Die Wahl des richtigen Schaumstoffs für Motorradsitze: Ein umfassender Leitfaden

Ist die Sitzbank auf Ihrem Motorrad veraltet oder abgenutzt? Ist der Motorradsitz gar zu niedrig oder das Polster der Sitzbank zu weich? Den Motorradsitz selber neu zu polstern oder aufzupolstern und den Schaumstoff mit einem passenden Bezug zu beziehen, ist mit etwas Geschick gut zu schaffen.

Welcher Schaumstoff ist der Richtige für eine Motorradsitzbank?

Doch zunächst stellt sich die Frage: Welcher Schaumstoff für die Motorradsitzbank? Unsere Empfehlung ist Verbundschaumstoff. Das ist ein fester Schaumstoff, der aus verschiedenen Schaumstoffflocken zusammengepresst wurde. Durch die starke Verpressung ist Verbundschaumstoff sehr robust und langlebig - ein entscheidender Grund, warum er sich ideal als Motorradsitzpolster eignet. Grundsätzlich ist Verbundschaumstoff ein fester Schaumstoff im Vergleich zu anderen Schaumstofftypen. Zudem gibt es Verbundschaumstoff in verschiedenen Festigkeitsstufen. Für die Motorradsitzbank hat sich Verbundschaumstoff RG 120 bewährt - ein fester Verbundschaumstoff.

Verarbeitung und Anpassung

Zum einen ist Verbundschaumstoff ein sehr einfach zu verarbeitendes Material, sodass man sich das Polster für den Motorradsitz problemlos selbst zurechtschneiden kann. Zum anderen bieten wir die Möglichkeit sich den Verbundschaumstoff für die Motorradsitzbank von uns zuschneiden zu lassen. Möchten Sie das alte Polster austauschen und erneuern, ist es ganz leicht: Messen Sie einfach das aktuelle Sitzpolster der Motorradbank aus und geben Sie die Maße in unseren Zuschnittrechner ein. Möchten Sie die Motorradsitzbank aufpolstern, weil Ihre Beine zu stark angewinkelt sind und dadurch häufig einschlafen, braucht das neue Polster einige Zentimeter mehr in der Höhe.

Kosten und Möglichkeiten der Veränderung

Was kostet beim Motorrad Sitz das Abpolstern? Neupolstern? Verwendet man Verbundschaumstoff RG 120 oder RG 140 ist ein neues Polster für die Motorradsitzbank günstig zu haben. Verfügt das neue Polster über die gleichen Maße wie das alte, kann man den vorherigen Bezug - sofern er noch gut aussieht und intakt ist - verwenden. Auch beim Abpolstern ist das möglich. Wird der Sitz jedoch erhöht, kann man den alten Bezug meist ab zwei Zentimeter und höher nicht mehr verwenden. Wem der alte Motorradsitz zu niedrig war, nimmt beim Schaumstoff für das neue Polster einfach einige Zentimeter in der Höhe dazu.

Weitere Schaumstoffarten und ihre Eigenschaften

Um bei Polstermöbeln Sitzkomfort zu erreichen, ist die Auswahl der Schaumstoffe entscheidend - Gewicht und Festigkeit spielen eine große Rolle. Schaumstoffe sind weich, strapazierfähig und unempfindlich. Sie eignen sich daher ausgezeichnet, um Sitzmöbel zu polstern und einen guten Sitzkomfort zu erreichen. Schaumstoff kann mit einfachen Werkzeugen ohne großen Aufwand bearbeitet werden; aufwändige Formen kann man z.B. mit einem Elektrischem Küchenmesser zuschneiden. Sitzflächen und Lehnen moderner Polstermöbel werden zum größten Teil mit Schaumstoffen gepolstert. Sie bestehen aus Kunststoffen, die durch verschiedene Verfahren (physikalisch, chemisch oder mechanisch) geschäumt werden.

Raumgewicht und Stauchhärte

Die Qualität des Schaums wird anhand von Raumgewicht und Stauchhärte festgelegt. Die Stauchhärte gibt das Maß der Festigkeit an und wird durch das Maß an Kraftaufwand bestimmt, welcher nötig ist, um den Schaum um 40 % seiner Ursprungshöhe zu stauchen. Je niedriger dieser Wert ist, desto weicher ist der Schaumstoff. Ein Wert um die 20 bis 30 bedeutet relativ weich; ein derartiges Material eignet sich zum Polstern von Sitzflächen und Lehnen. Beträgt der Wert über 35, handelt es sich um ein sehr hochwertiges Material, das für nahezu alle Bereiche des Polsterns eingesetzt werden kann.

