Motorrad richtig Verzurren auf Anhänger – Eine Anleitung

Das korrekte Verzurren eines Motorrads auf einem Anhänger ist von großer Bedeutung, um Schäden am Motorrad und Unfälle zu vermeiden. Ein zu lockeres Verzurren kann dazu führen, dass sich das Motorrad bewegt und Schaden nimmt.

Dieser Thematik sollte eine große Wichtigkeit zugeschrieben werden, da bei Fehlern die Motorradversicherung keinerlei Schäden übernimmt. Fernab der Tatsache, dass dies notwendig ist, um schadenfrei ein Motorrad zu transportieren. Das Verzurren eines Motorrads ist ein wichtiges Sicherheitsverfahren, das bei einem Unfall schwere Verletzungen oder sogar den Tod verhindern kann.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum sicheren Verzurren eines Motorrads

1. Sicheres Auffahren des Motorrads

Ein oftmals unterschätzter Punkt stellt das sichere Auffahren des Motorrads dar. Das Bike wird hierbei auf die Ladefläche mithilfe von Schienen oder Befestigungsplatten befördert. Hierbei ist es sehr zu empfehlen, diesen Schritt mindestens zu zweit auszuführen. Während eine Person das Motorrad anschiebt, kann die helfende Hand darauf achten, dass das Motorrad nicht seitlich abrutscht. Für den Vorgang sind Schienen mit Seitenplatten sehr zu empfehlen.

2. Anbringen der Motorradlenkergurte

Hierbei werden die Motorradlenkergurte über die Lenkergriffe gestülpt. Es gibt viele verschiedene Arten von Lenkerspanngurten auf dem Markt, wodurch mit Leichtigkeit das passende Motorradzubehör aufzufinden ist. Achte beim Anbringen des Riemens darauf, diesen so zu positionieren, dass er die gesamte Breite des Lenkers abdeckt. Ziehe anschließend die Spanngurte an jedem Ende fest, bis der Riemen unter Spannung steht. Es wird empfohlen, zusätzlich zur Sicherung des Lenkers auch durch die Reifen den Gurt zu führen, um zusätzlich für mehr Halt zu sorgen.

3. Sichern des Motorrads in seiner endgültigen Position

Das Motorrad sollte nun in seiner endgültigen Position gesichert sein. Ziehe die Lenkerklemmen auf beiden Seiten allmählich an, bis die Vorderradgabel vollständig eingedrückt ist und kein Federweg mehr am vorderen Ende des Motorrads vorhanden ist. Sollte dieser Punkt nicht sorgfältig vollzogen worden sein, kann das Motorrad bei Fahrten auf holprigen Straßen wackeln, was durch die Federung (Gabel) unterstützt wird. Wenn das Motorrad hier richtig gesichert ist, sollte es im Anschluss auch am Hinterrad verzurrt werden, damit keinerlei Spielraum für eventuelle Ungleichheiten gegeben ist. Der einfachheitshalber können zwei separate Verriegelungsgurte auf der linken und rechten Seite angebracht werden. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig vonnöten, da prinzipiell ein einziger ausreichend sein sollte. Wichtig ist nur, dass das Motorrad nicht hochgehoben werden darf. Hierbei würde die gleiche Problematik bezüglich des Aufschwungs der Feder herauf provoziert werden, sobald sich die Hauptfeder des Motorrads um die Hinterradschwinge dreht.

4. Anbringen zusätzlicher Gurte

Zusätzliche Gurte sollten direkt an der Ratsche oder um das Fahrrad herum befestigt werden. Dieser Schritt sollte unternommen werden, um zu verhindern, dass sie unkontrolliert im Luftstrom gezogen werden und die Ratsche lockern.

Zurrgurte: Die Wahl des richtigen Typs

Die Wahl des richtigen Zurrgurttyps für Ihr Motorrad ist wichtig. Es gibt drei Haupttypen von Gurten: Schlaufe, D-Ring und Band. Schlaufengurte sind die einfachsten und werden oft bei kleineren Motorrädern zum Verzurren verwendet. Sie bestehen aus einer einzigen Stoffschlaufe mit einer daran befestigten Schnalle. D-Ringe können sicherer sein, sind aber größer und erfordern eine breitere Öffnung in der Satteltasche, um diese entsprechend anbringen zu können. Bänder sind komplizierter, bieten aber mehr Sicherheit und Vielseitigkeit. Welcher Gurt für dich am besten geeignet ist, hängt von deinen spezifischen Bedürfnissen ab.

