Motorrad Sitzbanktasche Test Vergleich: Mehr Stauraum für Ihr Bike

Ein Motorrad zeichnet sich meist dadurch aus, dass es klein und leicht ist. Dies mag bewirken, dass beim Fahren ein Gefühl von Freiheit und Geschwindigkeit aufkommt, doch gleichzeitig geht auch so mancher Komfort verloren. Wünschen auch Sie sich mehr Stauraum auf Ihrem Bike, sollten Sie darüber nachdenken, eine Hecktasche für Ihr Motorrad zu kaufen. Diese wird auf der Sitzbank oder dem Gepäckträger befestigt, nimmt weniger Platz ein als ein Topcase und lässt sich obendrein mühelos befestigen und wieder abnehmen.

Warum eine Motorrad-Hecktasche?

Softgepäck am Motorrad wurde von mir lange Zeit zu Unrecht als Halblösung abgetan. Mühsame Befestigung der Taschen am Bike mit Bändern, die sich während der Fahrt erst recht wieder lockern. Kompliziert im Handling beim Abnehmen während der Tourstopps in verschiedenen Unterkünften, zeitraubendes neuerliches Anbringen am nächsten Tag. Voluminöse Abdeckplanen, die man in der Tasche mitführen muss, um sein Hab und Gut vor Nässe zu schützen. Bis man diese zufriedenstellend montiert hat, ist das Gepäck bereits nass, oder es ist nur ein kurzer Schauer und man muss die nassen Planen wieder abnehmen. Natürlich passen die dann nicht in das dafür vorgesehene Fach in der Tasche, weil man sie in der Eile unterwegs nicht mehr so akkurat zusammenfalten kann, wie in Ruhe vor Fahrtantritt. Dennoch gibt es Situationen, in denen Softgepäck zweifellos Vorteile bietet.

Zunächst sei das Thema Gewicht angeführt, dieses ist in der Regel bei gleichem Stauvolumen deutlich geringer, als das von Koffern. Softgepäck ist hier deutlich widerstandsfähiger.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Motorrad-Hecktaschen können sich sehr voneinander unterscheiden. Wenn Sie nicht genau wissen, welche Ansprüche Sie an eine solche Tasche stellen, kann die Kaufentscheidung schwierig werden. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, Ihre Hecktasche direkt im Fachgeschäft zu kaufen. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich beraten lassen können und eventuell sogar die Möglichkeit bekommen, die Hecktasche fürs Motorrad einem praktischen Test zu unterziehen.

Stauraum

Der Zweck einer Motorrad-Hecktasche ist es natürlich, dass Sie darin Ihr Hab und Gut verstauen können. Hier sollten Sie Ihre Auswahl danach treffen, wie viel Gepäck Sie in der Hecktasche zu transportieren gedenken. Natürlich können Sie sich auch einfach für das Modell entscheiden, dass den meisten Stauraum bieten, um für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Bedenken Sie hierbei jedoch, dass eine Hecktasche mit großem Stauraum naturgemäß selbst recht groß ist und somit auch mehr Platz einnimmt als ein Modell mit weniger Stauraum. Ist die Hecktasche zu sperrig, kann dies das Aufsteigen aufs Motorrad erschweren. Obendrein haben große Taschen in der Regel auch ein deutlich höheres Eigengewicht als kleine Taschen.

Material

Hecktaschen aus Leder oder Kunstleder sind äußerst robust und reißen nicht so schnell. Allerdings sind sie oft nicht wasserabweisend. Wollen Sie sich auch für Fahrten im Regen wappnen, sollten Sie daher nach einer Motorrad-Hecktasche aus PU-Leder Ausschau halten. Synthetische Materialien wie Polyester sind wasserabweisend und haben obendrein den Vorteil, dass sie sich leicht reinigen lassen. Hecktaschen aus Textilien sind in der Regel rissfest und oft auch waschbar.

Hinweis: Entscheiden Sie sich für ein wasserdurchlässiges Material, haben Sie oft die Option, Ihre Tasche mit einer Regenhülle zu überziehen.