Das Raumgewicht wird in Kilogramm pro Kubikmeter angegeben. Je höher das Raumgewicht bei gleich bleibender Härte ist, desto höher ist die Festigkeit, und umso geringer sind die Verschleißerscheinungen des Schaumes. Polyurethan-Schaum; beziehungsweise PUR-Schaumstoffe werden aufgrund ihrer zahlreichen positiven Eigenschaften oft zum Polstern von Sitzmöbeln verwendet. PUR-Schaumstoff besitzt eine gute Luftdurchlässigkeit, ist formstabil und strapazierfähig. Die meisten Schaumstoffe können einfach und problemlos bearbeitet werden.

Angeboten wird Schaumstoff in Platten und als Kissenware. Das Material kann miteinander verklebt werden, dadurch können weichere und stärkere Qualitäten miteinander kombiniert werden, und der Sitzkomfort kann genau auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden.

Faktoren für die Langlebigkeit von Polstermöbeln

Stark strapazierte Stellen von Polstermöbeln können mit hochwertigem, besonders verschleißfestem Schaum gepolstert werden, sodass der Sitzkomfort möglichst lange erhalten bleibt. Die positiven Eigenschaften von Schaumstoff wie seine Luftdurchlässigkeit, die Elastizität, die Strapazierfähigkeit und seine Langlebigkeit machen ihn zum bevorzugten Material für Gebrauchsmöbel. Da er leicht zu verarbeiten ist, eignet sich der Schaum auch für Heimwerker, die zum Beispiel alte Sitzmöbel selbst mit einer neuen Polsterung versehen möchten. Schaumstoffe mit unabhängigen Gütesiegeln werden auf Umweltverträglichkeit und gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft und können in zahlreichen Wohnbereichen eingesetzt werden.

Alle unsere Polyurethan-Schaumstoffe entsprechen dem STANDARD 100 by OEKO-TEX nach LGA-Schadstoffgeprüft zertifiziert. (erfüllt die derzeit geltenden humanökologischen Anforderungen)Bezugnehmend auf das neue europäische Chemikalienrecht REACH unterliegen Schaumstoffe, da sie als Erzeugnisse eingestuft sind, nicht der Registerpflicht. Sicherheitsdatenblätter für Erzeugnisse sieht die neue REACH Verordnung nicht vor.

Das Raumgewicht (RG) der Schaumstoffe ist ein Qualitätsmerkmal. Es gibt an wieviel Kilogramm Material pro Kubikmeter (kg/cbm) des verwendeten Schaumes wiegt. Je höher das Raumgewicht bei gleichbleibender Härte ist, desto besser sind die Gebrauchseigenschaften, d.h. hohe Festigkeit bei geringer Materialermüdung. Unter Stauchhärte versteht man die physikalisch auf eine Fläche in Quadratmetern (m2) wirkende Kraft in Newton (N), die nach DIN 53 577 (Prüfung von Schaumstoffen und Bestimmung der Stauchhärte im Druckversuch) notwendig ist, um den Schaum um 40% der Normalhöhe zusammenzudrücken. Beeinflusst wird die Stauchhärte maßgeblich durch den molekularen Aufbau der Zellwände.

Als Fausregel gilt:

  • 20 - 30 kg/cbm => weiche Qualität für Sitz- und Rückenpolster
  • 30 - 40 kg/cbm => Standard bis gehobene Qualität für Sitz- und Rückenpolster, Matratzen, Boot- Camping oder Gartenauflagen etc.
  • 40 - 50 kg/cbm => hochwertige bis sehr hochwertige und extrem dauerelastischen Qualität für alle Anwendungen.

Polyurethan-Weichschaumstoffe für die Matratzenproduktion

Als Polyurethan-Weichschaumstoffe werden all diejenigen Schäume zusammengefasst, die reversibel verformbar sind. Sie werden aus Polyol und Isocyanat unter der Verwendung des Treibmittels Kohlensäure hergestellt. Gemeinsam zeichnet sie die offene Zellstruktur und die damit verbundene Luftdurchlässigkeit aus. Die vielfältigen Eigenschaften, die leichte Verarbeitbarkeit, aber vor allem auch die einfache Herstellung des Schaums bieten viele Anwendungsmöglichkeiten für unterschiedlichste Branchen. So wird der PUR-Schaum nicht nur für die Herstellung von Polstern, sondern auch für die Matratzenproduktion, Textilien, Verpackungen, Verbandsstoffe etc. verwendet. Polyether -Schaum eignet sich aufgrund des geringen Gewichtes, der hohen Luftdurchlässigkeit und der physiologischen Unbedenklichkeit besonders gut für die Herstellung von qualitativ hochwertigen Schaumstoffmatratzen, die auch im medizinisch/ pflegerisch-therapeutischem Bereich eingesetzt werden.

