Motorräder werden zunehmend mit Komfort- und Sicherheitssystemen ausgestattet. Dazu gehören auch Modelle mit Rückwärtsgang, die das Manövrieren erleichtern. Hier ein Überblick über verschiedene Modelle und ihre Besonderheiten.
Honda Gold Wing: Luxus und Innovation
Einst verzückte uns die Honda Gold Wing mit Besonderheiten wie einem Rückwärtsgang. Seit dem Modell von 2001 gibt es den 1,8-Liter-Boxermotor. Ab Ende der 80er-Jahre war die Gold Wing mit Rückwärtsgang ausgestattet.
Vor 40 Jahren stellte Honda die Gold Wing GL 1000 auf der IFMA in Köln vor. Sie hatte einen wassergekühlten Boxermotor mit 1000 Kubikzentimeter Hubraum und 82 PS Leistung. Ab 1975 gab es sie auf dem deutschen Markt für 9268 Mark.
Neue Maßstäbe setzte Honda 2006; damals kam die Gold Wing mit dem ersten und bisher einzigen Airbag in einem Serienmotorrad auf den Markt.
Das 40. Jubiläum feiert die aktuelle Honda Gold Wing GL 1800 mit einer besonderen Zweifarblackierung in Rot/Schwarz.
„40 Anniversary“-Embleme unter anderem auf der Verkleidung verraten das Jubiläumsmodell. Auch auf der Rückenlehne vom Sozius prangt das Jubiläumsemblem.
Wer es etwas puristischer mag, kann zur Gold Wing F6B greifen. Der Bagger-Ableger mit sehr flacher Verkleidungsscheibe und, dank Verzicht auf das Topcase, zum Heck abfallender Seitenlinie, kommt 2015 in Mattschwarz auf den Markt. Sie hat sogar etwas, wovon Roadster-Fahrer träumen.
Piaggio MP3: Roller mit Radar-Technologie und Rückfahrfunktion
Die neuen Piaggio MP3 400 und Piaggio MP3 530 kommen mit reichhaltiger sowie moderner Ausstattung, der 530er beispielsweise mit Abstandsradar und Spurhalte-Assistent. On top ist der MP3 530 hpe Exclusive mit einem Tempomat sowie mit praktischer Rückfahrfunktion und Rückfahrkamera ausgestattet.
Die Piaggio MP3 sind ab Juni 2022 weltweit die ersten Roller, die mit dem ARAS (Advanced Rider Assistance System) ausgestattet sind, also mit Radar-Technologie anrollen. Dazu bietet der MP3 ein 7-Zoll-TFT-Farbdisplay, Keyless-Startsystem sowie Konnektivität inklusive Navigationsfunktion.
Piaggio MP3 400 hpe und Piaggio MP3 400 hpe Sport sind mit dem 399 cm³ Motor ausgestattet, der 35,4 PS leistet, während der Piaggio MP3 530 hpe Exclusive mit über 44 PS der leistungsstärkste seiner Klasse ist. Im Vergleich zum bisherigen 500 hpe-Motor liefert das neue Aggregat ein höheres Drehmoment.
Auch optisch heben sich die neuen Modelle von ihren Vorgängern ab: Die neu geformte Frontverkleidung fällt üppiger aus und wurde aerodynamisch optimiert, was sich in Sachen Fahrdynamik bemerkbar machen soll. Außerdem integriert sie die neue, horizontale Scheinwerfergruppe, die komplett auf LED-Technik setzt. Letzteres gilt auch fürs neue Rücklicht. Zurück an die Front: Dort ist noch ein neuer Lufteinlass mit Wabengitter zu sehen. Die Heckpartie wiederum zeigt sich jetzt deutlich schlanker und aufgeräumter. Dazu trägt auch die neue Positionierung des Nummernschildhalters über der Radabdeckung bei.
Zur Ausstattung der neuen Piaggio MP3-Roller gehören das 7-Zoll-TFT-Farbdisplay und Navigationssystem. Die Funktionen werden über die Griffarmaturen im Motorrad-Stil gesteuert. Beim MP3 530 hpe Exclusive kommt die Bedienung zur Einstellung der Motorkennfelder - Comfort, Eco und Sport - sowie des Tempomats hinzu. Im Rückwärtsgang zeigt das Display die Bilder der Rückfahrkamera an. Zudem versorgt das Cockpit den Fahrer mit vom Totwinkel-Assistent, Spurwechsel-Assistent. Natürlich kommen die MP3 auch mit schlüssellosem Startsystem.
