Motorrad Rucksack Chopper Test: Der ultimative Guide für Biker

Motorradfahren ist für viele das Sinnbild einer uneingeschränkten Freiheit. Doch auch dieser fast grenzenlos erscheinenden Freiheit muss man mit gewissen Accessoires etwas auf die Sprünge helfen, und hier kommt ein Motorradrucksack sicherlich gut zur Geltung. Ob nun zum kurzen Einkauf, für eine längere Fahrt oder um wichtige Unterlagen von A nach B zu transportieren - ein solcher Rucksack kann eine echte Hilfe sein und sollte deswegen auf einer Motorradfahrt nicht fehlen. Auf einer Tour oder durch die Stadt, jeder braucht einen Motorradrucksack!

Warum ein Motorradrucksack?

Wer mal eben auf dem Motorrad einen Einkauf plant und diesen verstauen möchte, der ist mit einem Rucksack sehr gut beraten. Doch auch für die bevorstehende Motorradtour kann der Rucksack nur empfohlen werden, um von Sonnenbrille bis Getränke und ein wenig Verpflegung alles mitzuführen, was bei solch einer Tour notwendig ist.

Die Qual der Wahl: Vielfalt auf dem Markt

Wer sich für einen Rucksack entscheidet, hat natürlich wie bei fast jedem Produkt auf dem Markt die riesige Auswahl vor sich. Da machen auch Motorradrucksäcke keine Ausnahme, die es in unterschiedlichsten Farben und Ausführungen sowie Größen gibt. Selbst bei den Materialien variieren sie, und die Wasserfestigkeit ist ein Highlight, welches Sie nicht unterschätzen dürfen.

Wasserfest vs. Wasserdicht: Ein entscheidender Unterschied

Für die meisten mag es wirklich keinen Unterschied geben, und wenn Sie keinen sehen, wollen wir Ihnen gerne etwas auf die Sprünge helfen. Denn die Bezeichnung „wasserfest“ bedeutet im Grunde nur, dass der Rucksack den Regen standhalten kann. Wenn es mal kurzfristig regnet, ist das für den Rucksack kein Problem. Allerdings ist das Eintauchen im Wasser oder das Hineinfallen in eine Pfütze wiederum nicht die beste Idee, wo die Wasserfestigkeit hier endet. Hier kann es daher bei den meisten Rucksäcken für Motorradfahrer dazu kommen, dass das Innenleben im Rucksack nass wird und dadurch unbrauchbar ist.

Wasserdichte Motorradrucksäcke sind jedoch auch in ausgesprochen starken Witterungen zu empfehlen. Sie können auch problemlos in eine Pfütze fallen und im Wasser liegen etc. Ihre hochwertigen Materialien machen es möglich, dass das Innenleben sicher und trocken verstaut bleibt. Ein Motorradrucksack, welcher wasserresistent ist, hat ganz klar viele Vorzüge. Sie sind aus diesem Anlass besonders beliebt und vielleicht auch bald bei Ihnen.

Vor- und Nachteile wasserdichter Motorradrucksäcke

Wo Vorzüge bei der Suche nach einem wasserdichten Motorradrucksack sind, sind meistens auch Nachteile zu finden. Motorradtaschen müssen auf Touren großen Belastungen standhalten. Damit sie das Gepäck sicher aufbewahren und während der Fahrt nicht stören, sollten sie einigen Kaufkriterien entsprechen. Ein wichtiges Kriterium ist das verwendete Material. Viele Taschen für das Motorrad bestehen aus robusten Materialien sie wasserfest sind. Bei langen Touren zahlen sich zudem Taschen aus die abschließbar sind. So müssen Sie die Motorradtasche nicht bei jedem Stopp abnehmen und tragen. Koffersysteme und Topcases aus harten Schalen sind oft abschließbar.

Eines dürfte jedoch nach dem kleinen Minuspunkt unter den „Nachteilen“ klar sein, die ambitionierten Preise mancher Motorradrucksäcke sind wirklich erstaunlich. Während klassische Rucksäcke vielleicht 30 bis 100 Euro im Durchschnitt kosten, geht es bereits mit der Bezeichnung „Wasserfest“ los. Hier geht es meistens schon ab 50 Euro aufwärts los und ein Ende ist wie fast immer nicht in Sicht. Bei wasserdichten Modellen darf es auch gut und gerne ein dreistelliger Betrag sein wie zum Beispiel 169 Euro und höher. Die hochwertigen Materialien, die für wasserdichte Motorradrucksäcke verwendet werden, sind wirklich gut gewählt. Auch die Preis-Leistungs-Verhältnisse sind fast jedem Budget angepasst, sodass es nicht schadet, sich den vielen Rucksäcken mit einem Siegel „Waterresistant“ mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei wird Ihnen ganz sicher auch die hohe Sicherheit Ihrer Unterlagen innerhalb des Rucksacks bewusst, was Sie nicht missen wollen.