Größe

Die Größe kann je nach Modell stark variieren. Manche haben eine Länge von gerade einem 25 cm, andere von bis zu 70 cm. Welche Überlegungen Sie bei der Wahl der Größe Ihrer Hecktasche anstellen sollten, erklären wir hier.

Materialien

Motorrad-Hecktaschen können aus verschiedenen Materialien bestehen, wie z. B. Leder, Polyester oder Textilien. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Materialien bieten, erfahren Sie hier.

Preis

Die meisten Modelle bewegen sich in einem Preisrahmen zwischen 30 und 100 Euro. Es gibt aber auch Motorrad-Hecktaschen für 300 Euro. Eine Übersicht über verschiedene Modelle einschließlich Preisen finden Sie hier.

Die besten Hecktaschen im Vergleich (2025)

Hier ist eine Auswahl der besten Motorrad-Hecktaschen, basierend auf Tests und Bewertungen:

Büse Motorrad-Hecktasche

Die Motorrad-Hecktasche aus dem Hause Büse ist mit einem Volumen von 31 bis 36 Litern eine mittelgroße Variante unseres Vergleichs. Dank robustem Nylon, reflektierenden Einsätzen und einem enthaltenen Regenschutz stellt das Modell eine besonders robuste Tasche dar, die gut zu handhaben ist.

  • Vorteile: zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten für weitere Taschen, inkl. Regenhülle
  • Nachteile: behält unbefüllt die Form nicht bei

Kuryakyn 5281

Das Kuryakyn Momentum 5281 Motorrad-Reisegepäck überzeugt uns mit integrierten elastischen Gummikordeln und Klettverschlüssen sowie fünf Fächern für eine praktische Aufbewahrung. Mit seiner robusten Konstruktion aus UV-bewertetem 1200-Denier-Textilmaterial und seiner wetterbeständigen Eigenschaft behält es auch im leeren Zustand seine Form.

  • Vorteile: mit integrierten elastischen Gummikordeln und Klettverschlüssen, UV-beständig und witterungsbeständig, mit flachem Tragegriff für einfachen Transport
  • Nachteile: ohne Reflektoren

SW-MOTECH Drybag 700

Im Vergleich bildeten wir uns vom SW-Motech Drybag 700 eine gute Meinung, da er mit 70 l Inhalt viel Stauraum bietet. Durch die große Öffnung lässt er sich leicht be- und entladen. Positiv vermerkten wir auch, dass der Drybag für fast alle Typen von Motorrädern passt.

  • Vorteile: sehr groß, wasserdicht
  • Nachteile: Probleme mit Befestigungsgurten

SW-MOTECH Hecktasche Pro Roadpack

Die SW-MOTECH Hecktasche Pro Roadpack hat uns durch ihr robustes Design und ihre vielseitige Einsatzmöglichkeit beeindruckt. Mit einem Fassungsvermögen von acht bis 14 Litern bietet sie ausreichend Platz für die Ausrüstung. Im Vergleich zu anderen Taschen zeichnet sich diese Hecktasche durch ihre hohe Qualität und ihr durchdachtes Design aus.

  • Vorteile: inkl. wasserabweisender Innenhülle, auf 14 l erweiterbar
  • Nachteile: ohne Reflektoren

Nelson-Rigg NR-250

Die Motorrad Hecktasche von Nelson-Rigg besitzt einen 35 l großen Stauraum. Zudem gefällt uns, dass sie im Vergleich zu vielen ähnlichen Produkten aus Textil gefertigt ist und seine Form auch im leeren Zustand beibehält.

  • Vorteile: mit maximalem UV-Schutz, Material seine Form auch im leeren Zustand beibehält, besonders geräumig
  • Nachteile: ohne Reflektoren

QBag 05

Die QBag-05-Hecktasche für das Motorrad sticht im Hecktaschen-Motorrad-Vergleich durch ihre zahlreichen Fächer hervor. Uns überzeugt auch die Vielfältigkeit in der Montage. Sie kann sowohl mit Riemen als auch mit einem Klickverschluss auf der Sitzbank oder dem Gepäckträger befestigt werden. Diese Tasche ist aus wasserabweisendem Polyester hergestellt.

