Der Weg ist das Ziel, lautet eine Weisheit beim Motorradfahren. Bis in die 2000er war das Mittel der Wahl zur Navigation bei den Motorradfahrern die Karte. Selbst heute bieten sie noch Vorteile - denn sie brauchen keinen Strom. Und können nebenbei auch weder den Kälte- noch Hitzetod sterben. Neben der altbekannten Straßenkarte drängt sich immer mehr die GPS Navigation in den Vordergrund, um besagten Weg zu finden. Entweder als moderne Variante via Smartphone, oder auch weiterhin als klassisches Navi in Form eines autarken Geräts.
Autarke Navigationsgeräte vs. Smartphone-Navigation
Autarke Navigationsgeräte haben diverse Vor- und Nachteile. Sie sind robust, trotzen oftmals Stürzen aus mittlerer Höhe, sind wasser- und staubdicht. Außerdem ist ihre GPS Navigation im Vergleich sehr genau und sie haben eine hohe Akkulaufzeit. Im Gegensatz dazu sind Motorrad Navigationsgeräte relativ teuer, meist sind auch Kartenupdates nicht umsonst. UND - sie können navigieren - mehr meist nicht.
Das Smartphone - aus dem Alltag kaum noch wegzudenken - bietet sich natürlich auch als Navigationsoption auf dem Motorrad an. Wer also sein Smartphone auf dem Motorrad nutzen will, benötigt ein Haltesystem. Moderne Autos integrieren Anschlussmöglichkeit für das Handy, da sind Motorräder leider noch nicht ganz so weit. Wie schon erwähnt, ist das Smartphone als Navigationsgerät äußerst flexibel.
Neben Navigations-Apps können Communities integriert werden, Hotels gebucht oder schlicht Parktickets bezahlt werden. Technisch sind Smartphones mittlerweile den klassischen Navis, was Rechen- und Speicherleistung betrifft, haushoch überlegen. Eine sehr schnelle und komfortable Bedienung zeichnet die Nutzung von Smartphones aus. Auch können die Handys in Sachen Aktualität der Karten bei Navi und Smartphone für sich punkten. Die Kehrseite des Ganzen ist jedoch ein hoher Akkuverbrauch.
Vor- und Nachteile der Smartphone-Navigation
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| +Kostengünstig | -Internet & GPS nötig |
| +Flexibilität | -Akkulaufzeit |
| +Aktualität | -Ablesbarkeit |
| +Funktionalität | -Bedienbarkeit |
| +techn. |
Routing-Apps und Display-Lösungen
Steht die Entscheidung für das Smartphone als Navigations-Lösung, führt der Weg nur über eine App zum Ziel. Google Maps hat sich bei Autos mit Anbindung an Apple Carplay bzw. Android Auto als Programmlösung etabliert. Für die reine Zielfindung ist dies aktuell auch die einfachste Lösung - beste Verkehrsdaten, schnelles Routing - allerdings auch nur wenige Optionen, die ein Motorradfahrer sucht.
Das Angebot an Routing-Apps für Motorradfahrer ist ansehnlich und mit jedem Update kommen neue Optionen, welche die App optimieren. Zwischen Navigationsgerät und Smartphone gibt es noch Display-Lösungen wie das Beeline. Das Beeline ist ein rundes Display, welches sich aufgrund seiner Größe sehr einfach im Sichtbereich des Fahrers platzieren lässt. Es funktioniert in Kombination mit einer Smartphone-App und zeigt die Route entweder in einer sehr reduzierten Kartendarstellung oder in einer einfacheren Pfeildarstellung an.
Der Vorteil dieser Lösung ist, dass das wertvolle Smartphone geschützt aufbewahrt werden kann, während das Beeline als Display-Erweiterung gut ablesbar den Weg weist. Der Nachteil - am Ende des Tages basieren beide Geräte auf einer Stromversorgung per Akku.