Alternativen zum Rucksack: Tankrucksäcke und Hecktaschen

Kaum Platz in der engen Motorradkombi und keine Lust auf einen Rucksack auf dem Rücken? Dann hilft ein Tankrucksack. Das Reisegepäck auf dem Motorrad unterzubringen ist eine schwierige Aufgabe. Eigenen Stauraum sucht man schließlich auf den meisten Maschinen vergeblich. Nachrüstungen sind daher die Lösung. Neben großen Hecktaschen und unhandlichen Seitenkoffern sind Tankrucksäcke eine gute Option, gerade für kleines Gepäck. Ob Handy, Schlüssel, Geldbörse, Erste-Hilfe-Set oder ein kleiner Snack für die Pause: In ihnen lassen sich viele Utensilien für die Tour verstauen, die schnell griffbereit sein müssen. Auch für alltägliche Fahrten bietet sich die kompakte Tasche als praktischer Mini-Gepäckraum an.

Schwere Dinge sollten jedoch nicht in den Tankrucksack gepackt werden, sondern lieber hinten auf den Soziussitz oder die Gepäckbrücke. Hierfür sind besagte Seitenkoffer und Hecktaschen fürs Motorrad mit deutlich mehr Volumen dann doch alternativlos.

Tankrucksäcke im Detail

Als Tankrucksack wird eine Tasche bezeichnet, die bei Motorrädern auf dem Benzintank montiert wird. Da sich der Tank bei Motorrädern direkt hinter dem Lenker befindet, sind die "Rucksäcke" fürs Bike und ihr Inhalt schnell griffbereit. Die meisten Taschen sind universell für die meisten gängigen Motorradmodelle und -typen wie Enduro, Sport-Touring-Maschinen, Chopper oder Tourenmotorrad geeignet. Je nach Tankobermaterial und Taschenmodell unterscheidet sich die Anbringung leicht.

Viele Tankrucksäcke werden durch Magneten an einem Metalltank befestigt. Alternativ gibt es auch Modelle, die am Tankdeckel befestigt werden. Je nach Marke und Modell wird der Motorrad-Tankrucksack mit einem Riemen oder integrierten Magneten befestigt. Beim Riemen-Tankrucksack umwickeln einer oder mehrere Gurte den Tank. Beim Magnet-Tankrucksack halten ihn im Boden der Tasche vernähte Magnete fest mit dem Tank verbunden. Das funktioniert jedoch ausschließlich mit Kraftstofftanks aus Metall.

Nicht jeder Tankrucksack ist wasserdicht, die meisten Modelle aber wasserabweisend. Für extremes Wetter gibt es für die meisten Tankrucksäcke spezielle Überzüge aus Kunststoff oder Nylon. Damit bleibt der Tankrucksack auch während eines Dauerregens trocken. Die Alternative: Ein gutes Imprägnierspray sorgt ebenfalls für einen wasserdichten Rucksack.

Empfehlenswerte Tankrucksäcke

Die Auswahl an passenden Aufbewahrungsmöglichkeiten für den Motorradtank ist überschaubar. Je nach Motorradmarke und -modell passen nicht alle Produkte, daher ist es ratsam, vor dem Kauf den Tankrucksack am Fahrzeug auszuprobieren.

  • SW-Motech ION One Tankrucksack: Der kompakte Ion One Tankrucksack von SW-Motech passt universell für viele Motorräder. Für mehr Platz lässt sich das Volumen des SW-Motech von fünf auf neun Liter Stauraum erweitern.
  • Harro Elefantenboy: Er ist ein wahrer Klassiker unter den Tankrucksäcken: der Harro Elefantenboy. Nicht günstig, aber dafür mit dem Ruf, nahezu unverwüstlich zu sein. Dazu ist der "Elefantenboy" universell einsetzbar. Die Motorradtasche bietet bis zu 35 l Stauraum.
  • Dracarys Oxford-Motorradtasche: Der Oxford-Tankrucksack von Dracarys soll durch das robuste Obermaterial aus Oxford-Polyesterstoff besonders pflegeleicht und zugleich wasserdicht sein.
  • Bagtecs WPX8: Der Bagtecs den WPX8 Tankrucksack ist dank Magnete und Riemen universell auf Bikes mit Stahltank einsetzbar. Der Tankrucksack fasst acht Liter und wird über vier Magneten und zusätzliche Haltegurte befestigt.
  • Moto-Detail Tankrucksack: Klein und kompakt bietet der Tankrucksack von Moto-Detail ein Fassungsvermögen von sieben Liter Gepäck in einem großen Fach mit einem Netzinnenfach.

