Die stärksten Motorräder: Eine Übersicht der PS-Giganten

Wenn man an starke Serienmotorräder denkt, fallen einem nicht zu Unrecht Marken wie BMW, Yamaha, Suzuki oder Kawasaki ein. Es ist noch nicht lange her, da waren 200 PS ein üppiges Leistungsformat für sportliche Autos. Mittlerweile sind einige zusätzliche Pferdestärken nötig, wenn man in der Oberliga der stärksten Motorräder mitspielen will.

Die heißesten der heißen Einspurfeger bieten sogar deutlich weniger Kilogramm im Vergleich zur Leistung, weshalb in diesem Segment intelligente Regelelektronik unverzichtbar geworden ist. In den Top 5 dominieren Modelle einer Nation.

Top-Motorräder mit extremer Leistung

Hier ist eine Übersicht der Top-Motorräder, die in Sachen Leistung neue Maßstäbe setzen:

  1. Bimota Tesi H2: Mit dem Motor der Kawasaki H2 schießt Bimota mit der Tesi H2 und 231 PS den Vogel ab.
  2. Honda CBR 1000 RR-R Fireblade: In die Phalanx italienischer Heißsporne hat es ein waschechter Japaner geschafft: Hondas Neuauflage der legendären Fireblade fährt mit 218 PS auf Platz 2 vor.
  3. Aprilia RSV4 1100: Aprilias RSV4 1100 bewegt sich bei Preis, Leistung und Gewicht auf nahezu gleichem Niveau wie die Panigale V4.
  4. Ducati Panigale V4: Die Ducati Panigale V4 S hat ein sagenhaftes Leistungsgewicht von 0,92 Kilogramm pro PS.
  5. MV Agusta Brutale 1000 RS: Teuer und schnell, die MV Agusta Brutale 1000 RS mit 208 PS und über 300 km/h in der Spitze.

Detaillierte Betrachtung der Top-Modelle

Platz 5 - MV Agusta Brutale 1000 RS

Bei der MV Agusta Brutale 1000 RS bleibt auch 2022 der Modellname Programm. Der muskelbepackte Klassiker der italienischen Kultmarke bietet stolze 208 PS, die ein Einliter-Reihenvierzylinder entfesselt. Die geballte Kraft dürfte nicht nur den 200er-Hinterreifen mächtig unter Druck setzen, sondern außerdem beim Fahrer für lange Arme und einen Stiernacken sorgen, denn auf der Brutale ist man dank fehlender Verkleidung dem Sturm des Fahrtwindes schutzlos ausgesetzt.

Mit fahrbereit 208 Kilogramm bietet das Flaggschiff von MV Agusta ein Leistungsgewicht von exakt einem Kilogramm pro PS. Entsprechend stürmt das Naked Bike in knapp acht Sekunden auf 200 km/h, maximal sollen über 300 km/h möglich sein. Rund 25.000 Euro kostet der Spaß.

Platz 4 - Ducati Panigale V4

216 PS heißt die stolze Leistungsansage des sportlichsten Modells aus dem Hause Ducati. Der rote Renner bringt fahrfertig 199 Kilogramm auf die Waage, womit das Leistungsgewicht auf 0,92 Kilogramm pro PS sinkt. Damit das extrastarke Leichtgewicht am Boden bleibt, hat Ducati ein ausgeklügeltes Aerodynamiksystem entwickelt. Auch hier sind über 300 km/h möglich.

Allerdings macht Ducati offiziell keine Angaben zur Höchstgeschwindigkeit, der digitale Tacho zeigt übrigens jenseits von 299 km/h nur noch Striche an. Dass mehr geht, zeigt ein Youtube-Video, in dem eine V4S mit Akrapovic-Auspuffanlage und entsperrter Tachoanzeige 329 km/h erreicht. Die Preise für die Baureihe starten bei 23.000 Euro.

Platz 3 - Aprilia RSV4 1100

Aprilias RSV4 1100 bewegt sich bei Preis, Leistung und Gewicht auf nahezu gleichem Niveau wie die Panigale V4. Genau genommen treffen hier 202 Kilogramm auf 217 PS, was einem Leistungsgewicht von 0,93 kg/PS entspricht. 305 km/h soll der mindestens 21.690 Euro teure Supersportler damit erreichen.

Platz 2 - Honda CBR 1000 RR-R Fireblade

In die Phalanx italienischer Heißsporne hat es ein waschechter Japaner geschafft: Hondas Neuauflage der legendären Fireblade fährt mit 218 PS auf Platz 2 vor. Damit erreicht die Nippon-Rakete ein Leistungsgewicht von 0,92, was dem Niveau der Panigale V4 entspricht. Auch hier sind locker mehr als 300 km/h möglich, was Youtube-Videos belegen. Offiziell setzt Honda das Limit bei 299 km/h. Ab dieser Marke sind die Gänge fünf und sechs entsprechend drehzahlbegrenzt.

Platz 1 - Bimota Tesi H2

Japanisch oder italienisch? Bei der Bimota Tesi H2 könnte man sich über die Herkunft streiten. Ziemlich eindeutig belegt sie mit 231 PS dafür Platz 1 in diesem Ranking. Möglich macht den PS-Reigen ein Motor des japanischen Herstellers Kawasaki, der 2019 bei Bimota eingestiegen ist.