Die offenporige Zellstruktur des Polyurethan-Schaums ist einerseits für das schon eben genannte niedrige Eigengewicht verantwortlich. Andererseits sorgt sie aber auch für eine besonders hohe Luftdurchlässigkeit. Diese verhindert Wärme- und Feuchtigkeitsanstauungen, so dass ein besonders gutes Mikroklima entsteht.

PUR-Schaumstoffe sind beständig gegen die Dauereinflüsse von Wärme und Feuchtigkeit. Bei Langzeittests konnten nur sehr geringfügige Veränderungen der Materialbeschaffenheit festgestellt werden.

Verschiedene zahlreiche Untersuchungen in toxikologischen und gewerbehygienischen Forschungseinrichtungen haben belegt, dass die Verwendung von Polyurethan-Schäumen keine patho-physiologischen Auswirkungen auf den Organismus des Menschen haben.

Hilfreiche Eigenschaften vereinfachen die Pflege

Ein großer Vorteil von PUR-Schaumstoffen für den pflegerisch/medizinischen Bereich liegt in der Waschbarkeit von Bezügen und Matratzenkernen. Im Gegensatz zu sonstigen Matratzenarten sind die Bezüge von Polyurethan-Schaum-Matratzen in der Regel abnehmbar und können gewaschen bzw. gereinigt werden. Sollte ein Matratzenkern durch beispielsweise Stuhl oder Urin verunreinigt sein, kann dieser mit einem neutralen Waschmittel gesäubert werden. Diese Eigenschaft ist für Krankenhäuser und Langzeitpflegeeinrichtungen von besonderer Wichtigkeit.

Polyurethan-Schaum leistet einen wichtigen Beitrag zur Hygiene. Staub, der ein wichtiger Bakterienträger ist, kann in den Schaum nicht eindringen. Somit findet keine Übertragung von Krankheiten durch Bakterien über den Schaum statt. Auch beim Verschleiß des Materials unter Dauerbenutzung bildet sich keinerlei Staub. Die Verwendung dieses Schaums stellt zweifelsfrei einen großen Fortschritt in den Hygienebestrebungen dar.

Polyurethan-Schaum zeichnet sich durch besondere Formbeständigkeit und Elastizität aus. Bei Entlastung geht er nahezu sprunghaft in seine ursprüngliche Form zurück.

Visco-Schaum: Eine Alternative?

Es gibt ja diesen Visco-Schaum - nicht zu verwechseln mit ordinärem Schaumgummi - der im medizinischen Bereich verwandt wird, um einem Dekubitus (Durchliegen an druckbelasteten Körperstellen) vorzubeugen, z.B. Sollte eigentlich auch für einen Motorradsitz taugen, denke ich mir. Das Problem bei Viskoschaum ist nämlich, das der (die Fa. Tempur bewirbt das bei Matratzen so, das der Schaum sich durch die Körperwärme dem Körper anpasst) Viskoschaum sich bei einer Sitzbank binnen kürzester Zeit ireversibel plattgedrückt, so das Du nur noch auf dem Blech sitzt, das ist dann nicht für, sondern gegen den A....!

Ein Problem könnte die Stauchhärte sein. Denn viele dieser Schäume sind für großflächigere Auflagen (Bett) oder besonders weichen Einsatzzweck (Kissen, Schultereinlage in Matratzen) gedacht und drücken sich sofort zusammen. Gute Erfahrungen habe ich mit dem Schaumstoff aus Keilkissen gemacht. Das sind die Sitzhilfen für Stühle. Der ist fest, aber nicht so grobporig wie Verbundschaumstoff, der ja aus vielen Schaumstoffresten gepreßt wird. Das Sitzkissen kaufte ich damals bei Lidl, medizinische müßten noch besser sein. Für Dich interessant könnte auch eine Gelauflage sein. Die gibt es im Pferdesport als Sattelunterlage für wenig Geld. Teilweise sind die Gelkissen mit der Schere zuschneidbar, was es für Dich sinnvoll nutzbar macht. Einfach mal surfen und in Ibäh schauen. Sowohl ein Keilkissen als auch die Gelauflage sind billiger oder nicht teurer als der Verbundschaumstoff aus der hiesigen Schaumstofffabrik (war mal anders).