Der neue Piaggio MP3 ist ab Juli 2022 verfügbar. Er kann vom 8. bis zum 30. Juni 2022 online vorbestellt werden. Bei der Bestellung können Kunden das gewünschte Modell, die Farbe sowie den Vertragshändler auswählen, über den Ihr Fahrzeug ausgeliefert werden soll.
URAL: Gespanne mit Beiwagenantrieb
Alle URAL Modelle haben einen 745 ccm OHV Boxermotor. Es gibt Gespanne MIT und OHNE Beiwagenantrieb. Der Beiwagenantrieb ist zuschaltbar. Das heißt, das Fahrzeug wird im Normalfall bloß mit Hinterradantrieb bewegt.
Auf Untergrund mit wenig oder ohne Griff (Eis, Schnee, Schotter, Sand, tiefer Boden oder “offroad”) kann mittels eines kleinen Hebels das Beiwagenrad zugeschaltet werden. Beide Räder haben nun Traktion. Es gibt aber kein Differential. Das heißt, die Traktion ist auf beiden Rädern 100%, die Wirkung ist wie bei einer Differentialsperre. Lenken ist in diesem Zustand auf normalen Boden beinahe unmöglich, im Gelände ist aber die Wirkung des URAL Beiwagenantriebs sehr effektiv. URAL Gespanne mit Beiwagenantrieb sind nicht umsonst bei allen Winterfahrern extrem beliebt.
Mash B-Side 500: Neues Gespann mit Rückwärtsgang
Shineray stellte das neue Gespann Tornado 520 in China vor. Um günstig in den Kontext zu setzen: Bei Mash kostet das Gespann mit 29 PS aus 445 Kubik derzeit ab 9.999 Euro. Hergestellt in China von Shineray. Wer mehr Leistung sucht, bekommt aus gleichem Haus das neue Gespann Mash B-Side 500.
Auffällig am neuen Mash B-Side 500 ist der Motor. Bisher hatte Mash als Motoren über 250 Kubik alte, luftgekühlte Einzylinder japanischen Ursprungs genutzt. Hier im Stahlrahmen sitzt jedoch ein neuer, wassergekühlter Twin mit 494 Kubik, 51 Nm bei 7.500 Touren und 54 PS bei 8.500 Touren. Werte und Optik des Motors sprechen erneut für den Einsatz bekannter Honda-Technik, mit 5 Gängen - einer davon als Rückwärtsgang. Bis zu 110 km/h soll das Gespann schnell werden. Der Antrieb des Hinterrads erfolgt per Kette, der Beiwagen ist nicht angetrieben, nur gebremst. Schön und klassisch: Das Vorderrad ist über eine geschobene Langschwinge mit dem Chassis verbunden. Die Bereifung besteht aus 2 4.60-18 an Vorderachse und Beiwagen, die angetriebene Rad ist mit 5.10-18 bezogen.
Im Vergleich zum aktuellen Black Side von Mash protzt das neue B-Side 500 mit großen Zahlen. Der neue Motor leistet starke 25,4 PS mehr als der luftgekühlte Single, muss davor mit 345 Kilo einen Zentner mehr beschleunigen und verzögern. Letzteres ist eine Enttäuschung, denn in den technischen Daten steht nur ein CBS-, ein Verbundbremssystem. Das ist rechtlich zwar bei Gespannen selbst über 125 Kubik erlaubt, allerdings stellte Shineray in China das baugleiche Tornado-Gespann mit ABS vor. Wohl eine Kostenfrage, die so unbefriedigend beantwortet ist.
Ein schöner Nebeneffekt des neuen Motors und Chassis der Mash B-Side 500 sind im Vergleich zur aktuellen Side Force 5 Liter mehr Tankvolumen. Von 13 auf 18 Liter steigt der Benzinvorrat im Tank, was bei angeblichen 4,5 Liter Verbrauch pro 100 Kilometer theoretisch stattliche 400 Kilometer Reichweite ergibt. Die Zuladung des 3-Sitzers ist mit 225 Kilo angegeben.
Ab April 2024 möchte Mash das neue B-Side 500 in Deutschland anbieten können. Derzeit wird nur eine Farbe beworben, ein seidenmattes Grau mit bläulichem Schimmer, was in etwa dem in China angebotenen Arctic Grey entspricht.
