Motorrad Sozius Tasche Test: Die beste Gepäcklösung für Ihr Motorrad

Für Motorradfahrer, die zusätzlichen Stauraum benötigen, aber keine Koffer an ihrem Bike haben möchten, sind Motorrad-Gepäcktaschen eine ausgezeichnete Option. Ob für eine ausgedehnte Tour oder den täglichen Gebrauch, die richtige Hecktasche kann den Unterschied ausmachen.

Die Qual der Wahl: Welches Gepäcksystem ist das Richtige?

Die Entscheidung, welches Gepäcksystem am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Befestigungsmöglichkeiten am Motorrad, die Dauer der Tour und die persönlichen Ansprüche an Komfort und Ausstattung. Es gibt Minimalisten, die mit wenig Gepäck auskommen, aber die meisten Motorradfahrer nehmen so viel mit, wie möglich ist.

Hier hilft vor allem eine genaue Planung. Die fängt am eigenen Motorrad und den vorhandenen oder fehlenden Befestigungsmöglichkeiten an. Gibt es Möglichkeiten, eine Hecktasche oder Gepäckrolle zu verzurren oder bleibt am Ende doch nur der Rucksack, weil die Optik des Bikes wichtiger war als ein Rest an Funktionalität?

Alternativen im Überblick

  • Rucksäcke: Schnell aufgeschnallt, aber oft zu wenig Volumen für längere Touren.
  • Gepäckrollen: Moderne Variante des Seesacks, ideal für Soziussitz, Heckfender oder Gepäckträger.
  • Hecktaschen mit fester Struktur: Bieten Komfort, Ausstattung und Optik, sind jedoch oft teurer.

Worauf es bei Motorrad-Hecktaschen ankommt

Eine Motorrad-Hecktasche ermöglicht einen besonders praktischen Transport, denn schließlich bietet diese in der Regel viel Platz und muss zudem nicht vor dem Fahrer transportiert werden. So kann diese während der Fahrt nicht zum Störfaktor werden.

Wichtige Kaufaspekte

  • Größe: Klein, mittel oder groß - im Vergleich zum verfügbaren Platz am Motorrad.
  • Qualität: Materialien und Wasserdichtigkeit berücksichtigen.
  • Stauraum: Eine große Tasche, Untertaschen usw.

Nach diesen Kriterien lässt sich eine Motorrad Hecktasche idealerweise auswählen.

Wetterschutz: Ein Muss für jede Tour

Ein wichtiges Thema bei allen Gepäcksystemen ist der Wetterschutz. Gerade auf langen Touren ist Trockenheit logischerweise nicht garantiert, da kann es auch mal richtig nass werden. Es ist ärgerlich, wenn Wasser eindringt und sich die Klamotten vollsaugen.

Während Gepäckrollen in der Regel aus wasserdichtem PVC geschnitten sind, kommen bei Rucksäcken oder Hecktaschen meist wasserdichte Inlays zum Einsatz. Dann wird die Hülle zwar nass, aber wenigstens bleibt der Inhalt trocken. Unkomfortabel ist der Einsatz von Regenhüllen. Zwar ist damit der Wetterschutz gewährleistet, doch sollte man sich schon vor Fahrtantritt entscheiden, die Hülle überzuziehen. Im Wolkenbruch bleibt dafür oft keine Zeit mehr.

Befestigung und Handhabung

Erfreulich auch, dass bei fast allen Herstellern Befestigungsgurte im Lieferumfang enthalten sind. Die funktionierten im Test mal richtig gut, aber auch mal weniger gut. Eigene Zurrgurte sind auf jeden Fall zu empfehlen, denn es gibt nichts Schlimmeres als wackelndes Gepäck. Auch hier gab sich kein Testkandidat eine Blöße.

Hecktaschen lassen sich am einfachsten mit Spanngurten oder Spanngummis mit dem Sitz oder dem Heckträger verbinden. Bei den meisten Hecktaschen gehören die Verbindungsgurte zur Ausstattung dazu, manche kombinieren diese mit Schnellverschlüssen. Bei einigen Taschen wie der QBag Hecktasche benötigen Motorradfahrer:innen jedoch separate Spanngurte.

Kann man auf jedem Motorrad eine Hecktasche anbringen?

