Motorradreifen Abgefahren Erkennen: Ein Umfassender Leitfaden

Motorradfahren macht erst so richtig Spaß, wenn der Motorradreifen ausreichende Profiltiefe aufweist. Auch bei einer nassen Fahrbahn gewährleisten diese dann neben der richtigen Blickführung ein sicheres Fahren.

Die Bedeutung der Profiltiefe bei Motorradreifen

Die Mindestprofiltiefe bei einem Motorradreifen gibt an, wie tief die Rillen und Lamellen in den Reifen sind. Die Profiltiefe sorgt dafür, dass der Reifen des Motorrads durchgängig Kontakt zu der Fahrbahn aufweist. Sie ist wichtig, damit der Reifen auch in den Kurven den Kontakt zum Untergrund nicht verliert und nicht wegrutscht. Die Mindestprofiltiefe von Motorradreifen gewährleistet so auch Haftung und Halt auf nasser Fahrbahn oder bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen.

Gesetzliche Bestimmungen zur Mindestprofiltiefe

Das Gesetz sieht für die Zweiradsicherheit eine Mindestprofiltiefe vor, um im öffentlichen Straßenverkehr fahren zu können. § 36 Abs. 2 StVZO gibt für einen Motorradreifen ein Mindestprofil von 1,6 mm Restprofiltiefe vor. Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von 1,6 mm aufweisen. Das Hauptprofil bezeichnet dabei die breiten Rillen im mittleren Bereich der Lauffläche. Dazu zählen ¾ der Lauffläche ohne die Ränder. Auch das Mindestprofil für ein Motorradreifen laut TÜV beträgt 1,6 mm.

Für Mofas und Leichtkrafträder, also Zweirädern bis 125 Kubikmeter Hubraum, ist laut Gesetz nur eine Profiltiefe von 1 mm vorgegeben. Die Mindestprofiltiefe für ein Motorrad der Klasse A1 beträgt ebenfalls 1,0 mm.

Um die Sicherheit im Straßenverkehr europaweit zu gewährleisten, unterscheiden sich die Profiltiefen in europäischen Ländern kaum. Die Mindestprofiltiefe für ein Motorrad in Österreich beträgt ebenfalls 1,6 mm. Daher ist die vorgegebene Mindestprofiltiefe für ein Motorrad in der Schweiz genauso 1,6 mm. Sollten Sie jedoch nach Italien fahren, reicht ein Profil von 1 mm im Sommer.

Die Empfehlung von Experten bei schwierigen Wetterverhältnissen geht sogar noch weiter. Für die am Motorrad montierten Reifen ist eine Mindestprofiltiefe von 4 mm empfohlen. Denn vor allem bei Aquaplaning kann eine Profiltiefe von 2 mm gefährlich werden. Gerade das Profil des Reifens kann Gefahren verringern und für die Sicherheit für Fahrer und Fahrzeug sorgen.

Bußgelder bei Nichteinhaltung

Die Nichteinhaltung der Mindestprofiltiefe bei einem Motorrad kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Wird die Mindestprofiltiefe beim Motorrad unterschritten, droht weiterhin ein Punkt in Flensburg. Zudem besteht eine Gefahr für Leib und Leben. Das Bußgeld beträgt mindestens 35 Euro. Kommt es zu einer Gefährdung der Verkehrsteilnehmer oder kommt es zu einem Unfall, droht neben rechtlichen Folgen wie Schadensersatz eine Geldstrafe bis zu 5.000 Euro.

Wie man die Profiltiefe misst

Die Mindestprofiltiefe bei einem Motorrad lässt sich am Besten mit einem Profiltiefenmesser messen. Tankstellen stellen Messstifte zur Verfügung. Die elektronischen Profiltiefenmesser weisen sogar eine digitale Anzeige und automatische Kalibrierung auf. Das Gerät wird zum Messen in einer der Hauptrillen in der Mitte der Lauffläche angesetzt. Der Messfühler ist senkrecht zu halten. Am Besten messen Sie dort, wo es am dünnsten ist, um den gesetzlichen Vorgaben zu folgen.