  • Vorteile: inkl. wasserabweisender Innenhülle, inkl. Regenhülle
  • Nachteile: ohne Reflektoren

Rhinowalk Multifunktionale Motorradtasche

Uns gefällt die Rhinowalk multifunktional Motorradtasche auf den ersten Blick. Hergestellt aus strapazierfähigem Polyester und in verschiedenen Größen (10 l, 20 l, 30 l) erhältlich, bietet sie vielseitige Möglichkeiten für Motorradfahrer. Jede Tasche ist mit Schnallen und Bändern ausgestattet, und die 10-l-Version verfügt sogar über einen Schultergurt.

  • Vorteile: wasserdicht, kann als Rucksack verwendet werden
  • Nachteile: ohne Reflektoren

Held Vivione Hecktasche

Die Held-Vivione-Hecktasche besteht aus wasserabweisendem Polyester. Dieses Modell aus dem Hecktasche-Motorrad-Vergleich überzeugt uns durch ihr großes Stauraumvolumen, obwohl sie als eine der wenigen Taschen nur über ein Fach verfügt. Die Montage ist einfach und vielfältig. Sie kann sowohl auf der Sitzbank als auch am Gepäckträger befestigt werden.

Sportliche Motorrad-Hecktaschen im Test

Wenn es nicht die große Reise sein soll, braucht es auch kein Tourenmotorrad. Man nimmt das, was man hat: Naked, Sportler, Supermoto. Dank sportlicher Hecktaschen geht das ohne großen Aufwand.

Testergebnisse

Für den Praxisteil des Motorrad-Hecktaschen-Tests haben wir die Testkandidaten mit Honda CBR 1000 RR Fireblade, Triumph Street Triple RS, Triumph Thruxton R und BMW G 310 R auf völlig unterschiedliche Bikes gesattelt, unsere Erfahrungen mit den verschiedensten Befestigungsszenarien schlagen sich in den Punkten nieder.

Unterschiede gibt es nicht nur in der Anzahl und Länge der Gurte, sondern auch in deren Verschlusssystem. Hinzu kommt die Form der Hecktasche selbst: Manch eine schmiegt sich mit ihrer Trapezform dem Heckpolster an (Givi, Held, Oxford), andere Taschen setzen auf eine längliche, nach hinten abfallende Form und unterstreichen damit die Dynamik des Motorrads (Kappa, SW-Motech, Vanucci). Eine dritte Gruppe baut lieber breit (Qbag) oder setzt von vornherein auf schieres Volumen (Bagster, Hepco & Becker). Welche Form und damit welche Hecktasche zu deinem Motorrad passt, musst du entscheiden.

Beachten solltest du die Vorgaben des Herstellers zu erlaubter Höchstgeschwindigkeit (meist 130 km/h) und maximaler Zuladung (meist vier oder fünf Kilogramm)!

Platz 1: Givi XStream XS313

  • Volumen: 12 + 8 Liter
  • Gewicht: 1,07 kg
  • Ausstattung: vier Gurte mit Schlaufe, Doppel-D-Verschlüsse an der Tasche, Sicherheitsgurt, Innensack und Regencape, zwei seitliche Außenfächer, abschließbarer Reißverschluss, Schultergurt
  • Fazit: Die Testsieger-Tasche von Givi macht fast alles richtig: sportlich geformt, aber mit ordentlichem Volumen, stabil, gut sichtbar und einfach zu befestigen. Das Hauptfach ist doppelt gegen Nässe geschützt, abschließ- und erweiterbar.
  • MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 2: SW-Motech Slipstream

  • Volumen: 13 Liter (nicht erweiterbar)
  • Gewicht: 1,07 kg
  • Ausstattung: vier längenverstellbare Gurte mit Schlaufe, zwei Spanngurte, Plastikösen und drei Klettbänder an der Tasche, wasserdichter Innensack, zwei Außenfächer, abschließbarer Reißverschluss, Gepäcknetz, Rucksack-Funktion, Lackschutzfolie
  • Fazit: Die Hecktasche von SW-Motech in aerodynamischer Höckerform ist sehr stabil und überzeugt mit guter Verarbeitung. Ihr Volumen ist auf 13 Liter begrenzt, dafür gefallen die verschiedenen Möglichkeiten zur Befestigung.
  • MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 2: Vanucci VS05 Sportivo