Prädestinierte Lösungen der GPS Navigation
Auch wenn es eine Geschmacksfrage bleibt, gibt es für manche Fahrertypen prädestinierte Lösungen der GPS Navigation. Der Pendler, der nur von A nach B möchte, und vielleicht noch auf dem Motorrad die Autobahn-Nutzung ausschließt, fährt mit Smartphone und Google Maps am besten - weil effizient. Ist das mobile Endgerät nicht wasserdicht, kann auf eine Displayerweiterung wie das Beeline zurückgegriffen werden. Motorrad-Navis helfen nicht nur dabei, sich nicht zu verfahren.
Einige Modelle suchen auf Wunsch sogar die schönsten und kurvigsten Strecken heraus - für noch mehr Fahrspaß.
Wichtige Eigenschaften von Motorrad-Navis
Schutzklasse: Eine hohe Schutzart (IP-Klasse, International Protection) zeichnet ein gutes Motorrad-Navi aus. Als ausreichend geschützt gelten Geräte ab der Schutzklasse IPX7.
Display: Die Standard-Displaygröße liegt bei etwa 4,3 Zoll. Ein Display ab dieser Größe ermöglicht eine genaue Darstellung von Kartenabschnitten und Zusatzinformationen zur Route.
Karten: Der Umfang des installierten Kartenmaterials ist vom Modell abhängig. Zum Standard gehören die Karten der D-A-CH-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz).
Fahrspurassistent: Um sich in jeder Verkehrslage sicher orientieren zu können, kann ein Fahrspurassistent sinnvoll sein. Dieser zeigt zum Beispiel an einer Autobahnausfahrt oder Kreuzung die Fahrtrichtung deutlich an.
Schnittstellen: Ein gutes Motorrad-Navi sollte mit mehreren Schnittstellen ausgestattet sein. Ein Bluetooth-Anschluss dient dazu, Kopfhörer zu koppeln, um beispielsweise Fahranweisungen des Sprachassistenten zu hören. Mit SD- bzw.
Robustheit und Wetterbeständigkeit
Schaffen Sie sich für Ihr Motorrad ein Navigationsgerät an, das sowohl über ein robustes Gehäuse verfügt als auch treibstoffresistent ist. Schon die Dämpfe beim Tanken reichen, um das Gerät anzugreifen.
Zertifikat als Indikator für Wasserdichtigkeit
Verfügt ein Motorrad-Navigationsgerät über eine IPX4-Zertifizierung, ist es lediglich gegen Spritzwasser geschützt. Für eine Fahrt im Regen reicht das jedoch nicht aus. Empfehlenswert ist, dass das Navi mindestens ein IPX7-Zertifikat hat. Das bedeutet, dass es sogar ein kurzzeitiges, komplettes Eintauchen in Wasser übersteht.
Außerdem sollte Ihr Navi für das Motorrad wasserdicht sein. Immerhin findet die Navigation beim Motorrad an der freien Luft statt. Nicht nur Wind, Stöße und Erschütterungen, auch Regen, Schnee und Hagel treffen unmittelbar auf das kleine Motorrad-Navi. Da sollte es schon einiges an Feuchtigkeit aushalten. Ob das Gerät wirklich wasserbeständig ist, können Sie prüfen. Denn viele Hersteller nennen ihre Navis für das Motorrad wasserdicht, obwohl sie es nicht sind. Ein untrüglicher Beweis ist die IPX-Zertifizierung. Sie stuft die Widerstandsfähigkeit des Gerätes gegenüber Wasser ab.
Halterung: Lenkermodelle mit RAM-Mount-System
Dank GPS kann Ihr Motorrad-Navi auch offroad navigieren. Die Befestigung sollte auf jeden Fall im Lieferumfang enthalten sein. Falls nicht, sollten Sie vom Kauf absehen, denn das ist bei fast allen Herstellern (auch bei den preiswerteren Varianten) Standard. Wer nicht unbedingt über besonderes Handwerksgeschick verfügt, sollte auch davon absehen, sich die Motorrad-Navi-Halterung selbst zu bauen.