Hecktaschen als Alternative

Manche Tankrucksäcke bauen zu hoch, ein "normaler" Rucksack wird auf langen Fahrten schnell zum quälenden Ballast auf dem Rücken. Daher lohnt sich für Biker:innen, die regelmäßig Gepäck auf dem Motorrad mitnehmen müssen, eine Hecktasche. Sie bieten deutlich mehr Stauraum als die kompakten Tanktaschen, daher passen die meisten Dinge problemlos hinein und stören nicht - zumindest, wenn man solo auf der Maschine unterwegs ist.

Hecktaschen lassen sich in der Regel leicht auf dem Soziussitz oder dem Gepäckträger des Motorrads anbringen und sorgen damit für etwa 15 bis 50 l Stauraum auf dem Bike - besonders große Taschen sollen auch 100 l Gepäck unterbekommmen. Je nach Modell sichern zwei bis drei Gurte die Tasche universell auf der Sitzbank des Motorrads oder an der Sissybar bei Choppern.

Weitere wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Motorradrucksacks

Ein entscheidendes Kriterium für die Eignung eines Motorradrucksacks sind Passform und Tragekomfort: Natürlich sollst Du Dir nach einer Tour mit einem Motorradrucksack nicht vorkommen, als ob Du gerade einen ausgewachsenen Elefanten tragen musstest. Ein guter Motorradrucksack muss zudem auch dann fest sitzen, wenn Du bei hohen Geschwindigkeiten oder in schwierigen Kurven unterwegs bist.

Gepäcksysteme im Überblick

Gepäck auf dem Motorrad zu transportieren, bringt ein paar Herausforderungen mit sich: Das entsprechende System soll praktisch sein, dabei aber möglichst gut aussehen und auch zum Bike passen. Alle Möglichkeiten und deren Vor- und Nachteile.

  • Gepäcknetz: Zum Transport von größeren Dingen geeignet
  • Topcase: Heimlicher Favorit von Bikern
  • Rucksack: Universellstes Gepäcksystem, aber Stauraum begrenzt und kann zur Belastung werden
  • Tankrucksack: Gewicht verschiebt Schwerpunkt wenig, aber muss zum Tanken abgenommen werden
  • Gepäckrolle: Einfache Variante, aber wenig Sortiermöglichkeiten und meist kein Platz für Sozius
  • Softbags/Hecktasche: Weiche Variante des Topcase, Sozius hat genug Platz, aber oft nicht wasserdicht
  • Koffer: Viel Platz, robust, abschließbar und wasserdicht, aber teuer und ausladend
  • Packtaschen/Satteltaschen: Weiche Variante eines Koffersystems, geeignet für Motorräder ohne Gepäckträger, Lederversion für Chopper/Cruiser

Tipps zur Vorbereitung und Beladung

Wichtig ist nicht nur die Wahl des richtigen Gepäcksystems, sondern auch die entsprechende Vorbereitung der Maschine, beispielsweise vor einer längeren Tour. Gepäck bedeutet immer Zusatzgewicht. Kommt noch ein Sozius hinzu, kann das zulässige Gesamtgewicht schnell überschritten sein. So darf nicht gefahren werden. Außerdem gilt es, das Bike symmetrisch zu beladen. Der Reifendruck sollte entsprechend der Herstellervorgabe korrekt eingestellt sein. Die Feder- und Dämpferelemente müssen an die höhere Last angepasst werden, um die Fahrwerksgeometrie möglichst ähnlich wie im unbeladenen Zustand einzustellen. Zur Ermittlung einer optimalen Gewichtsverteilung sollte vor der endgültigen Abfahrt eine Probefahrt erfolgen.

Fazit

Wasserdichte Rucksäcke für Motorradfahrer sind in jedem Fall zu empfehlen und hoffentlich konnten die Vor- und Nachteile dabei behilflich sein, sich für sie zu entscheiden.

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