Indian Pursuit Limited und Honda GL 1800 Goldwing Tour DCT im Vergleich
Der Indian Pursuit Limited mit ihrem 4-Takt 60 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 1.768 Kubik steht die Honda GL 1800 Goldwing Tour DCT mit ihrem 4-Takt Boxer 6-Zylinder-Motor mit 1.833 Kubik gegenüber. Das maximale Drehmoment der Pursuit Limited von 178 Newtonmeter bei 3.800 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 170 Nm Drehmoment bei 4.500 Umdrehungen bei der GL 1800 Goldwing Tour DCT.
Bei der Pursuit Limited federt vorne eine Telegabel Upside-Down mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Federvorspannung verstellbares Monofederbein. Die GL 1800 Goldwing Tour DCT setzt vorne auf eine Querlenker und hinten arbeitet ein Monofederbein. Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Indian vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange und hinten eine Scheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Honda vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Sechskolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 316 mm Durchmesser und Dreikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt Pursuit Limited auf Schlappen mit den Maßen 130 / 60 - 19 vorne und 180 / 60 - 16 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der GL 1800 Goldwing Tour DCT Reifen in den Größen 130/70-18 vorne und 200/55-16 hinten. Der Radstand der Indian Pursuit Limited misst 1.668 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 672 Millimeter. Die Honda GL 1800 Goldwing Tour DCT ist von Radachse zu Radachse 1.695 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 745 Millimeter. In den Tank der Pursuit Limited passen 22,7 Liter Sprit. Bei der GL 1800 Goldwing Tour DCT sind es 21,1 Liter Tankvolumen.
Von der Indian Pursuit Limited gibt es aktuell 1 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Honda GL 1800 Goldwing Tour DCT sind derzeit 10 Modelle verfügbar.
Fahrerassistenzsysteme und Komfortfunktionen
Fahrmodi, DCT, Hill Hold-Control, Automatik, Blipper, AHR, Tempomat, Rückwärtsgang, Launch-Control, Speed-Limiter, Connectivity, Heizung, E-Clutch... Motorräder werden immer umfangreicher mit Komfort- und Sicherheitssystemen ausgestattet.
Mittlerweile bieten Hersteller bei den Modellen bis in die untersten, also schwächsten und günstigsten Klassen die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Farhmodi an. Sie haben je nach Hersteller unterschiedlichste Namen: Von Rain über Track über Urban über Street bis zu Offroad. Ja sogar Rock und Roll Fahrmodi gibt es. Abhängig vom Hersteller und vom Modell beeinflussen diese Fahrerlebniswahlmöglichkeiten mehr oder weniger Parameter, die das Verhalten deines Motorrads bestimmen. Manchmal beeinflusst der gewählte Fahrmodus auch die Anzeige am Display oder die Eingriffsmöglichkeit über fixe Bedien-Elemente, also: Welcher Schalter ist mit welcher Funktionswahlmöglichkeit belegt?
Und manchmal gibt es auch einen Fahrmodus, der heißt dann zum Beispiel Custom oder User, in dem du dir vorher schon die Eingriffseinstellungen der genannten Helferlein konfigurieren kannst. Es ist eigentlich unmöglich, eine 100% konkrete Aussage darüber zu machen, welche Eigenschaften des Motorrads vom gewählten Fahrmodus beeinflusst werden. Du musst unbedingt die Bedienungsanleitung deines Motorrads lesen, um die Einflüsse der verschiedenen Fahrmodi zu kennen!
Im Premiumsegment gibt es mittlerweile auch bei Motorrädern die Funktion einer ACC (Adaptive Cruise Control), also eines abstandsabhängigen Tempomaten. Mit aufwendigen Sensoren scant dein Motorrad das Verkehrsgeschehen rund um dich. Lauert nun eine Gefahr auf deiner Fahrlinie, etwa ein extrem langsam fahrender LKW vor dir, wirst du zuerst gewarnt und wenn dein Motorrad keine Reaktion deinerseits erkennt, leitet es eine Bremsung ein. Bei der Entwicklung dieser Funktion wurde von den Herstellern folgende große Herausforderung berücksichtigt: Anders als beim Auto kann ja dein Motorrad keine zu schroffe Bremsung ohne dein Zutun realisieren, weil dann die Gefahr besteht, dass du das Motorrad, weil du damit nicht rechnest, nicht mehr kontrollieren kannst oder noch schlimmer: aus dem Sattel befördert wirst. Dementsprechend nutzbar wurde die Verzögerungsleistung in einem solchen Fall realisiert.