Auch wenn die Anbringung am Motorrad meist intuitiv zu bewerkstelligen ist, sollte eine gute Anleitung nicht fehlen, damit das Gerät auch sicher sitzt und nicht abfällt. Wie Motorrad-Navi-Tests gezeigt haben, können hier vor allem die Premium-Hersteller überzeugen. Viele Motorrad-Navis kommen mit RAM-Mount-System für den Lenker. Die Kugel-Klemmen-Technik ist fast universell für alle Motorräder einsetzbar und hält bombenfest. In jedem Fall sollten Sie darauf achten, dass Sie zur Montage kein weiteres externes Material benötigen oder im Fall der Fälle Hinweise zu kompatiblen Adaptern und Verlängerungen genannt sind.
Display: Empfindlichkeit, Helligkeit und Spiegelung
Bei allen Navigationsgeräten funktioniert die Bedienung über Touchscreen. Da Sie als Motorradfahrer mit Handschuhen unterwegs sind, sollte das Display auf jeden Fall auch auf die Berührung mit dem Handschuh reagieren. Jedoch darf es nicht zu empfindlich sein, damit es nicht durch Stöße oder gröbere Handhabung bricht. Für die Bedienung des Navis während der Fahrt sind touchscreenfähige Handschuhe notwendig.
Achten Sie außerdem darauf, dass das Display entspiegelt und etwas abgedunkelt ist, sodass die Daten darauf auch bei Sonneneinstrahlung noch einwandfrei zu erkennen sind. Achten Sie in Ihrem persönlichen Motorrad-Navi-Test außerdem darauf, welche Größe das Display haben muss, damit Sie alles bequem erkennen. Bei kleinen Motorrad-Navis kann das Display etwa 4,3 Zoll haben, bei großen Modellen können es bis zu 7 Zoll sein.
Navigationssoftware und Kartenmaterial
Achten Sie beim Kauf auf jeden Fall auf die Navigationssoftware, denn diese unterscheidet sich je nach Modell oft sehr. Dabei kommt es vor allem auch auf das inkludierte Kartenmaterial an. Die legendäre Route 66 durchquert acht US-Bundesstaaten und ermöglicht Fahrten vom Osten in den Westen der USA.
Überlegen Sie vor Anschaffung genau, ob Ihnen die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausreicht, oder ob Sie planen, auch in weiteren Regionen Europas oder anderen Ländern unterwegs zu sein. Falls Sie spezielles Kartenmaterial benötigen, beispielsweise für eine Reise zur berühmten Route 66, sollten Sie unbedingt prüfen, dass genügend Speicherplatz auf dem Motorrad-Navi verfügbar ist. Alternativ sollte das Gerät einen Einschub für eine Speicherkarte haben. Außerdem wichtig: Achten Sie darauf, dass Kartenupdates im Kaufpreis enthalten sind. Ansonsten fallen nach einigen Jahren wieder Kosten an.
Routingoptionen für planbare Touren
Wie wir oben schon angesprochen haben, muss die Navigation fürs Motorrad hinsichtlich Routenoptionen individuell anpassbar sein. Dabei geht es nicht darum die schnellste oder die kürzeste Route zu wählen, sondern vielmehr darum schöne Strecken anzusteuern, die die Fahrt zum Erlebnis machen. Dazu ist es zwingend notwendig, dass das Navigationsgerät bei der Routenberechnung die einzelnen Zwischenziele berücksichtigen kann - also nicht nur von A nach B, sondern auch über C und D verbindet. Und das nicht per Luftlinie, sondern straßengenau (sogenanntes Routing).
Das Motorrad-Navi sollte am Lenker oder an den Spiegeln so angebracht sein, dass die Instrumente gut zu sehen sind. Besonders praktisch ist es, wenn Sie die Strecke am Computer vorplanen können und sich die Daten dann auf das mobile Gerät übertragen lassen. Dazu legen Sie Wegpunkte fest (mit Längen und Breitengrad), die das Motorrad-Navi dann selbstständig verbindet. Der ADAC hat verschiedene reizvolle Routen erstellt, die Sie sich auf Ihr Motorrad-Navi laden können.
