Motorrad Otto Wernigerode Geschichte

Die Geschichte von Wernigerode ist reich an interessanten Persönlichkeiten und Ereignissen. Hier werden einige Facetten der Geschichte beleuchtet, darunter Bezüge zu Motorrädern, Oldtimern und bemerkenswerten Personen.

Volker Otto und sein Afrika-Abenteuer

Volker Otto wurde 1948 in Wernigerode/Harz geboren. Nach der Flucht mit seinen Eltern aus der DDR 1958 verbrachte er seine Schulzeit bis zum Abitur 1968 in Groß-Reichenbach und Wetzlar/Hessen. Seine Seefahrtzeit begann er als Moses auf einem Schiff der Reederei Schulte und Bruns/Emden. Nach einem Studium von 1975 bis 1978 an der Universität Hamburg in den Fächern Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft sowie Germanistik für das höhere Lehramt und einem anschließenden zweijährigen Referendariat verbrachte er die ersten beiden Jahre seines insgesamt zehnjährigen Auslandsaufenthaltes in Lagos/Nigeria.

Für Volker Otto zeichnete sich nach Seefahrt und Lehrerausbildung ein ruhiges Leben in der Wesermarsch ab. Seine Frau Christine, Lehrerin für Grund- und Hauptschule, arbeitete Ende der 1970er Jahre in Nordenham, er selbst unterrichtete als Referendar an den Berufsbildenden Schulen Brake und Elsfleth im Bereich der seemännischen Ausbildung. Doch dann brachte ein Anruf das behütete Leben durcheinander: Volker und Christine Otto landeten im Sommer 1980 beruflich in Lagos. Volker Otto und seine Frau Christine verließen 1980 die Wesermarsch für ein Abenteuer in Lagos, Nigeria. In seinem Buch beschreibt Otto ihre Erlebnisse in einer fremden Welt.

Über eine zweijährige intensive Zeit in Afrika hat Volker Otto nun ein Buch geschrieben. Es ist eine packende und spannend geschriebene Erzählung. Lebendig und in einem flüssig zu lesenden Stil schildert er auf 190 Seiten ungeschminkt das Leben in einem fremden Land. Es sind die prägnanten, kurzen, aber treffenden Sätze, die seiner Schilderung so viel Kraft verleihen. Der Autor zieht den Leser unwillkürlich in eine faszinierende und für einen Europäer eher befremdliche Welt hinein, in der oft genug andere Regeln gelten als in der westlichen Hemisphäre.

Das Abenteuer Afrika begann für Volker und Christine Otto mit einem Telefonat. „Die ersten Tage des neuen Jahres 1980 waren am Kalender bereits abgehakt“, schreibt Volker Otto. Beide saßen in den letzten Tagen der Weihnachtsferien im angemieteten Bungalow in Nordenham und schmiedeten die nächsten Pläne für die kommenden Osterferien. „Während wir also überlegten, was wir zu Ostern planen könnten, klingelte das Telefon“, schildert der Autor den Beginn einer faszinierenden Geschichte. Am Apparat war ein Kommilitone aus Hamburg, der in die freie Wirtschaft gegangen war. Er arbeitete mittlerweile für die Hamburger Hafen- und Lagerhausgesellschaft (HHLA). Er kam dann schnell zur Sache. „Du hast doch auch See- und Hafenwirtschaft studiert, hast du Lust, einen Job für die Firma HPC in Lagos, Nigeria, zu übernehmen?“. Auf Nachfrage erfuhr Volker Otto, dass sich hinter dem Kürzel die Hamburg Port Consulting, eine Tochter der HHLA, verbarg. Diese beriet die Staatsfirma Nigerian Port Authority (NPA) beim Betrieb des von der Firma Berger gebauten neuen Hafens auf Tin Can Island in Lagos.

Volker Ottos Aufgabe wäre es, dort einen Kollegen, der in den Schuldienst nach Deutschland wollte, abzulösen, und mit einem Partner aus der Praxis von HPC für und mit der NPA eine Schule für Hafenfacharbeiter aufzubauen.

Ein erlebnisreiches Vorfühlen in Lagos bestärkte Volker Otto und seine Frau Christine, die dort an einer deutschen Schule unterrichten sollte, darin, für zwei Jahre den Schritt zu wagen. Was die beiden dort erlebten, schildert Volker Otto in seinem Erstlingswerk „Mut zur Lücke - Afrika ist (k)eine Alternative!?“.

In diesem Buch erzählt der 76-jährige Braker von lustigen, abenteuerlichen und teilweise skurrilen Erlebnissen während seiner zweijährigen Tätigkeit. „Wir haben uns sicher gefühlt“, sagt Volker Otto. Die HPC-Mitarbeiter wohnten in einem bewachten Camp. Auch sonst gab es überall Checkpoints. An den Wochenenden unternahm man Ausflüge in die Umgebung. „Außerhalb von Lagos war das eine friedliche, eine andere Welt“, erinnert sich der Autor.

