Motorradfahrer sind aufgrund der fehlenden Karosserie relativ ungeschützt den Umwelteinflüssen und Straßenbedingungen ausgesetzt. Kommt es zu einem Sturz, prallt der Körper ebenfalls entsprechend schutzlos auf die Fahrbahn oder ein anderes Fahrzeug auf. Um den Schweregrad der Verletzungen im Falle eines Sturzes oder Unfalls zu minimieren, sollten Motorradfahrer daher immer auf gute Schutzkleidung zurückgreifen.
Neben dem obligatorischen Schutzhelm finden sich auf dem Markt auch Spezialschuhe, Handschuhe, Jacken u. v. m. Um sich so gut wie möglich zu schützen, sollten Motorradfahrer gute Schutzbekleidung nutzen. Doch eine Motorradjacke, die mit zahlreichen Protektoren auch am Rücken ausgestattet ist, kann nicht nur eine kostspielige Anschaffung sein. Vor allem auch bei hochsommerlichen Temperaturen ist der Vollschutz etwas unkomfortabel. Wer dann auf eine leichtere Jacke zurückgreifen möchte, sollte den Schutz dennoch großschreiben und zumindest einen Rückenpanzer kaufen.
Denn besonders Wirbelsäulenverletzungen können schwerwiegende Folgen haben. Generell eignen sich die Protektoren jedoch auch für andere Sportbegeisterte wie Reiter, Biker oder Skifahrer bzw. Zusätzliche Schutzkleidung kann vor schweren Verletzungen schützen.
Brustprotektoren sind lang nicht so verbreitet wie Rückenprotektoren und haben den Ruf, unschön aufzutragen oder zu drücken. Doch inzwischen haben zahlreiche Hersteller viele flexible und komfortable Lösungen zum Schutz des Brustbereichs im Sortiment. Gut so, denn laut Unfallforschung des ADAC enden 40 Prozent der Verletzungen am Thorax, also am Brustkorb, lebensbedrohlich bis tödlich. Logisch, denn genau hier liegen die wichtigsten Organe des menschlichen Körpers. Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule, die ein gewöhnlicher Rückenprotektor abdeckt, nur etwa halb so oft. Warum also auf Brustprotektoren beim Motorradfahren verzichten, haben wir uns gefragt und direkt 9 Brust-Rückenprotektoren für Motorradfahrer und -fahrerinnen getestet.
Wer es genau wissen möchte, bekommt in MOTORRAD 21/2021 die Schlagdämpfungswerte der einzelnen Rückenprotektoren in Kilonewton (kN), die ausführlichen Erläuterungen zu EU-Norm, CE-Kennzeichnung, Zertifizierung und Materialkunde sowie die Tabelle mit der detaillierten Punktevergabe in den Kategorien Sicherheit, Komfort, Handhabung und Ausstattung/Verarbeitung.
Unsere Empfehlungen im Überblick
Der Testsieg geht an die Weste Keltor von Held*, bietet ein umfangreiches Gesamtpaket an Protektoren und sitzt eng, aber komfortabel unter der Motorrad-Klamotte. Den zweiten Testsieg vergeben wir an die Ortema Body Protection Set + Nierengurt. Leicht und kaum spürbar passt es sich dem Körper an, zudem: Made in Germany.
Testsieger: Held Keltor
Preis: 179,95 Euro; Größen: S bis XXL, DXS bis DXL; Abdeckung Rücken: Full Back (breiter); Gewicht: 1,5 kg; Aufbau: Netzweste mit herausnehmbaren Protektoren, verstellbar an Schultern, Brustprotektor am Stück, Extra-Protektoren an Rippen und Steißbein, Nierengurt; Level Rücken: 2; Level Brust: 2; Herstellungsland: China großer Abdeckungsbereich durch separaten Rippen- und Steißbeinschutz, fester Halt der gesamten Weste, keine Beeinträchtigung beim Fahren, gute Belüftung, hoher Tragekomfort, ohne Protektoren Maschinenwäsche möglich, trägt wenig auf und somit tauglich für enge Lederkombis, auch Damengrößen erhältlich relativ schwer, Reißverschluss seitlich nicht optimal, keine Verstellmöglichkeit des Brustprotektors, Verstellgurte an Schultern wenig effektiv.