Auch POIs sollte Ihr Navigationsgerät anzeigen. POI steht für Points of Interest, übersetzt also für interessante Punkte auf der Karte. Haben Sie die POIs aktiviert, zeigt Ihnen das Navi Tankstellen, Restaurants und Hotels in der Gegend an. Bei Motorrad-Navis sind das dann auch meistens spezielle motorradfreundliche Betriebe.
Zubehör: Bluetooth-Headset und Freisprecheinrichtung
Ein besonders lohnendes Ausstattungsdetail ist die Bluetooth-Fähigkeit des Navis. Zwar ist leider in den seltensten Fällen auch das passende Bluetooth-Headset enthalten - schon gar nicht bei günstigen Motorrad-Navis - aber die zusätzliche Investition von um die 80 Euro lohnt sich in jedem Fall.
Vorteile von Motorrad-Navis mit Bluetooth
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Weniger Ablenkung | Sprachhinweise (bspw. Abbiegeansagen) bei verschiedenen Anbietern oft unterschiedlich und gewöhnungsbedürftig |
| Kopplung mit Smartphones möglich | Erhöhter Kostenpunkt |
| Einfache Bedienung | |
| Kommunikation mit anderen möglich |
Mithilfe eines Bluetooth-Headsets ersparen Sie sich den Blick aufs Navi. So können Sie sich auf die Fahrt konzentrieren und verpassen dennoch nichts. Ein deutliches Plus für die Sicherheit!
Haben Sie ein Motorrad-Navigationsgerät mit Bluetooth, können Sie es auch mit anderen Geräten koppeln - beispielsweise dem Smartphone. Ebenfalls ist die Einrichtung eines Navis mit Freisprecheinrichtung möglich.
Beliebte Motorrad-Navis im Vergleich
Garmin Zumo 396 LMT-S: Kompakt, robust und günstig mit einem 4,3-Zoll-Touchscreen und Kartenmaterial für 46 Länder. WLAN-fähig mit Smartphone-App-Integration für Verkehrsinfos, Wetter und Radarkontrollen.
Tomtom Rider 500: Ähnlich dem Garmin Zumo 396 mit einem handschuhbedienbaren 4,3-Zoll-Display, 49 Länderkarten, WLAN-Updates und Routenplanung mit Tipps und Tomtom Traffic.
Garmin Zumo XT: Größer mit einem 5,5-Zoll-HD-Touchscreen, topographischer und Satellitenansicht für Offroad-Orientierung und Verkehrsinfos über die Garmin Drive App.
Tomtom Rider 550: Wie der Rider 500, aber mit weltweitem Kartenmaterial. Funktionen wie Tomtom Traffic und QuickGPSfix werden über ein gekoppeltes Smartphone abgerufen.
Beeline Motorrad-GPS: Minimalistisch mit einem runden Display, das nur einen Kompass oder Pfeil anzeigt. Die Routenplanung erfolgt über eine Smartphone-App.
Was muss ein Motorrad-Navi können?
- Planbare Touren: Planung zu Hause spart unterwegs Zeit und Stress.
- Points of Interest (POI): Anzeige von Tankstellen, Parkplätzen, kurvenreichen Straßen und schönen Straßenzügen.
- Online-Updates: Karten-Updates versorgen das Navi mit neuen POI und geänderten Straßenverläufen.
- Robustes Gehäuse: Motorrad-Navis müssen mehr aushalten als ihre Pendants fürs Auto.
- Stabile Halterung: Empfehlenswert sind RAM-Mount-Systeme mit einer Kugel-Klemmen-Technik.
- Bluetooth-Connectivity: Verbindung zu Bluetooth-Headsets oder Helmen mit integrierter Freisprecheinrichtung.
- Ausreichend Akkulaufzeit: Die Akkulaufzeit sollte für lange Touren ausreichen.