Motorradtransport auf Fähren

Motorradsicherheit auf Fähren ist ein wachsendes Anliegen. Die National Motorcycle Safety Foundation (NMSF) berichtet, dass Motorräder der am häufigsten gestohlene Fahrzeugtyp in den USA sind. Ein Motorrad, das mit der richtigen Befestigung an einer Fähre gesichert ist, kann die Wahrscheinlichkeit von Motorrad Diebstahlschutz oder Beschädigung erheblich verringern. Es gibt viele Möglichkeiten, ein Motorrad zu sichern. Kabel sind die einfachste und gebräuchlichste Art, um ein Motorrad auf einer Fähre zu verzurren. Sie bestehen aus Spiralkabel, welche um das Motorrad geführt werden, um anschließend durch Ziehen an jedem Ende festgezogen zu werden. Diese Methode eignet sich gut für Motorräder, die keine Rahmenschienen oder andere starke Strukturkomponenten haben. Ketten sind eine weitere beliebte Option zum Sichern von Motorrädern auf Fähren.

Auswahl des richtigen Motorradanhängers

Bevor es ans Eingemachte geht, brauchst du den passenden Anhänger. Und hier gilt: nicht jeder Anhänger ist gleich gut geeignet. Wenn du dir das Leben besonders leicht machen willst, schau mal bei Trailer Swarm vorbei. Dort bekommst du hydraulisch absenkbare Motorradanhänger mit einer satten Nutzlast von 500 kg und einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 kg.

Sicheres Verladen und Fixieren des Motorrads

Das A und O beim Transport: Dein Motorrad muss felsenfest stehen. Stelle dein Motorrad mittig auf dem Anhänger ab. Die Motorradwippen fixieren das Vorderrad, während du mit den Gurten - jeweils diagonal vorn und hinten - alles sicher verzurrst. Wichtig: Die Gurte dürfen nicht scheuern! Ein Stück Stoffpolster oder ein alter Lappen hilft, den Lack zu schonen.

Zusätzliche Tipps für den Transport

  • Das Verladen ist ohne Zweifel der heikelste Moment. Wenn du keinen absenkbaren Motorradanhänger hast, brauchst du zwingend eine belastbare Rampe - und im Idealfall eine helfende Hand. Noch entspannter geht’s mit einem hydraulisch absenkbaren Anhänger.
  • Bremsweg: Länger. Überholen: Besser mal verzichten.
  • Halte spätestens alle 100 Kilometer kurz an und check die Ladungssicherung.
  • Suche dir zum Abladen einen ebenen Untergrund mit ausreichend Platz.
  • Lagere den Anhänger möglichst trocken und sauber.

Weitere wichtige Aspekte

  • Spanngurte dürfen auf keinen Fall an den Abschleppösen befestigt werden.
  • Ebenfalls zu beachten ist, dass die Spanngurte nicht an der Karosserie befestigt werden dürfen.
  • Weiterhin sollten die Zurrhaken nicht an beliebigen Stellen am Transportfahrzeug angebracht, sondern nur die vorgesehenen Zurrpunkte verwendet werden.
  • Grundsätzlich sollten ebenfalls alle vier Räder befestigt werden.
  • Achten Sie bei der Auswahl immer auf die Zugfestigkeit (LC = Lashing Capacity). Für Motorräder bis 200 kg sind Gurte mit LC = 175 daN ausreichend. Für schwere Maschinen wird LC = 500 daN empfohlen.
  • Wichtig ist, dass der Ständer möglichst weit vorne angebracht wird und die Breite zum Reifen des Motorrads passt.
  • Achten Sie beim Transport auf eine vorsichtige Fahrweise, besonders in Kurven, und halten Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit Anhänger ein.
  • Überprüfen Sie regelmäßig die Spannung der Gurte, damit das Motorrad stabil auf dem Anhänger bleibt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass für den sicheren Transport eines Motorrads einige einfache Schritte erforderlich sind. Durch die Verwendung eines Anhängers, das ordnungsgemäße Verzurren des Motorrads und Vorsichtsmaßnahmen während der Fahrt ist es möglich, dein Motorrad ohne Zwischenfälle von Punkt A nach Punkt B zu bringen. Denken daran, dass Sicherheit beim Transport eines Fahrzeugs immer an erster Stelle stehen sollte.

Motorrad richtig verzurren: Gurte, Halter und mehr

Um ein Motorrad sicher zu transportieren, ist das richtige Equipment entscheidend. Hier eine Übersicht der wichtigsten Komponenten:

Komponente Beschreibung
Motorradanhänger Spezielle Anhänger mit niedriger Ladehöhe oder Absenkfunktion erleichtern das Verladen.
Spanngurte Robuste Gurte mit hoher Zugfestigkeit (LC), idealerweise mit Ratschen zur einfachen Spannung.
Auffahrrampe Erforderlich für das Verladen auf Anhänger ohne Absenkfunktion. Achten Sie auf Traglast und Breite.
Motorradwippe/Vorderradständer Hält das Motorrad beim Verzurren stabil und senkrecht.
Schutzplane Schützt das Motorrad vor Witterungseinflüssen und Schmutz während der Fahrt.

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