Den potenten Kompressor-Vierzylinder haben die Italiener in etwas eigenwilliger Weise verpackt und das Bike zudem noch mit einem sehr speziellen Fahrwerk ausgestattet. Die Couture à la Bimota hat einen stolzen Preis von 64.000 Euro. Trotz der höchsten Leistung bietet die Tesi mit 1,01 kg/PS das schlechteste Leistungsgewicht, da hier 231 PS auf 234 Kilogramm treffen.

Weitere bemerkenswerte Modelle

Neben den Top 5 gibt es noch weitere Motorräder, die in der Liga der PS-starken Maschinen mitspielen:

  • Kawasaki Ninja H2R: Dieses Modell ist bekannt für seine extreme Leistung und den Kompressor-Motor. Die Ninja H2R verfügt über einen schwarzen Hochglanz-Chromlack, der von Kawasaki spezifisch für den Motorradeinsatz entwickelt wurde. Die dem Kompressor zugeführte Luft gelangt über zwei Ram-Air-Einlässe in der oberen Verkleidung. Für die Nutzung des River Mark auf der Ninja H2R wurde eine Sondergenehmigung eingeholt.
  • BMW M 1000 RR: Die BMW M 1000 RR 2023 hebt sich durch ihre beeindruckende Leistung von 212 PS hervor.
  • Ducati Superleggera V4: Ihr Name ist Programm, die Superleggera ist tatsächlich superleicht. Und auf 500 Stück limitiert.
  • Suzuki GSX-R 1000R: Noch hat die GSX-R 1000R die Euro 5 Hürde nicht überwunden und ganz Europa wartet sehnlichst auf die längst überfällige neue „Kilo Gixxer“.
  • Honda RC213V-S: Keine Honda ist technisch näher an den HRC Werksmaschinen in der MotoGP als die in einer Kleinserie von nur 250 Stück hergestellte Honda RC 213 V-S.
  • Aprilia RSV-4 Factory: Die schlanke Aprilia RSV-4 Factory ist einer der ausgereiftesten Supersportler am Markt.
  • Kawasaki ZX-10RR: Die 2021 deutlich nachgeschärfte ZX-10RR bleibt für 2022 zwar technisch unverändert, für rennstreckenorientierte Fahrer bleibt sie aber trotzdem ein heißer Tipp.

Technologien für hohe Leistung

Um die immense Leistung dieser Motorräder zu kontrollieren und sicher auf die Straße zu bringen, setzen die Hersteller auf fortschrittliche Technologien:

  • Elektronische Drosselklappensteuerung: Dank der vollelektronischen Kawasaki-Drosselbetätigung kann das Motorsteuergerät die Zufuhr von Kraftstoff (über die Einspritzventile) und Luft (über die Drosselklappen) zum Motor exakt dosieren.
  • KCMF (Kawasaki Cornering Management Function): KCMF überwacht die Motor- und Fahrwerksparameter während der gesamten Kurve - vom Kurveneingang über den Scheitelpunkt bis zum Kurvenausgang - und moduliert die Bremskraft und die Motorleistung, um einen reibungslosen Übergang vom Beschleunigen zum Bremsen und wieder zurück zu ermöglichen und dem Fahrer dabei zu helfen, die Linie zu halten.
  • IMU (Inertial Measurement Unit): Durch den Einsatz der kompakten IMU von Bosch kann den bereits hochentwickelten KTRC, KLCM und KIBS eine zusätzliche Präzisionsebene hinzugefügt werden.
  • Dog-Ring-Getriebe: Um schnelle, weiche Gangwechsel zu ermöglichen, setzen die Ingenieure auf ein „Dog-Ring“-Getriebe.
  • Hydraulische Kupplung: Eine hochwertige hydraulische Kupplung erfordert weniger Wartung und stellt sicher, dass der ursprüngliche Kontaktzustand beibehalten werden kann.

Design und Ergonomie

Auch das Design und die Ergonomie spielen bei diesen Hochleistungsmaschinen eine wichtige Rolle:

  • Sitzposition: Die Sitzposition ist für Fahrten mit extrem hoher Geschwindigkeit und Rundstreckenfahrten ausgelegt. Um den Fahrer bei starker Beschleunigung zu stützen, sind an der Rückseite des Sitzes Hüftstützpolster angebracht.
  • Aerodynamik: Die Aerodynamik bekommt auf der H2R einen völlig anderen Stellenwert als bei Motorrädern sonst üblich.

Tabelle: Top 5 Stärksten Motorräder

Platz Modell Leistung (PS) Leistungsgewicht (kg/PS) Preis (ca.)
1 Bimota Tesi H2 231 1,01 64.000 €
2 Honda CBR 1000 RR-R Fireblade 218 0,92 22.409 €
3 Aprilia RSV4 1100 217 0,93 21.690 €
4 Ducati Panigale V4 216 0,92 23.000 €
5 MV Agusta Brutale 1000 RS 208 1,00 25.000 €

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