Motorrad-Navi-Apps
Neben speziellen Navigationsgeräten gibt es auch einige Navigations-Apps in den App-Stores von Google und Apple, die maßgeschneiderte Funktionen für Motorrad-Fahrer:innen bereithalten. Für Navigation und mehr eignen sich etwa die Apps Calimoto und Riser.
Beide Apps bieten die Möglichkeit, vorab Touren zu planen, Stopps hinzuzufügen und spannende Routen mit anderen App-Nutzer:innen zu teilen. Einige Features, wie etwa Offline-Navigation, verbergen sich jedoch bei beiden Apps hinter einer Paywall: Für Riser Pro sind monatlich 8,99 Euro fällig, Calimoto Premium kostet 6,99 Euro pro Woche. Beide Apps bieten jedoch auch in der kostenfreien Version genug Features, um Motorrad-Navigationsgeräten Konkurrenz zu machen.
Bekannte Navi-Apps für Motorradtouren?
Google Maps, Apple Maps, Waze und Co. sind für Biker:innen nur begrenzt empfehlenswert. Zwar ist eine einfache Zielführung auch hier möglich und Zwischenstopps lassen sich einfach in die Route integrieren. Spezielle POI für Motorradtouren müssen jedoch vorher recherchiert werden.
Garmin Zumo XT im Detail
Das neue Flaggschiff von Garmin soll vor allem Piloten mit Reiseenduros glücklich machen. Die Features des neuen Gerätes werden vor allem Fahrer von Reiseenduros hellhörig machen. Das Navi kombiniert die Vorteile von Straßennavis mit Routing auf Straßenkarten mit dem von topographisch basierten Offroad-Navis.
Das Display (1280 x 720 Pixel) präsentierte sich wirklich als großartig. Es ist in jeder Lebenslage sehr gut ablesbar. Die Kombination von Topo-Karten, Straßenkarten und sogar Satellitenbildern macht auf dem hochwertigen Display eine echte Freude.
Die Verbindung via WiFi Hotspot zum Handy macht es möglich ständig live auf BirdsEye Satellitenfotos zurückzugreifen. Auch die Bedienung mit den Handschuhen lief gut. Der Prozessor ist schnell genug und sämtliche Eingaben laufen flüssig ab.
Beim Cafestopp kann man den nächsten Routenpunkt rasch via Google Maps ins Handy eintippen. Danach wählt man dort die Option teilen und sendet die Info an die am Handy installierte App Garmin Drive. Das Navi empfängt so die Zieldaten und man kann sofort mit der Navigation am Navi starten. Das klappt in der Praxis einfach und friktionsfrei.
Wer bei all diesen Apps und Features schwindelig wird der sei beruhigt. Die Stärke vom Navi ist bestimmt auch, dass man es komplett autark mit dem starken Kartenmaterial direkt am Schirm bedienen kann. Und bei Routenplanen punktet das Navi mit der Adventourous Routing Funktion. Hier sucht das Navi eine schöne Motorradstrecke zu einem gewählten Ziel.
Wer mit Freunden immer wieder mal GPX Daten austauscht kann dies z.B sehr einfach via WhattsApp machen. Die Datei aus Whatts App einfach mit Hilfe der Drive App ins Garmin Explore spielen und dort wieder via Drive App ins Navi holen. Somit muss man nicht den Umweg über das eher mühsame Garmin BaseCamp nehmen.
Im Praxistest überzeugte die Kombination von topographischer Karte und Straßenkarte vor allem auf der Reiseenduro. Unterwegs im ländlichen Gebiet kann man mit der Reiseenduro nun auf Feldwege abbiegen und auf unbefestigten Straßen neue Pfade beschreiten. Dabei kann man sich vorher auf dem Navi einen Überblick über das Gelände verschaffen.
Die Geländedarstellung ist detailreich und die Navigation ist einfach und läuft gut. Man entscheidet natürlich selbst welche Wege man nimmt und welche nicht. Man riskiert nun etwas weniger wenn man in unbekannte Gebiete abbiegt und hat immer einen guten Überblick was die Route vor einem für einen Verlauf einschlägt.