  • Volumen: maximal 20 Liter
  • Gewicht: 1,43 kg
  • Ausstattung: separates Bodenteil mit vier langen Gurten, Tasche wird per Reißverschluss befestigt, Regencape, abschließbarer Reißverschluss am Hauptfach, Schultergurt, Gepäcknetz
  • Fazit: Zu Recht landet die Tasche von Vanucci weit vorn: Alle Gurte können dank Zweiteilung gut versteckt werden, blitzschnell ist sie abgenommen. Kleine Extras wie das Netz oder der Schlüsselhaken im Innern sind sehr praktisch.
  • MOTORRAD-Urteil: sehr gut

Platz 3: Qbag Hecktasche 05

  • Volumen: 22 + 8 Liter
  • Gewicht: 1,77 kg
  • Ausstattung: vier Gurte mit Schlaufen, metallene Klemmschnallen mit Neopren-Polsterung an der Tasche, Innensack und Regencape, zwei seitliche Außenfächer, Innenfach und -netz, abschließbarer Reißverschluss mit Druckknopf am Hauptfach
  • Fazit: Die Qbag wächst in die Breite, womit sie noch pummeliger wird, als sie ohnehin schon ist. Letztlich kostet sie nur die leicht unsportliche Erscheinung ein „Sehr gut“. Dickes Plus: die tadellose Befestigung inklusive Klettabdeckung.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 4: Kappa RA300

  • Volumen: 15 Liter (nicht erweiterbar)
  • Gewicht: 1,01 kg
  • Ausstattung: zwei typische Spanngurte mit Metallhaken, Plastikösen an seitlichen Auslegern der Tasche, Regencape, zwei seitliche Außenfächer, Gepäcknetz auf dem Deckel, Hauptfach nicht abschließbar
  • Fazit: Kappa schickt eine sportliche und dennoch geräumige Tasche ins Rennen. Die Ausleger stören mehr, als sie nützen. Die Spanngurte sind eine rustikale Befestigungslösung - passt jedoch die Länge, halten sie zuverlässig.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 4: Held Iconic Evo (M)

  • Volumen: 12 + 9 Liter
  • Gewicht: 0,73 kg
  • Ausstattung: zwei Gurte mit Klickverschlüssen an den Enden, Regencape, ein Außenfach, Gepäcknetz auf dem Deckel, kleine Taschen und Netze im nicht abschließbaren Hauptfach
  • Fazit: Dieser kompakte Alltagsheld überzeugt vor allem durch simple Montage und extrem guten Halt am Motorrad - wenn die Sitzbank mitmacht! Praktisch: die flexiblen Gummischnüre zum Beispiel für Regenkleidung.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 5: Hepco & Becker Royster Rearbag

  • Volumen: 27 + 5 Liter
  • Gewicht: 1,97 kg
  • Ausstattung: vier Gurte mit Schlaufe und Sicherheitshaken, zahlreiche Schlaufen an der Tasche, wasserdichter Innensack, zwei seitliche Außenfächer, abschließbarer Reißverschluss am Hauptfach, Lackschutzfolie
  • Fazit: Eine sehr wertige Tasche mit viel Stauraum und gutem Stoßschutz durch verstärkte Wände. Ähnlich wie bei Bagster passt sie aufgrund von Größe und Optik nicht zu jedem sportlichen Motorrad. Der Preis ist recht hoch.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 6: Oxford F1 Tail Pack

  • Volumen: 18 Liter (nicht erweiterbar)
  • Gewicht: 0,80 kg
  • Ausstattung: vier sehr lange Gurte mit Doppel-D-Verschluss, Plastikösen an der Tasche, Sicherheitsgurt, wasserdichter Innensack, ein Außenfach, nicht abschließbares Hauptfach nur von einer Seite zu öffnen
  • Fazit: Eine simple Hecktasche mit festem Volumen, während des Tests wegen der langen Gurte liebevoll „die Qualle“ genannt. Passt auch zu den Stärken: sehr guter Nässeschutz. Weniger gut: Bei flotter Gangart verrutschte sie etwas.
  • MOTORRAD-Urteil: gut

