Die Wahl der richtigen Motorradstiefel ist entscheidend für Sicherheit und Komfort beim Fahren. Eine besondere Rolle spielt dabei die Wasserdichtigkeit, vor allem für Tourenfahrer und Allwetterfahrer. Doch welche Stiefel halten wirklich, was sie versprechen?
Die Bedeutung wasserdichter Motorradstiefel
Wer einmal mit nassen Füßen eine größere Tour fahren musste, weiß, wie unangenehm das bereits nach wenigen Kilometern ist. Davon abgesehen, dass durchnässte Stiefel extrem unangenehm sind, stellen sie eine große Gefahr für die eigene Sicherheit dar. Nasse Füße unterkühlen besonders schnell und werden träge und unbeweglich. Entscheiden Sie selbst, wie wichtig Ihnen wasserdichte Motorradstiefel sind.
Testkriterien für wasserdichte Motorradstiefel
Wie bewerten Testmagazine wasserdichte Motorradstiefel in ihren Testberichten? Für die Tests werden die Stiefel meist für mehrere Stunden in ein Wasserbad gestellt oder mit Wasser befüllt. Dringt vor Ablauf der Zeit Wasser ein oder tritt welches aus, hat das Produkt den Dichtigkeitstest nicht bestanden.
Darüber hinaus wird das Schuhwerk in der Praxis auf dem Motorrad geprüft. Dabei spielen Passform und Tragekomfort beim Fahren, das Gefühl für den Schalthebel und die Bewegungsfreiheit eine wichtige Rolle. Drückt der Stiefel oder schränkt er die Bewegungen des Fußes zu stark ein, kann dies die Sicherheit beeinträchtigen.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Ein qualitativ hochwertiger Stiefel verfügt über Protektorenelemente seitlich am Schuh, im Knöchelbereich, an der Ferse und am Schien- und Wadenbeinbereich. Ein Muss an jedem Modell ist die sogenannte Schaltverstärkung - ein kleiner Bereich auf dem linken Stiefel, der durch zusätzliches Material (Leder, Kunststoff) besonders verstärkt ist.
- Sichtbarkeit: Wie allgemein bei Bikern bekannt, sind vor allem komplett schwarze Motorradstiefel sehr beliebt.
- Herausnehmbare Einlegesohle: Viele Motorradfahrer kennen das Problem vor allem im Sommer. Die hohen Temperaturen begünstigen Schweißfüße enorm.
- Tragekomfort: Nicht zu unterschätzen ist der Tragekomfort der Stiefel. Nur ein Modell, in dem Sie sich wirklich wohlfühlen, werden Sie bei jeder Ausfahrt tragen.
Die Sohle sollte robust beschaffen, und rutschfest sein. Achten Sie vor allem auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit - dabei muss es nicht immer Echtleder sein. Dank neuster Technik bieten Materialien wie Microfiber und Lorica usw.
Normen und Zertifizierungen
Eine Tragepflicht von speziellen Schuhen beim Motorradfahren gibt es nicht. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollten trotzdem Stiefel getragen werden, welche die in der Europäischen Norm 13634 festgehaltenen Mindestanforderungen erfüllen.
Die Norm "Schutzschuhe für Motorradfahrer" regelt zwar auch chemische Parameter wie beispielsweise die Menge an gesundheitsbelastenden Stoffen, für die Sicherheit bei Verkehrsunfällen sind aber vor allem die mechanischen (Schutz-)Eigenschaften wichtig. Genau darüber müssen Hersteller in einem standardisierten Label im Schuh Auskunft geben.