Fazit: Die Weste Keltor von Held bietet ein umfangreiches Gesamtpaket an Protektoren und sitzt eng, aber komfortabel unter der Motorrad-Klamotte. Sie ist geeignet für tourenlastiges Textil sowie knackig enges Leder. MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Testsieger: Ortema Body Protection Set + Nierengurt
Preis: 329 Euro, 298 Euro ohne Nierengurt; Größen: S bis XL; Abdeckung Rücken: Full Back (breiter); Gewicht: 1,2 kg; Aufbau: über Gurte zusammenhängender Protektor, vierfach verstellbar, optional mit Nierengurt im Bundle, viskoelastischer Brustprotektor mit Hartschalenaufsatz; Level Rücken: 2; Level Brust: 2; Herstellungsland: Deutschland besonders sanfte Übertragung der Restkraft, großer Abdeckungsbereich des Brustprotektors, Durchdringungsschutz beidseitig, gute Verstellmöglichkeiten, dadurch fester Sitz, gute Belüftung, hoher Tragekomfort, viel Bewegungsfreiheit, nahezu keine Beeinträchtigung Brustprotektor bei zierlichem Körperbau etwas breit, trägt vorn leicht auf und dadurch nur bedingt tauglich für enge Lederkombis und sportliche Sitzposition, umständ¬liches Anziehen über den Kopf.
Fazit: Das Body Protection Set hat Offroad-Charakterzüge, eignet sich mit Nierengurt und dank komfortablem Schaum jedoch auch für Tourer. Leicht und kaum spürbar passt es sich dem Körper an, zudem: Made in Germany. MOTORRAD-Urteil: sehr gut
Alpinestars Nucleon KR-1 Cell & KR-C
Preis: 149,95 Euro (Rücken), 49,95 Euro (Brust); Größen: XS bis XL; Abdeckung Rücken: Central Back (schmaler); Gewicht: 1,0 kg; Aufbau: zwei separate Produkte, über vier Clips kombinierbar, über Gurte verstellbar, geteilter viskoelastischer Brustprotektor, Nierengurt (abnehmbar); Level Rücken: 2; Level Brust: 1; Herstellungsland: China keine Beeinträchtigung beim Fahren, geringes Gewicht, gute Belüftung, angenehmes Material, komforta¬bles Tragegefühl, hohe Bewegungsfreiheit, einfache Handhabung, trägt kaum auf und somit tauglich für enge Lederkombis, Verlängerung zum Steißbein nur Abdeckung des zentralen Rückens, wenig Halt des Brustprotektors durch sehr elastische Gurte, Gurte lösen sich bei Transport oder Anziehen leicht, Brustprotektoren nicht entnehmbar.
Fazit: Die Kombination aus Nucleon KR-1 Cell und KR-C von Alpinestars ist eine praktische Lösung, zwei Schutzbereiche zu verbinden. Durch die flache Bauweise eignet sie sich gut für sportliches Fahren mit enger Lederkombi. MOTORRAD-Urteil: gut
Forcefield EX-K Harness Flite
Preis: 269,90 Euro; Größen: S bis XL; Abdeckung Rücken: Full Back (breiter); Gewicht: 1,7 kg; Aufbau: Weste an einem Stück, verstellbar an Schultern, geteilter Brustprotektor, teilweise Abdeckung der Rippen, Nierengurt; Level Rücken: 2; Level Brust: 2; Herstellungsland: Taiwan sehr gute Restkraftwerte, großer Abdeckungsbereich teilweise bis über die Rippen, Verlängerung zum Steißbein, abtrennbarer Teilbereich im Nacken für den Gebrauch eines Neckbraces teilweise Einschränkung der Bewegungsfreiheit besonders bei sportlicher Sitzposition, insgesamt steif und relativ schwer, somit deutlich spürbar, Gurte an Schultern sehr massiv, nur hier geringfügig verstellbar, trägt deutlich auf.