Das Abstandsradar ist eine brauchbare Funktion, wenn du komfortabel auf Hauptverkehrsstrecken unterwegs bist und du die Anpassung an die Fließgeschwindigkeit der anderen nicht erledigen kannst, willst oder aus irgendeinem Grund darauf vergessen hast. Es kann aber keine Notbremsung unter allen Umständen realisieren.
Ein kombiniertes Bremssystem kann für deine Sicherheit und die Präzision anderer Assistenzsysteme eine wichtige Rolle spielen. Es gibt auch rein mechanische Lösungen dieses Systems.
Damit du dir das Kuppeln beim Schalten ersparst, wurde der Schaltassistent erfunden. Das ist allerdings im Ursprung nicht ganz richtig, denn eigentlich wurde der Schaltassistent konstruiert, um Leistungsverluste beim Schalten im Rennsport zu minimieren. Diese technische Errungenschaft kommt aber jetzt allen zu Gute, die so etwas in ihrem für die Straße zugelassenen Motorrad verbaut haben. Vereinfacht gesprochen unterbricht meist eine Elektronik (durch Aussetzen der Zündung) ganz kurz den Vortrieb der Kurbelwelle, wenn du mit deinem Schalthebel einen Gangwechsel veranlasst, ohne dass du die Kupplung ziehst, finden die Zahnräder im Getriebe leichter zueinander. Man unterscheidet zwischen Schaltassistenten, die das nur beim Raufschalten können und jenen, die es auch beim Runterschalten schaffen, diese nennt man auch Blipper.
Manchmal wird diese Funktion zusätzlich durch eine automatische Anpassung der Motordrehzahl unterstützt. Probiere die Funktion deines Schaltassistenten in den verschiedensten Situationen unter sicheren Bedingungen aus, damit du dann im Betrieb nicht unter Stress von den Folgen überrascht wirst! Nicht jeder Schaltassistent gewährleistet einen ruckfreien Gangwechsel unter allen Bedingungen. Manche Schaltassistenten adaptieren ihre Funktion auch auf die Schräglage.
Dual-Clutch-Transmission oder auf Deutsch Doppelkupplungsgetriebe ist eine technische Lösung, die ausschließlich von Honda angeboten wird. Wie beim Auto ermöglicht diese Technik das übergangslose Wechseln der Gänge. Honda realisierte es so, dass der Gangwechsel auch automatisch vom Motorrad durchgeführt werden kann. Honda realisiert mit dem Doppelkupplungsgetriebe DCT (Dual Clutch Transmission), dass Gangwechsel automatisch vom Motorrad durchgeführt werden.
Besonders bei Modellen mit hohem Eigengewicht wird neuerdings eine Berg-Anfahr-Hilfe oder neudeutsch eine Hill-Hold-Funktion angeboten. Das bedeutet, dass du beim Stehenbleiben auf ansteigenden Stellen (ganz wenige Hersteller bieten sogar Hill-Holds bei abschüssigen Situationen an) nicht die Bremse ziehen musst, weil das dein Motorrad für dich macht. Gibst du Gas, um weg zu fahren, löst dein Motorrad selbstverständlich die Bremse.
Bei Elektronischen Fahrwerken unterscheiden wir zwei Arten. 1.) Elektronische Fahrwerke, die Federvorspannung und Dämpfereigenschaften laut deinen per Knopfdruck am Display gewählten Einstellungen, manche sogar abhängig von deinem gewählten Fahrmodus, für dich anpassen, ohne dass du irgendein Werkzeug oder irgendein Stellschraubrad berühren musst. Adaptive Height Ride ist die englische Bezeichnung für Automatische Fahrwerksabsenkung. Sie hat nichts mit den im MotoGP verwendeten Ride Height Devices zu tun. AHR ist eine Komfortfunktion, die auch deine Sicherheit erhöhen kann. Bei langsamer Fahrt senkt sich dein Fahrwerk automatisch ab, damit du besseren Halt mit deinen Füßen hättest, solltest du dich am Untergrund abstützen wollen. AHR wurde erstmalig 2022 in einem Serienmotorrad verwendet und funktionierte auf Anhieb sehr brauchbar.