Platz 7: Bagster Modulo Tail XSS040

  • Volumen: 20 + 7 Liter
  • Gewicht: 1,28 kg
  • Ausstattung: vier Gurte mit Haken, Clip-Verschluss an der Tasche, Innensack, Verzurrmöglichkeit mit anderen Bagster-Taschen, Schultergurt
  • Fazit: Das Modulo-System des französischen Herstellers Bagster ist beeindruckend, damit können wahre Gepäckberge sicher verstaut werden. Leider patzte er im Test mit sich lösenden Abspanngurten. Daher nur befriedigend.
  • MOTORRAD-Urteil: befriedigend

12 wasserdichte Motorrad-Gepäcktaschen im Test

Im Gelände und auf abenteuerlichen Touren sind softe oder semisofte Gepäckstücke die flexible Alternative zu sperrigen Koffern.

MOTORRAD Kauftipp - Kategorie 1: XL Moto Satteltaschen wasserdicht H2O

  • Preis pro Paar: 94,99 Euro
  • Volumen pro Paar: 40 l
  • Gewicht pro Paar (ohne Träger): 2.500 g
  • Anbringung über: Gurte direkt am Motorrad oder am Träger
  • Nässeschutz: durch Außenmaterial
  • Fazit: Das simple und kompakte Modell H2O aus der Gepäckserie des Shops XL Moto überzeugt still und leise durch einen festen Halt und einfaches Handling. Im Gegensatz zur Konkurrenz in der Einsteiger-Kategorie lässt sich die H2O viel besser komprimieren und kompakter am Motorrad verzurren, was insgesamt zur Stabilität beiträgt. Kauftipp!

Kategorie 1: Bogotto SB-Speed

  • Preis pro Paar: 189,95 Euro
  • Volumen pro Paar: k. A.
  • Gewicht pro Paar (ohne Träger): 3.100 g
  • Anbringung über: Gurte, ideal am Kofferträger
  • Nässeschutz: Regenhaube
  • Fazit: Das Bogotto-Taschenpaar SB-Speed gehört nicht zuletzt wegen des Preises ins Einsteigersegment. Es ist unkompliziert und universell, für wechselhafte Witterungen auf Reisen allerdings nicht konzipiert: Die Regenhaube kann mit den wasserdichten Wettbewerbern nicht mithalten. Kein expliziter Kauftipp, dafür ein praktisches Modell für Einsteiger.

Kategorie 1: Moto Detail Satteltaschen

  • Preis pro Paar: 119,99 Euro
  • Volumen pro Paar: 40 l
  • Gewicht pro Paar (ohne Träger): 3.150 g
  • Anbringung über: Gurte, ideal an Kofferträgern
  • Nässeschutz: Außenmaterial
  • Fazit: Das preiswerte Taschenpaar der Louis-Hausmarke Moto Detail punktet mit seiner unkomplizierten Art und einer wasserdichten Haut. Gerade für Einsteiger und leichtes Gepäck eine gute Wahl für erste Reiseerfahrungen. Eine Möglichkeit zur Komprimierung und somit zur Verringerung der Breite wäre wünschenswert. Dennoch: simpel, dicht und pflegeleicht.

Kategorie 1: QBag ST07

  • Preis pro Paar: 99,99 Euro
  • Volumen pro Paar: 50 l
  • Gewicht pro Paar (ohne Träger): 2.950 g
  • Anbringung über: Gurte, ideal an Kofferträgern
  • Nässeschutz: Außenmaterial
  • Fazit: QBags Satteltaschenpaar ST07 aus dem Hause Polo ist wie das von Louis simpel, unkompliziert und einsteigerfreundlich, punktet zudem mit einem sehr großflächigen Reflektor. Auf weitere Details und Extras wurde verzichtet, dafür kommt der Preis sicherlich bei reiselustigen Anfängern gut an. Der Nässeeinbruch wäre ohne Naht vermeidbar.