Visco-Schaum scheint also nicht das ganz Gelbe vom Ei zu sein. Auf meinem ausgeleierten Gummisattel - der inzwischen ziemlich starr auf dem Unterbau liegt - habe ich bisher 10 mm festen Schaumstoff, der an sich zum Isolieren von Wohnmobilen usw. gedacht ist. Geht erstaunlich gut, bis auf die Metallteile, die noch etwas durchdrücken.

Zögere nicht, verschiedene Schaumstoffe zu kombinieren. Mit Leim kannst Du unproblematisch den federnden und hauptsächlichen Schaumstoff mit z.B. weicheren oder anschmiegsameren Schaumstoffen für z.B Übgergänge kombinieren. Ich nehme für so etwas "Himmelkleber" vom Sattlermeister um die Ecke. Falls möglich, die temperaturfeste Variante nehmen, die wird dann in der Sonne nicht weich. Vor der Schaumstoffauflage würde ich an Kanten festen Stoff oder Leder aufkleben, damit diese nicht durchdrücken.

Erfahrungen und Tipps aus der Community

Hier einige Erfahrungen und Tipps von Motorradfahrern:

  • Viscoschaumauflage: Eine ca. 25 mm starke Viscoschaumauflage auf dem Schwingsattel kann sehr angenehm sein, da sie den Spannrahmen weniger spüren lässt und die Formunterschiede zwischen Allerwertestem und Sitz gut ausgleicht.
  • Gelauflage: Gelauflagen aus Sitzkissen für Rollstuhlfahrer wurden als höchst unbequem empfunden.
  • Feste Schaumstofflagen: Die Verwendung von festen Schaumstofflagen für den Randbereich bis fast zur Mitte hin, damit die Sitzknochen fest aufliegen, und eine Entlastungsrille in der Mitte zur Entlastung des Steißbeins kann den Sitzkomfort erheblich verbessern.
  • Neopren bzw. Zellkautschuk: Diese Materialien erscheinen vielversprechend.

Weitere Faktoren für Komfort

Neben dem Schaumstoff selbst spielen auch andere Faktoren eine Rolle für den Sitzkomfort:

  • Sitzposition: Die gesamte Sitzposition beeinflusst den Komfort maßgeblich. Mit Stummel und Höcker sitzt man anders als mit einer Altherrenstange und Höherlegung.
  • Muskulatur: Eine schwache Gesäßmuskulatur kann zu Schmerzen führen. Regelmäßiges Training kann helfen.
  • Behaarung und Feuchtigkeit: Feuchtigkeit und Behaarung am unteren Hinterteil können ebenfalls zu Problemen führen.

Zusammenarbeit mit einem Fachmann

Bei anhaltenden Problemen kann die Zusammenarbeit mit einem Sattler des Vertrauens und ggf. einem Orthopäden sinnvoll sein.

Empfehlungen für Sitzpolster

Für Sitzpolster (Stühle/Bänke) empfehlen wir eine Dicke zwischen 4 und 6 cm. Diese Dicke ist der Regelfall für solche Polsterungen.

Empfehlungen nach Körpergewicht

Bei einem Körpergewicht von bis zu 80KG wählen Sie bitte den PUR-Schaumstoff Qual. RG35/50. Falls der Schaumstoff einer höheren Gewichtsbelastung ausgesetzt ist oder das Polster dünner als 4cm sein soll, wählen Sie bitte den PUR-Schaumstoff Qual. RG40/60.

Empfehlungen für Polstermöbel

Bei Polstermöbeln (Sofas/Lounge Möbeln/Sonnenliegen) sollte der Schaumstoff mindestens eine Dicke von 8cm haben. Dann erreichen Sie einen angenehm „kuscheligen“ Polstereffekt. Hierzu empfehlen wir immer einen Kaltschaum. Sie sollten hier den Kaltschaum HR50/40 (Härtegrad 2) bis 80KG Körpergewicht wählen, oder den Kaltschaum HR50/50 (Härtegrad 3) bei einem Gewicht über 80-90KG.

Da jeder Mensch ein anderes Empfinden und andere Vorlieben hat bzgl. der Festigkeit eines Polsters, können Sie auch den PUR-Schaum RG35/50 nehmen, wenn Sie eine sehr feste Sitzunterlage haben möchten. Der PUR-Schaum Qual. RG40/60 wäre hingegen schon fast wie ein Brett bei einer Dicke ab 10cm.