Ein weiterer Tipp, um die Mindestprofiltiefe bei einem Motorrad zu messen, ist das Messen mit einer 1- Euro-Münze. Der goldene Rand der Münze ist nämlich exakt 3mm breit. Bei diesem Schnelltest halten Sie die Münze an das Profil. Es geht auch altmodisch mit Streichholz, Bleistift und Lineal. Hierbei halten Sie das Streichholz senkrecht in die Profilrille und machen dort, wo das Profil endet, einen Strich am Streichholz.

Methoden zur Messung der Profiltiefe:

  • Profiltiefenmesser: Für genaue Messungen.
  • 1-Euro-Münze: Der goldene Rand ist 3 mm breit, ideal für einen schnellen Check.
  • TWI (Tread Wear Indicator): Kleine Stege im Profilgrund, die die Verschleißgrenze markieren.

Wann sollte man Motorradreifen wechseln?

Reifen, die sich in einem schlechten Zustand befinden, können die Leistung Ihres Fahrzeugs verschlechtern und Ihre Sicherheit oder die Sicherheit Ihrer Liebsten gefährden. Wir empfehlen Ihnen daher, einmal pro Monat Folgendes zu prüfen:Den Zustand der Reifen, Die Verschleißanzeigen, Schäden durch Stoßeinwirkung oder Anzeichen von ungewöhnlichem Verschleiß, Den Reifendruck.

Achten Sie bei der Sichtprüfung besonders auf den Laufflächenbereich und die Reifenflanken. Achten Sie auf eine ungewöhnliche, übermäßige oder ungleichmäßige Abnutzung der Lauffläche, auf Fremdkörper, Ausbeulungen oder Verformungen, Anzeichen von Einstichen, Rissen im Gummi oder auf jegliche Verschlechterung oder Beschädigung.Wenn der Reifen eine Reifenpanne hat.

Auch, wenn die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter gegeben ist, kann ein Reifenwechsel durchaus Sinn ergeben. Nach den Angaben von tourenfahrer.de über Motorradreifen sollte der Reifenwechsel schon stattfinden, wenn die Profiltiefe weniger als vier Millimeter beträgt. Ebenso ist auf das Profilmuster zu achten. Gibt es Unregelmäßigkeiten, so dass der Reifen nicht gleichmäßig abgefahren wurde, gilt es ebenso früher als gedacht über einen Reifenwechsel nachzudenken.

Faktoren, die einen Reifenwechsel erforderlich machen:

  • Erreichen der gesetzlichen Verschleißgrenze.
  • Alterserscheinungen des Reifens.
  • Beschädigungen wie Risse, Stiche oder Verformungen.
  • Ungewöhnliche Verschleißerscheinungen.
  • Verwendung falscher Reifen für das Fahrzeug.

Das Alter der Reifen

Nach den Angaben von AUTODOC über Motorradreifen müssen Reifen für den gewöhnlichen Straßenverkehr spätestens alle fünf Jahre ausgetauscht werden, wenn das Motorrad ausschließlich normal bewegt wird. Selbst, wenn das Profil eigentlich noch einen guten Eindruck macht, kann es sein, dass die alten Reifen bei Weitem nicht mehr die Traktion bieten, die eigentlich für sicheres Fahren auf unterschiedlichen Straßenbelägen nötig ist. Am einfachsten lässt sich das Alter eines Motorradreifens über die sogenannte DOT-Nummer feststellen. Diese Angabe ist auf der Seitenflanke zu lesen oder kann über den Kaufbelag herausgefunden werden. Dabei handelt es sich hier um eine vierstellige Zahl.

Wie man Abgefahrene Motorradreifen Erkennt

Der Zeitpunkt für einen Reifenwechsel bei einem Motorrad ist erreicht, wenn das Profil des Reifens bis zur Verschleißanzeige abgenutzt ist, was normalerweise eine erhabene Linie oder eine Reihe kleiner Unebenheiten im Reifenprofil ist, die sich normalerweise an der Unterseite des Reifens befinden. Reifenverschleißanzeiger werden von sämtlichen Herstellern genutzt, erkennbar ist die Anzeige, je nach Hersteller, an einer Linie, an einem Pfeil oder an einem Kreis. Die Wartung guter Reifen an Ihrem Motorrad ist wichtig, da sie die Kontrolle über Ihr Motorrad erleichtern. Abgenutzte Reifen können dazu führen, dass Sie die Traktion verlieren, unabhängig von den Temperaturen oder der Jahreszeit.