Fazit: Das Schutzgeschirr von Forcefield erzielte die zweitbesten Werte bei der Schlagdämpfung und punktet mit einem sehr großen Abdeckungsbereich. In Sachen Komfort und Bewegungsfreiheit ist noch Luft nach oben. MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Icon D30 Vest
Preis: 198 Euro; Größen: S/M bis 2XL/3XL; Abdeckung Rücken: Full Back (breiter); Gewicht: 1,5 kg; Aufbau: mit Klett verbundener Protektor, teilweise Abdeckung der Rippen, abnehmbarer Steißbeinschutz, viskoelastisches Material innen, Hartplastik außen, verstellbar an Schultern; Level Rücken: 2; Level Brust: 2; Herstellungsland: China gute Restkraftwerte, Durchdringungsschutz durch Hartschale außen, großer Abdeckungsbereich teilweise bis über die Rippen, flexibler Steißbeinschutz zum Einschieben in den Hosenbund, fester Sitz, wenig Beeinträchtigung beim Fahren, komfortable Verstellgurte relativ schwer, trägt leicht auf und dadurch nur bedingt tauglich für Lederkombis, schlechte Belüftung, schwitziges Material innen, umständliches Anziehen über den Kopf.
Fazit: Die D3O Vest mischt zur Dämpfung viskoelastisches Schaummaterial mit klassischer Hartschale. Trotz des massiven ersten Eindrucks trägt sich die Kombination allerdings wunderbar komfortabel und sitzt einfach gut. MOTORRAD-Urteil: gut
O’Neal BP Protector Vest
Preis: 149,99 Euro, optionaler Brustprotektor 14,95 Euro; Größen: S bis XXL; Abdeckung Rücken: Full Back (breiter); Gewicht: 0,8 kg; Aufbau: Netzweste mit herausnehmbarem Rückenprotektor, Polsterung im Rippen- und Brustbereich, zertifizierter Protektor nachrüstbar; Level Rücken: 2 (Herstellerangabe); Level Brust: keine Zertifizierung; Herstellungsland: China geringes Gewicht, Rippenpolsterung, hoher Tragekomfort, nahezu keine Beeinträchtigung beim Fahren, angenehmes Material, einfache Handhabung, trägt kaum auf, somit tauglich für enge Lederkombis, Halterungen für Neckbrace vernäht, kleine Reißverschluss-Tasche Überschreitung der für die Einhaltung der Norm festgelegten Restkraftwerte von durchschnittlich 9,0 Kilonewton, Brustprotektor nicht inklusive, zu enger Kragen.
Fazit: Im Test wird der erlaubte Mittelwert von 9 kN überschritten. Level-1-Niveau hält man zwar locker ein, dennoch will man laut Kennzeichnung Level 2 erfüllen. Viel Komfort und geringes Gewicht punkten im Alltag. MOTORRAD-Urteil: befriedigend
Rukka Kastor AFT
Preis: 199 Euro; Größen: S bis 3XL; Abdeckung Rücken: Full Back (breiter); Gewicht: 1,1 kg; Aufbau: Netzweste mit herausnehmbaren viskoelastischen Protektoren, durchgehender Brustprotektor, Verbindungsreißverschluss zur Hose; Level Rücken: 2; Level Brust: 1; Herstellungsland: China sehr gute Restkraftwerte, extrem hoher Tragekomfort, sehr gute Belüftung, fixierbar über Verbindungsreißverschluss, viel Bewegungsfreiheit, nahezu keine Beeinträchtigung, Maschinenwäsche erlaubt, Brustprotektor trägt kaum auf, dadurch tauglich für enge Lederkombis Netzweste fällt sehr weit aus, dadurch wenig Halt bei schmalerem Körperbau, Torsolänge des Rückenprotektors nicht individuell auf Konfektionsgrößen angepasst (S und L gleich), keine Verstellmöglichkeiten der Protektorenposition.