Empfehlungen für Rückenlehnen

Bei Rückenlehnen sieht es wieder etwas anders aus. Da man sich nur anlehnt und keinen wirklichen Druck aufbaut, reicht hier in der Regel der PUR-Schaumstoff RG25/40 für festere, der Kaltschaum HR50/30 (Härtegrad 1) für weichere Rückenpolster oder der Kaltschaum HR50/40 (Härtegrad 2). Bei dicken Rückenlehnen (Sofas oder Lounge Möbeln) empfehlen wir auf jeden Fall den Kaltschaum HR50/30. Grund dafür ist, dass sich die Polsterung immer fester anfühlt, je dicker der Schaumstoff ist. Wenn Sie sich EIN Blatt Papier im Vergleich zu einem Telefonbuch vorstellen, dann ist das Buch auch wesentlich fester als ein einzelnes Blatt.

Empfehlungen für Matratzen

Für eine Matratze empfehlen wir immer eine Dicke ab ca. 13cm aufwärts. Je dicker hier der Schaumstoff gewählt wird, desto komfortabler ist das Liegegefühl. Bei diesem Verwendungszweck sollte immer ein Kaltschaum genommen werden. Je nach persönlicher Vorliebe der HR50/30 (Härtegrad 1, bis maximal 50KG Körpergewicht), HR50/40 (Härtegrad 2, bei ca. 50-80KG Körpergewicht) oder HR50/50 (Härtegrad 3, ab ca. 80-90KG Körpergewicht aufwärts). Als optimale Ergänzung zu den Kaltschaummatratzen ist der viskoelastische Schaum GV50/30 zu verwenden. Dieser wird einfach in einer Dicke von 4-6cm oben auf die darunter liegende Matratze gelegt. Dadurch liegt man wie auf Wolken, da der Schaum auf Druck und Temperatur reagiert. Ohne Druckbelastung und konturgenau. Besonders auch als Anti-Dekubitus-Auflage zu verwenden.

Der HR50/30 ist auch ideal als Baby-/Kleinkindmatratze zu verwenden. Hier dann auch schon ab einer Dicke von ca. 7-8cm. Da ALLE unsere homogenen Schaumstoff ÖkoTex Standard 100 Klasse 1 zertifiziert sind, brauchen Sie sich auch keine Sorgen um die Gesundheit Ihrer Lieben oder sich selber zu machen. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne das entsprechende Zertifikat unseres Rohwarenherstellers zu.

Empfehlungen für Campingbereich

Im Campingbereich kann man auch den PUR-Schaum RG35/50 in einer Dicke ab 7-8cm als Matratze verwenden, da in diesem Bereich immer auch auf das Gewicht des Materials und den zur Verfügung stehenden Platz geachtet werden muss. Sollte die Unterlage z.Bsp. für ein Dachzelt sein, wird der PUR-Schaum RG40/60 in einer Dicke zwischen 3-5cm verwendet. Hier sind sich die Kunden aber auch bewusst, dass sie nicht den gewohnten Komfort von zuhause bietet.

Empfehlungen für Verbundschaum

Der Verbundschaum VB100/VB120/VB140 wird meist als stabile und sehr robuste Unterlage bei Spielmatten (z.Bsp. Indoor-Spielplatz, Kindergarten, etc.) oder bei Sport- und Schwingböden verwendet. Auch empfindliche und schwere Güter werden häufig mit diesem Verbundmaterial gesichert.

Empfehlungen für Verpackungslösungen

Bei Verpackungslösungen empfehlen wir fast ausschließlich den PUR-Schaumstoff RG25/40. Dieser ist dklgrau/anthrazit und bleibt dadurch farblich lange unverändert trotz UV-Strahlung, sichert Ihre Produkte und macht einen edlen Eindruck.

Überblick über Schaumstoffarten und ihre Eignung

Die folgende Tabelle fasst die verschiedenen Schaumstoffarten und ihre typischen Anwendungen zusammen:

Schaumstoffart Eigenschaften Typische Anwendungen
Verbundschaumstoff Fest, robust, langlebig Motorradsitze, Spielmatten, Sportböden
PUR-Schaumstoff Gute Luftdurchlässigkeit, formstabil, strapazierfähig Sitzmöbel, Matratzen, Verpackungen
Kaltschaum Kuschelig, hohe Elastizität Polstermöbel, Matratzen
Viscoschaum Passt sich dem Körper an Matratzen (als Auflage), medizinische Anwendungen

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