Gummi wird spröde oder hart. Das bedeutet, gerade, wenn Sie Ihr Motorrad lange Zeit nicht mehr genutzt haben oder gebraucht ein Fahrzeug gekauft haben, dass der gute Eindruck der Reifen trügerisch sein kann. Im Falle alter Reifen ist es wahrscheinlicher, dass das Fahrrad in einer Kurve oder beim Bremsen die Bodenhaftung verliert. Dies kann auch zu einem Ausbruch führen, der möglicherweise einen Unfall und schwere Verletzungen verursachen kann. Am sichersten ist es, alte Reifen zu ersetzen.

ADAC Test mit unterschiedlichem Profil

Um herauszufinden, welchen Einfluss niedrige Profiltiefen auf die Leistungsfähigkeit der Reifen haben, führte der ADAC beispielhaft einen Test mit Winterreifen durch, die bei Schnee, Nässe und Glätte besonders auf die Verzahnung ihres Profils mit der Straße angewiesen sind. In der Dimension 185/60 R 14 wurden die Fahr- und Bremseigenschaften auf trockener, nasser und schneebedeckter Fahrbahn mit drei unterschiedlichen Profiltiefen getestet: Im Neuzustand (etwa 8 mm), mit 7,5 mm Profil und mit 4 mm Profil, dem empfohlenen Wechselzustand.

Auf Schnee waren die Unterschiede zwischen neuen und bereits gefahrenen Reifen am deutlichsten. Der 4-mm-Reifen verursacht schon aus Tempo 30 einen 3,2 Meter längeren Bremsweg als der Neureifen. Auf Nässe ist es zur Vermeidung von plötzlichem Aquaplaning wichtig, dass ein Profil mit seinen Längsrillen und Lamellen möglichst viel Wasser aufnehmen und verdrängen kann. Gut nachvollziehbar, dass der auf 4 mm abgefahrene Reifen bereits bei 63 km/h aufschwimmt, der Neureifen jedoch erst ab 87 km/h.

Die Risiken von abgefahrenen Reifen

Das Fahren mit abgefahrenen Reifen setzt Sie vielen Risiken aus. Da der Reifen der einzige Kontaktpunkt zwischen Ihrem Fahrzeug und dem Boden ist, muss er unbedingt genügend Haftung bieten, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten. Mit zunehmendem Verschleiß können die Fähigkeiten des Reifens jedoch nachlassen. Dies führt zu schlechterem Grip, längeren Bremsvorgängen, schlechterer Wasserableitung usw. Bei Regen sind die Risiken besonders groß. Wenn Sie auf nasser Fahrbahn fahren, kann sich ein dünner Wasserfilm zwischen dem Boden und dem Reifen bilden. Man spricht dann von " Viskoplaning " (nicht zu verwechseln mit Aquaplaning, das bei Autos auftritt).

Wie lassen sich Motorradreifen wechseln?

Motorradreifen selbst zu wechseln kann eine entmutigende Aufgabe sein, und es ist immer eine schlaue Idee, eine Werkstatt zu konsultieren, wenn man selbst nicht das nötige Werkzeug zur Hand hat, oder sich wegen der Sicherheit Gedanken macht. Wenn Sie allerdings von Ihren Fähigkeiten überzeugt sind und das nötige Werkzeug zur Hand haben, können Sie Ihre Motorradreifen selbst wechseln. Stellen Sie vor Ihrem Vorhaben sicher, dass Sie die richtigen Utensilien für den Job haben. Sie sollten ein Werkzeug zum Entfernen von Motorradreifen, einen Reifenheber, eine geeignete Handpumpe oder einen Kompressor zur Hand haben. Vergessen Sie ebenfalls nicht, die Reifen nach einiger Zeit nachzuziehen. Nach einem Wechsel sollte das bereits nach 50 Kilometern oder nach der ersten Ausfahrt geschehen. Achten Sie nach dem Wechsel unbedingt auch auf die Fahreigenschaften. Läuft das Motorrad unrund, so ist es das Beste, wenn Sie sich schnellstmöglich zur nächsten Werkstatt begeben.

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