Fazit: Die Weste Kastor AFT ist eindeutig der Sieger in Sachen Komfort. Auch die Schlagwerte sind sehr gut, wenngleich durch große Dimensionen und keine Verstellmöglichkeiten nicht jeder davon profitieren kann. MOTORRAD-Urteil: gut
Spidi Defender Back & Chest
Preis: 249,90 Euro; Größen: diverse je nach Körpergröße, Abdeckung Rücken: Full Back (breiter, keine Kennzeichnung); Gewicht: 0,9 kg; Aufbau: mit Klett verbundener Protektor, verstellbar an Schultern, Weichschaum mit Hartplastik-Luftkammern; Level Rücken: 2; Level Brust: 1 (keine Kennzeichnung); Herstellungsland: Italien geringes Gewicht, kaum Beeinträchtigung, moderate Bewegungsfreiheit, Rückenprotektor faltbar, zahlreiche Größen erhältlich, breite Verstellgurte, Durchdringungsschutz teilweise gegeben, Steißbeinschutz, trägt wenig auf, somit tauglich für enge Lederkombis fehlerhafte Kennzeichnung des Rückenprotektors, keine Kennzeichnung des Brustprotektors, anfälliges Material, schlechte Belüftung, in sich steif, Anziehen über Kopf, nicht eng genug für schmalen Körperbau.
Fazit: Der Defender von Spidi geht mit dem Material ¬einen Oldschool-Weg, ist dafür leicht und hält die Normwerte locker ein. Eine flache, leichte Kombination, geeignet nicht nur für sportliche Sitzpositionen. MOTORRAD-Urteil: gut
Zandona Soft-Active Vest PRO X6
Preis: 189,95 Euro; Größen: XS bis XL; Abdeckung Rücken: Central Back (schmaler); Gewicht: 0,7 kg; Aufbau: Netzweste mit herausnehmbarem Rückenprotektor, Nierengurt, Brustprotektor fest vernäht; Level Rücken: 2; Level Brust: nur gegen Steinschlag zertifiziert; Herstellungsland: Italien beste Restkraftwerte im Test, hoher Tragekomfort, fester Sitz, schützende Einsätze an Nacken und Rippen, keine Beeinträchtigung, hoher Tragekomfort, viel Bewegungsfreiheit, gesicherter Reißverschluss, trägt kaum auf, dadurch geeignet für enge Lederkombis nur Abdeckung des zentralen Rückens, keine Verstellmöglichkeiten, Brustprotektor nur gegen Steinschlag zertifiziert und nicht herausnehmbar, seitlicher Reißverschluss nicht optimal zugänglich.
Fazit: Die Soft-Active Vest von Zandona ist sowohl das leichteste als auch das Modell mit den besten Schlagdämpfungswerten. Die Zertifizierung des Brustschutzes gegen Steinschlag ruft unter anderem nach Offroad. MOTORRAD-Urteil: gut
Rückenprotektoren im Labor getestet
Selbstverständlich können auch die getesteten Brust-Rückenprotektoren für Motorradfahrer Verletzungen nicht ausschließen, wohl aber viel an Aufprallenergie absorbieren, die den Körper über Gebühr beansprucht. Wie viel das sein sollte, wird in Grenzwerten festgelegt, die in einer für die Zertifizierung erforderlichen Norm eingehalten werden muss. In diesem Test war die Zertifizierung im Rückenbereich und das höhere Schutzlevel 2 Pflicht; der Protektor im Brustbereich wurde nicht auf Schlagdämpfung getestet.
Berechtigt ist die Frage, warum wir einerseits sehr ausführlich die Wichtigkeit von Brustprotektoren beschreiben, sie aber andererseits nicht wie die Rückenschützer im Labor testen. Dies hat mehrere Gründe: Sowohl Norm als auch Prüfverfahren von zertifizierten Brustprotektoren sind relativ neu, weshalb auch uns Erfahrungswerte fehlen, inwiefern der "Labortest" auf den praktischen Nutzen übertragen werden kann. Und auch Sie hätten wenig davon, wenn höhere Restkraftwerte abschrecken würden, der Brustprotektor an sich im Alltag aber einen guten Job machen würde. Einfacher gesagt: Wir tasten uns alle gemeinsam an das Thema heran und möchten aufzeigen, wie weit die Entwicklungen in diesem Bereich bereits sind, dass jeder, dem sein Brustkorb lieb ist, zumindest einmal ein solches Modell anprobieren sollte und schließlich selbst entscheidet, ob dies für ihn oder sie zum Motorradfahren taugt.