MOTORRAD Kauftipp - Kategorie 2: Enduristan Blizzard XL

  • Preis pro Paar: 325 Euro
  • Volumen pro Paar: 34 l
  • Gewicht pro Paar (ohne Träger): 2.000 g
  • Anbringung über: Gurte, direkt am Motorrad
  • Nässeschutz: durch Außenmaterial
  • Fazit: Das Blizzard-Set von Enduristan in der größten Ausführung überzeugte in vielen Aspekten und scheint wie für die Ténéré gemacht: Kompakt schmiegen sich die Taschen an und halten fest am Heck. Durch ihr robustes Material und keinerlei Mängel im Nässetest tut sich das Set als abenteuerlicher Begleiter hervor; preiswert ist es obendrein. Dicht, leicht und eng anliegend sind die Taschen für echte, grobe Abenteuer ausgelegt. Das Gurtsystem bedarf etwas Eingewöhnung, überzeugt aber durch Wertigkeit.

MOTORRAD Kauftipp - Kategorie 3: Mosko Moto & Outback Motortek Rack Backcountry Offsetkit

  • Preis pro Paar: ab 854,63 Euro
  • Volumen pro Paar: 60 l (35 + 25)
  • Gewicht pro Paar (ohne Träger): 9.150 g
  • Anbringung über: Kofferträger von Outback Motortek
  • Nässeschutz: durch Innensack
  • Fazit: Intuitive Montage, durchdachter und robuster Materialmix, vielseitig, mehrere Fächer.

Über den Autor

Thomas R. hat einen Abschluss in Politikwissenschaften von der Universität Jena.

Weitere Überlegungen

  • Befestigung: Bei den Befestigungsgurten gewinnt nicht der längere! Denn gerade das ist bei vielen Hecktaschen das Problem: Einfach lassen sie sich verzurren, und zurück bleibt ein viel zu langes Reststück, das irgendwie verstaut werden muss. Sonst flattert’s. Besonders Qbag hat hier mitgedacht und lässt die Enden im Klettmantel verschwinden. Die Taschen mit Expandern machen es sich leicht und verzichten auf Längenverstellungen. Aber besonders hier muss die Länge zum Bike passen, denn der Spielraum zwischen „zu locker“ und „reicht nicht ganz rüber“ ist gering.
  • Material: Für gewöhnlich besteht der Tankrucksack wie auch andere Softgepäck-Lösungen aus Polyester oder Polyamid.
  • Diebstahlschutz: Ein Schloss bietet dabei zumindest einen minimalen Diebstahlschutz, meistens sind sie auch wasserdicht.

Zusätzliche Gepäcklösungen

  • Tankrucksäcke: Selbst bis zum Rand vollgepackt wirkt er sich kaum negativ auf den Schwerpunkt des Bikes aus, außerdem können in ihm kleinere Gegenstände, die schnell zur Hand sein sollen, griffbereit untergebracht werden.
  • Topcases: Die kofferähnlichen Topcases sind sehr stabil, eignen sich für kleinere und empfindlichere Gepäckstücke oder für den Helm sowie im Alltag zum Einkaufen.
  • Satteltaschen: Sie haben den Vorteil, dass sie sich an nahezu jedem Motorrad befestigen lassen - Ausnahme sind etwa eine hohe Auspufflage -, da sie kein Trägersystem voraussetzen.
  • Koffergepäcksysteme: Die Hartschalenkoffer sind stabil und robust, meistens wasserdicht, mit einem Schloss ausgestattet und sitzen dank Trägersystem bombenfest.
  • Gepäckrollen: Ordentliche, tourentaugliche Gepäckrollen beziehungsweise Packtaschen sind schon für deutlich unter 100 Euro zu haben.

Wichtige Hinweise zur Vorbereitung und Beladung

  • Gepäck bedeutet immer Zusatzgewicht. Kommt noch ein Sozius hinzu, kann das zulässige Gesamtgewicht schnell überschritten sein. So darf nicht gefahren werden.
  • Außerdem gilt es, das Bike symmetrisch zu beladen.
  • Der Reifendruck sollte entsprechend der Herstellervorgabe korrekt eingestellt sein.
  • Die Feder- und Dämpferelemente müssen an die höhere Last angepasst werden, um die Fahrwerksgeometrie möglichst ähnlich wie im unbeladenen Zustand einzustellen.

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