Das Lackieren eines Motorradtanks kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden. Ob nach einem Unfall, zur Beseitigung von unschönen Dellen oder einfach, um dem Bike einen neuen Look zu verleihen - die Kosten für eine professionelle Lackierung sind ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte, die die Preise beeinflussen und zeigt Möglichkeiten auf, wie man Kosten sparen kann.
Professionelle Lackierung vs. DIY: Was ist besser?
Viele Motorradfahrer stehen vor der Frage, ob sie den Tank selbst lackieren oder einen Profi beauftragen sollen. Beide Optionen haben Vor- und Nachteile:
- Professionelle Lackierung: Eine professionelle Lackierung bietet in der Regel eine höhere Qualität und Haltbarkeit. Die Lackierwerkstätten verfügen über das notwendige Equipment und Know-how, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Allerdings sind die Kosten hier deutlich höher.
- DIY-Lackierung: Wer handwerklich geschickt ist und etwas Zeit investiert, kann den Tank auch selbst lackieren. Dies ist die kostengünstigere Variante, erfordert aber auch mehr Aufwand und birgt das Risiko von Fehlern. Eine Spraydosenlackierung ist nicht mit einer professionellen Autolackierung zu vergleichen, aber es ist die Frage was einem dies Wert ist.
Kostenfaktoren beim Motorrad Tank Lackieren
Die Kosten für das Lackieren eines Motorradtanks setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen:
1. Vorarbeiten
Die Vorarbeiten sind ein wesentlicher Bestandteil des Lackierprozesses und beeinflussen die Kosten maßgeblich. Dazu gehören:
- Reinigen und Abschleifen der alten Farbe: Zuerst sollte die Fläche trocken mit feinem Sandpapier gründlich abgeschliffen werden. Wichtig ist das sorgfältige Abschleifen der Altfarbe.
- Spachteln und Schleifen von Unebenheiten: Mögliche Risse oder kleine Dellen sollten vor dem Lackieren ausgeglichen werden. Die Poren und Schleifspuren bekommen eine Überarbeitung mit Füller, welcher wiederum eine Behandlung mit feinem Sandpapier erfährt. Auch der Tank muss zuerst von Lack und Fett vollständig befreit werden, bevor man mit Kunststoffspachtelmasse alle Unebenheiten ausgleichen kann. Anschließend erfolgt die Behandlung mit Füller.
- Abkleben: Die ganzen Kleinteile, schleifen, abkleben usw.
2. Materialkosten
Die Materialkosten umfassen den Lack selbst, Füller, Schleifpapier, Spachtelmasse und eventuell benötigte Aufkleber. Der Originallack kostet schon mal ca. 35,00 € (das war der Stand vor 3 Jahren). Die Farbe ist oft das, was wirklich teuer ist.
3. Arbeitszeit
Die Arbeitszeit ist ein weiterer wichtiger Kostenfaktor. Sie hängt von der Komplexität der Lackierung und dem Stundensatz des Lackierers ab. Hier liegt der Stundensatz bei 90 €.
4. Art der Lackierung
Die Art der Lackierung (z.B. Uni, Metallic, Candy) beeinflusst ebenfalls die Kosten. Metallic-Lackierungen sind in der Regel teurer als Uni-Lackierungen, da sie aufwendiger aufzutragen sind. Die Kiste wird nun in Candy lackiert. Silber vorlackieren ( üblich bei Candy).
Preisbeispiele und Angebote
Die Preise für das Lackieren eines Motorradtanks können stark variieren. Hier einige Beispiele:
- Einige hier im Forum haben es aber auch schon für 100,- € (ohne Aufkleber) hinbekommen.
- Anfrage beim Lackierer erbrachte Preis von 180,- bis 220,- Euro.
- Als Antwort bekam ich ca. 300€ (ohne Farbe) und die Aussage, dass es er auf eine Pulverbeschichtung nicht lackiert (bzw.
- Die Kosten für das Ausbeulen und ein komplettes Neulackieren des Tanks liegen bei etwa 600 Euro.
- Motorrad lackieren kostet ca. 350 €.
Es ist ratsam, mehrere Angebote von verschiedenen Lackierern einzuholen und die Leistungen genau zu vergleichen.
Kosten sparen beim Motorrad Tank Lackieren
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kosten für das Lackieren eines Motorradtanks zu senken:
- Vorarbeiten selbst erledigen: Wer die Vorarbeiten wie Reinigen, Abschleifen und Spachteln selbst übernimmt, kann die Arbeitszeit des Lackierers reduzieren und somit Kosten sparen. Sonst schleif selber ( lass dir zur Not zeigen wie ).
- Tank ohne Anbauteile zum Lackierer bringen: Geld kannst du sparen, wenn du alle Aufkleber entfernst und den Tank ohne Anbauteile zum Lacker bringst.
- Einfache Lackierung wählen: Eine Uni-Lackierung ist in der Regel günstiger als eine Metallic- oder Candy-Lackierung.
- Folie statt Lack: Die Kosten fürs Motorrad lackieren können etwa halbiert werden, wenn nur eine Folierung aufgebracht wird.
Besondere Lackierungen: Candy-Lack
Candy-Lackierungen sind besonders aufwendig und erfordern viel Erfahrung vom Lackierer. Das Problem bei Candy ist die Dicke vom Lack denn dadurch wird er heller oder dunkler. Da ist dann das können(Erfahrung) vom Lackierer entscheidend ob der Tank dann zum Rest passt. Das Problem bei Candy-Lacken besteht zudem noch, dass neben der richtigen Anzahl von Lackschichten auch eine heller Untergrund vorhanden sein muss.
Tabelle: Übersicht der Kostenfaktoren und Einsparpotenziale
| Kostenfaktor | Beschreibung | Einsparpotenzial |
|---|---|---|
| Vorarbeiten | Reinigen, Abschleifen, Spachteln | Selbst erledigen |
| Materialkosten | Lack, Füller, Schleifpapier | Günstigere Alternativen wählen |
| Arbeitszeit | Stundensatz des Lackierers | Angebote vergleichen |
| Art der Lackierung | Uni, Metallic, Candy | Einfache Lackierung wählen |
Lackierer finden: Tipps und Tricks
Die Wahl des richtigen Lackierers ist entscheidend für das Ergebnis. Hier einige Tipps:
- Empfehlungen einholen: Frage Freunde, Bekannte oder andere Motorradfahrer nach Empfehlungen.
- Bewertungen lesen: Informiere dich online über die Bewertungen verschiedener Lackierwerkstätten.
- Referenzen zeigen lassen: Bitte den Lackierer, dir Beispiele seiner Arbeit zu zeigen.
- Persönliches Gespräch: Sprich mit dem Lackierer über deine Wünsche und Vorstellungen.
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