Auf Englisch auch Cruise Control genannt ermöglicht dir ein Tempomat, dass die von dir gewählte Geschwindigkeit auch ohne Betätigung des Gasgriffs automatisch vom Motorrad gehalten wird. Ein aktivierter Tempomat ermöglicht dir also vor allem bei längeren Autobahnetappen, dass du deine rechte Hand entspannst. Die Deaktivierung des Tempomaten erfolgt entweder per Knopfdruck oder, wenn du den Gasgriff in die andere Richtung über seine Nullstellung hinaus nach vorne drehst oder wenn du entweder deinen Kupplungshebel oder einen deiner beiden Bremshebel aktivierst. Manche Modelle deaktivieren auch, wenn du den Schalthebel betätigst. Manche Modelle schränken die Bedienmöglichkeiten der Funktionen, die am Display angezeigt werden, bei aktiviertem Tempomaten ein.
Zunächst im Offroad-Rennsport verwendet, finden sich automatisierte Kupplungssysteme mittlerweile auch bei anderen Motorradmodellen, die für den öffentlichen Verkehr zugelassen sind. Die automatisierte Kupplung trennt den Kraftschluss deines Motors, wenn er in Leerlaufdrehzahl betrieben wird. Somit ermöglicht sie ein Stehenbleiben, ohne die Kupplung zu ziehen. Bei vielen Modellen kannst du auch den ersten Gang einlegen und ohne Kupplungsbetätigung nur mittels Gasgriffbetätigung losfahren! So wird das Absterben des Motors verhindert, solltest du einmal vergessen, deine Kupplung zu ziehen. Eine automatisierte Kupplung wie Hondas E-Clutch auf der CBR650R trennt den Kraftschluss deines Motors, wenn er in Leerlaufdrehzahl betrieben wird.
Besonders größere, schwere Touringmodelle sowie einige Elektromodelle können über eine Rückfahrhilfe verfügen. Also gleichsam über einen Retourgang. Er hilft dir, dein Fahrzeug rückwärts zu bewegen, sollte das deine Körperkraft nicht schaffen, etwa bergauf. Diese Funktion ist nur zum langsamen Rollen gedacht, das Gleichgewicht musst du unter Zuhilfenahme der abstützenden Beine selber halten! Achte besonders beim Losrollen darauf, wie schnell und heftig dein Gerät auf deine Bewegungsbefehle reagiert!
Die Launch-Control wurde eigentlich für den Rennsport entwickelt. Diese bei sportlichen Motorrädern mitunter vorhandene Funktion unterstützt dich dabei, aus dem Stand die optimale Beschleunigung zu erreichen. Bei aktivierter Launch-Control kannst du bei gezogener Kupplung den Gasgriff voll umdrehen. Wenn du den Kupplungshebel jetzt loslässt, regelt dein Motormanagement ohne dein Zutun die Drehzahl im idealen Bereich. Prüfe in sicherer Umgebung, wie deine Launch-Control funktioniert!
Der bei wenigen Modellen eingebaute Speed Limiter begrenzt deine voreingestellte Geschwindigkeit, auch wenn du mehr Gas gibst. Im Rennsport wird er verwendet, um etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bereich der Boxengasse genau einhalten zu können. Du kannst ihn aber auch auf öffentlichen Verkehrsflächen verwenden, etwa in Baustellenbereichen oder in urbanem Umfeld, wenn du zum Beispiel keinen Tempomaten zur Verfügung hast. Vergiss nicht, ihn rechtzeitig zu deaktivieren!
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie du mit deinen elektronischen Geräten dir die Fahrt erleichtern oder verschönern kannst. Besonders die Connectivity, also die Verbindung etwa deines Smartphones mit dem Motorrad wird bei immer mehr Modellen möglich. So hast du einige wichtige Informationen am Display oder kannst manche Funktionen mit den Bedienknöpfen deines Motorrads nutzen. Prüfe die Funktionsweise solcher Systeme so viel wie möglich zunächst in sicherer Umgebung, etwa im Stand! Positioniere die optischen Informationsquellen solcher Zusatzausstattung so nahe wie möglich zu deiner Sehrichtung im Fahrbetrieb! Lass dich von diesen Funktionen nicht ablenken sondern nutze sie für deinen Komfort und somit für deine Sicherheit!
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