Ferrari-Motoren im Motorradbau: Eine Übersicht

Ferrari ist nicht nur für seine legendären Sportwagen bekannt, sondern auch für seine leistungsstarken Motoren, die in verschiedenen Bereichen des Motorsports eingesetzt werden. Dieser Artikel beleuchtet die Verwendung von Ferrari-Motoren in Motorrädern sowie die Hersteller, die sich dieser Herausforderung stellen.

Ferrari in der Formel 1: Ein Überblick

Das Formel-1-Reglement sieht für 2026 ein neues Antriebskonzept vor, das auf Turbo-Hybrid-Antriebssträngen mit 1,6-Liter-V6-Verbrennungsmotoren basiert. Die elektrische Leistung wird auf 350 kW angehoben, während die Leistung des Verbrennungsmotors auf 400 kW reduziert wird. Die Motor-Generator-Einheit, die Hitzeenergie abgreift und umwandelt (MGU-H), entfällt.

In der Formel-1-Saison 2026 sind folgende Hersteller mit eigenen Antrieben vertreten: Audi, Ferrari, Honda, Mercedes und Red Bull/Ford. Einige Teams setzen auf die bewährte Zusammenarbeit mit etablierten Antriebsherstellern:

  • Aston Martin: Exklusive Partnerschaft mit Honda.
  • Haas: Ferrari-Kundenteam.
  • McLaren: Zusammenarbeit mit Mercedes.
  • Mercedes: Nutzt eigene Antriebe.

Alpine, als Tochterfirma von Renault, wird nach dem Aus der Renault-Motorenentwicklung keine Renault-Antriebe mehr einsetzen. Audi startet eine neue Ära bei dem Team, das bis dahin als Sauber in der Formel 1 firmiert haben wird. Racing Bulls nutzt die ehemaligen Honda-Antriebe, die von Red Bull-Powertrains gewartet und weiterentwickelt werden.

Ferrari F105A Motor

Ein originaler kompletter Motor für jeden Ferrari 308 QV 1983-85 2.9L V 240PS, in gutem Zustand. Der Motor ist komplett mit Zündkabeln, Verteilern, Ansaugkrümmer und Wasserkasten, Nockenwellenabdeckungen, Nockenwellen, Thermostatgehäuse, Wasserpumpe, Lichtmaschine und Nockenriemenabdeckungen, aber es fehlt die Ölwanne.

Terra Modena: Eine neue Supermoto mit Ferrari-Motor

Die neue italienische Zweiradmarke Terra Modena hat die bildschöne Supermoto SX2 vorgestellt. Die Komponenten sind hochwertig: Zentralfederbein von Öhlins, Radialbremse von Brembo, Upside-down-Gabel von Marzocchi, Räder von Marchesini, Auspuff von Arrows und Reifen von Dunlop. Die Airbox sitzt zum Großteil unter dem vorderen Kotflügel, und das Endrohr der Auspuffanlage bohrt sich nach oben durch die Heckverkleidung.

Krönung des Ganzen ist der 500-cm3-Einzylinder aus der Ferrari-Schmiede High Performance Engineering (HPE) mit Sitz in Modena. HPE unterstützte Ducati beim MotoGP-Projekt Desmosedici. Für Terra Modena entwickelte Ferrari den wassergekühlten Viertakt-Vierventiler mit Einspritzung, Sechsgang-Kassettengetriebe und Anti-Hopping-Kupplung. Der Single hat eine 98er-Bohrung und 59,6 Millimeter Hub. Die Kooperation kam durch die Freundschaft zwischen Dario Calzavara und Piero Ferrari zustande.

Terra Modena investierte insgesamt 2,8 Millionen Euro, wovon der Löwenanteil in die Entwicklung von Motor und Getriebe floss. Die Racing-Version soll in der Supermoto-WM starten, und ein homologiertes Abbild der SX2 soll auf die Straße kommen. Der Preis für beide Varianten beträgt 25.000 Euro. Für dieses Jahr sind 35 Motorräder anvisiert, 2005 sollen es bereits 150 Stück sein. Die sportlichen Ziele sind ehrgeizig: Mit Alexandre Thiebault und Michele Lavetti erwartet Calzavara große Taten in der Supermoto-WM.