Neben den reinen Laborwerten ist am Rücken, an der Brust und besonders bei diesen Kombi-Protektoren eines wichtig: Der Dämpfer soll natürlich im Sturzfall schützen, aber auch unter dem Aspekt "aktive Sicherheit" überzeugen. Heißt, dass die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird, er nicht reibt, zwickt oder drückt, trotzdem aber verrutschsicher positioniert ist. Und einen schwitzigen Panzer, den man dann an warmen Tagen doch eher zu Hause lässt, wollen wir auch nicht.
Beim Prüfen fällt ein Fünf-Kilo-Schlagkörper auf das auf dem Amboss liegende Testmuster. Grundsätzlich empfehlen wir das höhere Schutzlevel 2. Wem jedoch deutlich mehr am Komfort gelegen ist, findet mit Level-1-Schützern oft noch flexiblere, dünnere Modelle.
Speziell für den Schutz des Rückens gibt es zwei Varianten: "Full Back" (FB) bedeutet so viel wie ganzer Rücken, deckt also neben der Wirbelsäule die häufig betroffenen Schulterblätter teilweise mit ab. Die Zertifizierung als "Central Back" (CB) geht mit einem schmaleren Abdeckungsbereich einher, der sich rein auf den Schutz der Wirbelsäule konzentriert. Unsere Empfehlung sind "allumfassende" Full-Back-Protektoren, wir nehmen dafür die Komforteinbußen gegenüber den schmalen "Central Back" gerne in Kauf.
Länge des Rückenprotektors und Passform
Essenziell bei der Anprobe ist die Länge des Rückenprotektors. Weder zu lang, sodass er mit dem Helm kollidiert, noch zu kurz, sodass er zu wenige Wirbel abdeckt, sollte er sein. Anstatt sich auf die von Herstellerseite frei wählbaren Angaben wie S, M oder L zu verlassen, richten Sie sich besser nach der angegebenen Torsolänge, die direkt auf dem Protektor im Label abgedruckt ist.
Was ist die Torsolänge genau? Gemeint ist der Abstand zwischen Taille und Schulter. Ein guter Anhaltspunkt für den oberen Messpunkt ist der hervorstehende, letzte Halswirbel C7, den man ertasten kann. Je mehr verschiedene Torsolängen ein Hersteller anbietet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die gewählte Größe genau auf Ihren Körper passt. Held, Ortema und Spidi bieten viel Auswahl, wohingegen z. B. bei Rukka der Taillen-/Schulterabstand bei den Konfektionsgrößen S und L identisch ist. Was unterm Strich sehr praxisfern ist.
Gerade bei den Kombi-Produkten ist nicht nur die Dimension des Rückenprotektors, sonde...
Wie muss ein Rückenprotektor sitzen?
Aufgrund der variablen Schließung durch Klettverschlüsse können die Westen auf unterschiedliche Körperformen gut angepasst werden. Dadurch eignet sich besonders diese Art Protektorenweste sowohl für Männer und Frauen. Wenn Sie einen eigenen Rückenprotektor-Test durchführen wollen, sollten Sie also nicht vergessen, die Protektoren selbst anzuziehen. Erst auf diese Weise erfahren Sie schließlich, ob der Rückenschutz sich gut Ihrem Körper anpasst.
Auf dem Motorrad sollte der Rückenprotektor vor allem eines nicht: einschneiden. Sitzt die Weste zu eng, kann so nicht nur das Fahrvergnügen vermindert sein. Auch der Blutfluss zwischen Beinen und Oberkörper kann bei einem zu eng anliegendem Rückenprotektor in der Weste zufolge negativ beeinflusst werden. Dadurch ist dann mitunter auch das Empfinden in den unteren Extremitäten vermindert.