Wichtig ist hier das Motorradfahrer-Piktogramm, das die Zertifizierung als "Persönliche Schutzausrüstung" nachweist. Darunter findet sich der Verweis auf die für Stiefel gültige EN 13634. Die Jahreszahl dahinter gibt an, nach welchem Stand der Norm geprüft wurde. Seit 2017 neu ist die Angabe a) zur Schafthöhe. Zuvor fanden sich hier lediglich die drei Angaben b), c) und d). Alle vier Kategorien können Level 1 oder 2 entsprechen, höher ist besser. Weitere vom Stiefel erfüllte Anforderungen wie Knöchel- oder Schienbeinschutz werden darunter aufgezählt.
Tourenstiefel vs. Racingstiefel
Heute klären wir die Stiefel-Frage für Straßenfahrer: Für wen ist der Racingstiefel und für wen der Tourenstiefel die bessere Wahl. Im Motorradstiefel Vergleich blenden wir jetzt absichtlich den Endurostiefel aus und beschränken uns auf Schuhwerk, das für reine Straßenmotorräder gedacht ist.
Wie die Überschrift schon sagt, ist der Tourenstiefel der perfekte Begleiter für lange Strecken. Neben der primären Funktion des Stiefels als Motorrad Schutzkleidung ist der Tourenstiefel der unauffällige Begleiter für jede Runde auf dem Motorrad. Besonders bei langen Touren, bei denen der Stiefel mehrere Stunden bis mehrere Tage hintereinander getragen wird, spielt die Wasserdichtigkeit eine entscheidende Rolle.
Wer sportlich ambitioniert auf der Straße und vielleicht auch mal auf der Rennstrecke unterwegs ist, kommt um Sportstiefel oder Racingstiefel nicht umher. Prinzipiell können natürlich beide Stiefeltypen auf den verschiedensten Maschinen gefahren werden. Auf dem Supersportler lässt sich durchaus ein Tourenstiefel tragen, umgekehrt steht dem Naked-Biker oder Tourer auch ein Sportstiefel gut.
Bekannte Marken und Modelle
Motorradstiefel Marken gibt es wie Sand am Meer. Eine der bekanntesten Marken überhaupt im Bereich Motorsport ist Alpinestar. Die Produkte von Alpinestars zählen zu den qualitativ hochwertigsten, die es für Geld zu kaufen gibt. Ebenfalls aus Italien und ebenfalls durch die MotoGP bekannt ist die Marke SIDI.
Mit der Marke Daytona setzen Sie als Motorradfahrer zu 100% auf Qualität aus Deutschland. Dies hat seinen Preis - die Motorradstiefel von Daytona gehören nicht gerade zu den preiswertesten Modellen auf dem Markt. O’Neal hat es sich auf die Fahne geschrieben durch innovative Fertigungsprozesse und Materialtechnologie den bestmöglichen Schütz für Biker, die ihre Grenzen ausreizen wollen, zu schaffen. Die Marke IXS gehört zum Schweizer Großhandelsunternehmen Hostettler Group.
Pflege und Imprägnierung
Lederstiefel ohne Klimamembran lassen sich mit fett- oder ölhaltigen Pflegemitteln hydrophobisieren, so dass sie Wasser noch stärker abweisen. Auch gibt es Cremes und Wachse, mit denen sich Nähte wasserdicht versiegeln lassen.
Vorsicht bei Lederstiefeln mit Klimamembran: Fette können die empfindliche Membran zerstören, denn sie setzen sich in feinste Poren und verringern so die Atmungsaktivität des Materials. Spezielle Pflegemittel sind den klassischen Lederfetten also vorzuiehen.
Preisspanne
Für ordentliche Stiefel, die wirklich wasserdicht sind, werden 150 Euro und mehr fällig. Bei günstigeren Modellen lässt die Wasserdichtigkeit oft zu wünschen übrig, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Etwas weniger kostet beispielsweise der Kochmann Tornado, der dennoch dichthält, dafür aber nicht ganz sauber verarbeitet ist.
Viel Geld müssen Motorradfans für Stiefel wie den Daytona Trans Open GTX hinlegen, bekommen dafür aber einen der besten wasserdichten Tourenstiefel.
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