Motorrad-TÜV: Checkliste und wichtige Hinweise für die Hauptuntersuchung

Mehr als jedes zehnte Motorrad fällt bei der Hauptuntersuchung durch. Wer sein Fahrzeug vorher selbst checkt und die Anforderungen der Prüfdienste beachtet, kann Zeit und Geld sparen.

Vorbereitung auf die HU: Was Sie selbst prüfen können

Ist Ihr Motorrad noch verkehrssicher, in einem vorschriftsmäßigen Zustand und umweltverträglich unterwegs? Im Detail zeigt das meist erst eine Hauptuntersuchung (HU) inklusive Abgasuntersuchung (AU) bei einer der anerkannten Prüforganisationen. Doch einige Punkte können Sie vor dem Besuch bei TÜV, Dekra, GTÜ oder KÜS selbst überprüfen.

Checkliste zur Vorbereitung der HU

Hierauf schauen Prüforganisation wie TÜV und GTÜ nach eigenen Angaben bei Motorrädern:

  • Haben Sie Ihre Zulassungsbescheinigung Teil I/Ihren Fahrzeugschein und ggf. weitere Unterlagen griffbereit (z.B.

Wichtige Dokumente und Fristen

Nach der Erstzulassung nach drei Jahren, ab dann alle zwei Jahre: Jeder Pkw muss regelmäßig zur Hauptuntersuchung. Gute Vorbereitung ist dabei wichtig. In der folgenden Checkliste erfahren Sie, was im Auto sein muss, welche Papiere Sie benötigen und was Sie vorab klären sollten.

Wann der nächste Termin für die HU ansteht, erfahren Sie beim Blick in die Fahrzeugpapiere oder auf die Prüfplakette am Kennzeichen - das Jahr steht in der Mitte, der Monat oben. Bei Motorrädern ist dieser Check alle zwei Jahre Pflicht. Das gilt auch für neu angemeldete Bikes.

Haben Sie bereits eine AU machen lassen, darf diese maximal zwei Monate vor dem Monat, in dem die Hauptuntersuchung stattfindet, durchgeführt worden sein.

Diese Dokumente sind erforderlich:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein)
  • Falls das Fahrzeug nicht zugelassen ist: Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief)
  • Bei technischen Änderungen am Fahrzeug (z.B. Tuning) entsprechende Unterlagen und Nachweise mitbringen

Was passiert bei Mängeln?

Es kommt vor, dass die Fachleute der Prüfstelle etwas beanstanden und deshalb zunächst keine Plakette vergeben. Anschließend ist der Halter verpflichtet, die festgestellten Mängel beseitigen zu lassen. Die Nachuntersuchung muss spätestens einen Monat nach der nicht bestandenen HU erfolgen. Andernfalls muss das Motorrad erneut die komplette Hauptuntersuchung absolvieren und Sie müssen noch einmal die vollen Kosten dafür zahlen. Außerdem droht ein Verwarngeld.

Kosten und Gebühren

Die Kosten für die Hauptuntersuchung eines Motorrads inklusive Abgasuntersuchung liegen je nach Prüfstelle und Bundesland zwischen rund 75 und 100 Euro. Ein Vergleich lohnt sich also. Wer noch einmal zum TÜV-Termin muss, um die Plakette im zweiten Anlauf abzuholen, sollte je nach Anbieter und Ort bis zu etwa 40 Euro für die Nachuntersuchung einkalkulieren.

Ist der HU-Termin mehr als zwei Monate überschritten, darf die Prüforganisation rund 20 Prozent mehr für einen vertieften Check verlangen. Und die Polizei kann bei einer Verkehrskontrolle ein Verwarngeld von 15 Euro verhängen.

Häufige Mängel bei Motorrädern

Neben verschleißbedingten Mängeln treten häufig solche auf, die durch Unwissenheit bei der Wartung und bei Umbauten entstanden sind. Am häufigsten treten Mängel an der Beleuchtung, am Fahrgestell und Rahmen oder an Achsen, Rädern und Reifen auf.

In vielen Fällen werden defekte Glühlampen, nicht zugelassene Leuchten, falsche oder abgefahrene Reifen und ausgeschlagene Lager an Gabel, Schwinge oder Rädern beanstandet. Fehlfunktionen an Scheinwerfern und Kontrolllämpchen sowie nicht intakte Leuchtengehäuse oder erblindete Reflektoren sollte nicht erst ein Prüfingenieur feststellen.

Checkliste zur Eigenkontrolle vor der HU

  • Autokennzeichen müssen gut sichtbar und sicher befestigt sein
  • Beleuchtung prüfen: Sämtliche Lichter, Leuchten und Strahler am Fahrzeug müssen funktionieren. Das sind vor allem:
    • Abblendlicht
    • Fernlicht
    • Standlicht
    • Blinker
    • Warnblinker
    • Rücklichter und -strahler
    • Nebelschlussleuchte
    • Bremslichter
    • Kennzeichenbeleuchtung hinten
  • Bremsen: Die Bremsen dürfen oberflächlich keine starken Rosterscheinungen zeigen (bei Scheibenbremsen), müssen gleichmäßig Bremskraft übertragen und dürfen keine ungewöhnlichen Geräusche verursachen
  • Sicherheitsgurte kontrollieren: Beschädigte Gurte und Gurtschlösser sind ein erheblicher Mangel
  • Reifenprofil kontrollieren: die Mindestprofiltiefe ist 1,6 Millimeter. Der ADAC empfiehlt jedoch mehr: bei Sommerreifen 3 Millimeter, bei Winterreifen 4
  • Scheibenwischer und Scheibenwaschanlage überprüfen
  • Innen- und Außenspiegel am Fahrzeug kontrollieren
  • Kontrollleuchten im Fahrzeug

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0