Nachdem ein Boot gekauft worden war, schipperte die Familie mit Freunden auch auf der Lagune umher zu etwas weiter entfernt gelegenen Stränden. Bei einer dieser Fahrten ereignete sich ein brenzliger Vorfall mit Einheimischen. Ein mit zwei Männern besetztes Boot schoss auf Volker Otto und seine Frau zu. Schon rief einer zu ihnen herüber, sie bräuchten das Benzin. Der andere forderte sogar noch den Motor. Geistesgegenwärtig überließ Volker Otto seiner Frau das Ruder, griff zum Pickhaken und richtete sich auf. „Ich sagte zu ihnen: Wer rüberkommt, den spieße ich auf“, so Volker Otto. Weil man sich schon in Ufernähe befand und es zahlreiche Zeugen gab, drehten die beiden Banditen ab. „Das war der kritischste Moment in den beiden Jahren“, merkt Christine Otto im Gespräch mit unserer Redaktion an.

Das Buch ist im Verlag Books on Demand (Norderstedt) erschienen und auch über die Buchhandlung Gollenstede zum Preis von 16,99 Euro zu beziehen (ISBN 978-3-7597-7787-4).

Otto IV. von Braunschweig

Otto IV. wurde als Sohn Heinrich des Löwen geboren. Otto und seine Brüder wurden zu ihrem Großvater Heinrich II. nach England geschickt und wuchsen am englischen Königshof auf. 1198 wurde er zum römisch-deutschen König gewählt. Aber die Herrschaft von Otto IV. wurde ständig schwächer. Der Gegenkönig Friedrich II. konnte den Thronstreit endgültig für sich entscheiden.

Otto IV. heiratete Maria von Brabant. Er führte Kämpfe gegen seine Widersacher, ohne nennenswerte Erfolge. In der Schlacht bei Bouvines erlitt er eine vernichtende Niederlage. Der Thronstreit war damit endgültig für den Staufer Friedrich II. entschieden. Feldzüge, aber auch die letzten Unterstützer fielen von ihm ab. Otto IV. zog sich entmutigt und gebrochen zurück. Am 19. Mai 1218 starb der einzige Welfenkaiser, Otto IV. von Braunschweig, auf der Harzburg.

Oldtimer-Leidenschaft in Zilly

Was andere für puren Schrott halten, ist für die Niebels in Zilly immer noch brauchbar. Für den Außenstehenden scheint kein nachvollziehbares System dahinter zu stecken - ein krasser Irrglaube! Was Opa Wilfried einmal in den Händen hatte, lässt sich mühelos nach Monaten binnen kürzester Zeit wieder hervorkramen. Daß oft Dinge zusammenfinden, die ursprünglich nie zusammengehörten, ist Teil der Niebelschen Philosophie.

»Wir wollen beweisen, dass man auch mit einem Abschluß der achten Klasse mehr anstellen kann, als nur blöd gucken«, bringt es Wilfried Niebel auf den Punkt, um später zu ergänzen: »Mein Vater ist im Krieg geblieben. Ich mußte mir daher alles selbst beibringen. So habe ich es auch mit meinen Kindern gehalten. Inzwischen sind auch meine Enkel von der Schrauberei infiziert.«

Mitte der 70er Jahre geriet der Kauf eines Oldtimers für einen seiner beiden Söhne zu einer Initialzündung. Dies war der Anfang einer bis heute einzigartigen Fahrzeugsammlung. Pures Glück, einzigartige Zufälle oder auch ganz gezielte Suchaktionen auf den Schrottplätzen landauf, landab führten bis jetzt zu einem Fundus, der seinesgleichen sucht. Eigentlich kein Wunder, daß der Ort Zilly längst zum Synonym für pure Sammlerleidenschaft geworden ist.

Wilfried Niebel nahm nie ein Blatt vor den Mund - zu DDR-Zeiten nicht und heute schon gar nicht. Zwei Jahre nach dem Mauerfall rückte die zu komplettierende Oldtimersammlung immer mehr in den Fokus. Alle paar Monate stößt man irgendwo auf einen neuen Oldtimer, der offensichtlich seit Jahrzehnten auf begnadete Schrauberhände gewartet hatte.

Darunter befindet sich mit dem »Siyz 110«, Baujahr 1949, auch die erste DDR-Staatskarosse von Otto Grotewohl. Das Ganze ein außergewöhnlich seltenes Exemplar der Automobilgeschichte und von daher heutzutage kaum bekannt. Im übrigen ein Packard-Nachbau, dessen 36 Kilogramm schweres Radio schon damals über einen Sendersuchlauf verfügte. Der Wagen ist sieben Meter lang, drei Tonnen schwer und besticht mit einem Verbrauch von unbescheidenen 40 Litern pro 100 Kilometer.