Zudem muss die Passgröße garantieren, dass der Rückenprotektor auch tatsächlich sicher über der Wirbelsäule liegt und nicht verrutschen kann. Achten Sie daher bei Ihrem eigenen Rückenprotektor-Test auch auf die passende Größe, wenn Sie einen Rückenprotektor kaufen wollen. Die Westen dürfen weder zu eng, noch zu weit sitzen.
Es bietet sich für den eigenen Rückenprotektor-Test an, mehrere Protektoren im Fachhandel anzuprobieren, um die für Sie passende Größe zu ermitteln. Einige der Rückenprotektoren sind mit einem zusätzlichen Nierengurt ausgestattet. Welcher Rückenprotektor Ihr persönlicher Vergleichssieger wird, ist von Ihnen selbst abhängig. Schließlich ist die Passform der Protektoren das wichtigste.
Vorteilhaft sind Rückeprotektoren, die eine leichte Passform besitzen. Durch eine leichte Mesh-Weste schmiegt sich ein Rückenprotektor überdies gut an den Körper an. Einschneiden wiederum ist durch Softshell-Material unwahrscheinlich.
Die besten Nierengurte im Vergleich
Ein Nierengurt ist ein hilfreiches Produkt für Motorradfahrer. Der Gurt bietet eine gute Unterstützung und Entlastung für die Nieren während der Fahrt. Er ist angenehm zu tragen und passt sich gut an den Körper an. Außerdem sorgt er für eine bessere Wärmeisolierung. Die Verarbeitung des Gurtes ist solide und strapazierfähig, was eine lange Lebensdauer gewährleistet.
| Modell | Material | Protektorposition | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|---|
| Büse Stream | Polyester | Rücken | Schnelles An- und Ausziehen, gute Passform, hoher Tragekomfort, gute Stützfunktion | Material etwas dünn, ohne Reflektoren |
| Alpinestars 6504612-12-OS-WPS-A | Polyurethan, Leder, Metall | Rücken | Geringes Gewicht, flexible Konstruktion, mit verstärktem TPR-Hauptteil | Anfangs starker Eigengeruch, ohne Reflektoren |
| Held Nierengürtel | Polyamid, Polyester | Rücken | 2 Rückenverstärkungen, gute Passform, hoher Tragekomfort, wärmt | Kann relativ groß ausfallen, nicht sehr stabil |
| Nubex Nierengurt | Polyester | Keine Protektoren | Verstellbare und anatomische 3D-Stickerei, flexibel und atmungsaktiv, hoher Tragekomfort | Ohne Reflektoren, durchschnittliche Verarbeitungsqualität |
| O'NEAL Nierengurt PXR | Polychlorid, Polyester, Polyamid | Rücken | Bio-Innenschaum, ansprechendes Design | Kein Belüftungssystem, durchschnittliche Verarbeitungsqualität |
| Büse Taslan Nierengurt | Polyurethan, Polyester | Rücken | Hochwertige Verarbeitung, hoher Tragekomfort, gute Stützfunktion, für heiße und kühle Tage | Ohne Reflektoren, kein Belüftungssystem |
| Blackwild The Rider's Skin Nierengurt | Polyester | Rücken | Gute Passform, ergonomisch angepasster Schnitt, mit elastischen Einsätzen an den Seiten | Kein Belüftungssystem, kann relativ klein ausfallen |
| Vigo Sports Nierengurt | Neopren | Rücken | 100% waschmaschinenfest, absorbiert Schweiß und Gerüche, leicht und atmungsaktiv | Kann relativ klein ausfallen, ohne Reflektoren |
| Lorey Lum1025 | Polyurethan, Polyester | Rücken | Wind- und wasserabweisende Außenschicht, vollständig einstellbar, mit doppeltem Gurtsystem, mit Belüftungssystem | Ohne Reflektoren |
| Löffler 1016 | Polyester | Keine Protektoren | 100% Polyester, Produktion in Europa, hoher Tragekomfort | Ohne Reflektoren, nicht sehr stabil |
Insgesamt ist es empfehlenswert, sich umfangreich über Motorrad Rückenprotektoren und Nierengurte zu informieren, um die bestmögliche Wahl für die eigenen Bedürfnisse zu treffen und die Sicherheit beim Motorradfahren zu erhöhen.
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