Norwegen ist bekannt für seine spektakulären Routen, die Motorradfahrern ein unvergessliches Erlebnis versprechen. Die Adlerstraße, der Trollstigen und die Atlantikstraße bieten puren Fahrspaß inmitten einer atemberaubenden Naturkulisse.
Organisierte Motorradreisen in Norwegen
Für diejenigen, die Norwegen per Motorrad erkunden möchten, sind organisierte Motorradreisen eine ausgezeichnete Wahl. Diese Reisen bieten erprobte Routen, detailliertes Kartenmaterial, GPS-Daten und fest gebuchte Unterkünfte, während Sie dennoch flexibel, individuell und unabhängig reisen können.
Routenplanung: Von Bergen zu den Lofoten und zurück
Eine beliebte Route führt von Bergen in Richtung Lofoten, durch Schweden und die Nationalparks in Mittelnorwegen. Dabei ist es wichtig, sich nicht zu sehr auf die Highlights zu konzentrieren, sondern diese nur als grobe Orientierungspunkte zu betrachten.
Mögliche Routen und Highlights:
- Küstenstraße KV-17 von Steinkjer nach Bodø
- Saltstraumen
- Sognefjell Road
- Peer Gynt Vegen oder Aursjvegen (Schotterpiste)
- Nationalparks in Mittelnorwegen (z.B. Jotunheimen Nationalpark)
- Nationalpark Sarek in Lappland (je nach Wetter und Zeit)
Vorbereitung auf die Motorradtour
Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend für eine erfolgreiche Motorradtour nach Norwegen. Dazu gehört das Ausprobieren der Campingausrüstung, die Auswahl der richtigen Kleidung und die Planung der Gepäckverteilung.
Campingausrüstung:
- Selbstaufblasende Isomatte (Schaumstoff, R-Wert 5,1)
- Daunenschlafsack (90 Prozent Daune) mit einer Komforttemperatur von bis zu 5 Grad
- Faltbare Isomatte zum Unterlegen
- Thermoüberzug für den Schlafsack
- Flauschiges Schaffell und eine dünne Wolldecke
- "Pop-up"-Zelt
Gepäckverteilung:
- Zelt auf dem Soziussitz
- Campingausrüstung, Essen, Kleidung und Kleinkram in den Seitentaschen
- Technik, Schlafsachen sowie Isomatte und Schlafsack in wasserdichten Taschen
Flexibilität und "Nichts-Planen"
Neben der detaillierten Planung ist es wichtig, Raum für Unwägbarkeiten und Umwege zu lassen. Das Wetter kann sich ändern, man kann sich verfahren oder einfach eine Pause benötigen. Diese Flexibilität ermöglicht es, die Reise in vollen Zügen zu genießen und sich treiben zu lassen.
Die beste Reisezeit und Unterkunftsmöglichkeiten
Die beste Reisezeit für eine Motorradtour durch Norwegen ist im Juli, wenn die Tage am längsten sind und die Straßen schneefrei sind. Entlang der Strecken gibt es zahlreiche Campingplätze, viele davon mit Blockhütten zum Übernachten. In größeren Orten gibt es auch Hotels, die jedoch teurer sind.
Kulinarische Tipps für preisbewusste Reisende
Um in Norwegen günstig zu essen, empfiehlt es sich, einen Kocher mitzunehmen und in Supermärkten wie Rimi einzukaufen.
GPX-Dateien und Navigation
Für eine einfache Navigation können GPX-Dateien auf verschiedene Geräte und Apps geladen werden. Hier sind Anleitungen für Garmin, Google Maps, TomTom und Smartphone-Apps:
Übertragen von GPX-Dateien auf verschiedene Geräte:
- Garmin: Datei in Base Camp importieren und an das Gerät senden.
- Google Maps: In Google Maps importieren.
- TomTom: Über MyDrive Connect in die GO-App laden.
- Smartphone-App (z.B. Locus Map): In der App importieren.
Routenvorschläge und Highlights entlang der Strecke
Es gibt zahlreiche Routenvorschläge für Motorradtouren durch Norwegen. Eine beliebte Option ist die Küstenstraße "Kystriksveien" (Fv17 zwischen Steinkjer und Bodø), die eine landschaftlich reizvolle Alternative zur Europastraße E6 darstellt.
Weitere Highlights entlang der Strecke:
- Nordsjøvegen (Fv44 ab Flekkefjord)
- Atlantikstraße (Atlanterhavsveien)
- Stavanger: "Schwerter im Berg" (Sverd i fjell)
- Bergen: Hanseviertel Bryggen
- Kannesteinen (vom Meer geschliffener Felsen)
- Vogelinsel Runde
- Trollkirche (Trollkyrkja)
- Insel Leka
- Stausee Storglomvatnet und Fykantrappa
- Ureddplassen (Rastplatz mit Aussicht)
- Saltstraumen (Gezeitenstrom)
- Lofoten und Vesterålen
Wichtige Hinweise für die Fahrt
Die Straßen in Norwegen sind in der Regel gut gewartet, aber es gibt auch nicht asphaltierte Pisten. Die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen beträgt 80 km/h. Blitzer sind meist angekündigt, aber unangekündigtes Lasern ist ebenfalls möglich.
Anreise und Unterkunft
Die Anreise kann über Dänemark mit der Fähre Hirtshals-Kristiansand oder über Schweden erfolgen. Hotels sind teuer, aber Campingplätze bieten oft günstige Hütten in verschiedenen Preisklassen an.
Flexibilität bei der Routenplanung
Die Aufteilung der Tracks sollte individuell erfolgen, da die Tagesziele und Übernachtungen von den persönlichen Vorlieben und der aktuellen Situation abhängen. Fährpassagen sind zwar schön, kosten aber Zeit, da Wartezeiten am Anleger entstehen können.
| Region | Highlights | Tipps |
|---|---|---|
| Südnorwegen | Nordsjøvegen, Stavanger, Kristiansand | Fähre Hirtshals-Kristiansand, Wanderungen |
| Mittelnorwegen | Atlantikstraße, Trollstigen, Geirangerfjord | Besuch der Vogelinsel Runde, Wanderung zur Trollkirche |
| Nordnorwegen | Lofoten, Vesterålen, Nordkap | Fähre Bodø-Moskenes, Whalewatching Safaris |
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