Unterdessen ist die Sammlung auf fast 300 Modelle angewachsen. Die meisten davon sind Motorräder und Mopeds. Jedes zweite Fahrzeug ist wieder in einen betriebsbereiten Zustand versetzt worden.

25 Jahre OTTO! Oldtimertreffen in Osterode am Harz

Jedes Jahr am Sonntag des ersten Septemberwochenendes treffen sich Freunde alter Fahrzeuge und Taxis vor historischer Kulisse auf dem Kornmarkt in Osterode am Harz. Zum 25. Mal verwandelt sich Osterode am Harz in eine Bühne für klassische Fahrzeuge: Beim traditionellen markenoffenen Oldtimertreffen kommen edle Karossen und liebevoll gepflegte Gebrauchsfahrzeuge ab 20 Jahren zusammen. Technikliebhaber kommen ebenso auf ihre Kosten wie Besucher, die einfach einen entspannten und unterhaltsamen Tag erleben möchten.

Wernigerode: Eine Stadt mit Charme

Wernigerode ist eine Stadt, auf die man stolz sein kann. Sie ist wunderschön, schon lange vor der Wendezeit war sie die „Bunte Stadt am Harz“. Von hieraus kann man den ganzen Harz erkunden, mit der Harzquerbahn oder zu Fuß, mit dem Auto oder für ganz Fitte: mit dem Fahrrad.

Die Gassen hinter den Haupteinkaufsstraßen sind genauso schön, vielleicht sogar interessanter, denn viele der Häuser haben eine Informationstafel und man kann einiges erfahren über Ursprung und Geschichte. Neben dem Rathaus mit der spätgotischen Fachwerkfassade, welches wunderschön bei Tag, aber noch schöner nachts beleuchtet ist, dem Schloss, bei welchem sich selbstverständlich auch eine Führung lohnt und der Blick über die Stadt eine Wonne ist, müssen wir Folgendes sagen: ein Besuch des „Kleinsten Hauses“ ist genauso Pflicht wie das genaue Betrachten des „Krummelschen Hauses“ und das Bestaunen des „Schiefen Hauses„. Die gesamte Breite Straße/Westernstraße hinauf kann man nicht genug bekommen von Fachwerkhäusern, wunderschön gestalteten Hinterhöfen, einem toll hergerichteten Nikolai-Platz und dem Highlight, dem Marktplatz.

Am Ende der Westernstraße befindet sich der Westerntorturm, das ist einer der Wehrtürme, die ich auf meinem Stadtplan besonders hervorhob, denn er steht dort wie ein Wachmann und ein jeder muss hindurch gehen, wenn er hinein oder hinaus möchte aus der Innenstadt. Wer dann den Schritt hinaus wagt kommt zur Westerntorkreuzung und dort kreuzt die Harzquerbahn die Straße - ein Highlight neben dem Bahnhof und dem Selbst-Mitfahren für Eisenbahnromantiker.

Tipps für Wernigerode:

  1. Von der Schönen Ecke aus den Burgberg hinauf Richtung Schloss kommt man unweigerlich am Wallgraben vorbei.
  2. Und in der Innenstadt ist da noch die „Demutsgasse„, welche im Portal „harzlife“ wie folgt beschrieben wird: „Dieser schmale Hausdurchgang befindet sich am Oberpfarrkirchhof in unmittelbarer Nähe zur St.-Sylvestri-Kirche. Er stellt den kürzesten Weg von diesem Gotteshaus in Richtung Stadtmauer und Westerntor dar. Der Weg ist unter den Bezeichnungen Demutsgasse, Rosengasse und Rosmaringasse bekannt. Diese Namen zeugen von einer gewissen Ironie der Bewohner dieser Gegend, denn wegen der einstmals schlechten hygienischen Bedingungen roch es hier ganz gewiß nicht nach Rosen oder Rosmarin.
  3. Beispiel vom großen Parkplatz „Am Anger“ die Lindenallee hinauf, durch den Lustgarten, an der Orangerie vorbei und läuft hindurch bis zum Kastanienwäldchen, dann wandelt ihr auf den Spuren, die wir als Kinder so oft gelaufen sind und uns so unglaublich wohl dabei fühlten… Danach geht ihr am besten zum Schloss hinauf - und genießt den Blick über die Stadt mit einem guten Hasseröder Pils in Händen.
  4. Von diesem hat man einen wunderbaren Blick zur Harzquerbahn - aber das Eis - mhhhhh. Schon früher in der Schulzeit, meine Schule liegt zufällig genau nebenan - holten wir uns regelmäßig dort eine kleine Erfrischung auf dem Nachhauseweg.
  5. Interessant ist gewiss auch der Miniaturenpark „Kleiner Harz“ im Wernigeröder Bürgerpark. 50 Modelle interessanter Bauwerke des Harzes sind dort zu sehen. Der Bürgerpark an sich ist schön angelegt, hat Themengärten, Spielplätze und Tiergehege.

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