Als Universallösung für alle Outdoor-Aktivitäten ist es zwar grundsätzlich gut gerüstet für einige Anwendungen aber vermutlich zu groß.
Testergebnisse und Bewertungen
Die beste Kombination aus Funktionsumfang, Bedienung, Konnektivität und Montagemöglichkeiten bietet in diesem Test das Garmin Zumo XT. Das TomTom Rider 500 ist ein zuverlässiges und bewährtes Hilfsmittel für die Routennavigation. Dank der robusten, variablen und nicht zu großen Halterung passt es an jeden Lenker.
Autarke Navigationsgeräte und Smartphone-Kombinationen
Zwei grundverschiedene Systeme haben wir in diesem Test unter die Lupe genommen und getestet: Autarke Navigationsgeräte mit GPS-Empfänger und integriertem Kartenmaterial, die ohne Zusatzgerät oder -verbindung den vorgegebenen Weg finden, und solche, die wie das Beeline Moto II oder das Carabc D501 ein Smartphone als Stütze benötigen.
Bei diesen Modellen gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, auch offline zu navigieren - wenn auch mit Einschränkungen. Die autarken Navigationsgeräte wie auch die Kombigeräte, die auf das Smartphone angewiesen sind, benötigen interne oder externe Stromversorgung. Einige Motorrad-Navis haben einen integrierten Akku, die Stromversorgung kann aber auch durch die Verkabelung der Gerätehalterungen mit der Bordbatterie sichergestellt werden. Interne Akkus halten je nach Modell zwischen zwei und zwölf Stunden durch. Das genügt für mehr oder minder lange Ausfahrten, auf der sicheren Seite ist man aber mit dem Anschluss an das Bordnetz.
Stromversorgung und Akkulaufzeit
Bei Motorrad-Navis, die nur in Kombination mit einem Smartphone arbeiten, muss auch dessen Akkulaufzeit bedacht werden. Bluetooth, GPS und gegebenenfalls auch mobile Daten belasten bei einer langen Tour den Handyakku deutlich.
Kartenmaterial und Routenplanung
Fast immer genügt für die normale Navigation von A nach B oder für Rundreisen Straßenkartenmaterial, wie es bei den verschiedenen Systemen integriert ist oder wie es von Google Maps zur Verfügung gestellt wird.
Halterung und Montage
Auf den ersten Blick scheint die Halterung eines Motorradnavigationsgerätes vergleichsweise nebensächlich, schließlich wird sie nur einmal montiert und verbleibt dann in der Regel dauerhaft an ihrem Platz. Da ist es besonders wichtig, dass im Lieferumfang der Halterung nicht nur eine gewisse Auswahl an Befestigungsmaterial vorhanden ist, auch die Einstellmöglichkeiten sollten vielfältig sein. Je mehr Gelenke und Verstellebenen in die Haltearme integriert sind, desto besser und störungsfreier lassen sich die Navis positionieren.
Displaygröße und Ablesbarkeit
Je größer das Display, desto besser? Ja und nein - pauschal lässt sich das nicht beantworten. Sicher sind die großzügigen Diagonalen von 5,5 oder sogar 6 Zoll bei den Garmin-Geräten komfortabel und sorgen nicht erst dann für gute Übersicht, wenn man sich im Lesebrillen-Alter befindet. Doch bei sechs Zoll wiederum muss man je nach Cockpitgestaltung schon kreativ sein, um eine geeignete Positionierung zu finden, bei der nicht wichtige Betriebs-Infos in den Armaturen verdeckt werden.
Einzelvorstellung ausgewählter Modelle
Garmin Zumo XT: Das Garmin Zumo XT zeigt in unserem Test die beste Kombination aus Handhabung und Bedienung.
TomTom Rider 500: Auf den ersten Blick ist das Tomtom Rider 500 vergleichsweise klein.
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