Interview mit Piero Ferrari

Piero Ferrari, Inhaber von HPE, äußerte sich zur Zusammenarbeit: »Im Motorradbereich verschwinden die Zweitakter allmählich. Ein Viertakter ist typisch für den Automobilbau und damit auch für die Formel 1. Und dass wir da in Modena Strukturen auf Weltklasse-Niveau haben, wird niemand bezweifeln. Insofern klappt bei uns natürlich auch eine Motorrad-Entwicklung.«

Ferrari betonte, dass ein Motorradmotor anders funktionieren müsse als ein Formel-1-Antrieb, gerade bei einer Supermoto. Der Schwerpunkt liege auf der Fahrbarkeit und auf dem Drehmoment. Deshalb habe man einen traditionellen Einzylinder mit zwei oben liegenden Nockenwellen entwickelt, aber die modernsten Rechnermöglichkeiten genutzt. Der Motor hat einen Ventilwinkel von 20 Grad und dreht bis etwa 12000/min. Die Verdichtung liegt bei 13 zu eins. Es gibt Kick- und Elektrostarter, dazu ein Sechsgang-Kassettengetriebe, das sich bei Bedarf auf elektronische Steuerung umbauen lässt.

Ferrari zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich der Konkurrenz in der Supermoto-WM und betonte die technische Überlegenheit gegenüber Honda. Er bekräftigte die Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit Terra Modena, wenn sich das Motorrad in der Praxis als überzeugend erweise.

Max Hazan HF355: Ein Ferrari-Bike mit 400 PS

Max Hazan ist für seine genialen Custom-Umbauten bekannt. Sein Ansatz, einen V8 von Ferrari als Antrieb eines Motorrads zu nutzen, ist erfrischend anders. Er baut das Motorrad um den Motor herum und wählt statt des größten Motors einen kleineren, kompakten Sportmotor. Das Getriebe eines besonderen Motorrads wird an den V8 angebaut.

Basis der HF355 ist der V8 des Ferrari F355 von 1994. Der Motor hat 3.495 Kubik, 5V-Technik, DOHC, 380 PS bei 8.250/min und 360 Nm bei 6.000/min. Interessant ist die Trockensumpfschmierung, die eine niedrige Bauhöhe des Motors erlaubt. Max setzt diesen Motor als mittragendes Element ein und flanscht kleinere Hilfsrahmen aus Stahl für den Lenkkopf und die hintere Aufhängung an. Der Radstand liegt mit 1.600 Millimetern auf dem Niveau großer Enduros. Durch die Eigenbau-Auspuffanlage und ohne Emissionsbestimmungen geht Max von 400 PS aus.

Das Problem des Getriebes löst Max clever: Er verbaut ein Getriebe des amerikanischen Herstellers Motus, dessen V4-Bike ein passendes Getriebe hatte. Nach Stunden des Anpassens sitzen nicht nur das Getriebe am Motor, sondern auch die Lichtmaschine, nebst Riemenantrieb auf dem Getriebe und Anlasser über dem Getriebe, direkt am Schwungrad des Motors. Die Zweiarmschwinge aus Alu wird im Motus-Getriebe montiert. Über einen kleinen Hilfsrahmen stützt sich die Aufhängung am Getriebe und über ein unten liegendes Hebelwerk ab und beansprucht ein seitlich neben dem Motor liegendes Federbein.

Ein gebogener Wasserkühler liegt unter dem Motorblock, zusammen mit 2 Lüftern. Da es keinen Ölsumpf mit heißem Öl unter der Kurbelwelle gibt, kann die Temperatur in diesem Bereich niedrig bleiben. Max plant einen sehr sportlichen Stil im Geiste eines Moto2-Bikes.

Sportwagen im Alltag

Sportwagen sind im Alltag durchaus präsent, wobei die Häufigkeit stark vom jeweiligen Ort abhängt. In wohlhabenden Gegenden oder bei speziellen Veranstaltungen wie in Velden am Wörthersee sind Sportwagen häufiger anzutreffen. Auch die Nähe zu Rennstrecken wie dem Nürburgring oder zu Autobahnabschnitten ohne Tempolimit kann die Sichtungswahrscheinlichkeit erhöhen.

Hersteller in der Formel 1 im Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Anzahl der Motorenhersteller in der Formel 1 im Laufe der Jahre:

Jahr Anzahl der Hersteller Bemerkungen
1974 3 Ferrari, B.R.M., Cosworth
2014 3 Ferrari, Mercedes, Renault
1991 10 Ferrari, Lamborghini, Yamaha, Porsche, Honda, Judd, Renault, Ilmor, Ford, Cosworth, Hart

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