusiedlungen gibt. Oft geht es im Wald nach oben, und nur das letzte Stück zur Hochebene ist offen. Dort können dann Kühe und Wanderer den Weg kreuzen.
Einige Nutzer merken an, dass viele Strecken durch Tunnel führen, was für Motorradfahrer weniger Spaß macht. Im Wagen fahre ich auf Madeira meist mit Umluft, zumindest in den zahlreichen Tunneln. Es gibt aber auch die Möglichkeit, viele Tunnel zu umfahren, was zwar länger dauert, aber dafür mehr von der Landschaft zeigt.
Empfehlungen für Motorrad und Ausrüstung
Für Madeira empfehlen viele eine Mittelklasse-Reiseenduro, wie z.B. eine Yamaha Tenere 700 oder eine Honda NC750. Eine schwere Maschine wie eine 1250 GS kann kontraproduktiv sein. Wichtig ist ein tiefer Schwerpunkt und ausreichend Hubraum, um am Berg gut anfahren zu können. Wer alleine unterwegs ist, kann auch eine 500er Honda in Betracht ziehen.
Roller sind eher ungeeignet, wenn man die Insel erkunden und durch die Berge fahren möchte. Eine 250er sollte es meiner Meinung nach schon sein, wenn man zu zweit unterwegs ist. Nach eigenen Erfahrungen ist die Leistung eines 125-ers ausreichend, wenn die Berganfahrt nicht zu steil und auch nicht zu lang ist. In den Bergen auf Madeira stößt man mit einem Roller an seine Grenzen.
Straßenverhältnisse auf Madeira
Oft ist die nördliche Inselhälfte regnerisch, was die Straßenverhältnisse erschwert. Das Felsengestein ist locker, und es liegen oft kleine oder große Steine auf der Fahrbahn, besonders nach Starkregen und Wind. Die Straßen können steil sein, mit Steigungen von bis zu 42%. Anfahren und Abbiegen an solchen Steigungen erfordert Übung.
Einige der alten, schönen Strecken, wie z.B. der Encumeada-Pass, sind durch den Bau von Tunneln obsolet geworden.
Tipps zur Anmietung eines Motorrads
Bei der Anmietung eines Motorrads auf Madeira gibt es einiges zu beachten:
- Führerschein: Für Motorräder bis 125 ccm reicht ein europäischer Führerschein Typ B, der seit mehr als drei Jahren gültig ist. Nicht-EU-Bürger benötigen eine entsprechende Lizenz aus ihrem Heimatland, idealerweise mit internationalem Führerschein.
- Versicherung: Alle Motorräder haben eine Haftpflichtversicherung. Viele Vermieter bieten auch Koffer und Topcase an, entweder inklusive oder gegen Aufpreis.
- Zustand der Motorräder: Achten Sie auf den technischen Zustand der Motorräder. Eine Probefahrt ist ratsam, um sicherzustellen, dass Bremsen und andere wichtige Komponenten einwandfrei funktionieren.
- Kaution: Bei Vertragsunterzeichnung wird in der Regel eine Kaution von der Kreditkarte abgebucht. Stellen Sie sicher, dass Sie eine Kreditkarte (Visa oder MasterCard) besitzen.
Empfehlenswerte Vermieter
Einige Vermieter, die von Reisenden empfohlen werden, sind:
- Moto Rent Vivemadeira: Bietet eine gute Auswahl an Motorrädern und einen unkomplizierten Service.
- Magos Bike (ehemals Ekki von der Waterkant): Wurde in der Vergangenheit positiv erwähnt, aber es ist zu beachten, dass sich die Situation nach dem Ausscheiden von Ekki geändert haben könnte.
Es ist ratsam, vorab online zu recherchieren und Preise zu vergleichen, um das passende Angebot zu finden.
Sehenswürdigkeiten auf Madeira mit dem Motorrad erkunden
Mit dem Motorrad lassen sich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Madeiras gut erreichen. Hier einige Vorschläge:
- Funchal: Die Hauptstadt mit ihren Obst- und Gemüsemärkten, Parks und Gärten.
- Santa Maria Straße: Bekannt für ihre "offenen Türen Kunst".
- Monte: Mit herrlichem Blick auf die Stadt und der Kirche Unserer Lieben Frau vom Berg.
- La Fajã dos Padres: Ein Strand am Fuße einer Klippe mit einem Restaurant.
- Cabo Girão: Das höchste Kap Europas mit einem Aussichtspunkt.
- Paúl da Serra, Ribeira da Janela, Porto Moniz, São Vicente: Fantastische Landschaften, Aussichtspunkte und Wasserfälle.
- Porto Moniz: Natürliche Pools.
- Levadas: Über 2.500 km lange Wasserkanäle, die durch die Insel führen.
Zusätzliche Tipps für Motorradfahrer auf Madeira
- Verkehrsregeln: Auf Madeira herrscht Rechtsverkehr. Das Tempolimit beträgt in Städten 40-50 km/h, außerhalb 90 km/h. Die Helmpflicht ist obligatorisch, und das Fahren unter Alkoholeinfluss ist verboten.
- Parken: Das Parken ist in städtischen Gebieten oft auf dem Bürgersteig erlaubt, solange genügend Platz für Fußgänger bleibt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Motorradfahren auf Madeira ein unvergessliches Erlebnis sein kann, wenn man die Straßenverhältnisse und die richtige Ausrüstung berücksichtigt. Mit guter Planung und Vorbereitung steht einem gelungenen Motorradurlaub auf der Blumeninsel nichts im Wege.
Tabelle: Empfohlene Motorradtypen für Madeira
| Motorradtyp | Empfehlung |
|---|---|
| Mittelklasse-Reiseenduro | Ideal für kurvenreiche Strecken und hügeliges Gelände (z.B. Yamaha Tenere 700, Honda NC750) |
| Leichtere Enduro | Geeignet für Solofahrer (z.B. Honda 500) |
| 250er Motorrad | Empfehlenswert für Fahrten zu zweit |
| Roller | Weniger geeignet für Bergfahrten, eher für kurze Strecken in der Stadt |
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