Bei den allermeisten Maschinen lässt sich eine Hecktasche befestigen. Dafür ist lediglich eine ausreichend lange Sitzbank, ein zweiter Sitz oder Gepäckträger nötig. Schwierig wird es bei Maschinen mit nur einem Sitz. Eine schwere Satteltasche gehört nicht auf ein Schutzblech oder den Kotflügel.

Sportliche Motorrad-Hecktaschen im Test

Wenn es nicht die große Reise sein soll, braucht es auch kein Tourenmotorrad. Man nimmt das, was man hat: Naked, Sportler, Supermoto. Dank sportlicher Hecktaschen geht das ohne großen Aufwand.

Für den Praxisteil des Motorrad-Hecktaschen-Tests haben wir die Testkandidaten mit Honda CBR 1000 RR Fireblade, Triumph Street Triple RS, Triumph Thruxton R und BMW G 310 R auf völlig unterschiedliche Bikes gesattelt, unsere Erfahrungen mit den verschiedensten Befestigungsszenarien schlagen sich in den Punkten nieder.

Unterschiede gibt es nicht nur in der Anzahl und Länge der Gurte, sondern auch in deren Verschlusssystem. Hinzu kommt die Form der Hecktasche selbst: Manch eine schmiegt sich mit ihrer Trapezform dem Heckpolster an (Givi, Held, Oxford), andere Taschen setzen auf eine längliche, nach hinten abfallende Form und unterstreichen damit die Dynamik des Motorrads (Kappa, SW-Motech, Vanucci). Eine dritte Gruppe baut lieber breit (Qbag) oder setzt von vornherein auf schieres Volumen (Bagster, Hepco & Becker). Welche Form und damit welche Hecktasche zu deinem Motorrad passt, musst du entscheiden. Beachten solltest du die Vorgaben des Herstellers zu erlaubter Höchstgeschwindigkeit (meist 130 km/h) und maximaler Zuladung (meist vier oder fünf Kilogramm)!

Test-Ergebnisse im Überblick

Hier eine Zusammenfassung der getesteten Modelle und deren Bewertungen:

Platz Produkt Hersteller Volumen Preis (ca.) MOTORRAD-Urteil
1 Givi XStream XS313 Givi 12 + 8 Liter 67,46 Euro sehr gut
2 SW-Motech Slipstream SW-Motech 13 Liter 89,95 Euro sehr gut
2 Vanucci VS05 Sportivo Detlev Louis 20 Liter 129,99 Euro sehr gut
3 Qbag Hecktasche 05 Polo 22 + 8 Liter 69,99 Euro gut
4 Kappa RA300 Kappa 15 Liter 48,01 Euro gut
4 Held Iconic Evo (M) Held 12 + 9 Liter 49,40 Euro gut
5 Hepco & Becker Royster Rearbag Hepco & Becker 27 + 5 Liter 194,73 Euro gut
6 Oxford F1 Tail Pack Oxford 18 Liter 52,46 Euro gut
7 Bagster Modulo Tail XSS040 Shark Helme 20 + 7 Liter 99,99 Euro befriedigend

Weitere Hecktaschen im Überblick

  • Rhinowalk Motorradtasche: Robustes Polyester, 20 Liter Volumen.
  • Rhinowalk Rücksitztasche: Erweiterbar von 40 auf 60 Liter.
  • QBag Motorrad Hecktasche: Kompakt, 5 Liter, praktisches Riemensystem.
  • Held Vivione: 20 Liter, robustes Design, Riemensystem.
  • SW-Motech Pro Roadpack: Erweiterbar von 8 auf 14 Liter, aerodynamisch.
  • Motorrad Hecktasche Vintage: 25 Liter, Vintage-Design, Schultergurt.

Die Qualitativen Aspekte

Hecktaschen aus Leder oder Kunstleder sind äußerst robust und reißen nicht so schnell. Allerdings sind sie oft nicht wasserabweisend. Wollen Sie sich auch für Fahrten im Regen wappnen, sollten Sie daher nach einer Motorrad-Hecktasche aus PU-Leder Ausschau halten. Synthetische Materialien wie Polyester sind wasserabweisend und haben obendrein den Vorteil, dass sie sich leicht reinigen lassen. Hecktaschen aus Textilien sind in der Regel rissfest und oft auch waschbar.

Hinweis: Entscheiden Sie sich für ein wasserdurchlässiges Material, haben Sie oft die Option, Ihre Tasche mit einer Regenhülle zu überziehen.

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